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bonnementsprete: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in'e Haus gebracht 60 Bfg., burch die Post bezogen viertel. fährlich Mr. 1.50.

Bratt@ beilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, bft- nub Gartenban, sowie die Gießener Selfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags.

Dienstag, den 3. November 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Jufertisnopref 8 Die einspaltige Betitzeile für Gießen wie gang Oberhessen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Big. forft 16 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 98. Ferssprechanfchink Mr, 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Bekanntmachung.

Betr. Herbstkontrollversammlungen.

Bei den diesjährigen Herbst- Kontrollversamm­Ingen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt Gießen gehörigen:

1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve. ( Kleiner Dienstanzug: Müße, Waffenrock oder Ueberrock, Achselstücke, lange Hosen oder hohe Stiefel beliebig, bei schlechter Witterung Baletot); 2. Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppen­teile und der Ersazbehörden Entlassenen aller Waffen; 3. Diejenigen, der Landwehr 1. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungs­befehl zum Erscheinen bei der Herbstkontrollver­sammlung zugeht.

Die Ersaßreservisten haben bei den Herbstkontrollver­femmmlungen nicht zu erscheinen.

Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit be kontrollpflichtigen anzutreten haben. A. zu Gießen

im Hofe der alten Kaserne am Brand fur die Bewohner von Annerod, Allendorf a. d. Lahn, ten- Buseck, Beuern, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffen­Gerg und Herrnwald, Großen- Buseck, Großen Linden, Heuchel­heim, Klein- Linden, Lang- Göns, Leihgestern, Oppenrod, ödger, Trohe, Waßenborn und Steinberg, Hausen, Wieseck, uund zwar:

Am 6. November 1903:

1. Appell vormittags 9 Uhr. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, so­wie sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den ahren 1896 und 1897 eingetreten sind.

2. Appell nachmittags 2 Uhr. Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den fahren 1898 und 1899 eingetreten sind. Am 7. November 1903:

1. Appell vormittags 9 Uhr.

E. Zu Grünberg.

Am 11. Novbr. 1903, vormitt. 9 Uhr 15 Min., am westlichen Ausgange auf der Straße nach Gießen für die Bewohner von Allertshausen, Beltershain, Berdrod, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Ober- und Untere Biegelhütte, Laßmühle Hattenrod, Harbach mit der Kolben­mühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenauischen Papiermühle, Lauter mit der Arzmühle, Bingmühle, Georgen­Hammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Lon­dorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmittmühle, Reizenmühle und Ziegelhütte, Lumda( Groß- und Klein), Odenhausen mit Appenbörner Hof, Dueckborn, Reinhards­hain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollenbach, Beitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickarts­hain, Weitershain mit dem Hainer- Hof, Winnerod.

Befreiungsgesuche sind bis längsens 8 Tage vor dem Appell auf dem Dienstwege( durch das Hauptmeldeamt) einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei, bezw. bei Bramten durch die vorgesehte Behörde beglaubigt sein, werden aber nur im dringendsten Hotfalle genehmigt.

Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu er­scheinen.

Stöcke, Schirme, Pfeifen und Bigarren sind vorher wegzulegen.

Die Militärpapiere( Pak mit eingeklebter Kriegsbeordnung und Führungszeugnis) müssen zur Stelle sein.

Sämtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontrolllages bis einschließlich Mitternacht unter dem Mili­tärgesek.

Gießen, den 20. Oftober 1903.

Großherzogliches Bezirks- Kommando Gießen. v. Mosch, Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen.

Bekanntmachung.

Die am 9. September 1. Is. angeordnete Sperre des Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Seltersweg, zwischen Kreuzplaß und Plockstraße, wird hier­mit aufgehoben. ahrem 1900, 1901 und 1902 eingetreten sind. 2. Appell nachmittags 2 Uhr.

Sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der zbehörden entlassenen Mannschaften der Infanterie, so­vote sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld und Fußartillerie, Pioniere, Eisenbahn-, Telegraphen­Luftschiffertruppen.

Am 9. November, vormittags 9 Uhr. Sämtliche Reservisten des Trains( einschließlich Aran­enträger), Sanitäts- und Veterinärpersonals, Büchsenmacher­gehilfen, Defonomiehandwerker und Marine- Mannschaften, fowie zur Disposition der Truppenteile und Ersatz- Behörden emilaffenen Mannschaften aller Waffen, ausschließlich Infanterie und die durch besondere Gestellungsbefehle dazu befohlenen hrleute.

B. zu Lollar.

Am 9. November 1903, nachmittags Uhr, an dem Bahnhof,

die Bewohner von Andorf a. d. Lda., Climbach, Daubringen mit Heiberts­housen, Lollar, Mainzlar, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda.

C. Zu Hungen.

Am 16. Novbr. 1903, vormittags 9 Uhr 15 Min., an der Post, Für die Bewohner von Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langs­Dorf, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringels­Sausen, Rodheim mit Hof Gras, Röthges, Steinheim, Trais­Horloff, Utphe, Villingen.

D. Zu Lich.

Am 10. November 1903, nachmittags 3 Uhr, in der Amtsgerichtsstraße, Für die Bewohner von Albach, Birklar, Dorf- Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Ettings­Sausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher Sof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Muschenheim mit Hof- Güll, Nieder- Bessingen, Ober- Bessingen, Ober­Hörgern, Steinbach.

Gießen, den 2. November 1903.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler.

Bekanntmachung.

Die Wetsteinstraße und die Wetsteingasse, zwischen dem Gäßchen Auf der Bach" und der Kirchstraße, werden wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr ge­sperrt.

Gießen, den 2. November 1903.

Großh. Polizeiamt Gießen. Hechler.

Die Wiesbadener Kaiferzufammenkunft. Es ist nur natürlich, daß die vom Zaren ausdrück­lich gewünschte Zusammenkunft mit dem Deutschen Kaiser, die im Beisein der beiden auswärtigen Minister morgen( Mittwoch) in Wiesbaden stattfindet, allenthalben das größte Interesse erregt. Ueber die politische Bedeutung dieser Entrevue schreibt uns unser CB- Mitarbeiter:

Haben solche Monarchenunterhaltungen heute auch nicht mehr annähernd dieselbe Bedeutung wie früher, so sind sie doch andererseits feineswegs zu unterschätzen. Wie das mündliche Verfahren in allen Dingen das rationellste ist, so hat es sich immer ganz besonders bewährt, wenn große Fra­gen zur Erörterung standen, die eine rein papierene Unter­handlung niemals ganz erschöpfen könnte. Die Wiesbadener Entrevue fällt aber in reich bewegte Zeitläufte. Unten auf dem Balkan hat Rußland mit Desterreich- Ungarn zusammen interveniert, und bei den Beziehungen, die den Sultan per­sönlich mit Kaiser Wilhelm verbinden, ist es nur begreiflich, daß die Mürzsteger Erörterungen noch nachträglich auch mit dem Deutschen Kaiser besprochen werden. Unsere Haltung in der Balkanfrage ist eine rein forrekte und objektive ge­wesen. Verleumderische Ausstreuungen der englischen Presse, als hetze Deutschland den Sultan gegen die Note der beiden Großmächte auf, haben nicht vermocht, das Bild zu trüben, weil sie eben gar so durchsichtig waren. Nur um eine Be­sprechung kann es sich hier handeln, da das Programm beider Kaiser ein flares ist, und neue Komplikationen sich in letter Zeit nicht ergeben haben. Auch über die ostasiatische Politik wird man lebbaft zu sprechen baben. Deutschland, das sich

Jeinen Platz an der Sonne erworben und während der chine­sischen Wirren bewiesen hat, daß es gewillt ist, ihn festzu­halten, darf bei ausgreifenden Maßnahmen im fernen Osten nicht mehr übersehen werden. Darum ist es nur natürlich, daß sich der weiße 3ar erst bei Deutschland rückversichert, ehe er da drüben am Stillen Ozean starke Aktionen unternimmt. Weiter wird man vermutlich die Beziehungen zwischen Peter­hof und dem Quirinal erörtern, ein Punkt, der Deutschland immerhin nicht gleichgültig sein kann. Auch werden über die Friedensfrage und die Haager Konferenz Meinungen aus­getauscht werden, zumal es heißt, daß die Einberufung einer neuen Friedenssitung kurz vor der Tür steht, und die Ein­führung von weiteren Schiedsgerichtsverträgen im Sinne des franzöſiſch- engliſchen nur noch eine Frage der Zeit iſt. Und schließlich wird auch der neue deutsch- russische Handelsvertrag in großen Zügen durchgesprochen werden, was aus der An­wesenheit der Grafen Lambsdorff und Bülow schon zur Ge nüge hervorgeht. Es wäre töricht, der Wiesbadener Entrevue eine ganz besondere Bedeutung beizumessen, aber es wäre ebenso töricht, ihre wirkliche Bedeutung herabzusetzen. Wenn die uns feindlich gesinnte Auslandspresse in der Monarchen­zusammenkunft, die einen fast improvisierten Charakter trägt. ein weiteres Symptom dafür erblickt, daß sich die beiden Kaiserreiche einander auf Kosten des alten Dreibundes und des neueren Zweibundes bedenklich näherten, so ist das selbst­verständlich nur Konjekturalpolitik, die auf allerhand seichtem Geröll erbaut ist. Die gemeinsamen Interessen der beiden großen Reiche, die persönliche Freundschaft ihrer Monarchen und ihre über jeden Zweifel erhabene Friedensliebe,- das find Momente genug, Motive für eine solche Zusammenkunft zu bieten. Man hätte es wirklich nicht nötig, aus aller Welt Schutt herbeizutragen, um ihn als efle Waffe gegen das ver­haßte Deutschland zu verwenden. Wer nur einigermaßen Be­scheid weiß über die Stimmung in der hohen Politik, wird nicht zweifeln können, daß die Wiesbadener Konferenz nur inen weiteren Stein bedeutet an dem Gebäude, das den Frie­den der Welt trägt.

Die Politik.

+ Der Abwechselung halber kriselt es einmal wieder im französischen Kabinett. Combes soll amtsmüde sein. Die legten Abstimmungen in der Kammer haben ihn angeblich davon überzeugt, daß er sich auf die republikanische Mehrheit der Kammer nicht mehr mit Zuversicht verlassen könne. So­wohl die sozialistischen Redner in der Angelegenheit der Ar­beitsbörse, wie die Haltung der demokratischen Linken im Senat in der Militärschulunterrichtsfrage haben ihn stark berschnupft. Auch der Polizeipräfekt Lepine wackelt. Das Resultat der Untersuchung in Sachen der Arbeitsbörsen­Tumultuanten ist für die Polizeiagenten sehr ungünstig ausgefallen. Mehrere Zeugen haben schwer belastende Aus­sagen über die Brutalität der Polizei abgegeben. Und da in ministeriis immer der Vorgesetzte mit den Untergebenen mitbüßen muß, so darf man das Scheiden Lepines füglich wohl erwarten.

Mit der eben eingetroffenen Bestätigung des Ge­rüchts von der Ermordung des Gouverneurs von Asir( Wila­jet Yemen), ussuf Pascha, durch eingeborene Araber gewinnt die Lage in Arabien ein bedrohliches Aussehen. Offenbar handelt es sich um eine tiefgehende und umfassende Bewegung der arabischen Bevölkerung gegen die türkische Herrschaft. Das ergibt sich auch aus der weiteren Meldung, daß außer dem Gouverneur auch der in Asir weilende Ge­neralstabschef des 7. Armeekorps, Achmed Pascha, sowie einige Offiziere und Beamte ermordet worden sind. Außerdem wurde der größte Teil des Bataillons, welches die Besatzung des Regierungsgebäudes bildete, aufgerieben. Weitere Einzelheiten fehlen noch, da die Telegraphenlinie zerstört ist. Erst nach dem Eintreffen dieser näheren Nach­richten wird man ein völlig sicheres Urteil über die Trag­weite dieser Ereignisse gewinnen können. Indessen genügen schon die jetzt vorliegenden Nachrichten, um eine größere mili­tärische Aktion der Türkei und einen Bürgerkrieg wahr. scheinlich zu machen. Für die Türkei ist die Sache um se weniger erfreulich, als die mazedonische Bewegung noch lange nicht vollständig erloschen ist. Zusammenstöße mil den türksichen Truppen finden noch immer tagtäglich statt.

Gegenüber wie alljährlich so auch diesmal um dieſe Zeit auftauchenden unbestimmten Gerüchten über eine Kriegs rüstung Menelifs-- diesmal sollte es am Weißen Nil(?) gegen England gehen ist zu konstatieren, daß der Regus in jedem Jahre eine Art Kontrollversammlung über seine Truppen abhält, und daran Uebungen schließt, um ihre Kriegsbereitschaft zu erproben. Daß zufälligerweise ab und zu von dieser Sammlung weg ein Streifzug gegen unbot näßige Nachbarn unternommen wurde, berechtigt noch keines vegs zu dem Schlusse, daß auch in diesem Jahre die Muste offensiv friegerischen Zweck hat. Der Kindesunterschiebungs- Prozess. ( 6. Verhandlungstag.)

RK Berlin, 2. November. Die Spannung im Auditorium hat in der zweitägigen Pause, die zwischen der letzten Verhandlung und ihrer heutigen Fortsetzung lag, nicht nachgelassen, sondern sich im Gegenteil noch atzentuiert. Satte man doch am Freitag

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Hafen von Man eingelaufen sein, denn selbst die Jacht des od niemals wohl mochte ein ähnliches Fahrzeug in den

Gouverneurs hielt feinen Vergleich mit

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müde wurde, neugierig nach all den tausend Kleinen

berkehr entfernten Insel giltigkeiten gehören, aber hier auf der von zu fragen, welche in London zu den alltäglichsten Gleich­Dingen ganzen Reiz der Neuheit allem Welt­

hatten.

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Hause zurud

Frau Kedwar sprach lebhaft den genug zu rühmen, wie schön die Tochter und wie würdig Magnus begleitete Frau Redwar und Erse nach ihrem und wußte nicht

den Oghams Gäste auf sie gemacht hattigen Eindruck aus,

abgefeuert wird.

spannender Moment, wenn von

Bord aus eint

Torpedo sie gibt den winzigen Kleinod untersucht. Dann arbeitet die Dampfluftpumpe, nist, alle haben mit Liebe und Aufmerksamkeit das teure Es ist ein Kommandant, Maat, Maschi­

Bropellern Die