Ausgabe 
31.7.1902 Erstes Blatt
 
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wäre. Sie hätte gerade die Pflicht, in jedem einzelnen Falle mit Hülfe der Gerichte den polnischen Hezern flarzumachen, daß Lehrer erst recht nicht straflos be­leidigt werden dürfen, wenn sie ihren Pflichten als Beamte auch troß erwachsender Schwierigkeiten nach tommen. Besonders dringend erscheint eine Neuerung des Züchtigungsrechtes der Lehrer. Heute liegen fast überall die Dinge so, daß die Kinder nicht allein von den Eltern!- aufgehegt werden, den Lehrern Widerstand zu leisten. Läßt sich dann ein Lehrer hin­reißen, die Ungehorsamen förperlich zu züchtigen, so werden, wie in Thorn und Gnesen gerichtlich fest­gestellt werden konnte, von polnischen Aerzten Zeug­nisse ausgestellt, die vor einer ärztlichen Nachprüfung nicht bestehen können, aber zum Mindestens den Erfolg haben, daß gegen den Lehrer ein Strafverfahren er­öffnet wird. Wenn auch das Gericht auf Freisprechung erkennt, der Lehrer wird sich bedenken, ob er sich noch einmal solchen Aufregungen und Unannehmlichkeiten aus sezen soll. Er läßt den Dingen seinen Lauf.

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mit Stitchener verständigt, aber die Anwesenheit Milner's in der Regierung habe eine Verständigung unmöglich gemacht. Botha, De Wet und Delarey, die sich gestern in Kapstadt eingeschifft haben, werden in Europa Vor­Lesungen zu Gunsten ihrer infolge des Krieges verarmten Stammesgenossen halten.

- Zur Ankunft des Königs von Italien in Berlin werden die Straßen, die der Monarch passieren wird, Festschmuck anlegen. Im Schoße der städtischen Körper­schaften werden bereits Erörterungen gepflogen, um eine würdige Ausschmückung der Stadt in die Wege zu leiten. Die Einwanderung französischer Orden nach Belgien hat wiederum in großem Umfange begonnen.

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Chamberlain und die Burenführer. Wie nunmehr mitgeteilt wird, ist die Reise sämtlicher Buren­führer nach England auf direkte Einladung Chamberlains erfolgt. Der Kolonialminister erklärte, er wolle Rücksprache mit den Burenführern nehmen über die Auslegung der Friedens- Bedingungen und über die allgemeine Lage in Süd­Afrika.

In Brüssel wurde in Gegenwart des Gesandten Grafen Wallwitz und des Brüsseler Bürgermeisters bei großer Beteiligung der Kolonie das prächtige neue deutsche Schulgebäude eingeweiht. Herr Momm, Vorsitzender des deutschen Schulvereins, und Direktor Dr. Jahnke hielten die Festreden.

Rußland. Der Minister des Innern v. Plehwe beschied fürzlich den Fürsten Uchtomski, den Ghef­Redakteur der" Petersburga Wjedomosti", zu sich und forderte ihn, der das der Regierung gehörige Blatt gepachtet hat, auf, die Richtung seiner Zeitung zu ändern, da sie zu liberal sei. Der Minister erklärte dem Fürsten, der Pachtvertrag werde ihm gekündigt werden, falls er dem Wunsch der Regierung nicht nachkommt- Ja, diese russischen" Regierungsblätter, sie müssen tanzen.

** Die 5. Klasse der Hess. Landeslotterie nächsten Montag, den 4. August gezogen. Wir m auf die Erneuerung der Loose noch besonders d aufmerksam.

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P.-A. 26. Mittelrheinisches Kreisturn in Worms. Die Anmeldungen laufen in den le Tagen sehr lebhaft ein. Telegraph, Telephon und briefe bringen stündlich Neuanmeldungen. Bis ge nachmittag war das Eintreffen von ca. 220 bereinen mit zirka 4000 auswärtigen Turnern gemerkt. Der Wohnungs- und Geschäftsführende schuß hat alle Hände voll zu thun. In den verschiede Volksschulen ist mit der Herstellung großer Schlaf für Turner- Massenquartiere bereits begonnen wor Die Vorfeier am letzten Sonntag hat die vom Geschä führenden Ausschuß gestellten Erwartungen bei wei übertroffen. Der Besuch muß als ein recht guter zeichnet werden. So waren z. B. im Voranschlag 900 Ginlaßfarten für Erwachsene und 800 für Sti borgemerkt, Dauerkarten natürlich abgerechnet. Die der Erwachsenen erreichte jedoch die stattliche Höhe 2100, die der Kinder 781. Ein günstiges Vorzei für das kommende Feſt.

Der Oberhäuptling Manga Bell aus Kamerun, der Sohn des bekannten King Bell, weilt zur Zeit mit zwei Söhnen und einem Enkel in Berlin. Bell will mit der Kolonial- Verwaltung des Auswärtigen Amtes im Interesse seines Volkes in Verbindung treten.

- Ueber den Ozeantrust veröffentlicht der Pariser Figaro" einen Artikel des ehemaligen Ministers der öffentlichen Arbeiten, Bau din. Der­selbe legt dar, daß durch den Trust die englische Flotte geschwächt und die deutsche gestärkt werde. Ferner ermögliche der Trust den Deutschen und Amerikanern, die französische Flotte zu ignorieren. Baudin betont dann namentlich die Gefahr, welche die Verstärkung der deutschen Flotte zur Zeit des Krieges dank dem Trust für Frankreich mit sich bringen würde. Der Trustvertrag scheine ihm eine höhere Bedeutung zu haben, als gewöhnliche Fragen, die zwischen den Bölfern verhandelt würden. Es frage sich, welches wohl die Haltung der Schifffahrtsgesellschaften im Kriegsfall sein würde und wie die Diplomatie einen solchen Trust verhindern könne.

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Giessener Cagesneuigkeiten.

** Pfarrer Dr. Grein ist nunmehr amtlich bom Großherzog an die evangelische Pfarrstelle an der Stadtgemeinde in Darmstadt berufen worden.

** Ernennungen. Der Großherzog hat am 30. Juli den Amtsrichter Friedrich Koch in Büdingen zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, den zweiten Beamten bei der Landeslotterie- Direktion Finanzamtmann Dr. Julius Lehr zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Büdingen, be de mit Wirkung vom 1. September ernannt.

Die Krönung des englischen Königs geht nun in aller Stille am 9. August vor sich. Prinz Heinrich und Gemahlin werden derselben nicht als offizielle Vertreter des Kaisers, sondern lediglich als Verwandte der englischen Königsfamilie beiwohnen. Auch die übrigen Höfe werden nicht durch Angehörige der Regenten- Familien sondern durch Botschafter bei der Krönung vertreten sein.

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** Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 12, ausgegeben am 29. Juli enthält folgende öffentliche Aner­kennung einer edlen That:

Die gestrigen Vorführungen in Bläse Biograph boten abermals manche heitere Scen " Was man vom Balkon aus sieht und Kuhh an der Tränke" sind zwei Nummern, das erste hu ristisch, das andere sehr naturgetreu, welche der achtung wert sind.

Der Großherzog hat dem Landwirt Otto N au und Kart Erb zu Stangenrod in Anerkennung der von denselben gemeinsam am 5. März d. I. mit Mut und Entschlossenheit, sowie eigner Lebensgefahr bewirkten Rettung des Ludwig Strauch daselbst vom Tode des Ertrinkens, eine Geldprämie zu verleihen geruht.

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** Von oberhessischen Behörden wer steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Anton Lan dorf aus Pohl Böns wegen Strafvollstreckung Amtsgericht Buzzbach.- Schmiedegeselle Louis Bed aus Nieder- Ohmen wegen Diebstahls von Staatsanwaltschaft Gießen.- Dachdeckerlehrling Ge Falkenhainer aus Alsfeld wegen Sachbesch gung von der Staatsanwaltschaft Gießen. löhner Friedrich Möbus aus Auerbach wegen D stahls von der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Adam Justus Trost, Ehefrau, Anna Dorothea, Festelmann, aus Grünberg, wegen Strafvoústred bom Amtsgericht Offenbach. Technifer Wilhe Julius Lorenz Weber aus Weilburg wegen Betru usw. vom Amtsanwalt I zu Darmstadt und Kaufma Rudolf Döll aus Gießen wegen Diebstahls bo Polizeiamt Mainz.

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** Wem gehört das überfallende Obst? 8 jeßigen Zeit entstehen nicht selten Weinungsverschiedenhe zwischen den Beteiligten darüber, wem bei Nachbargru stücken überhängende oder überfallende Früchte gehör Durch das Bürgerliche Gesetzbuch ist darüber bestimmt: dem Eigentümer des Stammes, welcher jedoch zum Be das Grundstück des Nachbars überhängende Früchte gehö der Abbringung das Grundstück des Nachbars nicht w dessen Willen betreten darf. Uebergefallene Früchte Eigentum dessen, welchem der Grund und Boden geh auf den sie gefallen sind.

wässerungsanlage der Provinzial Siechenanstalt *** Heute wurde mit der Ausführung der Ent­begonnen. Ausgeführt wird diese Anlage durch die hiesige Baufirma Birkenstock u. Schneider. Letztere gab bekanntlich bei der Submission für dieses Loos das billigste Angebot ab. Da die Anstalt am 1. Oktober ds. J. dem Betrieb übergeben werden soll, werden die Arbeiten mit Volldampf betrieben und giebt es hier­durch den hiesigen, sowie den in der Nähe wohnenden Arbeitern günstige Gelegenheit zu lohnender Beschäftig ung. Voraussichtlich nehmen gegen Mitte August auch die Arbeiten der städt. Sielbauten ihren Anfang und wird dann eine rege Arbeitsthätigkeit beginnen. Wir machen die Anwohner der durch die Kanalbauten be­rührten Straßen( Bahnhofstraße, Stallgasse, Auf der Bach, Wetzsteinstr, Wallthorstr. und Marburgerstr., sowie der Moltkestr., Grünbergerstr., Licherstr., Wolfstr., Landmannstr. und Schiffenbergerweg) nochmals aufmerksam, jetzt ihren Wintervorrat an Sohlen einzufellern, da durch die großen Aufgrabungen die Straßen für Fuhrverkehr während des Baues gesperrt werden müssen. Die Leitung über diese Arbeiten ist dem Sielbauamt über­tragen und werden die Arbeiten durch permanente Ueberwachung fontrolliert.

Präsident Steijn wird, wenn nötig einen deutschen Badeort zur Kur aussuchen. Präsident Krüger wird Steijn von Utrecht aus einen offiziellen Be­such abstatten. Nach einer Meldung aus Fanchal, wo Steijn auf dem Dampfer Carisbroofe Castle" angekommen ist, hat sich sein Gesundheitszustand gebessert, jedoch erschöpft noch die geringste Anstrengung seine Kräfte völlig Der Der Präsident geht nach Berlin, um dort einen Spezialarzt für seine Krankheit zu konsultieren, welche die Folge von Higschlag und allgemeiner Erschöpfung ist. Der Burenführer Lucas Meyer ers klärte einem Mitarbeiter des Manchester Guardian", die Buren hätten niemals über 50 000 Mann im Felde gehabt. Sie hätten oft Mangel an Lebensmitteln ge­litten. Die Nigger seien über die Bewegungen der eng­lischen Truppen sehr gut unterrichtet gewesen und hätten in dieser Beziehung immer gute Dienste geleistet. Lucas Meyer erklärte noch, die Buren hätten sich bereits früher

In eigener Sache Richter.

Roman von 2. Haidheim.

( Fortsekuna.)

( Nachdruck verboten.)

Das war so ziemlich der Inhalt aller Gespräche derer, die jest nach und nach beim Schlosse anlangten und, von ihren SquDienern erwartet, sich eilig durch Bürstenstriche über Kleider, Haar und Bart salonfähig machten.

Graf Josephs Talent für derartige Anordnungen hatte in ber That außerordentliches geleistet.

Keiner von den Herren brauchte noch einmal die Trauers Szenerie wieder zu betreten. Durch einen Seitenflügel schritt man Toutuber hellerleuchtete teppichbelegte Gänge und Treppen und durch Lange Reihen vornehm ausgestatteter Zimmer nach dem großen Saal, der zum Empfang diente und dessen mit rotem Seidenstoff bezogenen Wände das Licht der Krystallkronen weich und ge dämpft wieder zurückwarfen.

Brächtige Gemälde in breiten Goldrahmen deckten die Wände, tostbare Teppiche den Fußboden, dessen Barketteinlagen nur zum Teil verhüllend. Ueberall sah man alte Bronzen, Marmor­tunstwerke und sonstigen fostbaren Schmuck auf Tischen und Borden und wenn auch alle diese Bracht eine altmodische war, für welche die Lebenden schon fein rechtes Verständnis besaßen, so wirfte fie doch anheimelnd und wohlthuend.

Nichts erinnerte mehr an die düstere Trauer des Tages, nichts, als die schwarzen Gewänder der Damen der Familie, bon denen die zivei jüngeren in der That jezt eben erblüten Rosen glichen und die Augen aller dieser Männer auf sich zogen. Die schlanke hochgewachsene Maria von Wazlam erschien in diefer Stunde allen die schönere. Zu ihrem blonden schimmerns ben Haar und dem blütenfrischen Teint stand die hochelegante Schwarze Krepptoilette unvergleichlich schön. Sie und ihre Mutter waren gefleidet wie Damen des höchsten Stanges und beide Ge Stalten paßten dazu.

zücken dem Glanz dieser Stunde hin und fesselte Alte und Junge durch ihr Geplauder.

Ein alter faiserlicher Kammerherr war völlig hingerissen. Ihm erzählte sie, daß sie den ganzen Winter in Krapolno bleiben würden und daß der Traum ihres Lebens eine Hofdamenstelle bei irgend einer reichen fürstlichen Dame sei. Reich müsse ste sein, ach, welche Wonne wäre es, so im Glanz und Lurus einer solchen Existenz mitzuleben.

Bu ihnen drängten sich auch die Herren am meisten; feber diefer Ersten des Landes wünschte ihnen etwas Angenehmes zu fagen und fühlte sich sympathisch berührt von der gelaffenen Wirbe der Mutter, die leider allzu gut gelernt hatte, was solche Liebenswürdigkeiten wert find, sowie von Marias ftrahlender Frische und Schönheit.

Sie war durch die Lehren, die das Leben in Prag ihr ge geben, durchaus noch nicht belehrt; fie gab sich mit vollem Ent

Der alte Herr lachte kopfschüttelnd.

Baronesse, der Schatten, den die fürstlichen Herrschaften merren, läßt anderes Leben nicht so recht zur Entfaltung kommen". warnte er. Heiraten Sie lieber, einem so schönen Mädchen kann es an Bewerbern nicht fehlen."

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Minister Budde an der Arbeit. Unter den vielen in letzter Zeit erhobenen Forderun auf Verbesserung der Eisenbahn- Verkehrsverhä nisse will der Nachfolger des Herrn v. Thielen allem schein nach zunächst die schlesischen berücksichtigen, der besondere Dringlichkeit ja auch unstreitbar ist. Einige dieser Richtung getroffene Anordnungen des Ministers bereits bekannt. Von informierter Seite verlautet nunm daß auch die Inangriffnahme der Vorarbeiten für die k richtung des Schnellzugsverkehrs auf der Strecke Bresla Stettin verfügt worden ist. Eine Rentabilitätsberechnu wurde seitens der zuständigen Eisenbahndirektionen mit schleunigung aufgestellt. Den Handels- und Industriekr im Westen und Süden Deutschlands mag es unfaßbar scheinen, daß zwei Städte von der Bedeutung Breslaus Stettins lange Jahre hindurch die Schnellzugsverbind entbehren mußten. Den Schaden von diesem Zustand h

Aber ich bitte Sie, Baron, wer sieht die Lischa und mich? Und wer nimmt heutzutage ein bettelarmes Mädchen? Ich bin rettungslos arm, Baron, wenn mir nicht, wie dem armen Aschens brödel, goldene Kleider und Pantoffeln vom Himmel fallen, be tomme ich feine!" wehflagte sie.

Er hatte nach der Liſcha hinüber geblickt, als fte dahin zeigte. Nun vergaß er ganz Maria zu antworten. Ihm fiel ein Liedchen ein vom nußbraunen Mägdelein". Alle Wetter, zwei so reizende junge Damen in dieser Weltabgeschiedenheit? Er nahm Maria an den einen Arm, Lischa an den anderen und fühlte sich um Jahrzehnte verjüngt, während er mit ihnen durch den Saal ging, stolz wie ein Pascha. Seine strahlende Miene machte die meisten anderen Herren erst aufmerksam auf den Schatz des Hauses". Sie wurden geradezu neidisch auf ihn und begannen sich für die beiden jungen Damen um ihrer Schönheit willen zu interessieren. Schade, daß sie nichts hatten! Jammerschade!

Wer ist die Braune?" fliisterte ein junger Herr im schwarzen Civilrock seinem Begleiter in Uniform zu. Sie waren zu spät gekommen durch einen Unfall, den sie auf dem Wege hierher ge habt und der sie stundenlang aufhielt.

Habe keine Ahnung, wird natürlich zur Verwandtschaft ges hören! Ist in der That eine aparte Erscheinung lieber Melnico. aber hands off, ist nichts für uns."

Baron Melniay hatte auf die letzte Bemerkung nicht gehört. ein Bekannter, Wenzel Kaltenbronn, trat auf ihn zu und be grüßte ihn.

Mute gewesen wie bei dieser Totenfeier. Der einzige vernünf Moment ist dieser! Die Damen sind wirklich angenehm! ich will Dir nur anvertrauen, daß man auch einen Bissen effen und ein Glas Wein bekommen kann, wenn man fich Treppe hinab verfügt, gleich rechts, fehr annehmbare te Kollektion, natürlich wird weiter kein Aufheben davon gemad Komm, ich bringe Dich hin!"

Ist es wahr, man sagt mir eben, Euer Wagen set um gestürzt? Daher also tamt Ihr nicht rechtzeitig? Nun, viel ver loren habt Ihr nicht; mein Lebtag ist mir nicht so nüchtern au

Der Offizier hatte sich entfernt, um seinerseits Ramerad zu begrüßen; Baron Melnicky lehnte das freundliche Anerbiet aber bankend ab.

Ich habe den Damen noch nicht meine Reverenz gema Du, Wenzel, wie heißt die kleinere?"

,, Baronin Frohberg, Burkards Mutter! Die wirst Du do fennen, Mensch! Ah, so! Du meinst die Lischa? Schau! scha Der blöde Melnicky! Hat ein Auge für weibliche Schönheit Seit wann denn, Muci? Komm her, ich stelle Dich vo Aber paß mir auf, die Elisabeth Frohberg habe ich mir selb ausgesucht!"

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" Ist Dir's ernst, Wenzel?" fragte im Gehen Nepom Melnicky und blieb sehr unberührt von der scherzenden Warnun Kaltenbronns.

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Na, weißt Du, so ganz absolut, bis zum Altar das wolle wir nun doch noch nicht feststellen!" erwiderte dieser gemütlic " So giebst Du die Bahn frei?" " Bist Du verrückt, Mucki?" Reineswegs, so viel ich weiß."

Na, Spaß muß sein. Es ist ja schon ein Genuß Di trockenen Philister einmal aufflammen zu sehen. So falt fon wie Gis! Aber ich begreife es, diese Haarfarbe, die ist es, wel uns verhert. Ich glaube es ist die sogenannte titianije Uebrigens hat das Mädel mir nicht genug Feuer in fich, scha Dir die Blonde einmal an! Geld haben sie beide nicht, für mid wären sie ja doch nicht!"

Und im nächsten Augenblid stellte Freiherr Wenzel bo Kaltenbronn den Damen seinen Freund vor. Mudi Melnic verbeugte sich vorschriftsmäßig und die beiden älteren Dame gaben ihm die Sand, sie kannten seine Mutter und hatten gleid biel zu fragen.

Ein Kavalier wie der Baron Melnicky verfah sicherlich nichts in den Formen der guten und besten Gesellschaft, abe während er das lebhafteste Geplauder mit den beiden Damen führte, ruhten seine Augen wie gebannt auf dem ernsten junges Antlig Lischas von Frohberg

( Foriseßung folgt.)

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