Ausgabe 
31.7.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 175.

Erstes Blatt.

Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg, in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­jährlich Mr. 1.50.

Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberheinische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Donnerstag, den 31. Juli 1902.

Gießener

11. Jahrgang.

Insertionsvreis: Die einspaltige Petitieile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3032.

Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferus rechanschluß Nr. 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen

Die Polen und der Kaiserbesuch in Posen. Kaiser Wilhelm hat bekanntlich gelegentlich der dies­jährigen Kaisermanöver, die zwischen dem 3.( brandenburg­ischen) und dem 5.( posenschen) ärmeekorps vor sich gehen werden, seinen Besuch in der Stadt Posen ansagen lassen. Es geht nun das allerdings der Bestätigung bedürfende Gerücht, ein polnischer Kammerherr habe es dem Kaiser durch einen der Minister nahe legen lassen, den geplanten Besuch in Bosen bis zum nächsten Jahre verschieben zu wollen, ohne dak indessen hierbei nähere Aufklärungen über dies doch so auffällige Anfinnen gegeben worden wären. Wenn man Ber­liner Blättermeldungen glauber dürfte, so wären infolge diefer angeblichen Bitte oder auch Warnung von polnischer Seite bereits einschneidende Abänderungen in dem ursprüng. lichen Programm für den Kaiserbesuch in Posen verfügt worden, wonach nur ein rein militärischer Empfang des Monarchen unter Ausfall des beabsichtigten Aufzuges der Ehrenjungfrauen, der Schulkinder, der feierlichen Begrüßung bes Kaisers durch die Bosener städtischen Behörden usw. statt­finden würde, ja es wird sogar davon gefabelt, daß sich der Einzug des Monarchen in die Hauptstadt Posens zu einem folchen wie in eine eroberte feindliche Stadt gestalten solle. Es mag nun zunächst dahin gestellt bleiben, wie es sich mit bem behaupteten Schritte des polnischen Rammerherrn verhält; selbst wenn er aber wirklich gethan worden sein sollte, so würde er sicher faum einen Einfluß auf die Dispositionen des Kaisers auszuüben vermögen. Die Bestimmungen für die Raisermanöver im Osten des Reiches stehen unerschütterlich fest und hiermit auch das Erscheinen des Kaisers in der Stadt Posen, das höchstens durch ganz unvorhergesehene Ereignisse oder durch eine plößliche Erkrankung des Monarchen in Frage gestellt werden könnte. Sollte jedoch das Ansinnen an den Kaiser, er möge seinen Besuch in Bosen um ein Jahr verschieben, durch Befürchtungen deutschfeindlicher Demon­strationen der polnischen Bevölkerung während der Anwesen heit des Kaisers oder gar polnisher Rüpeleien, vielleicht selbst Attentatsversuche gegen die Person des Landesherrn beranlaßt worden sein, so würde man die echte, furchtlose Natur des hohen Herrn schlecht fennen, wenn man annehmen wollte, er würde aus solchen Erwägungen den angekündigten Aufenthalt in Posen verschieben. Das Leben jedes Monarchen steht in Gottes Hand, auch die weitgehendsten persönlichen

Sicherheitsmaßregeln für ihn werden niemals eine genügende Bürgschaft abgeben, daß er nun durchaus gefeit gegen etwaige verbrecherische Anschläge seitens elender Mordbuben sei, und Dies gilt natürlich auch für Kaiser Wilhelm.

Einstweilen möchte indessen zu bezweifeln sein, ob wirklich Kaiser Wilhelm in Posen irgend etwas für eine Person zu fürchten hätte. Auch wenn man ohne

In eigener Sache Richter. Roman von L. Haidheim. ( Nachdruck verboten.)

( Fortsetzung.)

Vier Tage später wehte vom Turme des Schloffes Klaino die große Trauerfahne, am Eingangsthor standen rechts und links die tief schwarz gekleideten Wappenherolde, Trauerflore ver­hüllten die hohen Kandelaber von meisterhafter alter Schmiede­arbeit und ein schwarzer Teppich bedeckte die Stufen der Freitreppe. Drinnen die Halle mit den Siegestrophäen und Wappenschilden und von der Galerie, die stockwerkhoch um diese uralte Halle lief, wallten breite Trauerflore bis zum Boden herab.

befferen Geschäften längst dahingegangener Grafen Ebern war schwarz ausgeschlagen

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brifanten: Co., Wiesbaden eral- Bertreter:

Eine sehr vornehme Gesellschaft Leidtragender hatte sich um die Abendstunde dieses rauhen Herbsttages hier um den bereits geschlossenen Sarg geschart, lauter große Herren des Landes, be­

ig Thomas Gieht. Im Hintergrunde neke namen.

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Im Hintergrunde des durch zwei Stockwerke gehenden weiten Raumes war ein Altar erbaut, an welchem der Bischof bes Sprengels unter Assistenz und im Beisein vieler Geistlichen eine Totenmesse abhielt, der Duft unzähliger Kränze und un­zähliger Wachsferzen erfüllte die Luft und legte sich schwer auf bie Brust der Anwesenden. Su Häupten des unter Kränzen und Palmwebeln fast ganz verschwindenden Sarges ragte wieder jenes foftbare hohe Kreuz von Ebenholz mit dem Christusbild bon Elfenbein, das schon eit zwei Jahrhunderten kostbares Gigentum der gräflichen Familie war; hier in Klaino, wo es sorglich gehaltene Gewächshäuser gab, wie überhaupt alles voll­tommen im herrschaftlichen Stil und aufs beste gehalten war, batte man die schönsten Palmen und Lorbeerbäume zur Um­rahmung des Sarges verwendet, und das flackernde Licht der hoben, filbernen Armleuchter spiegelte sich in der schwerer Silber­

Kränzen etwas davon sehen konnte.

Sargdede, so weit man vor

Die Damen des Hauses standen zu Häupten am Arme der beiden Enkel des Geschiedenen und hörten mit ernten Mienen auf bie gewundene Rede des Geistlichen, der sich ehrlich bemühte dem Coten so viel vortreffliches nachzurühmen, wie man irgend ver­langen fonnte. Aber wie das so richtig heißt: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht so blieb sein Bemühen ohne Erfolg, falt und stumm jedes Herz der Hörer.

Und dann reihten sich die Trauergäste zum Zuge nach dem Mausoleum; die nach alter Sitte mittelalterlich kostümierten

Landwirtschaftsministers von Podbielski, Zu der viel erörterten Stolper Rede des die von vielen Blättern abgeleugnet wird, werden noch einige Einzelheiten bekannt. So berichtet man, daß der Minister am Eingang seiner Rede bemerkt habe: Wir find ja hier unter uns, da kann ich mich also etwas freier aussprechen."

macht.

fachen Ruf: Thür zu!" wurden die Thüren zuge­Auf den darauf folgenden viel­Auch nach der Voss. 3tg." fragte Herr von Podbielski zunächst: Sind wir unter uns?" Der Vorsigende Oberst v. Miglaff prüfte nochmals die Tafelrunde und als er jeden gewogen und feinen zu leicht befunden hatte, antwortete er: Ich bitte, Excellenz, zu reden." Und dann hat Excellenz geredet und zwar von dem nach dem Staate schreien, vom alten Zopf, vom Schweinevich, von den Fußstapfen der Sozial­demokratie und vom Pfifferling der Regierung.

Weiteres zugibt, daß in weiteren Kreisen der preußisch en worden. Bisher waren Orden in Amerika nicht an der Polen durch die unausgesetzten deutschfeindlichen Hezereien| Tagesordnung. und Wühlereien politischer Agitatoren, wie der polnischen Presse, eine gewisse Erregung hervorgerufen worden ist, so ist hiermit doch noch keineswegs gesagt, daß sich dieselbe gegen den Träger der obersten Staatsgewalt kehren könnte. Die Neigung zum politischen Meuchel­mord liegt dem polnischen Volkscharakter im Allge­meinen fern, so heißblütig auch das polnische Tempera­ment werden kann, und es ist daher kaum anzunehmen, daß sich die Stimmung, welche in der polnischen Be­völkerung Preußens durch das staatsfeindliche Treiben gewissenloser Demagogen und nationaler Fanatiker all­mählich erzeugt worden ist, vielleicht in einem Anschlage auf den Kaiser Luft machen könnte. Sollte jedoch etwa geplant sein, so eine Art polnischen Putsches während geplant sein, so eine Art polnischen Butsches während des Aufenthaltes des Monarchen in Posen ins Werk zu setzen, so müßten sich doch die Anstifter eines solchen thörichten Streiches selber über ein derartiges unsinniges Unterfangen klar sein. Die Stadt Posen und ihre Um­gebung werden zur Zeit des Kaiserbesuches über und über mit Militär angefüllt sein, so daß eine versuchte deutschfeindliche Demonstration im Nu erstickt wäre, deren Urheber hätten dann einfach noch die gesetzlichen Folgen eines solchen leichtsinnigen Vorgehens zu tragen. Es ist deshalb nicht einleuchtend, warum unser Kaiser sollte, und ebensowenig ließe sich einsehen, wie so Ab­dem projektirten Besuch in Posen wieder aufschieben änderungen in den Einzelheiten des Kaiserbesuches, wie die behaupteten, zu rechtfertigen wären. Posen wird ja nicht nur von Polen, sondern auch von Deutschen bewohnt, und zwar mindestens zur Hälfte, und letztere haben gewiß allen Anspruch darauf, daß bei denen doch gerade das deutsche Element in Mit­in den den Festsetzungen für den Empfang des Kaisers, wirkung fommen soll, feinerlei Abänderungen getroffen werden, die als Furcht vor dem Polenthum ausgelegt

werden könnten.

Politische Nachrichten.

Die Stadt

Zur Amerikareise des Prinzen Heinrich. Anläßlich des Besuches des Prinzen Heinrich in den Bereinigten Staaten sind eine Reihe amerikanischer Staatsangehöriger mit Ordens- Auszeichnungen bedacht

worden.

Würdenträgen, Beamte, Offiziere und viele Bürger der Ferner sind aus dem gleichen Anlaß an hohe Vereinigten Staaten Zuwendungen in Gestalt von Wertgeschenken, Bildnissen und Geschenken gemacht

Träger des Sarges, die ganze Bracht, welche aufgewendet worden, dem toten Herrn die lezte Ehre zu erweisen, die feierliche Weihe der Kirche, dargeboten durch die vornehmsten Geistlichen der Provinz, die ganze Reihe der ersten Männer und großen Herren des Landes, alles, alles blieb nur ein leeres Schaugepränge, von dem sich manche der Anwesenden bewußt waren, der alte Graf Ebern hätte nichtachtend und höhnisch zu diesem Brunk gelacht.

Das Wetter hatte sich beruhigt; der Himmel sich aufgehellt. Tief nach Westen zu schwebie die dünne Mondfichel, einzelne Sterne leuchteten und durch die Wipfel der Bäume wehte leise flagend der Wind. So schritt man durch den Vark. Zu beiden Seiten des Weges standen Fackelträger, auf den weiten Rasen­flächen brannten Pechflammen in riesigen Töpfen, die voran schreitende Militärmusik spielte den Beethovenschen Trauermarich ergreifend schön und jezt, bei dem flackernden, wechselnden Licht ergriffen doch tiefe Schauer die falten Herzen.

Es lag eine gespenstische Stille auf diesem Zuge, der so phantastisch durch die Nacht dahin glitt, als zögen die feierlichen Klänge ihn seinem legten Ziele zu.

Welche Gedanken mochten sich regen in den Herzen derer, die ein Recht gehabt hätten auf die Liebe und Treue des Toten? So würde wohl ein großer Teil der Herren denken, flüsterten die dem Zuge folgenden Unterthanen".

In einem Wäldchen von Tannen und edlen Koniferen lag die Familiengruft; bei Tageslicht ein Viag voll der Presie der Trauer, in diejer Nachtstunde unbeschreiblich düster und be­ängstigend, durch die schauerliche Einsamkeit.

Eine halbe Stunde später war alles vorüber und während die Familie sich auf dem fürzesten Wege nach dem Schloſſe zurücbegeben hatte, wurden die Trauergäste auf dem weitesten zurückgeführt, denn jezt galt es, den Damen eine ganz furze Frist zur Erholung zu verschaffen, um dann alle diese Herren zu empfangen und ihr Beileid entgegen zu nehmen.

Burkard und Craf Joseph hatten für alles gesorgt, fogar der lettere dafür, daß man den erschöpften Damen Erfrischungen

bereit hielt.

Unterdes unterhielten sich auf dem Wege nach dem Schloſſe zurück die Herren von dem verrückten Testament", das durch eine noch verrücktere Bestimmung vor Jahresfrist nicht eröffnet werden sollte. Niemand wußte Gewisses; das Gerücht hatte wohl gelegentliche Aeußerungen des Verstorbenen verbreitet, jedenfalls aber traute man dem schrulligen Alten die äußersten Wider= finnigkeiten zu, weil er lebenslang deren so zahllose zu Tage gefördert.

des Kaisers die Neise nach Neval mitmachen. Auf Staatssekretär Tirpik wird im Gefolge dieser Fahrt wird außer dem Kreuzer Prinz Heinrich auch der Kreuzer Nymphe die Kaiseryacht Hohenzollern begleiten.

-

Wahlkreis( früher von Lieber vertreten), ift: Dr. Dahlen Das Gesamtwahl resultat im 3. Raffauischen ( Ctr.) 10,631, Arawinkel( ntlb.) 3755, Brand( B. d. L.) 3454 und Vetters( Soz.) 652 Stimmen.

-Posen, 30. Juli. Der Oberregierungsrat Gesch in Posen wird demnächst in das Finanzministerium berufen werden. Gesch ist derjenige Beamte, auf dessen dem Finanzministerium gemachte Mitteilung der frühere Provinzialsteuer- Direktor Löhning das gegen ihn ein­geschlagene Verfahren zurückführt.

nischen Blätter den zunehmenden Lehrermangel Mit begreiflicher Schadenfreude stellen die pol­in den östlichen Provinzen fest. Das " deutsche" Nachrichtenbureau, das einen solchen Schmerzensschrci jegt eben wieder verbreitet, bergißt nicht, hinzuzufügen, daß polnischen Anwärtern leider der Eintritt in die Seminare verweigert werde. In Sie sind entſchloſſen, den deutschen Lehrern in den der That, darob grämen sich die Polen nicht wenig. Ostmarken soviel Schwierigkeiten zu bereiten, daß diese samt und sonders davon gehen. Der Feldzug gegen die deutschen Lehrer ist planmäßig organisiert worden. Die polnischen Blätter wimmeln geradezu von Angriffen hätte, daß die Behörde immer dagegen eingeschritten gegen die Lehrer, ohne daß man in Erfahrung gebracht

Der joinseroc war nicht gefonimen. Man fonnte nicht einmal rufen le roi est mort vive le roi, denn der neue Herr trieb sich Gott mochte wissen wo? in Asien herum, als Teil nehmer einer Erpedition zur Erforschung nie von Europäern betretenen Gegenden. Wer konnte wissen, ob er überhaupt noch lebte? Seit langer Zeit vermißte man Nachricht von der Expedition.

Ueberhaupt, die ganze Familie gab fo biel Anlaß amm Achselzucken. Da war doch außer den Frohbergs fein weig des Geschlechts der Ebern. welcher nicht allerlei Migwuchs aufwies.

war.

Aber die Frohbergs- alle Achtung! Wenn ihr Abel aud noch sehr neu war, es steckte doch in ihnen ein tüchtiges Rern holz; der alte Major hatte es bewiesen, Burkard, so jung er auch noch war, trug bereits den Preis der Hochachtung unter dem jüngeren Geschlecht davon und wäre sein Vater nicht allzu früh an der schlecht geheilten Wunde gestorben, so hätte er es sicher weit gebracht. Die arme fleine Frau von Frohberg! fie hatte doch auch so garnichts vom Vater! wirklich allzu wenig! Da verstand ihre Cousine Wazlaw besser zu repräsentieren! Das arme Weib! nichts hatte ihr Mann ihr zurückgelassen, nichts als die fünf Kinder, feinen Streuzer! Ihr eigenes väterliches Erbe, auch nicht wenig, hatte der Wazlam auch noch mit durchgebracht. in dulci jubilo und besser wie mancher Fürst, bis das Gelb, alle Nun ja, fie hatte ihn flott geholfen! Die guten Leutchen lebten Jest mußte man sie mit durchschleppen; fie unb tie Kinder fielen dem Univerfalerben zu. Wer es nun sein mochte? Doch sicher nicht dieser Graf Joseph, der zum Begräbnis ge tommen? Wenzel Staltenbronn hatte ihn vorhin begrüßt, fannte ihn von Wien her, will aber nichts über ihn sagen, audt bie Achseln. Na, ein fefcher Sterl ist er, ein ganzer Stabalier und wenn seine Frau Mutter auch eine fröhliche Lebedame war, thr Adel ist erwiesen, es fragt sich noch, ob der alte Despot bas Recht hatte, seinem Sohn Franz das Majorat absprechen zu laffen und ihn, wie man sagt, zu enterben! Fragt sich noch sehr! Der arm Franz, hätte nur nicht bei Agram fallen sollen, so würde der sich seines Erbes schon gewahrt haben. Der ganze Leichtsinn der Frau dokumentierte sich in der sträflichen Gleich gültigkeit, mit welcher sie ihrem Sohn das Erbe nehmen ließ. Selber reich? Na, was sie übrig gelassen, soll der liebenswürdige Schwerenöter Graf Joseph bereits berpugt haben! Es i ein schauderhafter Gedanke, daß fie nun warten und warten munen, in gräßlicher Angst, was der Alte in seinen Testament an gestiftet?

( Fortseßung folgt.)