Ausgabe 
10.9.1902 Erstes Blatt
 
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Dekanat Lauterbach, präsentierten Pfarrverwalter Wilhelm Hotz zu Ober- Gleen für diese Stelle bestätigt.

Der hessische Landes- Lehrer- Verein hält am 1. Df­tober zu Mainz im Kötherhof seine diesjährige ordentliche Vertreter- Versammlung ab. Verbunden hiermit ist die Haupt­versammlung des Vereins provisorisch angestellter Lehrer in Krankheitsfällen. Auf der Tagesordnung stehen: Jahres­berichte beider Vereine, Rechnungsablage, Beratung des Voranschlags für 1903 und Beratung der Anträge. Der bayerische Lehrerverein hat den Eintritt in den deutschen Lehrerverein beschlossen. Durch den Zutritt der etwa 13 000 Bayern steigt die Mitgliederzahl des großen deutschen Lehrervereins von 85 000 auf 98 000. Mit diesem Eintritt ist die Einigung der gesamten deutschen Lehrerschaft, soweit es sich um die freien, simultanen Vereine handelt, im wesentlichen vollendet.

von Salomon Michel 40 Mt. 4. Paar belgische Fuchswallache von August Frensdorf- Gießen 30

Mark.

3b Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren.

1. Paar Pferde von Salomon Michel- Gießen 60 Mt. 2. Paar Pferde von Sal. Michel- Gießen 40 Mark. 3. Paar dänische dunkelbr. Stuten von August Frensdorf- Gießen 20 Mk. 4. Paar 4jähr. Pferde von A. Bing- Lich 15 Mt.

4a Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren.

1. Stute von Salomon Michel- Gießen 30 Mf. Simon Kaufmann- Nieder­2. Rappe, Wallach, Weisel 20 Mr. 4b Leichte Arbeitspferde, einzeln zu prämiieren.

** Für unsere neuen Vaterlandsverteidiger. Die in den nächsten Monaten zum Militär eintretenden Personen, welche der Invaliditäts- Versicherungspflicht unterliegen, werden darauf hingewiesen, daß nach dem neuen, am 1. Januar 1900 in Kraft getretenen Invalidenversiche­rungsgesete vom 13. Juli 1899 die Quittungskarte nur eine Giltigkeitsdauer von 2 Jahren, vom Tage der Ausstellung an gerechnet, hat. Vielfach wird die Bestimmung des§ 135 genannten Gesetzes noch nicht genügend beachtet. Diese lautet: daß eine Karte, falls sie nicht innerhalb zweier Jahre vom Tage der Ausstellung an gerechnet, der betr. Polizeibehörde zum Umtausch oder zur Verlängerung vorgelegt wird, ihre Giltigkeit verliert. Die zum Militär eintretenden Personen thun gut, ihre Invalidenkarten vor dem Eintritt auf den Stadt oder Amtsbureaus abzugeben. Nach ihrer Entlassung vom Militär erhalten sie dann eine neue Karte.

Büdingen usw. Das Gebäude würde einen Kostenauf­wand von 25 000 Mt. verursachen. Da die hiesige Schule noch feine Turnhalle besitzt, so soll in dem untersten Stocke dieses Neubaues eine solche hergerichtet werden.

1. Lich, 8. Sept. Gestern wurde auf dem Hardberg das Jugendfest, das seit einer Reihe von Jahren das Sedanfest abgelöst hat, unter Beteiligung fast der gesamten hiesigen Einwohnerschaft gefeiert. Nach Schluß der Nach­mittagskirche bewegte sich ein stattlicher Festzug, von den Klängen der hiesigen Kapelle begleitet, nach dem Festplate, wo sich bald ein fröhliches Treiben entwickelte, zumal die Witterung in Anbetracht der vorgerückten Jahreszeit recht günstig war. Die Schüler und Schülerinnen der 4 obersten Schuljahre führten Kampfspiele aus: Hindernisrennen mit Schubtarren und wurstschnappen die Knaben; Ballwerfen und Hüpfen im Doppelseil die Mädchen. Die Preise für die Sieger sowohl Is auch die Brezeln, die die Kinder nach einem alten Brauche an diesem Tage erhalten, wie überhaupt alle Unkosten des Festes werden von der Stadtkasse getragen. Hoffentlich wird aber im nächsten Jahre die Feier auf einen früheren Tag gelegt. Am besten dürfte sich dafür der Sonn­tag am Beginn der Sommerferien eignen.

1. Pferd von Ifidor Meyer- Ober- Mockstadt 30 Mark. 2. Dänisches Pferd von Levi Kaufmann Nieder- Weisel 20 Mt. 3. Pferd von A. Bing- Lich 15 Mk. 4. Pferd von Isidor Strauß 10 Mt. 5a. Arbeitsschläge paarweise zu prämiiren. ( Die Pferde müssen nachweislich im Besitz von Land­wirten sein, die Mitglied des Landespferdezuchtvereins oder der landwirtschaftlichen Provinzialvereine sind.) 1. Paar Pferde von Gg. Konrad Straßheim­Griedel 50 Mt. 2. Paar belg. Pferde von J. Faber 10r.- Leihgestern 30 Mt. 3. Paar belg. Stuten Joh. Keßler 11r.- Gr.- Linden 20 Mr. 5b. Arbeitsschläge einzeln zu prämiieren ( wie vorher).

1. Stute von Georg Hildebrand 4r.- Nieder­weifel 30 Mt. 2. Schimmelstute von Peter Häuser 11r.- Niederweisel 20 Mt. 3. 7jähr. braune Stute von Johannes Sames- Queckborn 10 Mt. 6a. dreijährige Fohlen falten und warmen Schlages.

** Der Zankapfel spielt bei der Obstreife nicht selien seine bekannte Rolle; er ist sogar im Stande, nachbarliche Freundschaft zu zerstören, denn die be= treffenden gesetzlichen Bestimmungen sind meist un­bekannt. Nach§ 361 steht das Eigentumsrecht an einem Baume demjenigen zu, auf dessen Grund und Boden der Stamm aus der Erde kommt. Geschieht das auf der Grenze, so teilt sich das Eigentumsrecht. § 362 fichert einem Besitzer das Recht zu, auf seinem Grundstück überhängende Zweige fremder Bäume ab­schneiden zu dürfen oder solches vom Eigentümer zu verlangen, nur gehoren demselben die letzteren. Wurzeln fremder Bäume in seinem Grund und Boden fann er ebenfalls entfernen und diese gehören ihm. Nach§ 363 gehören alle Früchte, auch die über­hängenden dem Eigentümer des Stammes, welcher jedoch behufs des Abnehmens derselben das Grund­stück des Nachbars ohne dessen Erlaubnis nicht betreten darf. Uebergefallene Früchte sind Eigentum dessen, auf dessen Grund und Boden sie fallen.

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** Nidda, 8. Sept. Bei der bevorstehenden Ein­quartierung werden auch einige Orte unserer Umgegend belegt, welche seit nahezu 100 Jahren keine Ein­quartierung mehr hatten und das waren Russen oder Franzosen. Nur die ältesten Leute dieser Gemeinden haben von ihren Eltern oder Großeltern davon erzählen hören. Für die Bewohner dieser Orte wird die Zeit der Einquartierung ein Fest sein, mit dem Besten was Küche und Keller bietet, werden die Soldaten bewirtet und als Freunde behandelt werden. g Queckborn bei Grünberg, 8. September. Nächsten Sonntag in 8 Tagen findet unser diesjähriges Kirch= Unsere Grummeternte ist fast weihfest statt. zu Ende und liefert im Verhältnis mit den umliegenden Orten einen ziemlich guten Ertrag. Auch die Kartoffeln versprechen eine gute Ernte. Wasserleitung für das benachbarte& ttings= hausen, die in unserer Gemarkung in südlicher Richtung liegen, sind bereits aufgegraben und liefern solche Mengen Wasser, daß 3 Dörfer damit versorgt werden könnten. Sie führen durch Basalt- und Kohlen­lager; Das Wasser ist vom Kreisgesundheitsamt als vorzüglich befunden worden. Die Arbeiten sind be= reits ausgeschrieben und sollen noch im Herbst in An­griff genommen werden.

1. 21/ 2jähr. Stutfohlen von Philipp Müller­Oberhörgern 50 Mf. 2. 22jähr. Oldenb. Stute von Karl Heil- Butzbach 40 Mt. 3. 21/ 2jähr. Fohlen von Gg. Konr. Straßheim- Griedel 30 Mt. 6b. 3 weijährige Fohlen kalten und warmen Schlages.

1. 1/ 2jähr. belg. Fohlen von Gg. Wilh. Straß heim- Griedel 40 Mt. 2. 1/ 2jähr. Oldenb. Fohlen von August Dietz- Niederweisel 30 Mt. 3. 2jähr. Fohlen warm. Schl. von Julius Philippi- Wohnbach 30 Mf. 4. 1/ 2jähr. Belg. Stutfohlen von J. Rahn 2c.- Engel­rod 20 Mk. 5. Pferd von Aug. Die tz- Niederweisel 10 Mt. 6. 1/ 2jähr. Oldenb. Fohlen von Wilh. Müller 2r.- Oberhörgern 10 M. 7. Pferd von Melchior Wallbott 4.- Garbenteich 10 Mk. 8. Pferd von rch. Walther- Reichelsheim 10 Mt. 7. Zuchtstuten falten und warmen Schlages ( für inländische Züchter, welche Mitglied des Landes­pferdezuchtvereins find).

§ Das Sehvermögen der Eisenbahner. Die zur Zeit stattfindende ärztliche Untersuchung betreffs des Sehver­mögens der Eisenbahnbeamten hat einzelne Fälle von Farbenblindheit bei Zugbegleitungsbeamten ergeben, die nunmegr von dem ihnen bisher obliegenden Dienste dispensirt werden sollen. Auch wurde Kurzsichtigkeit verschiedentlich konstatirt, die bei Fahrkartenrevisionen sehr erschwerend einwirken kann. Solche Beamte werden zu anderen Dienstobliegenheiten unter gleichen Gehaltsverhältnissen wie seither herangezogen; es kann jedoch auch eine Pensionirung eintreten.

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Die Quellen der

r Hattenrod, 8. September. Gestern wurde hier ein Vortrag über Obstbau abgehalten, an den sich eine Gratisverlosung von Obstbäumen für Mit­glieder des Obstbauvereins von hier und den um­liegenden Orten schloß.

1. Stute mit Fohle von Konrad Weitz 4r.- Dorf Güll 75 Mt. 2. 6jähr. belg. Stute gedeckt, von Jul. Konrad Straßheim- Griedel 15 M. 3. Stute mit Fohlen von Heinrich Walther- Reichelsheim 50 Mk. 4. Stute, gedeckt, von Heinrich Hanac- Kirchgöns 40 Mt. 5. 5jährige Stute mit Fohlen von Hrch. Gottfried Marställer- Brüningen 30 Mt. 6. Pferd von Friedr. Viant- Münchholzhausen 30 Mf. 7. Belg. Stute mit Fohlen von Karl Heil Butzbach 20 Mt. 87jährige braune Stute mit Fohlen von Johannes Sames Queckborn 20 Mf 9. 5jähr. Oldenburger Stute, gedeckt von Herm. Wilh. Straßheim- Griedel 15 Mk. 10. Sjähr. belg. Fuchsstute von Wilhelm- Münchholz­hausen 15 Mt.

** Für die Cigarrenindustrie. Die amerikanischen medizinischen Zeitungen verzeichnen mit großer Genug thuung eine amerikanische Verordnung auf der Insel Kuba, gemäß welcher in Zukunft alle Cigarren- Arbeiter und Arbeiterinnen, welche der Tuberkulose verdächtig find, aus den Cigarrenfabriken ausgeschlossen sind. Ferner soll strikt darauf gesehen werden, daß die Fertigstellung der Cigarre bezw. des Cigarrenendes nicht mehr durch Anfeuchtungmittels der Lippen, sondern mit einem in Wasser getauchten Schwamme geschieht. Diese Verordnungen geschahen, nachdem eine bakterio­logische Untersuchung der durch einen Lungenschwind­süchtigen hergestellten Cigarren ganze Kolonien von Tuberkelbazillen im Cigarrenende, also eine direkte Ge­fahr für die Raucher, konstatiert hatte. Noch schlim mer sind aber manche kalifornische Cigarren, die von Chinesen fabriziert werden, von denen viele mit dem Aussat und anderen ansteckenden und widerlichen Krankheiten behaftet sind.

Herbstpferdemarkt zu Gießen.

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** Marburg, 9. Sept. Ein Automobil, das in der Frankfurterstraße in einem Hinterbau untersteht, kam heute Morgen, laut Heff. Ldztg." plößlich herausgefahren und fuhr durch die Frankfurterstraße, wo ein Milchwagen hielt. Das Pferd desselben scheute und ging durch, wobei die Deichsel des Wagens zerbrach.

Die ausgesetzten Ehrenpreise wurden den Tieren der Heeren Brauereibefizer Bichler, Triebus u. Sundheim, C. Klingspor und Heinr. Herz­berger zugesprochen.

** Fulda, 9. Sept. Das 4jährige Söhnchen des Stadtverordneten und Architekten Josef Friz fiel, während das Dienstmädchen die Abortgrube ausleerte, in dieselbe hinein und ertrank.

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** Aus dem Odenwald, 9. Sept. Die Ernte, so­wohl an Heu und Klee, wie in Körnerfrüchten ist, wenigstens quantitativ, sehr gut ausgefallen. Grummet vermögen die Bauern nur noch wenig in den Scheunen unterzubringen. Es wird daher stark zum Verkauf gestellt. Dem entsprechend sind die Preise niedrig.

** Frankfurt a. M., 9. September. Hier wurde schon wieder ein Attentat auf eine Prostituirte verübt. Das betreffende Frauenzimmer wurde von einem Unbekannten, mit dem sie lange in einem Haus­flur in der Schnurgasse gestanden hatte, durch zwei Messerstiche in den Rücken schwer verletzt.

Ja Amerika verstorbene Hessen: Newyork: Karl C. Rübsam aus Butzbach.-Winchester, Ind.: Adam Hirsch aus Groß- Gerau, 76 Jahre alt. Philadelphia, Pa.: Tabakspfeifenmacher Leonhard Nar aus Büdingen, 74 Jahre alt.- Springfield, O.: Michael Krebel aus Kilsbach, 50 Jahre alt. Marietta, O.: Frau Barbara Theuerling, 77 Jahre St. Louis, Mo.: Philipp Herwig aus Gimbs­heim. Derselbe fam mit seinen Eltern anfangs der 50er Jahre nach dem St. Louis benachbarten Liverpool, wo er mehrere Jahre in den Salzwerken thätig war und wo er sich mit Maria Kitter, ebenfalls aus Gimbsheim, verehelichte. Nach etlichen Jahren zog der Verstorbene nach dem Westen, wo er nach manchen

Unser diesjähriger Herbst- Pferdemarkt, der dritte seit Einführung dieser Märkte, war sehr gut be­schickt. Das aufgetriebene Pferdematerial war vor­züglich. Dem Preisrichterfollegium war es deshalb eine schwere Aufgabe, von dem Besten das Beste zu wählen. Gegen 12 Uhr war der Haupthandel vorbei und was noch nicht im Kauf abgeschlossen war, wurde in den Lokalen zum Abschluß gebracht. Die Landwirte zogen gegen Mittag heimwärts; die Grummeternte muß bei dem herrlichen Wetter beendet werden und man hat da nicht Zeit zum langen Verweilen. Unsere Wirte hatten deshalb auch nicht den langen Besuch als beim lezten Frühjahrsmarkt.

Nachstehend das Resultat der Prämierung:

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1. Reitpferde, unter dem Reiter gezeigt. 1. Reitferd des Stallmstr. Creuzburg Gießen, 30 Mt. und lobende Anerkennung. 2. Wagenschläge, paarweise zu prämiiren: 1. Paar Wagenpferde der Gebrüder Löwenthal­Friedberg 1 Preis 80 Mt.

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** Obsthandel. Nach dem Wochenbericht der Central­stelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. gestaltete sich auch in dieser Woche vom 1. bis 6. September 1902 das Geschäft zu einem recht lebhaften. Die Angebote und Nach­fragen liefen zufriedenstellend ein. Abschlüsse in Most- Nepfeln sind auch jetzt noch nicht zu verzeichnen, da die Aepfelwein­produzenten sich noch abwartend verhalten. Die Durchschnitts­preise der einzelnen Obstsorten betrugen: Preißelbeeren Mt. 18-20, Mirabellen Mt. 16-18, Reineflauden Mt. 16-18, Frühzwetschen Mt. 10, Frühäpfel Mt. 9-15, Frühbirnen Mt. 8-16, Himbeeren Mt. 22, Pfirsiche Mt. 30-35 per Ctr.

erfahrten sich schließlich in St. Louis dauernd nieder­ließ und zu Wohlstand gelangte. Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe( seine zweite Gattin), eine hoch­betagte Schwester in der 1. Ward, einen Bruder in St. Louis und etliche Kinder und viele Verwandte. Ober- Jowamensieg Wilkesbarre, Pa.: Frau Katharina Müller aus Buck­hardsfelden, 74 Jahre alt. Township, Pa.: Kaspar Neeb aus Helpershain, 73

3a Schwere Arbeitsschläge, paarweise zu prämtieren. 1. Baar belgische Pferde von Seligmann Salomon Weglar 80 Mt. 2. Paar braune Pferde von Simon­Kaufmann- Nieder- Weisel 60 Mt. 3. Paar Pferde

Jahre alt.

Aus Hessen und Nachbargebieten.

Als Nach­

** Darmstadt, 9. September. bevorstehenden Rücktritt Vermutungen laut folger des Staatsministers Nothe, über dessen werden, wird Justizminister Dittmar genannt.

g. Klein- Linden, 9. Sept. Die am 19. Juli 1896 hier eröffnete seleinkinderschule begeht nächsten Sonntag im Garten der Wirtschaft Mignon ihr sechstes Jahres­fest. Die Verschiebung dieser Feier ist dem hier grassirenden Keuchhusten zuzuschreiben. Die Epidemie hat trotz ihrer großen Ausdehnung glücklicherweise nur 2 Opfer gefordert. Die Kleinkinderschule verfügt jetzt über einen Grundstock von nahezu 2500 Mt.

** Schotten, 8. Sept. Hier plant man den Bau einer Gewerbeschule wie in Nidda, Alsfeld,

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** Darmstadt. Die seitherigen Beamten der Main­Neckar- Bahn hatten auf den 20. September eine Ab­schiedsfeier zu Ehren der mit dem 1. Oktober ds. aus­scheidenden und versetzten Beamten festgesetzt und sämtliche Beamte der Main- Neckar- Bahn dazu eingeladen. Heute er­schien folgende Ankündigung des Festausschusses: Die Direk­tion der Main- Neckar- Bahn hatte in einem Bescheid vom 7. Juli 1902 ausgesprochen: Rundgebungen irgend welcher Art aus Anlaß der Auflösung der Main- Neckar- Bahn sind nicht beabsichtigt." Im Gegensaze hierzu hat nunmehr die Direktion dennoch eine Abschiedsfeier und zwar ebenfalls am 20. September zu veranstalten unternommen, dabei aber die diesseits angebotene Verschmelzung beider Unternehmen ab­gelehnt. Unter diesen Umständen muß natürlich das unsrer= seits beabsichtigte Abschiedsfest, zu welchem alle notwendigen Vorbereitungen für würdige Ausführung in weitem Maße bereits getroffen waren, leider ausfallen. Wir benüßen diesen Anlaß, um allen lieben Kollegen ein herzliches Lebe wohl zuzurufen mit den besten Wünschen für ferneres Woglergehen.

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