Ausgabe 
5.9.1902 Erstes Blatt
 
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Politische Nachrichten.

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,, Tante Voß" sagt: der Trinkspruch zeige, daß zwischen Rußland und Deutschland und zwischen ihren Herrschern zur Zeit ein herzlicheres Verhältnis besteht als jemals seit dem Regierungs- Antritt des heutigen Zaren, und daß Frankreich keinerlei Aussicht auf russische Unterstützung hätte, falls es Herrn Andree und seinen Freunden gelänge, den Soldaten der Zukunft" gegen das deutsche Reiche mobil zu machen und einen aben­teuerlichen Rachekrieg zu beginnen. Dieses Eindruckes werde man sich auch jenseits der Vogesen nicht erwehren können.

Zahlreiche Orden wurden verteilt: Es erhielt u. a. der bekannte Mitbegründer des Ost­markenvereins, von Tiedemann, den Kronenorten 2. Klasse mit Schwertern am Ringe. Dem Ober­präsidenten von Bitter wurde der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat und dem Oberbürgermeister Witting der Charakter als Geheimer Regierungsrat verliehen.

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schwerten sich deswegen bei dem Premierminister Sprigg, wurden aber von diesem mit der Begründung abgewiesen, daß er hieran nichts ändern fönne.

Das Befinden der Zarin.

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Das offiziell von dem Leibarzt und Leib- Chirurgen aus­gegebene Bulletin über eine Fehlgeburt der Zarin wird nach einer Petersburger Depesche des Lokal- Anzeigers" in infor­mirten Kreisen bezweifelt. Es soll sich um einen seltenen Fall von eingebildeter Mutterschaft handeln. Medizinische Fachmänner halten es für unmöglich, daß nach­dem der Zustand guter Hoffnung bereits 9 Monate über­dauert, also ein normales oder totes Kind hätte geboren werden müssen, eine Fehlgeburt so ungefährlich verlaufen konnte, daß nicht einmal Erhöhung der Temperatur und des Kaiser Pulsschlages bei der Zarin eingetreten wäre. Nikolaus begibt sich am 9. Sept. nach Kursk zu den Kaiser­Manövern und von dort mit seiner Familie nach der Krim, wo dieselbe bis zum Dezember bleibt. Alsdann erfolgt der Gegenbesuch des Zaren beim Könige von Italien.

- Das Torpedoboot S. 98 erlitt bei Stagen einen Unfall. Als sich der Unfall ereignete, herrschte schweres Wetter. Ein großer Teil der Besaßung war see­frank, sodaß anfangs allgemeine Verwirrung entstand. Durch Zufall befand sich auf dem Boote ein Arzt, sodaß die schwer Verlegten sofort Hilfe fanden. Es wurde ihnen Nach Anlegung eines das Zeug vom Körper geschnitten. Notverbandes wurden sie auf das Linienschiff Kaiser Wil­helm II. überführt und dort behandelt.

Die Posener Kaisertage. Posen, 4. Sept. Um 11 Uhr fand in Gegenwart des Kaiserpaares die Enthüllung des Kaiser Friedrich Denkmals auf dem Wilhelmsplate statt. Zu derselben waren die anwesenden Fürstlich­teiten, die Minister, die Generalität, sowie die könig­lichen und städtischen Behörden geladen. Der Kaiser in Generals- Uniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens nahm unter dem Kaiserzelte Aufstellung. Nach dem Gesange des Beethoven'schen Liedes Die Himmel rühmen.." hielt der Oberbürgermeister Witting die Festrede. Er sprach von dem persönlichen Wesen und dem friedlichen Wirken Kaiser Friedrichs und spielte darauf auf die nationalen und kon fessionellen Gegensäge in Bosen an. Er schloß mit dem Wunsche, daß sich im Gedächtnis an den Kaiser Friedrich diese Gegensäge ausgleichen möchten. Daran solle stets dieses Denkmal erinnern. Hierauf gab der Kaiser das Zeichen zur Enthüllung, worauf der Ehren- Vorsigende des Komitees, Oberpräsident von Bitter, das Hoch auf den Kaiser ausbrachte, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. Hierauf erfolgte die Enthüllung. Als Erster legte der Kron prinz, der durch sein liebenswürdiges Wesen in Posen sehr populär geworden ist, einen prachtvollen Kranz am Denkmal nieder unter lauten Zurufen des Publi­fums. Die Kaiserin sah lächelnd diesem Schauspiele zu. Der Kaiser war bis zum letzten Augenblicke äußerst ernst. Nur als er mit dem Schöpfer des Denkmales, Bildhauer Böse, sich unterhielt, huschte ein Lächeln über seine Züge. Auch der Oberpräsident von Bitter wurde vom Kaiser ins Gespräch gezogen. Die ganze Unterhaltung trug ein liebenswürdiges und intimes Gepräge. Nach dem Vorbeimarsch der Truppen begab sich das Kaiserpaar nach dem Provinzial- Stände­Hause, um dort einen Ehrentrunk entgegen zu nehmen. Programmäßig schloß sich daran der Empfang im Rat­hause, wobei dem Kaiser eine in Silber getriebene Plaquette überreicht wurde. Der Kaiser nahm darauf im Rathause Vorträge über die Renovirung des Rat­hauses und sonstige die Hebung der Stadt betreffenden Fragen entgegen.

Der Zustand der bei der Explosion auf dem Tor­pedoboote S. 98 schwer verwundeten Mannschaften hat sich nach einem Telegramm aus Kiel gebessert. Eine Lebens­gefahr ist ausgeschlossen. Es wird völlige Genesung erhofft.

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Berlin, 4. Sept. Wie aus Leipzig telegraphtert wird, verurteilte das Kriegsgericht den Leutnant vom 107. Infanterie- Regiment Weiß aus Berlin wegen Fahnen­flucht und schwerer Sittlichkeits- Verbrechen zu 13 Monaten Gefängnis und Ausstoßung aus dem Heere.

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Paris, 5. Sept. Der Kriegsminister Andree reiſt am heutigen Freitag nach Toulouse, um an den Manövern teilzunehmen. Am 10. Sept. kehrt er nach Paris zurück.

Aus Hamburg wird gemeldet: Der gegenwärtig hier weilende Prinzregent Luitpold von Bayern unternahm gestern Nachmittag in Begleitung seines Adjutanten eine Hafen- Rundfahrt zur Besichtigung der neuen Hafen- Anlagen. Der Prinz- Regent bewahrte strengstes Inkognito.

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Barcelona, 4. Septbr. Mehrere hervorragende farlistische Persönlichkeiten wurden verhaftet, während eine Reihe andere aus Furcht vor Verhaftung geflüchtet sind. Der General- Capitän von Valencia hat geheimen Befehl erhalten, jede karlistische Bewegung in der Pro­vinz Carthagena zu verhindern.

-Präsident Roosevels Verletzungen sind nach allen aus New- York eingegangenen Meldungen un­bedeutend. Trotzdem wurde die Reise sofort abgebrochen.

Prag, 4. September. Dem Prago Lidu" zufolge hat der Statthalter angeblich einen geheimen Erlaß an sämtliche Gendarmerie- Kommandos ergehen lassen, worin dieselben aufgefordert werden, über die Gesinnung der am 1. Oftober eintretenden Rekruten des betreffenden Ortes Erhebungen anzustellen und insbesondere nachzu= forschen, ob dieselben zur sozialdemokratischen Partei gehören.

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Zu der Beschlagnahme des Dampfers Marcomannia" wird aus Neu- York gemeldet: Die bewaffneten Haiti- Rebellen befinden sich trot des Protestes des deutschen Konsuls noch immer an Bord der Marcomannia, obwohl es unverständlich ist, daß der deutsche Kapitän das Rebellen- Gesindel an Bord duldet, denn die ganze Flotte Firmins besteht aus drei Kanonenboote genannten Holztähnen, die von che­maligen englischen Steuerleuten geführt werden. Uebrigens galt Firmin stets als deutsch- feindlich. Sein Verhalten erklärt sich wohl dadurch, daß sich bisher kein deutsches Die Haitianer wiegen sich in Kriegsschiff gezeigt hat. dem Glauben, daß Amerika dies nicht dulden werde. Nach einer Washingtoner Depesche des Herald sollen die Berater Noosevelts auf eine Annexion Haitis hinwirken.

Lienz, 4. September. Auf den Eisenbahnzug mit dem sich Erzherzog Eugen ins Manöver be­gab, wurde während der Fahrt ein Stein geschleudert, welcher das Fenster des Coupees traf, in dem der Erz­herzog Platz genommen hatte. Der Erzherzog blieb unverletzt.

Aus Wien wird telegraphiert: Der Zeichner Humbert Diminich, welcher an Italien Pläne von Panzerschiffen geliefert hatte, wurde zu 16 Monaten schwerem Kerker ver­urteilt.

Die Rede des Kaisers im Stadthause machte einen gewaltigen Eindruck. Als diesebe gegen 3 Uhr bekannt wurde, begrüßte man sie überall mit großer Freude, insbesondere in polnischen Kreisen erregte sie allgemeines Aufsehen, umsomehr als der Kaiser ent­gegen seiner Marienburger Rede äußerte, er beklage es tief, daß ein Teil seiner Unterthanen nicht deutschen Stammes fich nur schwer in unsere Verhältnisse zu finden scheine. Der Grund dürfe in zwei Irrtümern zu suchen sein, einmal in der Besorgnis vor Antastung ihrer Religion und zum zweiten in der Besorgnis, daß die Stammes- Eigentümlichkeiten und Ueberlieferungen ausgelöscht werden sollen. Dem sei jedoch nicht so. Mit sichtlicher Zufriedenheit nahm man zum größten Teile in deutschen Kreisen und auch in der polnischen Bevölkerung die Nachricht entgegen, Jeder könne nach seiner Façon selig werden und Jeder könne stolz auf seine Geschichte und ihre Eigenart sein. Um 12% Uhr traf das Kaiserpaar sowie der Kronprinz, der Reichs­fanzler, die Generalität sowie die Spitzen der Behörden im Rathause ein, geführt von dem Oberbürgermeister Witting und dem Stadtverordneten Vorsteher Lewinski. Vom Rathause aus begaben sich die Majestäten und die übrigen hohen Herrschaften nach dem Stadthause, wo der Stadtverordneten- Vorsteher mit sämtlichen Stadt­berordneten mit Ausnahme der Polen anwesend war. Das Kaiserpaar besichtigte die neuen Stadterweiterungs­pläne, welche vom Oberbürgermeister erläutert wurden. Betreffs der Renovierung des alten Stadthauses sprach sich der Kaiser gegen die geplante Bemalung der Façade aus. Nach Beendigung der Besichtigung schrieben sich der Kaiser, die Kaiserin und der Kronprinz mit einer Pfauenfeder in das goldene Buch der Stadt ein, wo­rauf sie nach erfolgter Verabschiedung das Ständehaus berließen. Um 3 Uhr stattete Prinz Ludwig von Bayern dem Rathause einen Besuch ab. Die Kaiserin besuchte nachmittags das Krankenhaus der barmherzigen Schwestern, das Diakonissenhaus und die Haushaltungs­schule. Auf ihrer Fahrt durch die Stadt wurde sie überall lebhaft begrüßt.

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Japan. In diesem Jahre wurde in Japan das 25­jährige japanische Postjubiläum gefeiert, und aus diesem Anlaß fand am 20. Juni ds. Irs. in Tokio eine offizielle Feier des 25. Jahrestages des Beitritts Japans zum Welt­postverein statt. Im Jahre 1900 war bereits in der Schweiz das Jubiläum der Gründung des Weltpostvereins gefeiert worden, dem Japan als das erste aller Länder des Orients beigetreten war.

Wien, 4. Sept. Heute Abend begibt sich Minister­präsident Körber mit dem Finanz-, Handels- nnd Acker­bauminister, sowie einem Fachreferenten nach Budapest, um dort die Verhandlungen über den Zolltarif mit den ungarischen Ministern fortzusetzen. Trotzdem die Differenzen noch be= deutend sind, herrscht in Regierungsfreisen eine äußerst opti­miftische Stimmung und es wird versichert, daß die Aus­gleichs- Vorlage bis zum Zusammentritt der beiden Reichs­Vertretungen völlig fertig gestellt sein werde.

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Giessener Cagesneuigkeiten. ( Privattelegramm.) Die heutige Ziehung

der 6. Klasse der Hess. Landeslotterie ergab:

Ein Hauptgewinn von 30 000 t. auf 35 925 ( Mainz).

Drei Gewinne von 10 000 wt. auf 750( Fried­berg), 20 930( Friedberg), 26 633( Mainz).

Gewinne von 5000 it. auf 7021( Worms), 28 746( Darmstadt). Gewinne von 3000 mt. auf 2223, 7503, 16 269, 19 135, 34 030, 38 025, 41 386.

Agram, 4. Sept. Die Verkündigung des Stand rechtes hat die Situation nur mäßig gebessert. Zwar waren bis Abends keine größeren Ausschreitungen zu verzeichnen aber in der Nacht haben außerhalb der Stadt große Bauern- Versammlungen stattgefunden, über deren Beschlüsse Geheimhaltung bewahrt wird. Aus Belgrad wird dazu noch gemeldet: Die Agramer Vorgänge rufen hier große Erregung hervor. Die Blätter fordern die Entfernung aller Kroaten aus dem serbischen Staats- und Privatdienste. Die wenigen in Belgrad befindlichen Kroaten haben sich nach Semlin geflüchtet. In vielen öffentlichen Lokalen fanden kroaten feindlichen Demonstrationen statt. Gin ungenanntes Komitè serbischer Patrioten fordert alle Serben auf, mit den Kroaten kurzen Prozeß zu machen.

Die Ansprache des Kaisers an die russischen Offiziere wird eifrig von den Blättern commentiert. Die Post" sagt dazu: Diese Ansprache lege vor aller Welt Zeugnis ab, welche herzliche Freund­schaft das deutsche und russische Kaiserhaus miteinander verbindet. Daß die Erwähnung dieser Waffenbrüder­schaft fein leerer Klang sein soll, gehe aus dem Ent­schluß des Kaisers hervor, das Rayongesez für Posen aufzuheben. Auch die Unterstützung der treuen persön­lichen Freundschaft zwischen beiden Monarchen" werde ihren Eindruck auf alle jene Leute nicht verfehlen, die noch immer von unausgleichbaren Gegensätzen in der Charakteren des Kaisers und des Zaren zu reden be­

lieben.

Aber auch das gehe aus der Ansprache des

Agram, 5. Sept. Das Standrecht hat seine Schuldig. feit gethan. In der ganzen Stadt herrscht völlige Ruhe. Der gestern tot gesagte Hauptmann Wittos lebt noch und soll sich besser befinden. Die Meldung, daß auch in mehreren Provinz- Städten Unruhen strttgefunden haben, wird amtlich dementirt.

Gewinne von 2000 Wtt. auf 1874, 2578, 2934, 3892, 16 101, 22 495, 29 867, 44 373, 53 574, 53 828.

gefaafft. Ma Glifabetha einen Stab Petroleum im Nu i Flammen.

Gewinne von 1000 Mt. auf 5002, 7576, 8794, 9992, 12 961, 16 402, 25 292, 26 073, 31 698, 31 840, 39 085 39 732, 41 974, 47 924, 48 393, 53 881.

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r. Zirkus Maximilian war auch gestern wieder bis auf den letzten Plaz beseßt. Die Gallerieen waren über­füllt, und mancher der dort gestanden hat, wird es bedauert haben, daß es noch keine Versicherung für Füße und Hühner­augen giebt. Stürmischen Befall ernteten wieder die Dar­bietungen des Herrn Edm. Loyal als Jongleur zu Pferde der Akrobaten Gebr. Deite, der Kunstschütze Herr Martens und die indischen Elephanten. Was diese letzteren an Dressur zeigten, war einfach sensationell Wan überlege sich einmal, was für eine unermüdliche Dressur mit Gewalt, List und Güte dazu gehört, ehe ein solcher plumper Dickhäuter wie auf dem Präsentierteller" über die Flaschen marschiert, ehe er tattmäßig rechtes Bein, linkes Wein, Vorderbein, Hinterbein, schließlich noch das Rüsselein hebt, senft, streckt, beugt, den schönsten langsamen Schritt vor­führt und nach den sanften Walzerklängen verständnisinnig tanzt. Nah den vier Kolossen fam der Kleine" gehorsam wie ein Schäfchen mit dem Schellenhalsband in die Arena getaufen. Flinte, behende Hunde holländerten im doppelten Tempo zwischen seinen massigen Beinen. Es war erstaunlich, wie hier der große und die kleinen Vertreter des Tierreiches so geschickt zusammenwirkten, ohne sich gegenseitig weh zu thun.- Das meisterhafte Schießen des Herrn Wartens rief beim Publikum solches Erstaunen hervor, daß ich sogar die weisen Worte hörte:" Das ist einfach Schwindel". Der ungläubige Thomas muß aber entweder hochgradig furzsichtig sein oder noch keine Ahnung davon haben, was man durch Uebung erreichen kann. Immerhin muß die Dame, die den Zielring in der Hand hält, wenn sie auch felsenfest von der Treff­sicherheit ihres Schüßen überzeugt ist, über eine tüchtige Portion Mut und Ruhe verfügen. noch die vollkommenen, z. Teil sehr originellen Vorführungen ,, Gummimannes". Es steht zu erwarten, daß der

old Kopenhagen, 4. Sept. Hier eingelaufenen Privat­Meldungen vom russischen Kaiserhofe zufolge herrscht dort eine sehr gedrückte Stimmung vor. Die Kaiserin- Mutter kehrt morgen nach hier zurück. Desgleichen reisen die übrigen fürstlichen Herrschaften ab. Die Zarin bedarf absoluter Ruhe. Das Befinden der Zarin nahm bisher einen normalen Verlauf.

Kaisers hervor, daß beide Staaten gewillt ſeien, ihre zu behandeln, daß sie aber allen polnischen Treibereien entschlossen entgegentreten würden. Die B. N. N." sehen in der Waffenbrüderschaft zwischen den beiden Heeren und in der Freundschaft zwischen den beiden Monarchen die geschichtliche Grundlage bezeichnet, auf der fich lange Zeit hindurch die Freundschaft zwischen den beiden Nachbarstaaten zu einem festen Bande ent­falten dürfte. Die Deutsche Tagesztg." hofft, daß das Wort von der Waffenbrüderschaft in Rußland richtig verstanden werden möge, so wie es sicher ge= meint geworden sei. Das Ziel solchen Zusammen­gehen müsse immer die Erhaltung des Friedens sein.

London, 4. Septbr. Seit dem 7. Juli wurden, wie aus Capstadt gemeldet wird, 480 Offiziere und 90000 Mann aus Südafrika nach England und den Aus Kapstadt wird be­Colonien zurückbefördert. richtet, daß die holländischen Farmer der Colonie alle englischen Händler boycottiert haben. Die letzteren be

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