Ausgabe 
4.8.1902 Erstes Blatt
 
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goner- Regiment) Nr. 24, die Leutnants Dehler, de Brünn Frankfurt, 4. Auguſt. Gestern war hier großes| gehörte bis zur Volkszählung vom 1. Dezember 1900 zu den

und Spamer von der Reserve des 1. Großh. Feld­Artillerie- Regiments Nr. 25( Großherzogliches Artillerie­Korps), den Oberleutnant Schüße vom Infanterie- Regi­ment Nr. 137, fommandiert zur Dienstleistung beim 2. Großh. Dragoner- Regiment( Leib- Dragoner- Regiment) Nr. 24, den Oberleutnant Frhrn. v. Massenbach vom 2. Großh. Dragoner- Regiment( Leib- Dragoner- Regiment) Nr. 24, fommandiert von der Kriegsakademie zur Dienst leistung beim 1. Großh. Infanterie-( Leibgarde-) Regiment Nr. 115, die Leutnants Frhr. v. Heyl zu Herrnsheim und Zeis von der Reserve des 2. Großh. Dragoner- Negi­ments( Leib- Dragoner- Regiments) Nr. 24, den Kasernen­Inspektor Marfilsius, den Professor Dr. Heyl, Privat­dozent an der Großh. Technischen Hochschule, den Ober­Jehrer Loos von Lauterbach; zum Vortrag den Ordens­fanzler v. Herff, den Geheimen Staatsrat Krug v. Nidda, den Geheim- Rat Emmerling, den Geheimen Kabinetsrat Römheld.

Radrennen. Die Resultate sind folgende: 1. Er­öffnungsfahren. 2000 mtr. 1. W. Kellner- Frankfurt 4 Min. 14/5 Set., 2. H. Struth- Mainz 4 Min. 2 Sek., 3. M. Schmidt- Ludwigshafen 4 Min. 2% Sef. 2. Erft­fahren. 1000 Mtr. 1. H. Fischer- Frankfurt 1 Min. 52 Sef., 2. H. Belowsky- Frankfurt 1 Min. 522/5 Sef., 3. Kirchhöfer- Schierstein 1 Min. 523% Sef. 3. Meister­schaft von Hessen- Nassau. 2000 Mtr. 1. H. Struth­Mainz 4 Min. 30% Sef., 2. W. Kellner- Frankfurt 4 Min. 302/5 Sef., 3. F. Simon- Frenkfurt 4 Min. 30% Sef. 4. 50- Kilometer- Fahren. 1. Geyer- Breslau 56 Min. 55 Sef., 2. G. Drescher- Mainz, 3. W. Simon­Frankfurt. 5. Tandemfahren mit Vorgabe. 2000 Mtr. 1. Gräf- Frankfurt- W. Kelner, 2 M. Schmidt- Ludwigs­hafen- G. Drescher- Mainz, 3. K. Simon- Frankfurt- F. Simon- Frankfurt.

** Der 1. Gießener Stemm- und Ring­Club hält sein diesjähriges Sommerfest nächsten Sonntag auf der Liebigshöhe ab. Der Verein, welcher feine Unkosten scheuen wird, wird das Fest zu einem recht schönen gestalten. Aus dem reichhaltigen Pro­gramm ist besonders der Ringkampf zwischen dem Meistersieger und Stemmer Herrn Joseph Stein und einem Herrn aus Hannover hervorzuheben. Ferner wird Herr Dietz aus Heilbronn, welcher ein guter Zahn­athlet ist, seine Rünfte zeigen. Für gute Unterhaltung der Kinder ist bestens gesorgt, sodaß Familien diese Gelegenheit zu einem Ausflug nach der Liebigshöhe be­nuzen können.

** Der 43. Verbandstag der deutschen Erwerbs und Wirtschaftsgenossenschaften findet vom 30. August bis 6. September in Kreuznach

statt.

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Frankfurt a. M., 3. Aug. An der Ecke der Haide­straße und Bergerstraße wurde ein 67 jähriger Mann von einem Möbelwagen überfahren. Das Rad ging dem Manne über die Brust. Die Verießungen sind tötlich.

bielen Städten des Deutschen Reiches, in welchem die weib­liche Bewohnerzahl überwiegt. Die Volkszählung vom 1. Dez. 1885 ergab bei 51,323 Einwohnern 24,947= 48,6 Prozent männlichen und 26,376= 51,4 Brozent weiblichen Geschlechts. Seitdem hat sich das Verhältnis stetig zu Gunsten der Zunahme der männlichen Bevölkerung verändert, was bei der letzten Volkszählung, am 1. Dez. 1900, da­durch zu Tage getreten ist, daß die Bevölkerung an diesem Tage nach dem Geschlecht eine nahezu ganz gleiche war, nämlich von 72,381 Einwohnern 36,189 männliche und 36,192 weibliche, so daß letztere nur noch um 3 Köpfe über­wogen. Der Grund für diese Verschiebung ist hauptsächlich in der Zunahme der Hochschule, wie der Garnison zu suchen. Während Letztere z. B. im Jahre 1885 nur 3520 Mann betrug, waren es am 1. Dez. 1900 bereits 4874.

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Battenberg, 3. Aug. Für die durch das Unwetter am 25. Juli geschädigten Landwirte soll demnächst eine Sammlung veranstaltet werden. Der angerichtete Schaden übertrifft bei weitem die ersten Angaben darüber. Der Anblick des gesamten Feldes von Haßfeld über Reddig­hausen, Battenfeld bis Allendorf ist schrecklich. Halmfrüchte, Kartoffeln, Gemüse, kurzum alles, was im Felde stand, ist dem vernichtenden Hagel zum Opfer gefallen. Ebenso sind die Wälder stark mitgenommen und streckenweise vom dünsten Reis bis zum stärksten Baum entblößt.

* In Laubenheim a. d. N. ist abermals ein Reb­Ilausherd entdeckt worden.

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Hohe Obstpreise. Während man im vorigen Jahre in Rheinhessen den Centner Aepfel schon für 3 Mt. kaufte, fostet in diesem Jahre, wenn man überhaupt welche bekommt, der Centner 15 Mf, Frühbiren kommen auf 12, Pfirsich auf 40 Mt. der Centner.

Frankfurt, 2. Aug. Kürzlich fand hier ein sozial­demokratisches Turnfest statt, worüber das Organ der deutschen Turnerschaft, die Deutsche Turn­zeitung, in Nr. 30 schreibt:" Am 13. Juli feierte der Kreis Hessen und Hessen- Nassau des Arbeiter­Turnbundes( 20 Vereine) in Frankfurt in der staub­reichen landw. Halle sein Streisturnfest, grundsachgemäß ohne Wettturnen. Aufgestellt waren 6 Recke, 6 Barren, 6 Pferde, 2 Böcke und 2 Sprunggeräte. Freiübungen machten 260 weißgekleidete Turner mit roten Schärpen, abgesehen von den Kreuzzügen, ganz gut, sie waren einfacher Art, aber geschickt zusammengestellt. In Riegen turnten etwa 100 Mann, zum Teil recht gut; den Schluß bildete ein Barrenlaufspiel der Offenbacher. Ganz traurig aber war der Fest zug, Radfahrer und Festjungfrauen fehlten nicht, auch nicht socialdemokratische Singvereine und Gewerkschaften. Aber fast alle im Zug rauchten, Frauen, Mädchen, sogar Kinder waren - wohl infolge der allgemeinen Gleichberechtigung mit im Zuge, aufgespannte Sonnenschirme, Spazier stöcke vollendeten bei Mangel alles strammen Mar­schirens den ganz unturnerischen Eindruck. Es mar­schirten Vereine mit 6 bis 8 Turnern und 20 anderen Personen beiderlei Geschlechts. Am stärksten war der Frankfurter Arbeiterturnverein( 30) und freie Turner­schaft Offenbach( 25) vertreten. Wie man hört, turnen nur wenige der Vereine regelmäßig, das Turnen steht ja auch hinter dem Parteizweck; einzelne Vereine, die früher zur Deutschen Turnerschaft gehörten, wie zum Beispiel die beiden Vereine in Dreieichenhain, sind seit dem Beitritt zum Arbeiterturnerbund ganz zurückge­kommen. Das traurige Bild solcher Festzüge ist übrigens fast bei allen Festen der freien Turnerschaft zu sehen, bielleicht soll dadurch das festfröhliche Proletariat in seiner Not markirt werden oder ein grundsäglicher Gegensatz zur stramm marschierenden Deutschen Turnerschaft.

** Der gestrige Sonntag wurde, trotz des starken Regens, welcher in früher Morgenstunde sich eingestellt hatte, von vielen Bürgern zu Ausflügen benutzt. Nach allen Richtungen zogen sie aus. Aber auch Massenausflüge konnte man beobachten. Der Gesangverein Sängertranz hatte sich's auf dem Schiffenberg bequem gemacht; manches Liedchen wurde dabei in harmonischer Weise bei aller Ge­mütlichkeit gesungen.- Die Contentia" war mit ihren Familienangehörigen nach dem Windhof" ge­zogen; die verlebten Stunden waren auch dieses Mal für die Teilnehmer angenehm, nur hätte man gern mehr Musik" gehört. Auf Oswald's Garten zog Bläser's Biograph so manchen herbei, dem der Sinn per Eisenbahn, Rad oder auf Schusters Rappen hinaus zueilen in Gottes freie Natur nicht zusagte. Am Abend beson ders war der Zudrang ein starker, so daß Herr Bläser wohl sagen fann: Ende gut, Alles gut. Für Abwechselung ist aber auch gleich wieder gesorgt; der Biograph ver­schwindet und auf der Bildfläche wird, wie wir hören, morgen schon wieder ein Cirkus erscheinen, also der Mensch und- das Portemonnaie kommt nicht zur Ruhe.

** Besizwechsel. Herr Fr. Jordan hat sein Ludwigstraße 6 gelegenes Haus, in welchem sich das Restaurant Tivoli" befindet, zum Preise von 65 000 Mark an Herrn Bürger, früher im Restaurant Zum Taunus" berkauft.

** Große Schlägereien gab es gestern Abend auf Oswald's Garten zwischen zwei jüngeren Burschen. Sie wurden protokolliert. Der eine bediente sich dem Schußmann gegenüber noch der Aufforderung, er möge ihn doch verhaften, da er Gießener Bürgerssohn sei.

Aus Heffen und Nachbargebieten.

Großen- Linden. Dem Förster Johannes Menges ist aus Anlaß seiner Verseßung in den Ruh stand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver­liehen worden.

** Lich, 4. Aug. Gestern fand unter reger Teilnahme das hiesige Scheibenschießen statt. Der Kampf um den besten Schuß war fein leichter, da mehrere Schüßen, welche schon in früheren Jahren die Würde davon getragen, sich gegenüberstanden.

Cronberg, 3. Aug. Die Einweihung des Kaiser- Fried­rich- Dentmals dahier, findet nach hier eingegangener, höherer Weisung nicht am 21., sondern am 20. August statt.

Kreuznach, 3. August. Am Gerberteiche wurde die Leiche eines 12jährigen Knaben gefunden, der seinem Leben durch Erhängen eine Ende gemacht hatte.

Aus der Pfalz. Ein die schlechten Aussichten für den Obst herbst charakterisierendes Ergebnis lieferte die Versteigerung des Erträgnisses der städtischen Obst­bäume in Frankenthal. Für das Erträgnis von 3740 Obstbäumen wurde der Zuschlag einem Scherzgebot von 11 Mk. erteilt. Das in Neustadt a. d. H. abgehaltene Mittelrheinische Verbandsschießen hat mit einem Defizit abgeschlossen. Die Garantiezeichner werden jedoch nicht höher als mit 5 Prozent herange­zogen werden.

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Aus Hessen- Nassan. Unter dem Vorsitz des Ober­präsidenten Graf von Zedlitz wurde dieser Tage im Römer eine Konferenz von höheren Verwaltungsbeamten der Provinz Hessen- Nassau abgehalten, in der die Grundsätze für die Verwendung der neuen Provinzial­dotationen festgesetzt wurden. An der Versammlung beteiligten sich auch die Regierungspräsidenten und Landeshauptmänner aus staffel und Wiesbaden, ferner zwei Landräte aus jedem Regierungsbezirk.

§ Frankfurter Oper. An Novitäten hat die Inten­danz vorläufig folgende Werke für die kommende Spielzeit in Aussicht genommen:" Samson und Dalila" von C. Saint­Sens, Die Zwillinge" von Karl Weis( Uraufführung), die von Otto Julius Bierbaum und Wilh. Kleefeld herrührende textliche und musikalische Neubearbeitung von Donizettis Don Pasquale"( Urauffüh: ung)," Eugen Onegin" von P. Tschaikowsky, Fausts Verdammnis" von H. Berlioz( in szenischer Bearbeitung), Le Jongleur de Notre- Dame" von J. Massenet. An älteren Opern sollen in neuer In­scenierung und Einstudierung dem Spielplan einverleibt werden. Wagners Rienzi", Meyerbeers Prophet" und " Dinorah", Mozarts Don Juan"( in eigener neuer Ein­richtung), Glucks, Iphigenie in Aulis", Webers ,, Euryanthe", Mehuls Josef in Aegypten", Verdis Othello", sowie einige Werke Aubers. Auf dem Gebiete der Operette werden Werke von Offenbach( zunächst Die Großherzogin von Gerolstein"), Johann Strauß u. a. wieder aufgenommen. Während der gegenwärtigen Fremdensaison sollen, abgesehen von Wagners Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde", Meistersinger" etc., die interessantesten Neuheiten und Neu­studierungen des vergangenen Spieljahres, wie Der polnische Jude"," Feuersnot"," Louise"," Hoffmanns Erzählungen" u. s. w. zur Wiederholung gelangen.

Marr, 1. Auguft. Wegen verschiedener Diebstähle hat sich die 16 Jahre alte Margaretha Schack au von hier vor der Ferienstrafkammer zu Darmstadt zu verantworten, welche bei ihrer Entlassung aus der Besserungs- Erziehungsanstalt Ohlystift bei Gräfen­hausen ein Kleid und verschiedene Schürzen und bei einem späteren Besuch einen Unterrock entwendete, welche anderen Zöglingen gehörten. Sie hat ferner bald darauf im Schwesternhaus zu Gießen einem anderen Mädchen ihren Geldbeutel mit Mf. 5,05 gestohlen und außerdem wieder eine Schürze und ein Stück Seife an sich genommen. Sie wird zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt. Stumpertenrod, 4. Auguft. Der Großherzog hat dem hiesigen Pfarrer Friedrich Landmann die evangelische Pfarrstelle zu Ensheim in Rhein­hessen übertragen.

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Vermischtes.

Berlin, 4. Aug. Gestern wurde auf der Oberspree ein Ruderboot von einem Dampfer überrannt. Von den beiden Bootsinsassen, ein Herr und eine Dame, ist die letztere * Berlin, 4. Aug. Gestern abend wurde hier im Hotel " Imperial" der Verbandstag der Handelsgärtner Deutsch­lands eröffnet.

Braunschweig. In Süpplingenburg sind nahezu 50 Personen nach dem Genuß von Windbeuteln mit Schlagsahne unter Vergiftungs- Erscheinungen erkrankt.

* Zittau, 4. Aug. Bei dem Radrennen stürzte gestern wie das Berl. Tagebl." meldet, der Rennfahrer Behr aus Ausig so unglücklich, daß an seinem Aufkommen gezweifelt

wird.

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* Ueber einen Opferungsversuch wird der Elbinger Zei­tung" von Wrenke berichtet: In einem Nachbardorf hatte der Lehrer in der Schule seinen Kleinen zum ersten Male die biblische Geschichte von Isaats Opferung erzählt und ihnen geschildert, wie Abraham aus Steinen den Altar aufbaute, wie er Holz darauf legte, es anzündete und schließ­lich zur Opferung schritt. Mit gespannter Aufmerksamkeit hatten die Kleinen zugehört. Bereits am nachmittag zeigte Gedenktafel für Jahn. Der Gauausschuß der Frankfurter es sich, daß der Inhalt der Geschichte wohl begriffen und Turnerschaft hat in seiner jüngsten Sigung beschlossen, behalten worden war, daß aber eine Szene daraus, in einer die Gedenktafel in der Paulskirche für Jahn an Weise verwertet werden sollte, wie es sich der Lehrer wohl dessen fünfzigstem Todestag, am 15. Oktober, anzu- nicht hätte träumen lassen. Einer der sechsjährigen Knaben bringen. Zu der damit verbundenen Feier sollen sämt- rief mehrere Altersgenossen zu sich. Nach einiger Beratung liche Gaue des Mittelrheinkreises eingeladen werden. und Besichtigung der Dertlichkeit wurde aus Ziegelsteinen, Heusenstamm, 1. Aug. Im Auftrage des München- Holz und anderem Material ein regelrechter Altar Aachener Feuerversicherungsgesellschaft weilte am Frei­tag Herr Professor Solensberger aus München hier, um die Decken- Gemälde in der hiesigen, vom Blitz zer störten Kirche zu untersuchen und die Höhe des angerichteten Schadens annähernd zu bestimmen. Auch ein Beamter der Landesbrandkasse zu Darmstadt traf zu gleichem Zwecke ein. Die Beschädigungen der herrlichen Ge­mälde erweisen sich leider als weit schlimmer, als an­fangs angenommen wurde. Herr Professor Kolens­berger ist der Ansicht, daß nach dem Abreiben mit Brotfrume eine Bearbeitung mit Bernsteinfirniß stellen weise genügen fönne, an anderen Stellen jedoch eine gründliche und sorgfältige Ergänzung der stärker be­schädigten Gemälde notwendig set. Ferner traf Graf bon Schönborn ein und ließ die Ahnengruft öffnen, in der 9 Mitglieder der gräflichen Familie ruhen. Die Gruft zeigte feinerlei Beschädigung.

Lehrbach. Dem hiesigen Pfarrverwalter Wilhelm Wolf ist die evangelische Pfarrstelle jest definitiv übertragen worden. Der Patron Freiherr v. Günderode hat auf Präsentation berzichtet.

Aus dem Goldnen Grunde, 3. Aug. Endlich Regen! Bereits machte sich Futtermangel bemerkbar. Gras und Klee famen nicht vorwärts. In sandigem Boden begannen die Rartoffeln bereits gelb zu werden und abzusterben. Gemüse, Didwurz usw. stehen ebenfalls schlecht.

Frankfurt. Der Gauausschuß der Frankfurter Turnerschaft hat in seiner jüngsten Sigung beschlossen, sich um die Uebernahme des voraussichtlich 1907 abzuhalten den deutschen Turnfestes zu bewerben. Das nächste deutsche Turnfest ist im Jahre 1903 in Nürnberg. Vielleicht haben die Turner mehr Glück als die Sänger.

Sprendlingen bei Langen. Ein hier bebienstet ge­wesener Knecht hat einem einquartierten Soldaten die Uniform entwendet, sich in dieselbe gesteckt und das Weite gesucht, während der Soldat in seinem Drilch- Anzug am nächsten Morgen die Weiterreise mit seinem Truppenteile mitmachen mußte.

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errichtet, so wie man es in der Schule gehört hatte. Auf dies n wurde eine ausreichende Menge Reisig gelegt und solches noch ringsherum aufgestapelt. 8um Opferlamm war das 12jährige Schwesterchen eines der Knab n aus­ersehen worden. Das Kind wurde, nachdem alle Vor­bereitungen wohl gerufen waren, auf das Reisig gelegt, festgebunden, und nun der Stoß unten angezündet. Hinter einer Scheune warteten die Knaben nun ab, ob der Erfolg der mühevollen Arbeit entsprechen würde. Doch auch hier schien, wie in der Geschichte, eine höhere Macht die schüßende Hand über dem Opferlamm" zu halten. Das sind fing an zu schreien und zu strampeln, der Stoß geriet ins Wanken und stürzte zusammen, wobei das Kind un­versehrt zur Erde glitt. Durch das Geschrei aufmerkjam gemacht, eilten einige Nachbarfrauen herbei und retteten das kleine Mädchen vom Feuertod.

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Bäderfrequenz. Reichenhall 8634( und 7840 Passanten), Nauheim 16 306, Streuznach 6820, Bad Orb 3790, Sylt 7635, Ems 6745( und 5896 Passanten), Kissingen 16 260, Brückenau 1650, Wildbad 8000, Soden ( Taunus) 2301, Neuenahr 9012, Salzschlirf 2246.- Verwegene Seereise. Aus einem Privatbriefe ent­nimmt die ,, Breslauer Morgen- Zeitung" folgende Mit­teilung: Ein deutscher Auswanderer mit Namen William

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