Dezember 1900 zu den
, in welchem die weib Die Bolkszählung vom
wohnern 24,947= 48,6 51,4 Brozent weiblichen Verhältnis stetig zu 1 Bevölkerung verändert, am 1. Dez. 1900, baBevölkerung an diesem " zu ganz gleiche war, 36,189 männliche und noch um 3 Köpfe überbung ist hauptsächlich er Garnison zu suchen. 85 nur 3520 Mann reits 4874. urch das Unwetter e foll demnächst eine
en. Der angerichte rften Angaben darüber. Haßfeld über Reddig redlich. Halmfrüchte, as im Felde stand, ist gefallen. Ebenso find nd streckenweise vom 1 entblößt.
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burg find nahezu 50 euteln mit Schlagsahne
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Drennen stürzte gestern Rennfahrer Behr aus Muffommen gezweifelt
Schneider, der seinen Wohnsiz in Boston aufgeschlagen hat, hat es unternommen, mit einem Segelboot den atlantischen Ozean zu durchkreuzen, um die englische Küste zu erreichen. Schneider, der im Alter von 26 Jahren steht, hat Breslau vor fünf Jahren verlassen und seitdem den größten Teil der Zeit auf See zugebracht. Nunmehr will er auf dem eigens für den Zwed hergerichteten Segelboot nach dem Kontinent zu rückkehren und seine Heimatstadt wieder aufsuchen, wo er Ende September einzutreffen gedenkt. Das Boot, welches den Namen„ Lone Star"( Einsamer Stern) führt, hat eine Länge von 13 Fuß und 2 30ll, eine Breite von 4 Fuß und 3 Zoll. Es hat einen einzigen Mast in Höhe von ungefähr 13 Fuß mit einer Raae von 11 Fuß. Am Steuerbord sind zwei Abteilungen eingerichtet, von denen die eine verschließbar ist. Diesen Raum hat er als Aufbewahrungsort für die Nahrung eingerichtet. Das Trinkwasser, das er mitführt, dient ihm zugleich als Ballast. Schneider hat 100 Pfund Gewicht Proviant und 15 Gallonen Wasser mitgenommen für die Zeit von zwei Monaten, innerhalb deren er diese Fahrt zu beenden gedenkt. Der Steuerapparat besteht in einer gewöhnlichen Ruderpinne. Von nautischen Apparaten hat Schneider einen Kompaß und einen Quadranten mitgenommen. Der junge Segler wird nur in der Nacht die Fahrt fortseßen und am Tage schlafen, um der Gefahr, überrannt zu werden, zu entgehen.... Wenn das nur gut abläuft.
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* Marseille, 1. Aug. Die Direktion der hiesigen Schiff| fahrts- Gesellschaft berichtet, daß eine Epidemie von gelbem Fieber in Geand- Basam ausgebrochen ist. Zahlreiche Europäer verlassen die Gegend. Die Zahl der Eingeborenen, welche der Epidemie zum Opfer fallen, ist bedeutend.
Athen, 1. August. Der Lokal- Anzeiger meldet aus Athen: Heute Nacht wurde ein Teil des neuen Marktes durch eine große Feuersbrunst eingeäschert.
* Große Gewitter werden aus Frankreich gemeldet. In Dijon ging gestern Abend ein furchtbares Gewitter In Dijon ging gestern Abend ein furchtbares Gewitter nieder. Es fielen taubeneigroße Hagelschloßen. Dächer nieder. Es fielen taubeneigroße Hagelschloßen. Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. Der Bahnverkehr ist teilweise eingestellt. Auch an anderen Orten find ebenfalls schwere Gewitter niedergegangen. In Clermont wurde eine Frau durch Blitzschlag getödtet. In Tulle zündete der Blizz. 20 Häuser sind abgebrannt In Tulle zündete der Blitz. 20 Häuser sind abgebrannt und hundert Personen obdachlos.
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Samstag, 9.: Hoffmann's Erzählungen". Sonntag, 10.:„ Die lustigen Weiber von Windsor". Beginn, wenn nicht anders vermerkt, um 7 Uhr. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.
An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 geöffnet.
Angebot der Arbeitnehmer:
mädchen, 1 Lauffrau, 3 Dienstmädchen, 1 Waschfrau, 1 Maurer, 2 Taglöhner, 1 landw. Arbeiter, 1 Lauf1 Buzzfrau.
Lehrlinge: 1 Schlosser. Nachfrage der Arbeitgeber:
5 Schreiner, 1 landw. Arbeiter, 4 Dienstmädchen, 1 Lehrlinge: 1 Schneider, 1 Schuhmacher.
Gestorbene.
* Die Königin- Mutter von Spanien auf dem Eiffelturm. Bei ihrem gegenwärtigen Aufenthalt in Paris, besuchte Königin Maria Christine auch den Eiffelturm, welcher dem Königlichen Gaste zu Ehren die spanische Laufmädchen, 2 Lauffrauen. Flagge trug. Oben im Laternenzimmer fragte die tönigin den Erbauer des Thurmes, Herrn Eiffel, we jener professionelle Caricaturist sei, welcher wie sie gelesen habe, jedem Besucher auf Verlangen sofort sein Zerrbild liefere. Eiffel antwortete:„ Der Mann mußte sein Geschäft aufgeben. Er wurde das Opfer menschlicher Gitelkeit. Man fand ihn allzu boshoft," Darauf sagte die Königin: Wie schade! Mein Sohn liebt dergleichen so sehr, ich wollte ihm eine Postkarte mit meiner Caricatur schicken". Eiffel bemerkte:" Majestät, fie wäre unterwegs beschlagnahmt worden! dachte ich nicht", entgegnete die Königin.
Lemberg, 1. Aug. Da Agitatoren die Landbevölkerang zu weiteren Gewaltthätigkeiten aufreizen, so haben nach Blättermeldungen die ruthenischen Reichsrats- und Landtags= Abgeordneten an den Ministerpräsidenten Körber ein Telegramm gerichtet, in welchem gebeten wird, in das Streifgebiet Beamte nicht- polnischer Nationalität zu entsenden und dieselben mit außerordentlichen Vollmachten auszustatten. Venedig, 1. August. Zur Schadhaftigkeit des Glockenturmes der Kirche von San Stefano wird telegraphiert, daß am Turme selbst, dessen Fundament bollkommen unversehrt geblieben ist, dieselben Mauercisse sich zeigen, wie sie om Campanile von San Marco beobachtet wurden. Das Mauerwerk löst sich in größeren und kleineren Trümmern vom Bau ab und stürzt unter donnerähnlichen Strachen in die Tiefe. In der Stadt Freitag, 8. herrscht große Beunruhigung.
wird der Elbinger Bei nem Nachbardorf hatte nen zum ersten Male Opferung erzählt us Steinen den Altar anzündete und schließannter Aufmerksamkeit ▪am nachmittag zeigte gte wohl begriffen und Szene daraus, in einer es sich der Lehrer wohl er fechsjährigen Knaben Nach einiger Beratung ourde aus Ziegelsteinen regelrechter Altar hule gehört hatte. Auf Cenge Reifig gelegt un Bum Opferlamm war 7 eines der Anab n Qu de, nachdem alle Bor auf das Reifig gelegt Bunten angezündet Anaben nun ab, ob der cechen würde. Doch aud eine höhere Macht di amm" zu halten. Da rampeln, der Stoß gerid wobei das Kind un das Gefchrei aufmertiam herbei und retteten da 8634( und 7840 znad 6820, Bad Ob and 5896 Baffanten) Wildbad 8000, Soden Salzflirf 2246 em Privatbriefe ent
eitung" folgende Mit
r mit Namen William
Frankfurter Opernhaus.
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Montag, 4. August:„ Hoffmann's Erzählungen". „ Aïda“. Dienstag, 5. Mittwoch, 6. Donnerstag, 7.
:„ Die Walküre". Abends 62 Uhr. " Die Regimentstochter". Hierauf:
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:„ Tanzbilder". Ballett- Divertisse= ment. " Die schöne Helena". Abends 28 Uhr.
Ein Sonntag im Spreewald.
Bilder aus dem Spreewald: Sonntags beim Tanz.
wissen die Spreewälderinnen, was sie ihrer Reputation| schuldig sind, sie entsteigen bestrumpft und beschuht den Booten und schreiten zierlichen Schrittes der kleinen Kirche zu, die kaum mehr genügend Raum für ihre sich stetig mehrenden Pfarrkinder bietet. Unten im Schiff der Kirche fizzen die Frauen und Mädchen, wie unser Bild es zeigt, und auf den in zwei Stockwerken das Schiff umziehenden Galerien nehmen die Männer und Burschen am Gottesdienste teil. Ganz eigenartig nimmt sich von oben das Gestühl der Kirche aus, wenn es Sonntags von den Spreewälderinnen mit ihren breiten, weißen oder hellgeblümten und dann wieder auch schwarzen Flügelhauben besetzt ist und sich vor Beginn oder nach Schluß der Andacht alle die Hauben im leisen Flüstergespräch von Nachbarin zu Nachbarin bewegen.
Während auf dem Kirchplaze noch ein kleines Marktleben herrscht, die Bäuerinnen Einkäufe besorgen, Mädchen und Burschen scherzen und die Männer den Frühtrunk in den Gasthäusern suchen, eilen wir zum bestellten Boote, und im behaglichem Tempo gleitet das Fahrzeug im Schatten der Erlen an den Bauernhöfen vorbei, deren jeder mit einem fleinen, bis gegen die Scheune geführten Kanal seinen eigenen Hafen hat. Man fährt auf dem Schiffe lustiger, ais man
Am 2. August: Karl Koroll, 57 Jahre alt, Lehrer i. P. dahier. Am 3. August: Johanna Schmidt, geb. Rolfs, 92 Jahre alt, Rentnerin dahier.
" Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des bekannten Spezialisten Theod. Konetzky in Stein( Aargau, Schweiz) bei."
Ein wirklich guter Kaffee: Zusatz ist
Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz
Niemals trinkt man sich diese zuwider; dabei genügt eine Messerspize voll f. 6-8 Tassen
Wut kräftigt selbst die dünnste Suppe bei 1Pfg. Kosten.
F.Kaskeline
auf der Dorfstraße wandert. Kinder spielen am Ufer, und die Mädchen werfen Blumen in das Boot und lachen uns freudig zu, wenn als Dank der Groschen ans Land fliegt. So huscht manches Boot und manches Bild vorbei. Es rauscht und klingt, jubelt und singt im ganzen Walde. Eine Waldschenke ladet zur Unterbrechung der Fahrt, und bei Kaffee oder Bier fordert die unabweisliche Ansichtspostkarte ihren Tribut. Für den Empfindsamen ist's hier erquicklich Auch im Spreewald wird am Sonntag flott und lebhaft ge= tanzt. Aber von den städtischen Besuchern nehmen nur wenige am Tanze teil. Um so hübscher gestaltet sich das Bild, wenn die Spreewälder- Mädchen mit den strammen Burschen sich im Walzer drehen. Hier prunkt die Tracht der Mädchen in ihren hübschesten Farben und Formen mit den breiten Hauben, den furzärmeligen Hemden, dem schwarzen Sammetmieder, über das die geblümten, seidenen Bruſttücher geschlungen sind, den furzen faltenreichen Röcken, den seidenen Schürzen, von denen lange, breite Bänder flattern, und den niedlichen, nur zum Sonntag getragenen Schuhen. Die meiſt glatrasitten Burschen halten es bequemer in der Toilette sie tanzen in Hemdärmeln, nehmen sich aber mit ihren ſoliden schwarzen Westen und Beinkleidern recht gut aus.
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Das Hübscheste an der Mädchentracht sind die Mädchen selbst: meist überaus zierliche Figuren, die
Nach den vielen Regentagen, die die Sommerfreuden im Juli verdarben, ist es jetzt gute Zeit für eine Fahrt durch den Spreewald. Die kleinen Wasserläufe, mit denen die Spree mannigfache Inseln und Inselchen, die Kaupen, umspült und den mächtigen Wald durchzieht, haben nun reichliches Wasser, um die Boote zutragen. Auch haben Regen und Kälte den bösen Mücken den Garaus gemacht, die sonst in der heißen Jahreszeit das Vergnügen solcher Wasserfahrt allzuüppig mit ihren Stichen würzen.
Im Spreewald sitzt es sich am Sommerabend so behaglich und geruhsam im Garten, wenn durch das Laub werk der Bäume die Sonne ihre goldig blizenden Strahlenbündel sendet und die Boote, mit dem Erntesegen beladen, geräuschlos über die Wasserstraße gleiten, von den übersonnten Feldern ein wendisches Liedchen flingt, wie es die Mädchen bei der Arbeit fingen, und die Lerche dazu aus der Höhe die trillernde Begleitung jubiliert, bis die grauen Schatten sich über die Landschaft breiten und die von ihren Ausflügen heimgekehrten Sommerfrischler sich an ihre Stammtische seßen und zum Abendbrot einander die Entdeckungen und Erfahrungen des nachmittags erzählen. Im Spreewald beginnt der Sonntag am frühen Morgen mit dem Kirchgang in Burg.
Die alten Habitués der Spreewaldfreuden erzählen aus der guten, alten Zeit, die übri gens nur um einige Jahre der Gegenwart entrückt ist, gar pifante Geschichten von diesem Kirchgange und von den Mädchen und Frauen, die barfuß aus den Booten zum Kirchplaße und auf den die Kirche in Burg umgebenden Friedhof kommen, fich dort in aller Unschuld auf die Grabsteine setzten, um mit dem Anziehen der Strümpfe und Schuhe ihre Sonntagstoilette zu beenden. Die unschuldige Gepflogenheit nahm ihr Ende, seitdem fiemit neugierigemLächeln besehen und von borwitzigen Kodaks verbildlicht wurde. Heute braunen Arme und Hände wohlgeformt, zart im Knöchelgelenk, und die slavischen Gesichter mit den fräftigen Backenknochen rundlich, der Mund klein, hübsche Zähne und frohe, blizende Augen. Ueber dem Ganzen eine zarte Sittsamkeit im Betragen, die manchem„ Stadtfräulein" zu wünschen wäre. Es wird gut und mit Anmut getanzt, und solcher Sonntagstanz im Spreewald, wie unser Bild ihn zeigt, giebt auch dem verwöhnten Auge fünstlerischen Genuß. Es hat seine guten Gründe, daß in der Sommerszeit sich alljährlich eine ganze Kolonie von Malern im Spreewalde festsetzt und nicht bloß der so eigenartig schönen Landschaft ihre Bilder und Stimmungen ablauscht, sondern auch in dem schönen Schlag tüchtiger und arbeitsamer Menschen Modelle sucht unter Kindern, Mädchen, Burschen, auch unter den knorrigen Alten. Es liegt allerdings gar keine weltschmerzliche Düsterfeit in Landschaft und Menschen, nichts von der Problematik, die an Schoppenhauer, nichts von dem Gigantischen, das an Nitzsche gemahnt. Der Spreewald lacht den Künstlern, die selbst gern lachen, wie es Knaus und Defregger gehalten haben. Wenn der Spreewald jetzt noch nicht modern ist, so wird er's über kurz oder lang schon werden.


