Ausgabe 
2.9.1902 Erstes Blatt
 
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Bublikum gleichfalls die Fleischer als den Sündenbock. Deswegen erwirbt sich die unabhängige Presse ein Verdienst um die Bevölkerung, wenn sie zur möglichsten Aufklärung über die Ursachen der Fleischteuerung und die Mittel zu ihrer Beseitigung beiträgt."

Politische Nachrichten. Nachtlänge zum Besuch Victor Emanuels in Berlin.

Während der Anwesenheit des Königs von Italien hat der Kaiser, wie die National- Zeitung meldet, dem­selben die zur Ausführung bestiminten Entwürfe des Göthe Denkmals für Nom vorgelegt. Die Ente würfe fanden die volle Billigung des Königs Victor

Emanuel.

Berlin, 1. Sept. Die sozialdemokratische Partei beging gestern den Gedenktag von Ferdinand Lasalle. Sein Grab auf dem jüdischen Friedhofe war mit Kränzen, welche rothe Schleifen trugen, übersät. Am Nachmittag fand eine große Feier statt, bei welcher Eduard Bern­stein die Festrede hielt.

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gegen die Verfügung der Regierung betreffend die Schließ-| Klägern das geforderte Sterbegeld zugesprochen, da ung der Ordensschulen protestiert wurde. Die das Gericht sich den Ausführungen der klägerischen Verhandlung gegen den Senator Chamaillard, welcher be- Partei anschloß. Die Kosten des Rechtsstreites hatte schuldigt ist, die gerichtlichen Siegel von den Ordensschulen die Ortskrankenkasse zu tragen. entfernt zu haben, ist auf den 30. September vertagt worden. Paris, 1. Sept. Libre Parole versichert, daß zwischen dem Marineminister und dem Kriegsminister André ein Duell stattzufinden drohte, durch das Dazwischentreten des Präsidenten Loubet aber vereitelt worden ist.

Berlin, 1. Sept. Gegen den Redakteur Wrobel von dem hiesigen Polenblatt ist Anklage wegen Auf­reizung der polnischen Bevölkerung zu Gewaltthätigen erhoben worden. Die Strafthat soll durch Verbreitung des kürzlich beschlagnahmten Sokol- Liederbuches begangen worden sein.

Der deutsche Botschafter in Wien Fürst Eulenburg gedenkt den Reſt ſeines Erholungs- Urlaubes in Bad Gastein zu verbringen, wohin er sich vor Kurzem begeben hat. Sollte die Gasteiner Kur ihre Wirkung ver­sagen, so wäre es nicht ausgeschlossen, daß der Gedanke, aus dem Staatsdienst zu scheiden, festere Gestalt annimmt.

Eine neue französische sensationelle Rede. Bei dem Fest mahl nach der Enthüllung des Krieger­denkmals in Bourgoin sagte Kriegsminister Andrè in einer Rede: Ich werde einen Trintspruch auf die französischen Arbeiter ausbringen; im Namen der republikanischen Nation kann ich ihnen sagen, daß kein Mitglied des Kabinetts die Verantwortung für das gemeinsam unternommene Werk fürchtet. Die Regierung ist entschlossen, den Arbeiter einer Erziehung zu entreißen, welche die geistige und materielle Freiheit nur schädigen kann. Die Erziehung muß rein weitlich sein, wenn das Werk der Republik nicht geschädigt werden soll. Die ersten Schritte in dieser Richtung haben meine Freunde Millerand durch die Rege­lung des Rechtes auf den Ausstand Waldeck= Rousseau durch das Vereinsgesetz unternommen.

Der preußische Landwirtschaftsminister, der der Ansicht ist, daß die Zentralstelle für Vieh­verwertung berufen ist, den Viehverkehr im ganzen Deutschen Reich zu reguliren, wird erstaunt sein, durch die Allgemeine Fleischer- Zeitung" zu erfahren, daß es der großen Zentrale nicht möglich war, zum borgestrigen Berliner Viehmarkt auch nur zehn Schweinchen zum Verkauf zu bringen zehn Schweinchen bei einem Auftrieb von 6296 Stück Schweinen.

Ein allgemeiner deutscher Handwerks­und Gewerbekammer- Tag ist für den 25. bis 27. September nach Leipzig einberufen worden. Die Tagesordnung umfaßt allgemein wichtige Punkte z. B. Regelung des Submissionswesens, die Alters­und Invaliden- Versicherung der selbständigen Handwerker, die Gutachten über den Befähigungs­Nachweis für die Baugeewerbe, Mittel zur Förder­ung der Handwerks- Fachschulen. Einführung der Arbeiter Pensionierung 2c. In Hand­werkerkreisen sieht man den Verhandlungen schon jetzt mit großem Interesse entgegen.

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Giessener Cagesneuigkeiten.

** Heute am Sedantag haben die öffentlichen Ge­bäude geflaggt; zu früher Morgenstunde ertönte vom Turm der Choral: Nun danket alle Gott", geblasen von der Feuerwehrkapelle.

Aus Wien wird telegraphirt: Der Abgeordnete Wolff soll die Ostdeutsche Rundschau an die deutsche Volkspartei verkauft haben und beabsichtigen, nach Deutsch land überzusiedeln.

** Gießener Volksbad. Im August wurden 9132 Bäder verabreicht, dagegen 10859 Bäder im Juli 1902 und 10026 im August 1901 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 326 Bäder gegen 374 im Juli 1902 und 371 im August 1901. Der Besuch im einzeln hat sich wie folgt verteilt:

Schwimmbad 4275 Männer darunter 968 zu 10 Pfg. Schwimmbad 1192 Frauen darunter 242 zu 10 fg. Wannenbäder 1. Kl. 247 Männer 136 Frauen, Wannenbäder 2. Kl. 661 Männer 551 Frauen. Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 136 Männer 83 Frauen. Brausebäder 1513 Männer 383 Frauen.

Die Personenwage wurde von 260 Personen be­nutzt, das Bad von 30 Personen besichtigt.

** Das Regierungsblatt Nr. 60, ausgegeben am 30. August enthält: Verordnung, den Bau und Betrieb elektrischer Nebenbahnen von Mainz nach Wies­baden und von Mainz nach Schierstein betr.

u. Dünsbergwettturnen. Zu dem, nächsten Sonntag, 7. September stattfindenden Wettturnen auf dem Dünsberg sind 225 Wettturner angemeldet, eine Zahl wie sie bisher wohl keine turnerische Veranstaltung des Gaues Hessen aufzuweisen hatte.

** Der Gesetz entwurf über Denkmals­pflege im Großherzogtum Hessen, den die Regierung dem Landtag in letter Session unterbreitet hatte, ist nunmehr Gesetz geworden. Anfangs von der Zweiten Kammer wesent­lich nach der Vorlage angenommen, wurde der Entwurf von der Ersten Kammer mehrfachen Aenderungen, d. h. Erweite rungen unterzogen, denen jetzt, nachdem die Regierung sich einverstanden erklärt hat, auch die Zweite Kammer zuge= stimmt hat. Das neue Gesetz tritt mit dem 1. Oktober in Kraft. Als beratende sachverständige Instanz setzt es dem Minister einen Denkmalsrat an die Seite, dem je ein Ver­treter der evangelischen und der katholischen Kirche, zwei im Lande wohnhafte Baudenkmalsbesizer und mindestens zwei Mitglieder von Hessischen Geschichts- und Altertumsvereinen angehören werden. Dem Denkmalsrat wird es auch obliegen, die Pfleger nach einheitlichen Gesichtspunkten im Sinne dieses Gesetzes zu instruieren. Sehr zu billigen ist, daß im Ab­schnitt über die Naturdenkmäler das Anbringen von Auf­schriften, Reklameschildern usw. an amtlich geschüßten Natur­denkmälern verboten wird. Wie das Programm für einen bevorstehenden Düsseldorfer Tag für Denkmalpflege" er­giebt, wird dort über die hessische Denkmalschutz- Gesetzgebung von berufener Seite referiert werden.

Der österreichische Botschafter in Berlin hatte der Galavorstellung im Opernhause nicht beige­wohnt. Natürlich knüpften sofort einige Blätter an diese belanglose Thatsache verschiedene Vermutungen. Demgegenüber fonstatiert nun das Wiener Fremden­blatt, daß der österreichische Botschafter in Berlin der aus Anlaß der Anwesenheit des Königs von Italien veranstalteten Gala- Vorstellung im Opernhause lediglich aus Rücksicht auf den Todesfall im öfter reichischen Kaiserhause nicht beigewohnt habe.

Frankreich.

Brest, 1. Sept. Gestern fand eine große Versamm­lung der bretonischen Freidenfer statt, in welcher Neues über die Flucht des Prinzen von Preußen 1848.

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** Als Betrug anzusehen und bestraft wird die seitens eines Wirts erfolgte Verabfolgung eines mit Margarine bestrichenen Stück Brodes, wenn ein Stück Butterbrod gefordert wurde. Aus einem Gasthause in Bielefeld war ein Butterbrod entnommen und durch das städtische Unter­suchungsamt untersucht worden, Die Untersuchung ergab, daß das Brod mit Margarine anstatt mit Butter bestrichen war. Gegen den Wirt ist das Verfahren wegen Betrugs eingeleitet.

** Die neue Fahne des evangelischen Arbeitervereins ( weiß mit blauer Umrandung) ist in dem Möbelgeschäft W. Reiber, Seltersweg ausgestellt.

Aus Hessen und nachbargebieten.

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1 Burkhardsfelden, 1. September. Das Sedanfest wurde gestern von unserer Schuljugend in origineller Weise begangen. Knaben wie Mädchen fanden sich auf dem Schulhofe ein. Einige weißgekleidete Mädchen de­klamierten Gedichte, durch die die Erinnerungen an die ruhmvollen Jahre 1870-71 wieder aufgefrischt wurden. Die Knaben führten sodann unter Leitung der Herren Lehrer eine regelrechte Schlacht auf. Die Helme der Feuerwehr ergänzten dabei die kriegerische Ausrüstung.

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Aus Grünberg wird uns geschrieben: Morgen Mitt­woch, abends 9 Uhr, findet eine große Wahlversamm­lung im Gasthaus zur Pinn in Grünberg statt, um einen geeigneten Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl offiziell aufzustellen. Die antisemitische Partei ist im Wahl­freis schon fest an der Wahlagitation. Am legten Sonn­tage hatte Abg. Köhler- Langsdorf und Hirschel von Offen­bach eine Vertrauensmänner- Versammlung der Antisemiten nach Geilshausen einberufen. Dort ist Redakteur Hirschel von Offenbach offiziell als Kandidat proklamiert worden, und hat derselbe dort zu seinen Parteigenossen geäußert, daß er mit seinem Freunde Köhler alle Orte des Wahlbezirks be­suchen werde, um die Urwähler für sich zu gewinnen. Bei der Wichtigkeit der Sache werden die Bewohner von Grün­berg und den anderen Wahlorten gut thun, wenn sie recht zahlreich in der Versammlung nächsten Mittwoch er­scheinen.

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** Aus Geilshausen schreibt man uns unterm 2. September: Durch Zirkulare hatten der Abgeordnete Bürgermeister Köhler von Langsdorf und Redakteur Hirschel von Offenbach die Vertrauens­männer der antisemitischen Partei im Wahlbezirk Grünberg zu einer Versammlung nach hier eingeladen. Dieselbe fand auch am letzten Sonntag von 3 Uhr ab in der Gastwirtschaft von Hillgärtner statt. waren erschienen außer Köhler und Hirschel cirka 35 Personen, unter welchen etwa 15 Einheimische und der Hest aus den Orten der nächsten Umgebung. Aus den Darnach zog der Prinz hier Zivilkleider an und fuhr in einem Wagen, auf dessen Kutscherbock sich der Ne­gierungsrat von Schleinitz als Kammerdiener schwang, nach Spandau. Nur die Gräfin Oriola begleitete das prinzliche Paar! ,, wir hatten nichts mit uns als das Kleid, mit dem wir Frühmorgens das Palais ver= lassen hatten", sagte die Gräfin. In tiefer Nacht kam der Wagen vor Spandau an.

** Wichtig für Ortskrankenkassen ist eine Entscheidung, die, wie der Hann. Kour." meldet, in diesen Tagen gefällt worden ist. Im Sommer des vorigen Jahres wurde ein Landwehrmann, der 16 Jahre Mitglied einer Ortsfrankenkasse war, zu einer 14 tägigen mili­tärischen Uebung einberufen. Während derselben starb der Mann am Hitzschlag und wurde auf Kosten der Militärbehörde beerdigt. Die Angehörigen des Ver­storbenen erhoben hierauf bei der Ortskrankenkasse Anspruch auf Zahlung des Sterbegeldes, wurde aber damit abgewiesen, weil während der Dauer der lebung die Krankenversicherung ruhe und demzufolge für die Kasse auch nicht die Verpflichtung bestehe, das Sterbegeld zu zahlen. Bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht machten die Angehörigen geltend, daß, wenn auch die Krankenversicherung durch die lebung unterbrochen sei, die Hinterbliebenen des Verstorbenen trotzdem ein Anrecht auf Sterbegeld hätten, das ja auch den Angehörigen der Mitglieder zustände, die nach Ablauf der 13 wöchigen Unterstützungsart sterben. Daß die Kosten der Beerdigung von dritter Seite getragen würden, hebe die Verpflichtung der Kasse gegenüber ihren Mitgliedern nicht auf. Das Amtsgericht wies die Klage ab. In der Berufungsinstanz wurde den Waffen an das Volk verlangten, warf der Prinz von Preußen, wie der Gräfin erzählt wurde, bei diesen Mitteilungen in tiefer Erregung seinen Degen auf den Tisch mit der Bemerkung, da kunne man nicht mehr mit Ehren dienen." Die Gräfin Oriola berichtete weiter, wie die Menge die Auslieferung des Prinzen von Preußen forderte und wie dieser zum Könige gerufen wurde: Eine schwüle Stille herrschte unter uns." Als der Prinz zurückkam, wendete er sich sogleich an die Prinzessin:" Der König wünsche, daß sie das Schloß verließen." Zum Schuße des Königs konnte der Prinz nicht beitragen, da sich der Volkshaß unter den obwaltenden Umständen besonders gegen ihn gerichtet hatte und durch seine Anwesenheit die Lage des Königs nur erschweren konnte, anstatt ihm nüßlich zu sein." Durch eine Seitentreppe verließen der Prinz, die Prinzessin und die Gräfinnen Haacke und Oriola das Schloß. Auch hier wimmelte es von Menschen, und der Prinz war in Gefahr, erkannt zu werden. Da fuhr die leere Equipage des Grafen Nostitz, des einstigen Adjutanten Blüchers, vorüber, und der Kutscher, der den Prinzen nach einem Wagen suchen sah und die Gefährlichkeit der Lage erkannte, ersuchte die Bedrohten, in seinen Wagen zu steigen; dann lenkte er aus dem Menschengewühl hinaus, fuhr ohne Störung die Linden hinunter nach dem Brandenburger Thor. Die Straße war leer und still. Auf der Fahrt fragte der Prinz: Wohin?" Die Gräfin Haacke antwortete: Zum Geheimrat Schleinitz." Die Er­eignisse im Hause des Letzteren wurden vor einigen Jahren von der Tochter Alexandra von Schleiniz erzählt.

Ueber die Flucht des Prinzen von Preußen in den Märztagen 1848 beginnt Professor Wilhelm Onden( Gießen) in Velhagen und Klasings Monatsheften" eine Artikelreihe, in der er schon be= fannte Aufzeichnungen von Augenzeugen zum ersten Mal in Zusammenhang bringt und die Aussagen eines neuen Zeugen veröffentlicht, die besonders wert­voll sind, weil sie aus der eigenen Umgebung des Prinzen stammen. Es handelt sich um die Erinner­ungen der am 8. Dezember 1899 gestorbenen Gräfin Luise v. Oriola, die diese selbst Onden im Jahre 1898 mitteilte. Gräfin Oriola war am 10. März 1848 auf Wunsch der Prinzessin Augusta von Preußen als Hofdame bei deren Hof eingetreten. Die erzählte zunächst kurz die Ereignisse des 18. und 19. März. Als sich die Nachricht vom Rückzug der Truppen ver­breitete, erregte sie allgemeinen Schrecken im Schloß und schien ganz unfaßbar. Es steht noch flar vor mir", heißt es in der Erzählung der Gräfin, wie der König in ein Bimmer hinaustrat, in dem ich mich gerade befand und laut aussprach: Diesen Befehl habe ich nicht gegeben." Den Befehl, den ich gegeben, war, daß die Truppen sich von den Barrikaden und Blägen, die sich ergeben hatten, zurückziehen sollten, nicht anders. Als nun die Barrikadenfämpfer als Sieger auftraten und die Freilassung der im Schlosse festgehaltenen Gefangenen des vorigen Tages und die Entfernung des Militärs, dagegen Austeilung von

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Der Prinz ließ vor einem fleinen Gasthause halten, um erst selber nach der Citadelle hinauszufahren und dann die Damen mit dem Wagen nachkommen zu lassen, was noch in den letzten Nachtstunden geschah. Auf der Citadella blieben die Herrschaften den ganzen Tag des 20. März, und erst in der Nacht zum 21. wurde die weitere Flucht nach der Pfaueninsel angetreten. Unvergeßlich", sagte die Gräfin Oriola, ist mir der Augenblick, als die aus Berlin ausge­wiesenen Truppen in Auflösung und ohne Waffen eintrafen, und der Prinz seine Garderegimenter also ankommen sah, von dem Haupteingange der Citadelle aus, von wo er sich den Soldaten nicht zeigen durfte. Er zog sich vom Fenster zurück, und Thränen rannen über sein Antlig." Unterdessen hatte sich die Nachricht verbreitet, daß der Prinz von Preußen in Spandau seine Zuflucht gefunden, und dies hatte genügt, eine Voltsversammlung dahin anzuordnen, um die Ausliefe­rung des Prinzen zu fordern. Da zur Beruhigung der Ge­müter sowie zur Sicherheit der Lage des Königs jede neue Aufregung zu vermeiden war; mußte sich der Prinz auf eine Zeitlang in das Ausland begeben. In der nächsten Nacht entfam er unbemerkt. Zwei Offiziere der Garnison besaßen einen Kahn, einen sogenannten Seelenverkäufer". Dieser wurde auf den Schultern zuverlässiger Ar- illeristen an

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