Ausgabe 
25.6.1853
 
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Eiſeubahn⸗Frachtbriefe

fuͤr den Mitteldeutſchen Eiſenbahn⸗Verband.

(97) Nach Ermächtigung Gr. Heſſ. Eiſenbahn-Bau-Direction der Provinz Oberheſſen iſt es mir durch Reſeript vom 17. d. M. geſtattet, die Frachtbriefe für den Mitteldeutſchen Eiſenbahn⸗Verband zu drucken und zu debitiren. Ich empfehle daher ſolche ſowohl einem verehrlichen Publikum, wie auch den Herren Expedienten auf den Eiſenbahn⸗Stationen der Provinz Oberheſſen zu den bil⸗

ligſten Preiſen. Friedberg im Juni 1853.

C. Bindernagel.

Zur Beachtung!

(975) Circa 50 Stück lange Oelfäſſer von

2 bis 5 Ohm, ſowie mehrere kurze Fäſſer, zu

Bütten geeignet, hat zu verkaufen 5 Friedberg. W. Hanſtein.

Grasverſtei gerung.

(976) Montag den 27. d. M., Mittags um 12 Übr, ſoll das Heu⸗ und Grummetgras auf den Wieſen von dem Erbleihgut der Rudolph Müllers Erben an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der ſog.

Kreuzallee. 0

Ockſtadt den 21. Juni 1853. Gröninger.

Verlorenes.

(977) Vor einigen Tagen wurde ein Pack verſchiedenes Weißzeug auf der Landſtraße von Homburg bis Nauheim verloren. Der redliche Finder wird gebeten, daſſelbe gegen eine gute Belohnung bei Metzger und Wirth Nicolaus Müller zu Friedberg abzugeben.

Nicht zu überſehen!

(978) In meiner Abweſenheit von Friedberg habe ich mein Decadir⸗Geſchäft nebſt Decadir⸗ Maſchine an Heinrich Sauer übergeben, welcher ſelbiges ſtatt meiner fortbetreibt. Kail Binkert, Decadirer.

Auf obiges Bezug nehmend, werde ich von beute an die Elle Tuch zu 3 kr., Bukskin, Caſ⸗ fineit, Tibet und ſonſtige Sommerſtoffe die Elle zu 2 kr. decadiren und bitte um geneigte Auf-

träge. Heinrich Sauer, wohnhaft bei Wittwe Windecker, zunächſt der Stadtkirche.

* 7 0 2 2 r Geſchaͤfts-Eroͤffnung. (979) An dem kurheſſiſchen Chauſſeehaus, nahe bei Friedberg, habe ich eine Ziegel, Back⸗ ſtein⸗ und Kalkbrennerei erbaut, weßhalb daſelbſt von heute an Ziegeln, zwei- und dreizöllige Backſteine, ſowie Kalk in beſter Qualität zu an⸗ nehmbaren Preiſen zu haben ſind. Dieſes Ge⸗ ſchäft treibe ich in Verbindung mit meinem Schwiegervater Friedrich Weimann, der es be⸗ reits ſchon 33 Jahre zu Oſſenheim getrieben hat. Das Zutrauen, welches demſelben zu Theil ge⸗ worden iſt, bitte ich auch auf unſere Verbindung

übertragen zu wollen. Schwalheim den 20. Juni 1853. Konrad Stamm, Zimmermann.

Anzeige.

(980) Mittwoch den 6. Juli, Vormittags um 11 Uhr, will Unterzeichneter auf hieſigem Rathhauſe ſeine Hofraithe in Aſſenheim einer freiwilligen Verſteigerung ausſetzen. Dieſelbe beſteht in einem zweiſtöckigen geräumigen Wohn⸗

hauſe mit vier heizbaren Stuben, Hinterbau, nöthigen Stallungen, Scheuer und Garten; ſo⸗ dann ein abgeſondertes, von mir neuerbautes Färbhaus mit allem Zugehör, was auf Verlan⸗ gen eines Kaufliebhabers beigegeben werden könnte und täglich beliebige Einſicht davon ge⸗ nommen werden kann. Afſenheim im Juni 1853. Ludwig Beſt.

6 00 Gulden

(981) Vormundſchaftsgelder liegen gegen ge. richtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit bei Oſſenheim. G. Maul.

N 7 5 Nauheimer Teichhaus. (982) Sonntag den 26. Juni iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗

muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel.

Noſeunfeſt. Oſſenheimer Waͤldchen.

(983) Sonntag den 26. Juni Tanzmuſtk zur Verherrlichung des Roſenfeſtes, wozu höflichſt einladet A e hel e. Im Lenz, wo die Blumen und Roſen thun blühen Neu, werden die Herzen voll Liebe für's Wäldchen erglühen.

Erfindung von 1852 mit Patent der franzoͤſiſchen Regierung. Unvergängliche

Schildpakl⸗Federn

für alle Hände nach Belieben brauchbar. Preis 1 fl. 12 kr. das Hundert.

(981) Bei allen Fortſchritten der Induſtrie hatte man es noch nicht dahin gebracht, eine tadelloſe Feder anzufertigen. Die Löſung dieſer ſchwierigen Aufgabe iſt dem Hauſe Louy in Paris gelungen. Das Verſpritzen der Tinte und das Zerreißen des Papiers durch die Feder iſt bei dieſer Schildpatt⸗Feder, die dem Gänſekiel an Geſchmeidigkeit nicht nachſteht und jede, auch die ſchnellſte Handſchrift zuläßt, nicht möglich.

Was dieſe Feder, außer den bexeits anerkannten Vorzügen, noch beſonders empfiehlt iſt das, daß ſie auf beiden Seiten geſchrieben werden kann.

Ein Lager dieſer Feder befindet ſich bei

C. Bindernagel in Friedberg.

Fahrpläne 985) der Main⸗Weſer⸗Bahn, fuͤr den Dieuſt vom 15. Juni ab, ſind vorrä⸗

thig bei

Friedberg. C. Bindernagel.

Kirchliche Anzeigen. 5. Sonntag n. Trinit. den 26. Juni.

Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe.

Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Flick. Nachmittags: Hr. Reallehrer Göhring.

Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Sartorius.

Frankfurter Cours vom 22. Juni 1853. Piſtolen g. 10. N e fl. 9 46-47 Friedrichsd' oer 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54½-55½ Rand⸗Ducaten 537-38

20 France 9 32¼½-33½ Engliſche Souverains.11 54 Preußiſche Thaler. 145%

5 Frankenthaler 221/227 Preußiſche Caſſenſcheine. 1 45 ¼% ½

Fruchtpreiſe. 22. Juni 17. Juni. 17. Juni. Gattung. Fried⸗

Mainz

2 fl. fr.] fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 1240 12 301212

Kern!4 9 56 915 Gerſte, e 725 6 38 6 50 Hafer 7 111 41/44 4

Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 25. Juni bis zum 1. Juli.

= g Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf.] kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 2131 2 7 7. 71 61 2 44 7 14 13 Lth. Lth.

Milchbrod 14

Waſſerweck 14 Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 14 ½ 14% leiſch-Preiſe.

Fleiſ 1 Preiſ pf. 5

1 Ochſenfleiſch 121 12 Kühfleiſch, gemäſtetes 91 29 Rindfleiſch, gemäſtetes 71 2181 Kalbfleiſch 6 6 e, gemäſtetes 2 Schweinenfleiſch 13 13 Hammellleiſch 9 9 Schaaflleiſch 6( Wurſt veblos Schweinen 14 14 Bratwurſft 11111 Schwartenmagen 16 16 Geräucherter Speck 23 24 Schinken 17 17 Dörrfleiſch 18 18 Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 21 22 unausgelaſſen 20 20

Nierenfett 20 18 Hammelsfett 161 116 Die Großherzoglichen Bürgermeifter

Bender. Seippel.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg.

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