Ausgabe 
27.10.1852
 
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Zaters, die Andre wegen ſeiner Frau, und ſo bieten ſie ir eine kühne Stirne und wollen mich, die zufällig um Alles weiß, zu der Erklärung nöthigen, daß ihre Tugend und Ehre durch mich angefochten ſeien. Das iſt aber gar nicht meine Abſicht. Sie ſollten ſich, wenn Sie klug wären, mit dem befriedigenden Bewußtſein begnügen, daß derartige Angelegenheiten, wie ich ſie zu entdecken berufen bin, der Welt nicht bekannt werden, ſondern ganz unter ins bleiben!

Immer beſſer! rief Herr Colonne, uͤber dieſe un

deckg zeheure Frechheit höchlich erſtaunt.

Ja, ſo ſtehen die Sachen! fuhr Mademoiſelle rrompère mit höhniſchem Lächeln fort.Der gute Fo⸗ ſitton ſtellte ſich vorgeſtern an, als ob er die ganze Welt über den Haufen werfen wolle, weil ich nicht geſonnen war, die Eröffnungen zurückzunehmen, die ich ſeiner Frau gemacht; er drohte mir mit der Polizei und mit allen möglichen Schrecken. Mag er es verſuchen: der Erfolg wird nur der ſein, daß man mich zwingen wird, die volle Wahrheit meiner Enthüllungen zu beweiſen, und dieß ſoll mir gar nicht ſchwer werden 170

Genug, genug! rief Herr Colonne beinahe außer ſich;ich ſehe ſchon, hier iſt alles Reden vergebens. Komm', Marie! Verfolgt von dem triumphirenden Lachen der Hellſeherin entfernten ſie ſich, und ſtießen unten zu Folitton und ſeine Frau, welche ſo eben auch hinauf wollten. Aber fünf Minuten ſpäter war das Lachen auf Herrn Eolonne's Seite, als er in Begleitung eines Po lzeikommiſſärs und zweier Municipalgardiſten wieder bei Monſieur Trompere eintraf und dieſen ſammt ſeiner Tochter verhaften ließ, als ſie eben im Begriff waren, ihre Siebenſachen zuſammenzupacken. Die Hellſeherin war

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mit den ehrwürdigen langen Silberlocken vom Kopfe nahm, was eine gewaltige und nichtsweniger als günſtige Ver⸗ änderung in Herrn Folittons Aeußerem hervorbrachte.

Aha, Monſieur Borel! haben wir Euch endlich ausgekundſchaftet? Ich habe mich ſchon lange geſehnt, Euch den Galeeren wieder zu überliefern, mein ſauberer Vogel! rief der Kommiſſär lachend, und ließ dem Ge fangenen Handſchellen anlegen.

f In der That ſtellte ſich heraus, daß der Gefangene ein ehemaliger Notar Namens Borel war, welcher wegen großartiger Betrügereien und grober Vergehen wider die Sittlichkeit ſchon einmal zu den Galeeren verurtheilt und während der Revolutionswirren oder früher aus dem Bagno entſprungen war. Er hatte ſeither in verſchiede nen Städten Frankreichs auf's Neue Betrügereien aller Art verübt, bis endlich ſeine Stunde geſchlagen hatte. Die Hellſeherin war ſeine leibliche Tochter und ein würdiges Kind ihres Vaters.

Der Fall mit Folitton kam vor das Zuchtpolizeige⸗ richt; ſämmtliche Betheiligte traten als Zeugen auf und überwieſen die Betrügerin. Noch andere Anklagen, z. B. Erpreſſung, kamen gegen Borel und ſeine Tochter zur Klage und wurden durch rechtsgültige Beweiſe durchge ſetzt, und ſo kehrte nach kurzem Prozeß der frühere Ga leerenſträfling wieder in's Bagno zurück, und die wegen ihres Scharfblicks berühmte Hellſeherin wanderte auf vier Jahre in's Arbeitshaus.

Seit dieſem unangenehmen Exlebniſſe geht Alles in André's Hauſe ganz nach Wunſch; die beiden Ehegatten haben ſich vollkommen ausgeſöhnt und ſcheinen einander noch inniger zu lieben, als je zuvor. Ihr Glück iſt nun gewiß dauernd begründet. Madame Margot trägt Sorge, den Folittons und Colonnes aus dem Wege zu gehen,

plötzlich ſehr kleinlaut, und noch mehr, als der Polizei⸗

kommiſſär ohne viele Umſtände ihrem Vater die Perücke

und wird wohl keinen Kaffee mehr bei Julienne trinken.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Immobiliar-Verſteigerung.

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(1672) Donnerſtag den 28. Oktober, Vor⸗ alittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf freiwilligen Antrag die nachverzeichneten, zum Nachlaſſe der hier verſtorbenen Meſſer⸗ ſchmidt Johannes Schäfers Eheleute gehoͤrenden Immobilien, als: 5

Pag. No. Gemarkung Stadt Friedberg:

20/17 Hofraithe in der Ludwigsſtraße, als Wohnhaus, Stall und Gärtchen, an Auguſt Seibert,

31 Rth. Garten in der 13. Ge⸗ wann, an Philipp Hoff⸗ mann,

Garten in der 17. Ge⸗ wann an Martin Groß,

Acker im großen Wartfeld, an Heinrich Müller II.,

Acker im Lachenfeld, an Eliſab. Catharina Dom⸗

188/13

220/27 127 293/19 130 613/41 42 189*

ſchüz, Wieſe in der 16. Gewann an der Seebach, an Chri⸗

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213/41 5

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ſtian Ulrich, Gemarkung Fauerbach II.:

715/41 47½% Acker in der Elache, an Hartmann Schütz, 635/31 117 Acker im Holz, am Schloß

Fauerbach, Gemarkung Ockſtadt:

8457. 8. 9. 116/ bei des Circaxäpfelbaum, zwiſchen dem Bäumches⸗ weg und der Allee an Amtmann Sebaſtiani,

nochmals öffentlich meiſtbietend unter dem An⸗

fügen verſteigert, daß nunmehr bei annehmbaren

Geboten die Genehmigung alsbald ertheilt und Nachgebote nicht mehr angenommen werden ſollen. Friedberg den 20. Oktober 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edietalladung. (1657) In Folge hofgerichtlicher Concurser⸗ kennung über das Vermögen des Georg Braun J. in Weckesheim werden ſowohl bekannte wie un⸗ bekannte Gläubiger deſſelben zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen im Termin Mittwoch den 17. November l. J., Morgens 10 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile ſtillſchwei⸗ genden Ausſchluſſes von der Concursmaſſe hier⸗ her vorgeladen. Hungen am 5. Oktober 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.

Concursſache.

(1638) Das Vermögen des Andreas Keller von Roßdorf iſt überſchuldet.

Es werden deßhalb Alle, welche an denſelben Forderungsanſprüche haben, aufgefordert, ſolche den 12. November k. M.,

Morgens 9 Uhr, Contumacirzeit,

dahier anzumelden.

Zur Abwendung des förmlichen Concurſes ſoll im gedachten Termine die Güte verſucht werden und haben deßhalb die Intereſſenten in Perſon, oder vertreten durch Specialbevollmäch⸗ tigte, zu erſcheinen.

Die nicht erſcheinenden bekannten Gläubiger

werden als den Beſchlüſſen der Mehrzahl bei⸗ tretend erachtet, die unbekannten aber ausge⸗ ſchloſſen. Hanau am 8. Oktober 1852. Kurfürſtliches Juſtizamt II. Cb ſt er

dt. Avenarius.

Verpachtung des Mineralbrunnens zu Vilbel.

(4639) Dienſtag den 2. November d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in dem Rathhauſe zu Vilbel, der dem Großh. Heſſ. Fiscus gehö⸗ rige Mineralbrunnen daſelbſt mit dem dabei befindlichen Wohnhauſe für den Pächter, auf 6 Jahre, von dem Tage der ertheilt werdenden Genehmigung an, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 15. Oktober 1852. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bau ß.

Mobiliar⸗Verſteigerung.

11662) Montag den 25. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in hie⸗ ſigem Rathhauſe nachverzeichnete Mobiliar⸗ Gegenſtände, als: eine große Parthie gebun⸗ dener, theils ungebundener Bücher, worunter ſich unter andern Walter Scotts Werke, Schrif⸗ ten von Clauren, Pichler ꝛc. befinden, ſodann drei gepolſterte Stühle, ein runder Tiſch, ver⸗ ſchiedene Glas⸗ und Blechgegenſtände, ein Bücherſchrank, 1 Faß, mehrere Kleidungsſtücke ꝛc. öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 16. Oktober 1852. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Verkauf von Eicheln.

(4687) Die Gemeinde Soedel kann 100 Malter Eicheln, das Malter zu 2 fl., käuflich abgeben, und es wollen ſich daher Luſttragende alsbald an den Unterzeichneten wenden. Soedel den 21. Oktober 1852. Der Großh. Heſſ. Bügermeiſter Reißz.

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