Ausgabe 
17.3.1852
 
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gunde, und mein Pantoffel wurde im Hauſe auf⸗ und ab⸗

Es iſt ſchon beſſer, wir beſuchen uns freund⸗

klappern. 1 wir uns gezankt haben, geht Jeder

ſchaftlich, und wenn ſeinen Weg. f

Als Herr Langenwärter grollend nach Hauſe kam, ſchmiegte ſich Victorie an ihn und fragte, was ihm fehle. Seines Kindes ſanfte Liebe that ihm in dieſem Augen blicke wohl. Er erwiderte:Es muß Dir recht einſam ſein mit Deinem alten Vater allein! Aber er kann nichts dabei thun.

Freudeſtrahlend ſah ſie ihm in's Auge.O Vater! ſagte ſie,da weiß ich ſchon Rath; es iſt Einer da, der Dir gerne ein lieber Sohn ſein möchte.

Er ſah ſie erſtaunt an, denn nie hatte er einen Freier um ſie bemerkt; und als er glaubte, ſie würde ihm einen der angeſehenſten jungen Leute der Stadt nennen, brachte ſie ſtockend und erröthend, aber ganz ahnungslos, den Namen Roberts heraus.

Das arme Kind! welch' einen Sturm rief dieſes Wort hervor, das ihrem Ohre ſo lieb klang. Wie wenn Einer unverſehends das Schloß einer Schleuße geöffnet hätte, ſo quoll ihr ein Strom von Zorn, Spott und Ver⸗ achtung entgegen. Sie war von Schaam und Schmerz zerknirſcht. Der Gedanke: daß bei ihrem Reichthum Ro bert's Armuth ein Hinderniß ihrer Verbindung ſein könnte, war ihr nie aufgeſtiegen, denn ſie hatte ja genug für Beide, und was den Stand anbelangte, ſo war ihr Großvater väterlicher Seite der Sohn eines armen Handwerkers ge weſen, und hatte ſich durch Geſchick und Talent zu An- ſehen und Reichthum verholfen. Robert wurde herbeige rufen, und daß ihn Herr Langenwärter nicht mißhandelte, war Alles, was Victorien's flehende Blicke und Hände erlangen konnten. f

Der Jüngling benützte den erſten Augenblick, in dem er zu Worte kommen konnte, um Herrn Langenwärter zu erklären: daß er die Nacht nicht mehr unter ſeinem Dache ſchlafen werde, und verließ das Haus. Auf ihrem Nachttiſche aber fand Victorien einen Zettel von ſeiner Hand, worin er ſie dringend bat, ihn noch einmal zu ſehen.

Vor dem Klingerthore quillt ein Brunnen von ſel⸗ tener Friſche aus einem Felsſtücke hervor; man geht erſt einige Zeit den Stadtgraben entlang durch ſchattige Alleen und ſteigt dann in ein Thälchen hinab, um in das Bereich dieſer lieblichen Quelle zu gelangen; um eine Art von Grotte ſind Bänke angebracht; eine Frau ſitzt dort zur Sommerzeit mit Gläſern verſehen, um den Spazieren gehenden mit einem Trunke zu laben, und ſich ſelbſt dadurch ein Paar Kreuzer zu verdienen, die ein Jeder gerne gibt, der im Hauſe jede Ausgabe ängſtlich abmißt, aber im Freien und auf Reiſen ſind die Menſchen immer groß müthiger als in ihrer eigenen Wirthſchaft. Dorthin be ſchied Robert Victorien um Mitternacht, um ihr die letzten Abſchiedsworte zu ſagen.

(Fortſetzung folgt.)

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Für die Hülfsbedürftigen im Vogelsberg und Odenwalde. Zur Linderung der Noth unſerer hartbedrängten Brüder im

Odenwalde und Vogelsberg ſind bis zum 15. d. M. weiter eingegangen und wird hiermit unter herzlichſter Dankſagung beſcheinigt.

A. An Geldbeiträgen:

Bei Hrn. Profeſſor Dr. Fertſch: von Hrn. Pfarrer Dr. Matthias zu gleichen Theilen für die Vogelsberger und Odenwälder z fl.; Pr. D. F. 1 fl.; Ungenannt 18 kr. N N 5

Bei Hrn. Profeſſor Dr. Sell: von N. N. 5 fl. N. N. 1 fl.; N. N. 15 kr.; den Zöglingen des Schullehrerſeminars 6 fl. 45 kr.; aus dem hieſigen Hülfsverein für die Vogelsberger 6 fl.; Hrn. Dr. Bode in Nauheim 5 fl.; Hrn. Profeſſor Seel 2 fl. 42 kr.; Seminar⸗ lehrer Wahl zu gleichen Theilen für die O. u. V. 2 fl.; Seminarlehrer Roth 4 fl.; N. N. 15 kr.; N. N. 2 fl. 42 kr. 5

Bei Hrn. Domainenrath Buß: von Fräulein Schmalkal⸗ der für Beide 1 fl.; Hrn. Steuerkommiſſair Schober für die Vogels berger 3 fl.; für dieſelben von Frau C. Hofmann Wittwe 24 kr.; einer munteren Geſellſchaft für dieſelben 8 fl. 14 kr.

Bei Hrn. Reg.⸗Sekr. Krach: von Hrn. Pfarrer Hörle in Niederrosbach 2 fl.; Hrn. Pf. Strack in Oberrosbach 2 fl. 20 kr.; Hrn. Diſtrikteinnehmer Dieffenbach 2 fl; W. für die Odenwälder 3 fl; Hrn. Hauptmann Trumpler für die Vogelsb. 3 fl. 30 kr.; für dieſelben v. W. 3 fl.; H. 2 fl.

Bei Hru. Bürgermeiſter Bender: für die Vogelsberger von G. W. Wittwe 30 kr.; Fräulein D. E. 1 fl.; Hrn. Dr. Renner 4 fl.; aus einer Uhrmacher Werkſtätte 1 fl. 12 kr.; Frau Diſtrikts⸗Einn. Höfeld 30 kr.; Fr. Bürgermſtr. Fritz 1 fl.; v. Breidenbach 1 fl.; F. N. 30 kr.; Frau Major Zumvach 1 fl. 30 kr.; Hr. Br. A. B. 3 fl.; Fräu⸗ lein M. W. 1 fl. 30 kr.; dieſelbe ſür die Odenwälder 1 fl. 30 kr.; von Großh. Bürgermeiſterei Groß⸗Karben für die Odenw. und Vogelsber⸗ ger 43 fl. 13 kr.; Kaufmann Caſſella für die Odenwälder 1 fl. 30 kr z C. L. für die Vogelsberger 2 fl. 42 kr. Ph. V. für dieſelben 1 fl. 18 kr.

Bei Hru. Schäfer in der Blindenanſtalt: für die Vo⸗ gelsberger von G. H. 2 fl. 30 kr.; Lehrer Kerſt 1 fl. 10 kr.; Pfr. Baiſt(für Lisberg) 36 kr.; etlichen Kindern 6 kr.; Schreiner Valentin Jun. 40 kr.; für die Odenwälder: von L. Schneider 1 fl.; Contr. Flach zu Bauernheim 1 fl.; G. H. 2 fl. 30 kr.; Fr. L. 12 kr.; H. P. 24 kr.; 2 Kinder 6 kr.; Fr. Weller 1 fl.

Bei Hrn. Joh. Steinhäußer: von Schreiner Feiling 30 kr.; Frau S. H. 3 fl. 30 kr.; Frau Frank mit dem Motto:Wer ſeiner Brüder Noth vergißt, verdient nicht daß er glücklich iſt 1 fl. 30 kr.; Eberhardt 1 fl.; Frau Schaffner für die Odenw. und Vogelsb. zu gleichen Theilen 1 fl.; ferner für die Vogelsberger v. Fräulein M. H. 1 fl.; Frau J. R. 12 kr. Frau Wecker 1 fl.; Hr. H. 1 fl.; einem Ungenannten 12 kr.; Ungen. 18 kr.

Bei Hrn. Gemeinderath J. Falk: von Hrn. Kammer⸗ Direktor Geiger im Aſſenh: für die Vogelsb. 5 fl.; für dieſelben von

Hrn. Poſtmeiſter Helmold 5 fl.; Lina Mai aus deren Sparkaſſe 12 kr.;

Sarchen Roſenthal gd. b. Mai 12 kr.; C. G. für die Odenwäl⸗ der 1 fl. 5

Bei Hrn. Gemeinderath Georg Schmidt: von Herrn Hauptmann v. Runkel für die Vogelsberger 8 fl.; M. R. 48 kr.; E. P. 1 fl.; einem Ungenannten 1 fl.

Bei Hrn. Gemeinderath C. Groß: von Hrn. Aſſeſſor Irle

a) für die Vogelsb. 2 fl., b) für die Odenwälder 1 fl.; ferner für die

Vogelsberger von T. 8 fl.; M. G. Wittwe 1 fl.

Bei Hrn. Fritz W. Reuß: von J W. 2 fl. 30 kr.

Bei Hrn. C. Morell; für die Vogelsberger von Frau Kir⸗ chenrath Fertſch 1 fl.; Reallehrer Gehring 1 fl.

Bei Hrn. Cronenberg: von zwei Frauen 42 kr.; Heinrich

Rübſamen 30 kr; einem Ungenannten 1 fl. 30 kr.; Wlm. Fegbeutel in Ockſtadt für die Odenwälder 30 kr.

3 Bei Hrn. Ph. Pfeffer von J. H. ein kleiner Beitrag zur Hälfte für die Odenwälder und zur anderen für die Vogelsberger 2 fl

Bei Hrn. Martin Mondigler: von Lippold 48 kr.; Feld 5 8 Scharman 30 kr.z H. Rumpf 24 kr.; Ungen. 12 kr. M.

8 Bei Hrn. Mayer Hirſch: von Löb Hanau 1 fl. 30 kr. Schullehrer Groß in Ockſtadt 1 fl.; Frau Z. Grödel Wittwe 1 fl. 24 kr. J. Goldbeck für die Vogelsberger 30 kr.

B. An Naturalien und Kleidungsſtücken 8

Bei Verſchiedenen und bei Hrn. Schäfer in der Blin⸗ denanſtalt: von Fruchthändler Mai ½ Malter Erbſen u. ½ Malter Linſen; Dr. Renner ½ Malter Erbſen; Contr. Flach zu Bauernh. 4 Geſcheid Linſen; P. P. 2 Meſten Erbſen; Sch. 1 Korb voll Kartoffeln; Bürgerm. A. B./ Malter Gerſte; Abr. Schloß 1 Meſte Linſen; Pachter Grein in Wickſtadt 1 Malter Korn, 1 Malter Gerſte und 1 Malter Erbſen; Frau Schäffer 2 Meſten Kartoffeln; Hr. H. 1 Paar Socken; Ungen. 1 Frauen⸗Oberrock, 3 Frauenhemden, 3 Paar blaue und 1 Paar weiße Strümpfe; C. M., Malter Kartoffel; C. G. ½ Centner Reis; Frau Diftriktsein. Höfeld 1 P. Hoſen und 1 Weſſe. Die ſämmtlichen bis heute eingegangenen Geldgaben betragen, einſchließlich der in No. 20 d. Bl. bereits angezeigten 92 fl. 48 k. 301 fl. 46 kr., wovon unterm geſtrigen Datum vorläufig 100 fl. an

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