eiling 30 f.; Wer ſeiner 1 fl. 30 kt.; Vogelsd. zu
Naulem M.
9 Comitè zu Schotten abgeſandet worden ſind.— Zur Abr ßerſten Mangels bittet Mag un weitere milde Gaben 1 Friedberg den 15. März 1852. In Auftrag des Comités Maper Hirſch.
Bitte an die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter des Regie— rungsbezirks Friedberg.
Der Unterzeichnete iſt von dem„Comité zur Abhülfe des Noth— ſſandes im Odenwald und Vogelsberg“ beauftragt Sie amtsfreundlich
erſuchen in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu laſ⸗
en, daß beſagtes Comité beſonders für den Vogelsberg Ahnſchwinge, ſog.„Hedge“ aufkauft, und wer ſolche anher abliefern will, für das Pfund 1 bis 1¼ kr. erhält. Friedberg den 14. März 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter der Stadt Friedberg e
Für die Hülfsbedürftigen im Vogelsberg und Odenwalde.
Unſerem an die Bewohner Friedbergs und der Wetterau gerich— ten Aufrufe zu kräftiger Unterſtützung der von Hunger und Elend ſchwer ſeimgeſuchten Landsleute im Vogelsberg und Odenwalde glaubten wir iner Zeit die den Nothſtand in letzterer Gegend ſchildernde Mittheilung ines Augenzeugen anfügen zu müſſen. Wir geben heute einen ähnlichen Hericht, welcher ſich auf den oberen Vogelsberg bezieht. Es ſagt in ſemſelben der Gr. Steuercommiſſär Butz in Schotten Folgendes:
»Mit wahrer Zufriedenheit habe ich vernommen, daß auch die
driedberger bereits mit der That ihren bedrängten Brüdern im Vogels-
N If.
d. Kammer. duſelben von
kast 12 fr.; die Odenwäl⸗
don Herrn 48 k.; E.
„ Aſeſſor Irle ſeruet für die
0 kr. don tau Kir⸗
k.; Ptinrich Am. Fegbeutel
Beitrag zur tlsderger 2 fl 48 k.; geld . 12 k.; M.
1 fl. J0 kr. bt 1 fl. 24 Hf.
1 1
Meße Linsen; Gerſte und 1 1. H. 1 J Paar blau noftl; E. g. und 1 Wit. ben betragen, fl. 48 ke, ing 10⁰ fl. al.
kerg zu Hülfe kommen. Um aber darzuthun, wie nothwendig auch die ũülfe iſt, ſei bemerkt, daß in Herchenhain von 100 Familien nur
91
gegen 22 ihren Bedarf bis gegen Pfingſten hab A 8 6 7 50 Familien dir 41 0 5 8 ( ungefähr 15—18, eben ſo viele in Breungeshaln bei
10⁰ Familien. In letzterem Orte und in e day zope die meiſten ganz hülfloſen Perſonen(Kinder und alte Leute), während ſich in Herchenh ain, wo die Leute am thätigſten und nüchternſten leben, das Verhällniß am günſtigſten ſlellt, indem dort nur 30—40 Familien, als von aller Hülfe entblößt erſcheinen. Von Verkaufen von Früchten iſt natürlich auch bei den beſten nicht die Rede; Kartoffeln ſind faſt gar keine mehr vorbanden, während deren vor 7-10 Jahren viele ausgeführt wurden. Aehnlich iſt es mit dem Hafer, welcher im abgelaufenen Jahre größtentheils nicht reif wurde, oder obne Körner blieb. Unter dieſen Umſtänden gingen und gehen auch die Heu vor⸗ räthe zu Ende; manches Stück Vieh wird daher unterm Preiſe ver⸗ kauft, oder geſchlachtet, ſo daß auch Milch, Butter, Käſe wegfallen wobei zu beachten iſt, daß vieles Vieh ſchon ohnedleß nicht dem Bauer
gehört.
Die genannten Orte bilden den oberen oder elgentli. berg. Ihnen wurden kürzlich zum erſtenmal 688 Pfund 8100 22 reicht, was für eine Woche reichen ſoll. Außerdem gibt es aber noch Orte genug, wo Unterſtützung, wenn auch in geringerem Grade, ſchon 1000 0 5 00 7 7.5. Wenn die Brodpreiſe ferner ſteigen, ſo muß auch die Noth noch zunehmen, insbeſondere Met e Nee 0 7 ſondere in den Orten, wo Al⸗
Freilich bildet der Mangel an Arbeit des e 8 würde dieſem wenn Arbeit verſchafft werden könnte. Ein Haupterwerbszwei oberen Vogelsberges war bisher die Pnlug fabrik, e Zeit fehlte es aber an den erforderlichen Ahnſchwingen, oder es waren dieſe zu theuer. Darum hat das hieſige Comité fein Augenmerk darauf gerichtet, ſolche herbeizuſchaffen. Ich würde es deßhalb ſehr zweckmäßig finden, wenn das Friedberger Comité den Verſuch machte, dergl. Ahnſchwingen zuſammenzukaufen und, wenn ſich die Sache als thunlich erweiſt, baldmöglichſt direct dem hieſigen weitere Mittheilungen
zu machen.“ Das Comité.
in Hart manns⸗ Siechenhaufen von
mit eine Haupturſache ſchon bedeutend geholfen werden,
Bekanntmachungen von Be— hoͤrden.
N HN
Edietalladung.
(859) Ueber das Vermögen des Simon Neper zu Altenſtadt und deſſen Ehefrau Mal⸗ chen, geborne Simon, iſt von Gr. Hofgericht zu Gießen der Concurs erkannt worden. Man rdert deßhalb die bekannten wie unbekannten Gläubiger derſelben auf, ihre Forderungen im Termine Dienſtag den 20. April l. J., Vormittags 9 Uhr, ſigewiß dahier anzumelden und zu begründen, 1 Ausſchluß von der Concursmaſſe erfolgt. Großkarben den 24. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Jäger. Schmidt. Oeffentliche Aufforderung.
(379) Konrad und Johannes Alban, Söhne des verlebten Ludwig Alban zu Mün⸗ fer, ſeit längeren Jahren abweſend, unbekannt wo, werden auf Antrag ihrer Mutter aufge- fordert, binnen einer Friſt von zwei Monaten zur beabſichtigten Veraußerung der elterlichen Immobilien ſich einzufinden oder einen Bevoll⸗ wächtigten zu beſtellen. Geſchieht weder das eine noch andere, ſo wird von Gerichtswegen
ein Curator für ſie beſtellt und dieſem ihre
Vertretung überlaſſen werden. Butzbach den 28. Februar 1852. Großh. 2 0 4 R
Edietalladung.
13800) Gegen das Vermögen des nach Ame⸗
ika entwichenen Chriſtian Reiß II. von Wöl⸗
firsheim hat Gr. Hofgericht zu Gießen den
Concursprozeß erkannt, und es werden daher
ale Diejenigen, welche Anſprüche irgend einer
Art an jenes bilden können, aufgefordert, dieſelben den 29. April, Vormittags 9 Uhr,
bei Meidung des Ausſchluſſes damit, dahier geltend zu machen. Hungen den 20. Februar 1852. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück.
Bekanntmachung,
betr.: Brenn⸗ und Bau-, Werk⸗ und Nutz⸗
holzverſteigerung in den Großh. Domanial— waldungen bei Oberrosbach.
(396) Donnerſtag den 18. d. M. ſollen in den oben gedachten Waldungen:
2½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 42 7 Eichen⸗ 17 7„ Buchen-Prügelholz, 31„ Eichen⸗ u. Birken⸗Prügelholz, 872„ Nadel-Prügelholz, 5%„ Buchen ⸗Stockholz, 28„ Eichen⸗ 1 4300 Buchen-Wellen, 3051 Eichen⸗ und Birken⸗Wellen,
5 Nadel-Reißholz-Wellen, 75 Eichen⸗Klötze und Stammabſchnitte von 5½ bis 24 Zoll Durchmeſſer und 15 bis 45 Fuß Länge, 1 Schichte Eichen⸗Werkſcheitbolz, 4 Stück Eichen⸗Werkholzſtangen, 15„ Nadel⸗Nutzholzſtangen, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden.
Zeit und Ort der Zuſammenkunft: Morgens 8 Uhr auf dem Hauptweg im Kellersberg und werden dann erſt 6 ¼ Stecken Birken-Prügel⸗ und 392 Wellen Birken⸗Reißholz in den Main- zerhecken und Weſterfeldſchenwalde, verſteigert, ſodann das übrige Brennholz im Kellerbergs⸗ Schlag.
Das Bau-, Werk- und Nutzholz kommt nach Beendigung der Biennholz-Verſteigerung zum Ausgebot.
Oberrosbach den 9. März 1852.
Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann.
Verſteigerung von Immobilien. (428) Mittwoch den 24. März d. J., Vor⸗
mittags um 10 Uhr, werden im Friedberger Rath⸗ hauſe durch den Gr. Bürgermeiſter daſelbſt ein Theil der Güterſtücke des Johannes Weidmann II. von Ockſtadt in der Gemarkung Friedberg einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt, als: Pag. Nro.
607. 12. 178 Ruthen im Lachenfeld in der III. Gewann an Heinrich Han⸗ ſtein IV.,
532. 12. 437 Ruthen im Großgalgenfeld an Heinrich Müller II.,
631. 64. 314 Ruthen im Lachenfeld an Pfar⸗
rer Georgi, 199 Ruthen daſelbſt an Johannes Weckerling II. „FJlurſchütz Briel von Friedberg iſt beauftragt über die Güterſtücke auf Verlangen nähere Aus⸗ kunft zu ertheilen. Friedberg den 15. März 1852. In Auftrag Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r.
Auszul e flbhen des Kapötal.
(429) 160 fl. können aus der Kirchenkaſſe zu Oſtheim verliehen werden. Der Kirchenvorſtand daſ.
Holzverſteigerung. (430) Freitag den 26. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Frhrl. von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſeleck nachſtehen— des Holz öffentlich an den Meiſtbietenden unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen verſteigert werden:
8½ Stecken Eichen- und Birken⸗Prügelholz, 5 Aspen-Prügelholz, 5813 Stück Eichen⸗ und Birken⸗Wellen, 325 T annen-Wellen und 1480„ Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hof Haſſeleck. Friedberg den 15. März 1852. In Auftrag Faatz.
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