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Obethessischer Anzeiger.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 18. April. Gestern fand in Coburg nach Ankunft der russischen Herr— schaften um 7¼ Uhr Abends ein Familien— essen im Palais Edinburg statt. Der größte Theil der Fürstlichkeiten ist bereits angekommen. Gestern Mittag fand in der Villa des Herzog— lichen Palais die Ueberreichung des Geschenkes der Frauen Coburgs nebst Glückwunsch-Adresse statt. Kaum hatten die Damen das Palais verlassen, als Oberbürgermeister Muther er— schien, um die Gabe und Adresse der Stadt Coburg zu überreichen.— S. K. H. der Groß herzog läßt aus Anlaß seiner Vermählung zwanzig unbemittelten und unbescholtenen jungen Paaren des Landes Geschenke von je 1000 Mk. als Ausstattungsbeihilfe geben. Von den zu beschenkenden Paaren sollen zehn dem land— wirthschaftlichen und zehn dem gewerblichen Arbeiterstand angehören. Bedingung ist, daß der Bräutigam, beziehungsweise Ehemann das 25. Lebensjahr vollendet hat. Unter gleich würdigen und bedürftigen Paaren erhalten diejenigen den Vorzug, deren Hochzeitstag auf den 19. April fällt oder in der vorhergehenden Zeit diesem Tag am nächsten kommt.— Zum Empfang des Kaisers nahmen die Krieger— vereine und Schulen am Nachmittag Aufstel— lung durch die ganze Via triumphalis. Auf dem Bahnhof stand eine Ehrenkompagnie, das Officiercorps und die fremdländischen Offieiere. Unter Kanonendonner und Glockengeläute traf um 5,55 Uhr der Kaiser ein. Der Herzog, der Prinz von Wales, der Großherzog von Hessen, der Großfürst Thronfolger und sämmt— liche fürstlichen Gäste begrüßten ihn herzlichst. Abends 8 Uhr fand im Schlosse ein Familien— essen statt. Der um 9 Uhr stattgefundene Fackelzug, sowie die Serenade der vereinigten Turner-, Sänger- und Radfahrvereine sind großartig verlaufen. Oberbürgermeister Muther hielt im Schloßhofe eine Ansprache an die Prinzessin-Braut. Die Fürstlichkeiten sahen von den Fenstern des Schlosses aus zu. Später war Prunktheatervorstellung im Residenz— schloß, der sämmtliche anwesende Fürstlichkeiten beiwohnten und welche Barnay und den andern Berliner Schauspielern die höchste Anerkennung eintrug. Der Großfürst-Thronfolger von Ruß— land führte die Prinzessin Alix von Hessen. Hierauf folgte im Riesensaale des Schlosses eine Soiréke.— 19. April. Heute Mittag 12 Uhr fand in den Gemächern der Königin Victoria die standesamtliche Trauung des Groß— herzogs von Hessen mit der Prinzessin Victoria Melita durch den Staatsminister Strenge statt. Um 12½ Uhr erfolgte die kirchliche Trauung. Die Braut führte der Herzog von Coburg, den Bräutigam Prinz Wilhelm von Hessen. Der Kaiser, die Königin Victoria und die übrigen Herrschaften stellten sich zu beiden Seiten des Mittelganges auf. Bei dem Ring— wechsel erdröhnten 21 Kanonenschüsse. Nach der Trauung fand ein Familien-Essen im Thronsaal statt, nach welchem das neuver— mählte Paar mit einem Extrazug nach Kranich— stein abreiste. Wahrhaft feenhaft war die Aus— schmückung des Schlosses Kranichstein, woselbst die hohen Neuvermählten zunächst wohnen werden. Eine ganze Waggonladung der herr— lichsten Blumen war aus Nizza eingetroffen, während die Großherzoglichen Gewächshäuser ebenfalls ihr-Bestes an Palmen und Zier— gewächsen geliefert haben. Aber auch von
Außen war das Schloß prächtig geschmückt.
Bei der Ankunft der Allerhöchsten Herrschaften, wobei jeder Empfang verbeten war, wurde das Jagdschloß bengalisch beleuchtet.— Der Großherzog amnestirte heute 200 Sträflinge.
— 18. April. Zweite Kammer. Die Kammer be⸗ schäftigte sich den ganzen Morgen mit den Zuständen
bei der Hessischen Ludwigsbahn. Viele Redner unter— zogen insbesondere das Verhalten derselben gegen die unteren Beamten einer vernichtenden Kritik. Schließlich wurde die geforderte Subvention bewilligt und ein An— trag Ulrich angenommen, wonach die Regierung um Vorlage von Aufstellungen ersucht wird, welche die Bahn
selben jährlich zu überreichen hat.— 19. April. Die zweite
der ordentlichen Einnahmen.— Eingegangen ist eine Vorlage auf Reform der Weinsteuer.
Berlin, 18. April. Reichstag. Zunächst werden mehrere Wahlprüfungen nach den Kommissionsbeschlüssen erledigt. Hierauf wird der§ 1 des Heimstättengesetzes nach längerer Debatte angenommen. Auf Weiterberath— ung verzichten die Antragsteller. Eine Resolution worin die Regierung zur Einbringung eines Gesetzes gleicher Tendenz aufgefordert wird, findet die Mehrheit.— Bei der fortgesetzten Berathung der Tabaksteuer-Kommission wird der entscheidende Paragraph 4, wonach fabrizirter Tabak der Steuer unterworfen werden soll, mit 17 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Dagegen stimmten das Centrum, Freisinnige, Sozialdemokraten und Antisemiten. Hierauf wird die Kommission vertagt. Die Vorlage gilt als gefallen.— 19. April. Drikte Berathung des Gesetzes zum Schutze der Waarenbezeichnung. Minister Bötticher bittet nochmals um Ablehnung der in zweiter Lesung auf Antrag des Abg. Rören neueinge— fügten§ 15b, da seine Aufrechterhaltung das ganze Gesetz für Preußen und Bayern unannehmbar mache. Die verbündeten Regierungen würden aber ernstlich be— strebt sein, möglichst bald einen besonderen Gesetzent— wurf zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs vorzulegen. Daraufhin wird§ 15b gegen das Centrum und die Antisemiten wieder gestrichen, im Uebrigen die Vorlage unverändert genehmigt. Die zur dritten Be— rathung stehende Uebersicht der Ausgaben und Ein— nahmen für 1892,93 will Gröber von der Tages— ordnung absetzen. Es handle sich um 40 Millionen Etatsüberschreitungen, über die man nicht leichten Herzens hinweggehen könne. Nach längerer Debatte wird dem— entsprechend beschlossen. Der Nachtragsetat für 1894 und 1895 wird darauf debattelos in dritter Lesung ge— nehmigt, desgleichen das Brieftaubengesetz. Es folgt die dritte Lesung des Stempel-Steuer-Gesetzes. In der Spezialdiskussion werden die Tarifrummern 1—4u ohne wesentliche Debatte unverändert genehmigt. Ueber Nr. 4, deren zweiter Absatz alle Kaufgeschäfte über Waaren besteuert, wenn dieselben gemäß seitens einer Börsen— behörde für solche Geschäfte unter festgesetzten Geschäfts— bedingungen abgeschlossen werden, eutspinnt sich eine längere Debatte. Nach Erledigung derselben wird das Stempelsteuergesetz in der Gesammtabstimmung ange— nommen. Es folgt die Interpellation Förster betr. den Ausgleich der durch die Zollgesetzgebung entstandene Schädigung der Reichsfinanzen. Graf Knyphausen begründete die Interpellation mit der Nothlage der Landwirthschaft. Reichskanzler Caprivi: Hätte ich diese Begründung gekannt, würde ich die Interpellation nicht beanworten. Die Reichsregierung suchte durch Tabak-, Wein⸗ und Börsensteuer den gewünschten Aus— gleich zu schaffen. Nachdem diese abgelehnt, werden sie die Frage von Neuem erwägen müssen. Andere Mittel als solche und die Zollgesetzgebung stehen dem Reiche nicht zur Verfügung. In der folgenden Besprechung setzt Manteuffel die Debatte über die Nothlage der Landwirthschaft fort und polemisirt gegen den Reichs- kanzler. Caprivi erwiedert: Beim Lesen der Inter— pellation hatte ich gleich den Eindruck, daß sie den An— tragstellern Gelegenheit geben solle, gewisse üble Ein— drücke, die aus den Verhandlungen über den Antrag Kanitz zurückgeblieben sind, zu verwischen. Ich gehe darauf nicht ein und bemerke nur, daß die Interpella— tion von der Nothlage der Reichs finanzen, nicht von der der Landwirthschaft handelt. Caprivi ver⸗ liest hierauf die kaiserliche Verordnung, welche die laufende Session schließt, und knüpft eine Erklärung an, worin die Regierungen das Nichtzustandekommen der Finanzreform bedauern, sowie deren Wiederkehr mit neuen Steuervorschlägen ankündigen.
— Durch Kabinetsordre ist, wie die„Kreuz— zig.“ meldet, sämmtlichen Officieren der Armee und Marine das Spielen am Totalisator ver— boten worden.
Karlsruhe, 18. April. Der Kaiser ist um 9 Uhr früh mit dem Erbgroßherzog aus dem Jagdrevier zurückgekehrt und reiste sofort nach Coburg ab.
Ausland.
HOesterreich-Ungarn. Budapest, 17. April. Das Abgeordnetenhaus nahm den in der Schwebe gelassenen Abschnitt der Ehegesetzvorlage, betr. die Ehescheidung, ebenso den Rest der Vorlage unter begeisterten Eljenrufen an.— 18. April.
über rollendes Material, Beamtengehälter, Dienststunden und dienstfreie Tage sowie die Zahl der Beamten der-
Kammer erledigte heute bis auf wenige Kapitel die ordentlichen Ausgaben und begann mit der Berathung
Die Abgeordneten nahmen in dritter Lesung den Ehegesetzentwurf mit überwiegender Majorität an.
Belgien. Brüssel, 17. April. Der Strike der Ziegelstreicher in der Umgegend von Boom scheint sich wiederum zum Schlimmeren zu wenden trotz der relativen Ruhe, die Sonntag und Montag unter den Ausständischen herrschte. Heute Nachmittag hat der Ausstand weiter um sich gegriffen; es striken nunmehr auch sämmtliche Werkstätten von Ruppelmonde bis Hemixen.
Großbritannien. London, 18. April. Die Londoner Geheimpolizei hat herausbe— kommen, daß der verhaftete jugendliche Anarchist Polti bei dem Eisengießer Millar in Lancaster— Street eine zweite Bombe bestellt hat, dieselbe ist aber nicht in die Hände des Bestellers ge— langt, sondern in diejenigen der Geheimpolizei.
Schweiz. Bern, 18. April. Der Bundes— rath setzte die Volksabstimmung über das Volksbegehren, betreffend die Garantirung des Rechts auf Arbeit durch die Bundesverfassung, auf den 3. Juni fest. Die Bundesversamm— lung empfiehlt dem Volke, das Begehren ab— zulehnen.
Italien. Venedig, 17. April. Zu Ehren der Kaiserin Augusta Victoria war der Markus— platz Abends bengalisch beleuchtet. Eine dicht— gedrängte Menge harrte auf die Ankunft der Kaiserin. Bei deren Erscheinen um 9½ Uhr erfolgten wahrhaft stürmische Kundgebungen, die sich wiederholten, als die Musikkapellen die deutsche Hymne spielten. Die Kaiserin, die vom Herzog Ernst Günther begleitet war, dankte wiederholt huldvollst für die enthusiasti— schen Kundgebungen, und verließ nach 10 Uhr unter erneuten begeisterten Kundgebungen den Markusplatz.
— 18. April. Die Kaiserin Augusta Vie— toria reiste Abends an Bord der„Christabel“ ab und hatte bis Abazzia eine sehr stürmische Ueberfahrt.
Amerika. Buenos-Aires, 19. April. Der brasilianischen Gesandschaft in Berlin ist von amtlicher Seite aus Rio de Janeiro nach— folgende Meldung von gestern zugegangen: der „Aquidaban“ ist vor Santa Catharina durch ein Regierungstorpedoboot zum Sinken gebracht worden. Mello erschien mit dem Kreuzer „Republica“ und vier anderen Schiffen vor Buenos-Aires und bat um Aufnahme. Die— selbe wurde Mello auf seine Erklärung gewährt, daß er den Kampf wegen Mangels an Hilfs— mitteln aufgebe. Mello lieferte die Schiffe an die argentinische Regierung aus. Der Aufstand gilt für beendet. Die nach Castillos an der Ostküste von Uruguay gesandten Schiffe, welche die brasilianischen Flüchtlinge aufnehmen sollen, können nur 900 fassen; der Rest der 2000 wird nach der Lazerethstation Flores befördert.
Aus Stadt und Land.
Langenhain. Vor einiger Zeit hat die Ehefrau Andreas Jöckel IV. dahier, Marie, geb. Greb, eine sehr muthige und entschlossene That ausgeführt, indem sie die Ehefrau des Karl Jöckel J. mit eigener Lebens⸗ gefahr von dem Tode des Ertrinkens rettete. Nun⸗ mehr wurde der Ersteren für diese muthige That eine Geldprämie von 30 Mark zuerkannt.
Allerlei.
Frankfurt. Hier eingelaufene Transvalblätter melden, daß Bankier Schwahn, nachdem der von ihm gegen seine Auslieferung eingelegte Rekurs durch die dortige oberste Gerichtsinstanz zurückgewiesen worden ist, am 23. März den deutschen Behörden übergeben wurde.
Frankfurt. Ueber die Ursache des Brandes im ehemaligen Britannia-Hotel, der acht Menschen das Leben kostete, soll die gerichtliche Untersuchung endgültig ergeben haben, daß sich der Portier in der Unglücks⸗ nacht in einer Mansarde des Hauses aufgehalten habe. Als er gegen 4 Uhr Morgens nach seinem im Erd⸗ geschoß belegenen Schlafraum, zurückkehren wollte, kam der Bäcker an die Hausthür, um das Frühstück einzu⸗
liefern. Im ersten Schreck über die unerwartete Be⸗


