Unr
aßen hafte ume ung
eses
neid⸗
weit
noch
alte, dere ge⸗ tend
ge, elche ken; N e bei rung f B. ls icken, d oder bah unzu- 9 sens⸗ 6, ge⸗
Mib⸗
ichen“ alten, 15 rlage
Ablauf heken⸗ zeich⸗ enden eldbe⸗ fent⸗ delt.
—
der anwesenden deutschen Fürsten, Corpsgene—
tionen der Regimenter statt.
Prinzen und Prinzessinnen des Königshauses,
rale, Regiments-Commandeure und Deputa— Die Feier endete nach 11 Uhr, die Majestäten wurden von einer jubelnden Menge enthusiastisch begrüßt.
— 18. Okt. Die Fahnenweihe vor dem Denkmal Friedrichs des Großen gestaltete sich zu einem glänzenden militärischen Schauspiel, welches leider durch schlechtes Wetter etwas be⸗ einträchtigt wurde. Im Gefolge des Kaisers war auch der greise Feldmarschall Graf Blumen— thal. In der Front der Leibkompagnie des ersten Garderegiments standen die 3 ältesten kaiserlichen Prinzen und die drei Söhne des Prinzen Albrechts. Nach der Weiherede des ne la hielt der Kaiser eine bemerkens— werthe Ansprache. Er erinnerte an die viel— fachen Erinnerungen, welche der heutige Tag im Volke wachruft. Bei der letzten Fahnen— weihe, 1861, herrschte ebenso wie heute Zwie— tracht im Volke, da die Reorganisation des Heeres von vielen mißverstanden und der Monarch vielfach angefeindet wurde. Siegreich ist der König aus jener Zeit hervorgegangen. Auch jetzt versteht man manches falsch. Die einzige Säule und die einzige Stütze für den Monarchen bildet das Heer.„Haltet fest an der Treue zu Kaiser und Reich, und Sie meine Herren,“ wandte sich der Kaiser an die Com— mandeure,„verpflanzen Sie die alten Ueber— lieferungen der Treue auf Ihre Mannschaften. Treu bis zum Tode muß der Soldat dem allerhöchsten Kriegsherrn sein. Stark soll der Soldat dem äußeren und inneren Feinde gegenüberstehen. Ich hoffe, daß die Halb⸗ bataillone sich in ernster Zeit als Ganzbatail— lone erweisen werden, ich schließe mit dem
Rufe:„Alles mit Gott für König und Vater—
land!“ Feldmarschall Graf Blumenthal brachte sicher erwarten, daß besonders in den Handwerkerkreisen
hierauf das Hoch auf den Kaiser aus. Die Kaiserin und der König von Serbien sahen dem Schauspiel vom Balkon des alten kaiserlichen Palais zu.
Potsdam, 17. Okt. treffens des serbischen Königs war der Bahn— hof festlich geschmückt. Zum Empfange waren der Kaiser, die Prinzen und fürstlichen Gäste, der Staats-Sekretär Marschall, der Kriegs— minister und die Generalität anwesend. Um 7 Uhr traf der König ein. Der Kaiser ging ihm entgegen und begrüßte ihn herzlichst. Nach der Vorstellung der Gefolge und Abschreiten der Ehrenkompagnie fuhren der Kaiser und der König unter einer Eskorte des Garde du Corps nach dem Stadtschloß. Bei der Gala— tafel erhob sich der Kaiser und sagte:„Ich trinke auf das Wohl Sr. Majestät des Königs von Serbien!“ Der König erwiederte fofort in deutscher Sprache, er danke für den Empfang und Toast, brachte ein Hoch auf den Kaiser und die Kaiserfamilie aus und schloß mit dem Wunsch, daß sich die freundschaftlichen Bezieh— ungen zwischen Deutschland und Serbien immer— mehr festigen möchten.
Essen, 17. Okt. Dem Vernehmen nach wird König Alexander von Serbien am 20. die Krupp'schen Werke besuchen.
Ausland.
Belgien. Brüssel, 16. Oktbr. Gewählt sind für die Kammer 75 Clericale, 11 Liberale und 8 Sozialisten; ferner stehen noch 60 Stich— wahlen bevor, wovon 35 zwischen Clericalen und Liberalen, 21 zwischen Clericalen und Sozialisten, zwei zwischen Conservativen und Clericaldemokraten. Für den Senat sind ge—
wählt 51 Clericale, 20 Liberale und 5 Stich- werden die
wahlen sind nothwendig. Man rechnet
Anläßlich des Ein⸗ noch eine Sonntagszeichenschule und eine Werktagsabend—
das Stichwahl⸗Ergebniß voraus: 76 Clericale, 51 Liberale und 25 Sozialisten. Jedenfalls wird die clericale Kammermehrheit vermindert werden. Die Liberalen haben an die Sozia— listen die Aufforderung zum Zusammengehen in den Stichwahlen gerichtet.
Frankreich. Paris, 16. Okt. Casimir⸗ Perier empfing heute Nachmittag den Groß— fürsten Wladimir. Es wurden dem hohen Gaste, der in offenem Wagen im Eluysse ein— traf, militärische Ehren erwiesen. Der Präsi— dent, der während des Besuchs, der eine halbe Stunde dauerte, vom Civil- u. Militärstaat um geben war, wird den Besuch morgen erwiedern.
— 18. Okt. Die Großfürsten Alexis und Wladimir, die sich in Frankreich befinden, reisen heute nach Rußland ab, offenbar infolge der Nachrichten über den Gesundheitszustand des Czaren.
Rußland. Petersburg, 17. Okt. Die neueste traurige Nachricht über eine abermalige Verschlimmerung im Zustande des Czaren be— stätigt, daß keine Hoffnung mehr vorhanden ist. Professor Leyden's in Berlin gethane opti— mistische Aeußerungen entsprechen lediglich den Rücksichten, die er nehmen mußte. Aus der neuesten offiziellen Meldung scheint auch der endgiltige Verzicht, den Czaren nach Korfu zu bringen, hervorzugehen.
— 18. Okt. Die Reise des Czaren nach Korfu ist aufgegeben.
Aus Stadt und Land.
Friedberg. Wie aus dem Anzteigetheil ersichtlich, beginnt am 29. Oktober der Unterricht in der staatlich subventionirten, erweiterten Handwerkerschule unserer Stadt. Ein Vergleich mit den Unterrichtsplänen früherer Jahre zeigt, daß nicht nur die Stundenanzahl bedeutend vermehrt ist, sondern auch 3 Klassen vorgesehen sind. Wenn man bedenkt wie nothwendig für den Handwerker der Besuch einer gewerblichen Fachschule ist, darf man
Friedbergs und der Umgebung, sowie von Eltern, die ihren Söhnen ein Handwerk erlernen lassen wollen, mit Freuden das Aufblühen der Anstalt und ihre Wieder⸗ eröffnung begrüßt wird. Neben genannter Schule ist dem Wirkungskreise des hiesigen Ortsgewerbevereins
schule unterstellt. Der Besuch dieser Anstalten, die einen anerkannten, segensreichen Einfluß auf unseren Hand— werkerstand ausüben, kann jungen Leuten, Lehrlingen und Gesellen nicht genügend empfohlen werden.
— Einsender dieses fühlt sich veranlaßt, nochmals auf die am 31. Oktober stattfindende, von der„Evang. Vereinigung“ zur Feier des Reformationstages veran— staltete Aufführung des volksthümlichen Oratoriums „Oc. Martin Luther, der deutsche Reformator“ durch den Fürstl. Hof-Rezitator Neander aus Hannover, auf merksam zu machen. Es ist sicher ein dankenswerthes Unternehmen der„Ev. Vereinigung“, daß sie Neander, der überall, wo er bis jetzt aufgetreten ist, die glänzend— sten Erfolge erzielte, veranlaßt hat, seinen Luther auch in unserer Stadt zum Vortrag zu bringen. Denn der⸗ selbe hat es, wie der uns vorliegende Text, der wohl in kurzem auch hier käuflich zu haben sein wird, zeigt, auf's trefflichste verstanden, aus einer Fülle von poetisch bearbeiteten Episoden des thatenreichen Lebens des größten deutschen Mannes ein Lebensbild des Glaubens helden in vorzüglicher Weise zusammenzustellen. Von der Wiege bis zum Grabe, von dem gewaltigen Ringen und Wirken, von den bestandenen Kämpfen und mäch— tigen Siegen berichten die einzelnen Bilder, die gleich losen Perlen zu einer einzigen Kette vereinigt sind, und erzeugen eine Wirkung, der sich kein Zuhörer entziehen kann. Dazu versteht es Neander, wie von allen Seiten berichtet wird, den herrlichen Text in wunderbarer, fesselnder Weise vorzutragen und alle Nüancen und Schattirungen der Gemüthsbewegungen der handelnden Personen aufs trefflichste hervortreten zu lassen. Die dem Prachtwerke Gustav König's entliehenen Lichtbilder, welche zur Illustrirung des Textes in reichem Maße eingestreut werden, sind sammt und sonders von präch— tiger Wirkung und durch überraschende Treue der Per⸗ sonen, sowie Glanz der Farbenpracht ausgezeichnet. Ganz besonders sei auch die besondere Aufführung zu ermäßigten Preisen für die evangelische Schuljugend aufmerksam gemacht, welche an demselben Tage, Nach—
gefaßten Text ihnen einen viel tieferen Eindruck von dem gewaltigen Glaubenshelden verschaffen, als lange Auseinandersetzungen im Religions- oder Geschichts— unterricht es vermögen. Die Eltern aber werden ihren Kindern gerne das wenige Geld zur Verfügung stellen, um denselben das Bild des großen Reformators ein— mal recht lebendig vor Augen zu stellen und die betr. Lehrer werden gewiß gerne ihre Schüler und Schüle⸗ rinnen auf den Besuch dieser Aufführung aufmerksam machen.
Darmstadt, 17. Okt. Die Jury über die Modell— entwürfe zu einem Reiterstandbilde des Großherzogs Ludwig IV. empfiehlt den engeren Wettbewerb zwischen Eberlein und Schaper in Berlin und Rümann in München.
Mainz, 17. Okt. Durch die Aufmerksamkeit eines Zugbeamten blieb der heute Vormittag 10.49 Uhr hier fällige Paris-Frankfurter Schnellzug vor einer größeren Gefahr bewahrt. Bei der Durchfahrt des diesem Zuge vorausgegangenen Fakultativzuges 800 durch den Tunnel, entdeckte der Wagenwärter Konrad Kratz von der Hessischen Ludwigsbahn mitten im Tunnel einen Schienen— bruch. Kratz theilte seine Wahrnehmung im Vorbei— fahren der Station Neuthor mit, die dann auch schleunigst die Ausbesserung der schadhaften Stelle veranlaßte. Die inzwischen fälligen Züge konnten nur das linksseitige Geleise benutzen und bekamen dadurch einige Verspätung. Der aufmerksame Zugbeamte Kratz erhält die in solchem Falle vorgesehene Belohnung von 25 Mark.
Allerlei.
Frankfurt. Sonntag, den 21. Oktober, wird in der Kaiserstraße dahier die große Nordpolar-Ausstellung eröffnet. Die aus dem hohen Norden beschafften Gegen⸗ stände, die Darstellung von Menschen und Thieren, geben in ihrer Vollständigkeit ein Bild von der Lebewelt im Norden. Die ethnographische Sammlung soll den Vergleich mit den größten derartigen Ausstellungen wohl aushalten können.
Cöln, 16. Okt. Anläßlich der heutigen, seitens der Sektion Cöln der Kolonialgesellschaft veranstalteten Wiß— mannfeier erklärte Wißmann, daß er in der Frage be— züglich seiner Weiterverwendung im Kolonialdienst mit seiner Braut und seinem Schwiegervater auf einen Stand⸗ punkt der Verständigung gelangt sei. Der Schwieger⸗ vater Langen drückt die Hoffnung aus, daß Wißmann in Deutschland für die koloniale Sache weiter thätig sein würde. Die Feier gestaltete sich zu einer großartigen Ovation für Wißmann, der Rheinland-Westphalen als Schützerin der kolonialen Sache herzlich dankt.
Eisleben, 17. Okt. Nach längerer Ruhe wurde die Stadt Dienstag Nacht durch eine Reihe von Erd- stößen von noch nie dagewesener Heftigkeit und Aus⸗ dehnung erschüttert. Die äußerst erschreckte Bevölkerung hielt sich bis Mitternacht auf der Straße auf. Selbst die Hausthiere zeigten sich beunruhigt und ängstlich.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.
22. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtlirche.
Nachmittags 2 Uhr: Herr Candidat Kalbhenn. Gottesdienst in der Burglirche. Vormittags 9½½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abends 6 Uhr: Herr Pfarrer Knab aus Bruchen- brücken. Am 23. Sonntage nach Trin. Erntefest und Abend— mahl in der Burglirche.
Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht.
Israelitische Gemeinde. Sonntag den 21. Oktober: Palmfest. Samstag Abend 8 Uhr 45 Min. (im Gemeindezimmer). Sonntag Morgen 6 Uhr 15 Min. Montag den 22. Oktober: Schlußßfest.
Vorabend 5 Uhr 10 Min.
Montag Morgen 8 Uhr.
Montag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Dienstag den 23. Oktober: Gesetzesfreude.
Montag Abend 6 Uhr 5 Min.
Dienstag Morgen 8 Uhr.
Dienstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min.
Festes⸗Ausgang 6 Uhr 5 Min.
mittags um 5 Uhr stattfindn soll. Gerade unsere Schüler herrlichen Lichtbilder aus Luthers Leben
als in erster Linie fesseln und in Verbindung mit dem knapp
Wochengottesdienst von Mittwoch den 24. Oktober an Morgens 6 Uhr 30 Min., Nachm. 4 uhr 30 Min.
Noch 1 Ackerbau⸗Schüler
kann Kost und 3 erhalten. Wo? sagt die Exp. d. Anz. 4386
zum baldigen Eintritt gesucht von
4401 Wilhelm Soine, Mainzerthor. 4363
5 2 a N Chausster-Arbeiler finden dauernde Winter-Arbeit auf der neuen Kreisstraße zwischen Butzbach und zum Schlachten werden fortwährend zu
* 3 N Hausen. Auch werden daselbst 400 eb 1 5 Ein braves Mädchen. e 5 abgegeben. den höchsten Preisen angekauft.
Christian Jockel, Maurermeister,
Philipp
Steinfurth. 4370
Friedberg.
Pferde 8 Plaid gefunden.
ich warne hiermit Jeden meinem Manne 7 irgend etwas zu geben, da ich für Nichts mehr hafte.
Ockstadt. Margarethe Kipp, 4398 geb. Klein.
Molter,


