Zur Herstellung von Abfahrten im Bereini Chaussir⸗ und Pflasterarbeiten und nachstehende schriftlichen Angebots vergeben werden.
21 m Cementmonier- oder Stampfbetonröh
67 In,. 77 44 m 75 7 5 26 mn 77 77 77 5 II 7. 77 77 48 cbm Pflastersteine II. Sorte,
117 ebm Hartbasaltkleinschlag,
350 cbm 54 cbm
Basaltstücksteine und Sand.
Jakob von Hayn aus Rodheim v. d genommen.
Arbeits⸗Vergebung und Lieferung von Cementröhren, Chausseesteinen und Sand. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Okarben. g
gungsbezirk sollen die Die Offerten sind
Lieferungen im Wege
ren à 30 em Lwt. 5 e à 40 em„ 4 50 Ww à 60 om
Friedberg den 1 3 280 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. H. wurde als Jagdaufseher Sr. Erlaucht d
sowohl franco Baustelle als auch franco Bahn⸗
station Groß-Karben oder Nieder⸗Wöllstadt zu stellen. Die der Ver⸗ gebung zu Grunde liegenden Bedingungen können auf dem Büreau des Kulturtechnikers Bauer dahier eingesehen werden.
Die Offerten sind bis zum Montag den 22. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, portofrei mit der Aufschrist: Sand, Cementrohr- oder Steinlieferung bezw. Chaussir⸗ arbeiten“ an Großh. Bürgermeisterei Okarben einzureichen. öffnung erfolgt alsdann in Gegenwart etwa erschienener Bieter.
„Angebot für oder Pflaster⸗ Die Er⸗
13. Januar 1893.
Der Vollzugs-Commissär: Süffert.
es Grafen zu Solms-Rödelheim in Pflichten
Deutsches Reich. i
Berlin, 15. Jan. Reichstag. Nach Erledigung einiger Rechnungssachen wird die Generaldebatte über die Tabaksteuervorlage fortgesetzt. Molkenbuhr be⸗ kämpft sie und wendet sich namentlich gegen Posadowsky's neuliche Ausführungen über die Wirkung der indirekten Steuern. Finanzminister Miquel: Schon mit Rücksicht auf die Zollausfälle in Folge der Handelsverträge sei die Schaffung neuer Reichseinnahmen unbedingt nothwendig. Praktische, der Annahme sichere, Gegenvorschläge auf die Steuervorschläge der Regierung seien nicht gemacht wor⸗ den, wie Redner an der Reichseinkommen-, Wehr⸗, Erbschafts⸗ und Biersteuer nachzuweisen sucht. Nur Tabak und Wein seien als geeignete Steuerobjekte übrig geblieben. Er vertheidigt dann die in der Vorlage vor⸗ fachen Besteuerungsform des Tabaks. Die Ab⸗ ehnung der Fabrikatsteuer bedeute den Verzicht auf eine weitere Besteuerung des Tabaks. Alle Reichsaus— gaben auf die Matrikularbeiträge abzuwälzen, gehe auf die Dauer nicht an, wenn man die Finanzen der Einzel⸗ staaten nicht zerrütten und das Reichsinteresse ganz ver⸗ nachlässigen wolle. Der Reichstag werde die Zustim⸗ mung zu der Vorlage nicht bereuen. Arnswaldt⸗ Hardenbostel spricht gegen die Vorlage.— Die Stempel⸗ steuer-Kommission nahm den Stempel auf ausländische Aktien von 4, auf Obligationen von 8, statt den von der Regierung vorgeschlagenen 6 pro Mille, an.
— Offizielle Berichte an die Regierung be— haupten, daß Emin Pascha sich gegenwärtig am Congo befinde.
Friedrichruhe. Die„Augsb. Allg.“ enthält eine Privatmeldung, wonach das Be— finden des Fürsten Bismarck in Folge der Witterung wieder ungünstig sei. Zu den hef— tigen neuralgischen Schmerzen habe sich ein starker Katarrh gesellt. Die Folgen der Kis— singer Krankheit seien noch nicht überwunden.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Die üb—⸗ liche Veröffentlichung der Namen der ausge— loosten Wiener Geschworenen unterbleibt dies— mal auf Wunsch der Geschworenen, die das mit dem für Februar anberaumten Anarchisten— prozeß motivirten.
Prag, 15. Januar. Der Omladina-Prozeß begann unter heftigen Protesten der Ange— klagten und Vertheidiger wegen Einschränkung der Zahl der als Zuhörer zugelassenen Vertrauens— männer, weil der Verhandlungssaal zu enge sei. Einzelne Anklagte beantragten die Absonderung des Verfahrens von dem Hauptverfahren. Der Gerichtshof verwarf die Proteste und Anträge. Der Vorsitzende weist die Versuche des Audi— toriums, die Ruhe zu stören, energisch zurück.
Bei dem Namensaufrufe fehlte ein Ange— klagter.— 15. Januar. Die Anklageschrift umfaßt: 326 Seiten und lautet auf Hoch— Verrath, Majestäts-Beleidigung, Beleidig—
ung von Mitgliedern des kaiserlichen Hauses,
Belge“ meldet nach Privatbriefen, die Expedition am oberen Uelle habe im Namen des Congo— staates Freundschafts-Verträge mit den bedeu⸗ tendsten Sultanaten des zum Nile führenden Gebietes abgeschlossen. An Stelle van Kerck— hovens ist in die Führung der Expedition Haupt⸗ mann Baert getreten. Die Expedition rücke ungestört vor. In Bomokandi werde eine neue Station gegründet.
— 15. Jan. Im Plenum der Regierungs⸗ partei wurde heute beschlossen, dem Premier— minister Beernaert vollständige Freiheit in der Frage der Proportionalvertretung zu geben. Die Krise ist dadurch wieder verschoben. Beer— naert wird jetzt seinen Antrag auf Einführung der Proportional-Vertretung einbringen und wird dazu wahrscheinlich die Kabinetsfrage stellen. Allem Anschein nach wird das Gesetz eine Majorität mit Hilfe der Linken erhalten. Frankreich. Paris, 15. Dan, er Kammer bringt der Finanzminister Burdeau den Gesetzentwurf über die Konversion der 4½prozentigen Rente in 3 ½prozentige ein. Spanien. Madrid. Meldungen aus Melilla zufolge wird dort die Ernennung Aliel Rubio's zum Pascha des Territoriums von Melilla lebhaft besprochen. Rubio ist Spanien feindlich gesinnt; Martinez Campos hatte ihn als Geißel verlangt.
Italien. Rom, 15. Jan. Die„Agenzia
Stefani“ meldet aus Carrara von einer be— deutenden revolutionären Bewegung. Alle Tele—
graphen- und Telephonverbindungen sind unter— brochen. Es wurde versucht, den Eisenbahn— zug nach Avenza zum Entgleisen zu bringen. Ein in der Nacht vom 13./14. verwundeter Brigadier ist gestorben. Die Revoltirenden zogen ins Gebirge, um einen Zusammenstoß mit der öffentlichen Macht zu vermeiden.— 15 Jan. Meldung der„Agenzia Stefani“: In Massa wurde auf zwei Eisenbahnzüge ge— schossen, aber Niemand verwundet. Es kamen Truppenverstärkungen an und es herrscht wie— der Ruhe. In Carrara werden Unruhen be— fürchtet. Die Eisenbahnlinie zwischen Massa und Spezia wird von Truppen bewacht. In Livorno stellten in Folge der Unxuhen die Pferdebahnen den Dienst ein; alle Läden sind geschlossen. Vor dem Hause der Monarchischen Vereinigung ist eine Bombe gefunden worden, deren Zündschnur von einem Wächter ausge— löscht wurde.— 16. Jan. Bei Torono in der Nähe von Carrara fand ein Zusammen— stoß zwischen Anarchisten und Militär statt, wobei 8 Anarchisten getödtet und mehrere ver—
Geheimbündelei, Beleidigung der gesetzlich aner-
kannten Kirche, Diebstahl, boshafte Beschädig— ung fremden Eigenthums und Betrug. Ange— klagt sind der Journalist Anton Holzbach nebst 75 Genossen. 100 Zeugen sind vorgeladen, darunter 27 Polizeiorgane.
— 16. Jan. Der Landtag überwies heute einen Antrag Vaschaty's auf Errichtung eines obersten Gerichtshofes für die Länder der böhmischen Krone mit allen Stimmen gegen diejenigen der deutschen Linken einem Spezial— ausschusse. 0
Brüssel.
Belgien. Die„Indeépendance
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wundet wurden; das Militär erlitt keine Ver— luste. In Carrara entstand in Folge des Kampfes eine Panik, und die Truppen sperrten die Straßen ab. Vormittags läutete in Torano ein bewaffneter Haufe Sturm, drang in ein Haus ein und forderte von den Bewohnern Waffen und Munition. Die Aufständischen be— drohen die Arbeiter, welche die Arbeit in den Marmorbrüchen wiederaufnehmen wollten. Mili— tär griff bei Santa Lucia in der Nähe von Massa 200 Anarchisten an, welche sich zurück⸗ zogen. Letzte Nacht verhaftete der Polizeidirektor
„Bagnara“ den Chef des Palermeser Arbeiter— bundes, Garibaldi Bosco, sowie 2 andere ein— flußreiche Fasciführer, Bernardino Verro und Or. Barbato, gegen welche ein Verhaftsbefehl vorlag. Livorno, 15. Jan. Ungeachtet der Auf— forderung, heute als Protest gegen die Vor⸗ gänge in Sizilien die Arbeit einzustellen, wird in allen Werkstätten, ausgenommen in einer,
gearbeitet. Die Mehrzahl der Läden ist ge— schlossen; der Tramwayverkehr ist aufrecht⸗ erhalten.
Rußland. Petersburg. Es ist ein Ge⸗
setz veröffentlicht worden, wodurch die Giltig— keitsdauer des Gesetzes, betreffend die Zollbe— steuerung russischer Kreditbillets, bis zum 1. Jan. 1897 verlängert wird, mit der Zusatzverfügung, daß die Zollbehörden eventuell berechtigt sein sollen, von den die Grenze passirenden Reisen⸗ den eine mündliche Angabe des Betrages der von ihnen mitgeführten Kreditbillets zu ver⸗ langen, wenn auch der Betrag 3000 Rubel nicht übersteigt, mithin steuerfrei ist.
Aus Stadt und Land.
j. Dorheim. Am 1. März sind es 50 Jahre, daß Lehrer Walther dahier in den Schuldienst einge— wiesen wurde. Die hiesige Gemeinde, in welcher der allverehrte Jubilar bis jetzt 47 Jahre segensreich ge— wirkt hat, rüstet sich, diesen Tag zu einem Festtage zu gestalten.
j. Butzbach. Am vergangenen Samstag hatte sich eine größere Anzahl von Mitgliedern des Oberhessischen Obstbauvereins in denselben Räumen des Hessischen Hofes versammelt, in denen genau vor 5 Jahren der Wetterauer Obstbauverein durch Landwirthschaftslehrer Dr. v. Peter ins Leben gerufen wurde. Deshalb fand auch an diesem Tage die Hauptversammlung des Vereins⸗ bezirks Friedberg, des Gebietes des ehemaligen Wetterauer Obstbauvereins, statt. Der Präsident des Gesammt— vereins, Geh. Reg.⸗Rath Or. Braden, begrüßte die Versammelten und gedachte zunächst des unser ganzes Hessenland mit Freuden erfüllenden Ereignisses, der Verlobung S. K. H. des Großherzogs. Hierauf wurde Kreisamtmann Suͤffert einstimmig zum Vorsitzenden des Vereinsbezirks Friedberg des Oberhessischen Obst⸗ bauvereins an Stelle des ausgeschiedenen Kreisamt⸗— manns Dr. Wallau gewählt, worauf br. v. Peter, der Direktor der Geschäftsstelle des Vereins, ein anschau— liches Bild von der Entwickelung des Vereins, der jetzt 4500 Mitglieder zähle, gab, und die außerordentlich rege Thätigkeit desselben in den ersten 5 Jahren schil⸗ derte. An diesen reihte sich ein Vortrag des Sekretärs des Vereins, C. Reichelt, an, über die fernere Thätig⸗ keit des Obstbauvereins, sodann gab Obstbautechniker, E. Metz in humoristischer Weise seine freudigen und traurigen Erlebnisse als Obstbauapostel in Oberhessen zum Besten. An diese Versammlung, welche von 212 bis 3 Uhr dauerte, schloß sich ein gemeinsames Mittag- essen an, das mit ernsten und heiteren Reden gewürzt war, in denen besonders die Verdienste der Stadt Butz⸗ bach, deren Vertreter jedoch fehlte, und des Oberforst⸗ meisters Reuß um die Sache des Obstbaues gedacht wurde. Auch die Großh. Regierung in Darmstadt hatte sich durch Oekonomierath Müller von da vertreten lassen, der den Verein als einen der rührigsten Obst⸗ bauvereine Deutschlands feierte. Mögen die weiteren Erfolge des Vereins denen der ersten 5 Jahre ent⸗ sprechen, dann wird der Obstbau Oberhessens alsbald eine Bedeutung erlangen, die dem Absatz in wirksamster Weise zu Gute kommen muß.
Mainz, 14. Jan. Heute früh, kurz nach 6 Uhr, wurde am diesseitigen Tunneleingang der 20jährige Maschinenheizer Hermann Ranis von dem Frühschnell⸗ zug Darmstadt⸗Mainz überfahren und so schwer verletzt, daß er gleich nach seiner Ankunft im Rochus hospital starb.
Worms, 15 Januar. Gestern wurde ein junger Fabrikarbeiter, der seine Geliebte vergiftet hat, ver⸗ haftet. Das Verhältniß der Beiden hatte Folgen ge⸗
an Bord des nach Turin gehenden Dampfers
habt; um diese zu beseitigen, gab der junge Mann dem
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