9 Kapital
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Betreffend: Die Einsendung der Todeszeugnisse und Sterblichkeitslisten aus dem Monat Mai und Juni 1894.
Wir erinnern Sie an die alsbaldige Einf
0 Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Wölfersheim. Bekanntmachung.
unter dem Hinweise bekannt gegeben, 20. Juli d. J. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Wölfersheim
Friedberg den 9. Juli 1894.
Das Großh. Kreisgesundheitsamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. endung der Todeszeugnisse und Sterblichkeitslisten aus dem Monat Mai und Juni l. J.
Dr. Lorenz.
5 Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grundeigenthümer, welche mehr wie die Hälfte der betheiligten Fläche besitzen, flr die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baumstücken der Gemarkung Wölfersheim erklärt haben, so wird dieses Resultat
daß das Abstimmungsprotokoll nebst Zusammenstellung des Resultats in der Zeit vom 13. Juli bis zur Einsicht der Betheiligten offenliegen. Einwendungen gegen
die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses sind binnen 14 Tagen von dem Erscheinen dieser Bekanntmachung in dem Kreisblatt an gerechnet, mittelst schriftlicher Beschwerde bei der Großh. Oberen landwirthschaftlichen Behörde geltend zu machen.
Friedberg den 10. Juli 1894. 2987 N
Erledigungen. Steinbach in Friedberg und
Joseph Engel von Buchenau, durch Wachtmeister Henkel und die Gendarmen Habel und Veith in Offenbach a.
Johann Damm von Eckelshausen, durch Gendarm Steinbach in Friedberg; Julius
Der Vollzugs⸗Commissär: Dr. Göttelman.
Fernkorn von Offenbach a. M., durch die Gendarmen
Weingärtner in Groß⸗Karben; Heinrich Baatz von Sarnau, durch die Gendarmen Schäfer in Friedberg und Rückel in Ober-Erlenbach;
M.; Adelheid Marie Remke, geb. Stemmler, zuletzt in
Bad⸗Nauheim, durch Wachtmeister Schwarz von Friedberg; Heinrich Steller von Bruchenbrücken durch Gendarm Steinbach in Friedberg.
Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Georg August Merk von H
(V. 543/94); Anna Eva Hildenbrandt von Waldberg(F. 795 94); Johannes Brünner von Ronnbach(R. 179½4);
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anau(F. 752/⁰94); Peter Schultheis von Groß-Auheim Ferdinand Döring, zuletzt Gärtnergehülfe in Butz—
bach(F. G. III. P. Gem. Butzbach); Heinrich Fuchs, Knecht von Saasen(N. 242/94); Heinrich Gerhard von Bruchenbrücken(V. 432/94).
Friedberg den 10. Juli 1894.
Der Großherzogliche Amtsanwalt: Zimmerman.
Deutsches Reich.
n Bethel n a schlossen sei, den Serben in Mazedonien eine ligen Berlin, 10. Juli. Der Bundesrath er- autonome Kirche zu gewähren.
1 klärte gestern sein Einverständniß mit dem Amerika. Chicago, 9. Juli. Die Ar⸗
se zu f Abschluß des Abkommens zwischen dem Reich beiterführer beschlossen den allgemeinen Aus—
di 15 assn, und Spanien wegen gegenseitiger Ablieferung stand für morgen Mittag, die Eigenthümer der
le Sacher. der Deserteure der Kriegsmarine. Pullmannwerke müßten denn in einen Schieds—
— 9. Juli. Einer Meldung der„Köln. spruch willigen. Der Ausstand wird alle Bau—
1 Ztg.“ zufolge besuchte der spanische Botschafter handwerker, Schlächter, Bäcker und Beamten
umissär: gestern den Reichskanzler, um die Bitte der aller Eisenbahnen umfassen.— 10. Juli. In
ann. spanischen Regierung vorzutragen, ein vor- Chicago und Hammond ist die Ruhe beinahe
ääufiges Abkommen über einen Handelsvertrag wieder hergestellt. Nur vereinzelte Versuche
abzuschließen. Der Reichskanzler lehnte indessen werden noch gemacht, auf den Bahnen Waggons
e die Bitte endgiltig ab. in Brand zu stecken und zu zerstören. Die
ichen Kenntuß enn Hannover, 10. Juli. Anläßlich seines Meuterer zerstreuten sich, als die Truppen
erhessen: iebzigsten Geburtstags empfing Bennigsen zahl- feuerten. Das Feuern auf die Ausständischen
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Um- und Due älteren Bestände e und Handels irt sind. Die vil vechseln; für! mungen des 9
dem Ausdresch⸗ 1 von der di
10 ac bitzung beschloß die Kammer die Aufhebung Nl. 1
eiche Deputationen. Hobrecht begrüßte den am Samstag und Montag sowie die Prokla—
rte Jubilar Namens der Partei und überreichte mation Clevelands haben die Ruhestörer außer 6.0 ine Adresse des Parteivorstandes, später wurden Fassung gebracht. Depeschen aus zahlreichen 90 Adressen der Provinz, der Partei und des Orten berichten, daß auf den Eisenbahnen die 6% Wahlkreises überreicht. Die nationalliberale Arbeit mehr oder weniger wieder aufge— 9% Bartei schenkte einen Ehrenschrein aus Ebenholz nommen worden ist. Die Ausständischen in mit Silber- und Emaileinlagen, ferner sechs der Nähe des Viehdepots von Chicago bewaff— „ flberne Leuchter. Miquel gratulirte als Freund neten sich mit Revolvern. Die Eisenbahnen 0. Privatmann; Gratulationsdepeschen gingen ein lehnen einen Schiedsspruch ab. Wenn der 4. A. vom Großherzog von Baden, vom Herzog gestern beschlossene Generalstrike ausbricht, d on Coburg. Ein Ständchen wurde von der werden 120,000 Personen arbeitslos. In San Artilleriekapelle und der 73er Kapelle gebracht. Franzisko ist die Lage sehr bedrohlich. Ma—
trosen und Seesoldaten von Mare-Island haben 1 9 Befehl erhalten, die Truppen zu unterstützen 1 8 N g; fund auch die Kriegsschiffe werden für den Noth— f Frankreich. Paris, 10. Juli. Die fall bereit gehalten.
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deutschland wegen der Abgrenzung des Hinter- Riffkabylen herrscht große Bewegung in Folge
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deren glatter Verlauf das beste Zeugniß für die gründ— liche Einstudirung des aufzuführenden Meisterwerks, Haydns„Schöpfung“, ablegte. Hieran schloß sich am Abend das Begrüßungsfest, an welchem das Publikum sich ebenfalls außerordentlich lebhaft betheiligte. Die Vormittagsstunden des Sonntags waren der General— probe für das zweite Konzert gewidmet, worauf Nach— mittags 4 Uhr das erste Konzert folgte. Chöre und Soli gingen sehr gut, das Orchester spielte brillant. Die riesige Festhalle war dicht gefüllt, wie auch das später auf dem prachtvoll beleuchteten Festplatz stattge— habte Gartenfest von Tausenden von Theilnehmern besucht war. Das heutige Concert begann mit dem Hauptwerk des heutigen Programms, der dramatischen Sinfonie„Romeo und Julie“ von Hektor Berlioz, mit welchem Chor und Orchester wieder reiche Lorberen ernteten. Hierauf folgten Vorträge der So— listen. Mit Brahms„Triumphlied“, welches in seiner imposanten Größe einen tiefgehenden Eindruck hervor— brachte, wurde das Concert, das beinahe vier Stunden in Anspruch nahm, in würdigster Weise beschlossen. Am Abend fand der Festball statt, der einen glänzen⸗ den Verlauf nahm, nur mangelte es sehr an Tänzern. — 10. Juli. Was noch nicht abgereist war, nahm heute an dem sehr gelungenen Ausflug in die Berg— straße theil, der bei günstigstem Wetter stattfand.
Mainz. Eine durch die Blätter gegangene Nach⸗ richt, das Kriegsministerium in Berlin habe den zweiten Sohn des Metzgers Falk anläßlich des dienstlichen Un⸗ falles, dem der älteste Sohn Falks zum Opfer fiel, die Militärdienstzeit erlassen, stellt sich als Schwin⸗ del heraus. Um von der Familie Falk Geld zu er⸗ halten, hat ein Soldat, der auf dem Bezirkskommando beschäftigt sein wollte, diese Mittheilung der Familie Falk angeblich Namens des Bezirkskommandos gemacht, wofür er reichlich belohnt wurde. Der Soldat, der auch sonstige Schwindeleien verübte, ist flüchtig gegangen und wird nun verfolgt.
Allerlei.
lundes von Kamerun an. Nach der Unzufriedenheit mit den Prinzen Araaf 1
0 fammer nahm ohne Debatte den Vertrag mit Afrika. Melilla, 9. Juli. Unter den und Alipaxha. Bergfeuer rufen zu den Waffen.
Spanien. Madrid, 10. Juli. ener über die übliche Zeitdauer verlängerten
Aus Stadt nud Land. der Sitzung und zwar gegen den Willen des Ober⸗Florstadt, 8. Juli.
statt 1 8 8 8 Von einem eigen⸗
g statt. Präsidenten. Letzterer erklärte darauf seinen thümlichen Unfall wurde ein junger hiesiger Landwirth
Rücktritt. betroffen. Als er nämlich gestern das Futter in der
1 N 10*. Die Kammer Krippe seines einen Pferdes zusammenraffen wollte,
ssungen über! Italien. a n D it 218 biß ihm dasselbe die eine Ohrmuschel bis auf einen fa hen lahm in namentlicher stimmung mi leinen Stumpf ab.
tümmen gegen die der Abgeordneten Bovio Büdingen, 9. Juli. Ein grauenhafter Mord und Marcora den Antrag Crispi an, den Ge⸗ wurde in der verflossenen Nacht zwischen 12 und 1 Uhr
i itzentwurf über Zwangsdomizile morgen zu auf dem Wege von Vonhausen nach Hof Thiergarten eichne“ 1*
nterzeichsl, 5 4: 8 Link an dem aus dem Kreise Biedenkopf gebürtigen Arbeiter 12 end! herathen. Die Deputirten der äußersten Linken Krist verübt. Derselbe war in der chemischen Fabrik bh berließen, mit Ausnahme der beiden Obenge⸗ zu Gries heim beschafligt und hierhergekommen, um seine vornherein 0 annten, im Augenblick der Abstimmung den auf Hof Whr garten in Diensten stehende Schwester zu 9 herborzuf, Saal Hierauf nahm die Kammer in geheimer besuchen. Mit einem Freunde ging derselbe gestern
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95 0 2 Abend zur Tanzbelustigung nach dem ½ Stunde von lostimmung mit 197 gegen 43 Stimmen den da entfernt liegenden Vonhausen. Auf dem Nachhause⸗
gesetzentwurf über Explosivstoffe an; ebenso wege kam es zu Streitigkeiten, die damit endeten, daß
gebe 1 0 a 1 Hesetzentwurf Krist 30 Stiche in den Kopf erhielt. Als muthmaßliche 1 73 mit 58 gegen 41 t bes Schluß Thäter wurden der Maurer Gasche aus Langenselbold gigen Preßvergehen. g 5 F und ein Knecht auf dem Hof Thiergarten ins hiesige
seaschasten der Sitzung. In den Wande gangen l Gefängniß eingeliefert. 1 el daß die äußerste Linke bei der morgen be— Darmstadt, 9. Juli. Nachdem am Samstag be⸗ sses. ginenden Berathung des Gesetzentwurfs über reits im Laufe des Vormittags neben sehr vielen van sdomizile ihre Obstruktion fortzusetzen Fremden die verschiedenen ausmürzigen Sänger, Sänge— 0 9 8 95 8 3 7 rinnen und Musiker aus den Nachbarstädten hier ange⸗ . fabsichtige, sodaß die Debatte bis Samstag kommen und mit Musik feierlich von den Bahnhöfen „dauern dürfte. 1 g eingeholt und mi Festhalle geleitet worden waren, g elshaf enn Serbien. Belgrad, 10. Juli. Sämmliche begrüßte unc, e Küng left di Anwesenden damen Ula Fa Ninister kehrten heute nach Belgrad zurück. des Festkomites auß 7155 e e 3e 15 5 daß sck in den nächsten Oberbürgermeister Morneweg die Festthei nehmer im run Jersthe Han versichert, daß schon ir n Namen der Stadt. Am Nachmittag fand in der Fest⸗ 5 Fa Tagen der politische Erfolg der Reise des halle die erste Generalprobe statt, welcher eine nach
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fönigs hervortreten werde, da der Sultan ent- vielen Hunderten zählende Zuhörerschaft beiwohnte und
Kassel, 9. Juli. Das Opfer seiner Verwegenheit, schreibt man dem Gieß. A., wurde ein unbekannter fremder Radfahrer, welcher gestern Morgen mit dem ersten Personenzug der Marburg-Cölbe-Laaspher Secundärbahn eine Wettfahrt machen wollte. Der
Sportsmann, zweifellos ein tüchtiger Fahrer, fuhr mit
großer Sicherheit und Eleganz mit seiner Maschine nebenher auf der Landstraße und hielt mit dem Eisen⸗ bahnzuge, der ja unterwegs häufig anhalten und noch
dazu auf den meisten Stationen längere Zeit warten muß, auch tapfer aus. gewann er sogar infolge günstiger Terrainverhältnisse
Bei der Station Erndtebrück
einen Vorsprung vor dem Eisenbahnzuge und das wurde ihm zum Verhängniß. Er wollte an einer offenen Uebergangsstelle, wo die Chaussee das Bahn⸗ geleise kreuzt, noch vor dem ankommenden Zuge hinweg über das Geleise setzen, hatte aber die Entfernung falsch geschätzt, wurde von der Locomotive erfaßt und vor den Augen der entsetzten Passagiere in das Geleise geschleudert und in Stücke zerrissen.
Kreuznach, 9. Juli. Eine allem Auschein nach auswärtige Diebesbande hat in den letzten Nächten mittelst einer gestohlenen Leiter drei Einbrüche in der Salinenstraße verübt, darunter einen in das Kreis— ständehaus. Da die Diebe die Kassenschränke nicht fanden, blieb ihre„Arbeit“ erfolglos. Es werden wohl die Specialisten sein, die in die Kreisämter Friedberg und Darmstadt einbrachen.
Pirmasens. Wie pfälzische Blätter berichten, wurde hier ein italienischer Arbeiter verhaftet, der ein falsches Zweimarkstück verausgabt hatte. Da der Arbeiter in Rodalben wohnt, wo auch der vom letzten Schwurgerichte verurtheilte Scheerenschleifer falsches Geld angefertigt hatte, vermuthete die Polizei einen Zu⸗ sammenhang der Verbrechen; die hiesige Schutzmann⸗ schaft begab sich nach Rodalben, um dort Haussuchungen vorzunehmen. Letztere hatten ein überraschendes Er⸗ gebniß; es wurde eine ganze Falschmünzerwerkstätte entdeckt.


