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unseres Ortes wurde gestern Abend ein hiesiger Ein—
wohner von dem letzten von Gedern nach Stockheim fahrenden Zuge überfahren.
Münster bei Dieburg, 8. Mai. Auf schreckliche Weise ist ein hiesiger 17jähriger Bursche, der in der
Miesseler Fabrik beschäftigt war, ums Leben gekommen.
Der Unglückliche war an der dortigen Kettenbahn be⸗
schäftigt, als plötzlich eine Kette riß und ihm beide
Beine sowie der eine Arm abgerissen wurde. Gestern wurde die Leiche des jungen Mannes hierher verbracht.
Zwingenberg. Eine exemplarische Bestrafung nahmen kürzlich mehrere Bensheimer Fortbildungsschüler am hiesigen Schöffengericht entgegen. Dieselben belei— digten auf dem Heimweg von der Schule einen jüngeren Lehrer in roher Weise. Sie müssen ihre Ausschreitungen mit 3 Wochen, bezw. 14 und 8 Tagen büßen.
Allerlei.
Niederbrechen. 39 Fischottern hat Gastwirth Schneider hier in den letzten 3 Jahren im Emsbache efangen; die letzte von ihm vor einigen Tagen gefangene dae eine Länge von 1 Meter 30 Centimeter. Schnei— der ist dafür schon mehrmals prämiirt worden.
Speier, 9. Mai. Hier tritt mehrfach die Genick— starre auf, welche bei einem 13jährigen Knaben tödtlich verlief.
München. Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge ist zwischen dem Kaiser und dem Grafen Rudolf Schack eine Vereinbarung getroffen worden, wonach auch das letzterem aus dem Nachlaß seines Bruders zugefallene Gebäude, in dem die Gemäldegallerie aufgestellt ist, in den Besitz des Kaisers übergeht, so daß also die be— rühmte Gallerie in dem alten Heim verbleiben kann.
Senftenberg. Einen furchtbaren Tod fand dieser Tage beim Ausbessern eines Trockenofens der Schlosser Schobe dahier. Sch. war in den Ofen der Briquett— fabrik hineingekrochen. Bei Ausführung seiner Arbeit entfiel ihm aus Versehen ein Stück Eisen, das beim Aufschlagen Funken erzeugte und eine Explosion des Kohlenstaubes hervorrief. Der Unglückliche verbrannte lebendig. Nach zwölfstündiger Arbeit gelang es erst, den verkohlten Leichnam aus dem Ofen hinauszuheben; letzterer mußte vollständig abgerissen werden.
Elberfeld, 10. Mai. Drei Männer suchten Abends die Frau eines Straßenbahnbeamten auf und theilten ihr mit, ihr Mann sei im Dienste verunglückt. Der Ueberbringer der Schreckensbotschaft, der die
Uniform eines Straßenbahnbeamten trug, überfiel dann
plötzlich die Frau, knebelte und fesselte sie und erbrach
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hierauf einen im Nebenzimmer stehenden Schrank; aus diesem stahl er, während seine Genossen Wache hielten, die Ersparnisse der Leute im Betrage von 180 Mk. Dortmund, 7. Mai. Der Fuhr-Unternehmer Benfeld in Ehring erschlug seinen Kostgänger Reiner—
mann, weil dieser ohne sein Wissen mit dem Fuhrwerke
in die Stadt gefahren war. Er lauerte dem jungen Manne auf und erschlug ihn mit einem Holzscheite. Der Mörder raffte dann zusammen, was er an Geld besaß und flüchtete.
Guben, 8. Mai. In Markersdorf ermordete der Bauernsohn Kitsching im Verein mit seiner Magd seinen Dienstknecht; der Mörder ist verhaftet.
Gleiwitz, 9. Mai. Die wegen Ermordung des Hilfsjagers Klinge zum Tode verurtheilten Brüder Fohann und Severin Koziolek wurden heute früh hin— erichtet. Es war dies die 99. und 100. durch den Scharfrichter Reindel vollzogene Hinrichtung.
Pest, 8. Mai. Heute Nachmittag stürzte ein im
Bau begriffener Rauchfang der Alktiengesellschaft für
leramische Industrie in Steinbruch ein; drei Arbeiter
wurden getödtet, zwei verwundet. Baar im Canton Zug, 8. Mai. Der Durchschlag
des Albistunnels auf der im Bau befindlichen direkten
Linie Zürich⸗Gotthard ist heute genau nach der Berech⸗ nung erfolgt.
Der Albistunnel ist nächst dem Gotthard—
Tunnel der größte der Schweiz.
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Rotterdam, 8. Mai. Der Paris-Brüssel⸗Amster⸗
damer Nachtschnellzug fuhr mit voller Dampfkraft in der Statin Zwerenbrecht auf einen Lastzug, welcher aus
lauter Petroleumwagen bestand. Die Maschine steckte den ganzen Lastzug in Brand. Es erfolgte eine furcht— bare Explosion, und in wenigen Minuten stand die
Station sammt den beiden Zügen in einem wahren
Flammenmeere. Die Station ist vollständig ein Raub der Flammen geworden. 150 Reisende retteten sich unter entsetzlichem Geschrei durch die Flammen, wobei 7 Personen schwere, 20 leichte Brandwunden erlitten. Zwei Beamte blieben todt. l Athen, 10. Mai. Um das Dorf Charma in der Nähe der Thermopylen hat sich ein großer Spalt ge⸗ bildet und der Boden hat sich beträchtlich gesenkt. Die
Bewohner verlassen den Ort.
Newyork, 10. Mai. Nach einer Meldung des
„Herald“ aus Caracas in Venezuela sind bei einem
Erdbeben in der Nacht des 28. April die Städte Merida, Lagunillas, Chiguara und Sanjuan vollständig zerstört worden und etwa 10,000 Personen umgekommen.
Die„Unabhängigen“ Berliner Sozialisten sind mit der schleichenden„fraktionellen“ Land— agitation unzufrieden. Sie wollen darum den Zug auf die Dörfer selbst unternehmen und
offiziellen Sozialdemokraten beschieden waren. Der„Sozialist“ gibt dazu folgende Rathschläge: „Man muß die Bibel und das Gesangbuch kennen, muß eine Stelle der Bibel gegen die andere ausspielen können und muß mit dem ganzen Buche fertig zu werden verstehen... Der Bauer ist zäh und tapfer; ist er erst gewonnen, dann läßt er nicht mehr los. Ziehen wir aus zur Jagd nach Menschen: tödten wir ringsum den heiligen Gott und den heiligen Staat und alle die anderen tausend Heilig— thümer und verehrten Gesetze, die drum und dran hängen; machen wir den Bauer rebellisch!“ Das sind ja recht nette Sächelchen! Kann denn hier der Staatsanwalt gar nichts machen?!
Eine Tüuche von großer Haltbarkeit und Dauer.
Man nimmt 25. L. guten gebrannten Kalk und löscht denselben. Dann muß man die Kalkmilch durch ein feines Sieb oder einen feinen Seiher durchseien und nun folgende Zusätze geben, nämlich: 12 L. Salz, das zu— vor in warmem Wasser aufgelöst worden ist; 100 Gr. gemahlenen, gekochten und zu einem dünnen Teig gemachten Reis; 25 Gr. gepulvertes spanisches Weiß und 50 Gr. reinen Leim, welcher vorher durch geeignetes Einweichen gut aufgelöst worden ist. Diese Mischung muß man dann in einem kleineren Kessel, welcher in einem größeren mit Wasser gefüllten ein— gesetzt ist, eine Zeit lang über ein gelindes Feuer hängen. Dann gießt man in die Mischung 40—50 L. warmes Wasser und läßt das Ganze einige Tage bedeckt, so daß kein Staub hinein— gerathen kann, stehen. Diese Tünche soll aber warm angestrichen werden, weshalb man sie auf einen tragbaren Ofen stellen muß. Man soll mit einem Liter dieser Tünche 1 Quadrat— meter Fläche übertünchen können. Sie läßt sich nach den„N. Erf. u. Erf.“ auf Holz, auf Ziegel und Bausteine so gut wie Oelfarbe
anbringen und bewahrt ihren Glanz viele Jahre lang. Man kann sie innerhalb und
außerhalb der Gebäude anwenden. Auch kann man irgend eine in Kalk stehende Farbe daran mischen und beliebige Farbenschattirungen da— mit erlangen.
In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗ork City, N. N. Georg Münzel, 53 Jahre alt, aus Schlüchtern; f Marie Gärth, geb. Ruhl, 55 Jahre alt, vom Häuser⸗Hof; Conrad P. Christ, 49 Jahre alt, aus Wörrstadt; Anna Muth, geb. Fröhlich, 30 Jalt, aus Fulda: Pater Rhabanus Preis, 65 Jahre alt, aus Herolz, Kr. Schlüchtern. Albany, N. M. 2 Christ. Reles, 30 Jahre alt, aus Hessen⸗Darmstadt. Batavia, O.
Eva Catharina Hahn, geb. Bletzer, 72 Jahre alt, aus Dannenrod. Jeffersonville, Ind.. Margaretha Catharina, Ehefrau des Gärtners, Christ. Kopp, 47 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. Johnstown, Pa. 2 Louis Hübner, 32 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. Liverpool, N. N. Johannes Fischer aus Eich.
versprechen sich größere Erfolge, als sie den
Nord- Minneapolis, Minn.
Wilhelm Petter, 66 Jahre alt, aus Faulbach, Kurhessen. Orland, Ill.
Anna Maria Andres, geb. Bettenhausen, 86 Jahre alt, aus Königswald, Kurhessen.
Rochester, N. N.
Maria Elisabetha, Ehefrau von Henry Müller, 53 Jahre
alt, aus Bischhausen, Kurhessen.
Bekanntmachung.
Am 15. Mai wird die im Land ⸗Bestellbezirke des Postamts in Friedberg belegene Posthülfstelle in Wölfersheim in eine Postagentur umgewandelt. Die Ver— waltung dieser Postagentur ist dem Landwirth Aledter v. daselbst übertragen worden. Der Postverkehr der neuen Postagentur wird durch die zweimal täglich zwischen Berstadt und Friedberg verkehrenden Personenposten vermittelt. Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum werden, wie folgt, festgesetzt: a. an Wochen⸗ tagen: von 10 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags b. an Sonntagen, an gesetzlichen Feiertagen und an den Geburtstagen Sr. Majestät des Kaisers und Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs von 8 bis 9 Uhr Vormittags und von 5 bis 6 Uhr Nachmittags, sodann ausschließlich für den Telegraphen— dienst von 12 bis 1 Uhr Nachmittags. Die Bestellung der Postsendungen in Wölfersheim wird wochentäglich zweimal, um 64 Vormittags und 110 Vormittags, an Sonntagen einmal, um 116 Vormittags, stattfinden.
Darmstadt den 7. Mai 1894.
Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Clavel.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.
Pfingstfest. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach.
1. Festtag.
Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9½% Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 2 Uhr: Herr Pfarrer Velte.
(Nach dem Gottesdienste Beichte.)
Gottesdieust in der Burglirche. Vormittags 8 Uhr: Herr Candidat Jäger.
2. Festtag.
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Vormittags 91 Uhr: Herr Pfarrer l). Flöring. Confirmation der Knaben und Abendmahl. Nachmittags 2 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach.
Dienstag den 15. Mai: Stadtkirche Vormittags 912 Uhr: Herr Pfarrer Velte. Prüfung der Confirmanden(Mädchen).
Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. An beiden Feiertagen Morgens 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Vesper. 7 Uhr: Maiandacht mit Segen. Am ersten Feiertag ist auch nach der Vesper Gelegen— heit zur Beicht.
Es naht die Zeit der Gewitter und der Hagelschläge. Landwirthe versichert Euch! Als eine der ersten Gesellschaften gilt die Kölnische, in Friedberg ver⸗ treten durch Herrn W. Trapp. 2174
Wir verfehlen nicht unsere Leser darauf aufmerksam zu machen, daß der Altdeutsche Weinsaal im Hotel Kaiserhof, Bad⸗Nauheim, in seinem malerischen Schmuck nunmehr durch Herrn Hofmaler Hieronimus fertig gestellt ist und können wir den Besuch desselben allen Freunden eines preiswerthen Weines und eines gemüth⸗ lichen Lokals bestens empfehlen. 2185
Herr Johann Maria Farina
gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des
allein ächten Cöluischen Wassers
übertragen und empfehlen dasselbe
per Glas zu M. 1.75, 1%, Dutzend„„ 950, „ Dutzend„((
Die Exped. des Oberh. Anzeigers.
Wo? sagt die Exp. d. Anz.
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