Ausgabe 
10.7.1894
 
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Betreffend: Revision der Hypothekenbücher für das Geschäftsjahr 1892/93. Das Großherzogliche Amtsgericht

Wie Ihnen bekannt, ist der Rand der

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Friedberg an die sämmtlichen Ortsgerichte seines Bezirks. Hypothekenbücher oft so eng bemessen, daß Correcturvermerke darauf nicht Platz

Friedberg den 4. Juli 1894. 9

Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat deshalb gestattet, daß solche Correcturvermerke auch an den unteren Rand des Hypo⸗

thekenbuchs geschrieben werden dürfen. Um dieses nun

auf, die Hypothekeinträge nicht bis ganz an

Ausnahmsweise darf auch eine geei

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Der provisorisch zum Feldschützen für

bach wurde als solcher in Pflichten genommen.

zu ermöglichen und den nothwendigen Raum hierzu zu gewinnen, geben wir Ihnen

den unteren Rand des Hypothekenbuchs zu schreiben, vielmehr wenigstens daselbst noch einen Raum von Zweifingerbreite unbeschrieben zu lassen. N i 5 a gnete Stelle in Spalte B. für Unterbringung einer Randbemerkung benutzt werden.

Sellheim.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jakob Gustav Petry von Gambach wurde als Polizeidiener

Feick.

r diese Gemeinde in Pflichten genommen.

die Gemarkungen Ober- und Nieder-Rosbach ernannte Friedrich Karl Blecher von Ober⸗Ros⸗

Martin Margraf III. von Ockstadt wurde zum Feldschützen der Gemarkung Ockstadt

ernannt und verpflichtet. lich 8

Deutsches Reich. f

Darmstadt. Der Schulverwalter an der Vorschule der Gymnasien zu Darmstadt Schäfer wurde zum Lehrer an dieser Schule ernannt, dem J. Ruf aus Nieder Olm das Patent 2 Kl. für den Kr. Mainz ertheilt, dem Schullehrer Lahr zu Wies⸗Oppenheim eine Lehrerstelle zu Bensheim, dem Schulamtsasp. Adelberger aus Bürgel die Lehrer stelle zu Gundersheim, dem J. Schmittgall aus Lutzel⸗ stein die Stelle eines Dieners bei der Veterinäranstalt der Landesuniversität übertragen, dem K. Büchler aus Habitzheim das Patent als Geometer 1. Kl. für den Kr. Dieburg ertheilt, dem Schulamtsasp. Wenzel aus Leidhecken eine Lehrerstelle zu Raunheim übertragen; die prov. Lehrerin an der Victoriaschule zu Darmstadt Strecker zur Lehrerin an dieser Schule ernannt, dem Schulamtsasp. Westphal aus Büdesheim die 2. Lehrer stelle zu Wölfersheim übertragen; der auf die Lehrer⸗ stelle zu Steinberg präs. Schulamtsasp. Schmidt aus Hammelbach bestätigt, dem Schulamtsasp. Cronenbold aus Kimbach eine Lehrerstelle zu Groß-Zimmern, dem Schulamtsasp. Weber aus Fürfeld eine Lehrerstelle zu Groß-Zimmern, dem Schullehrer Mayr zu Weiskirchen eine Lehrerstelle zu Viernheim, dem Schullehrer Kadel zu Bonsweiher eine Lehrerstelle zu Hammelbach, dem Pfarrer Waldmann zu Osthofen die kath. Pfarrstelle zu Groß Steinheim übertragen, der Kammermusiker Weber auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt. 8

Berlin, 6. Juli. Das Kaiserpaar ist nach herrlicher Fahrt durch den Herdanger Fjord gestern Abend halb 8 Uhr in Odde ein getroffen. Das Wetter ist klar und warm, an Bord alles wohl.

Hamburg. Gutem Vernehmen nach reist Fürst Bismarck mit Familie am Donnerstag nach Varzin ab und wird dort bis zum Herbst verbleiben.

Cronberg, 4. Juli. König Albert von Sachsen traf nach demRh. C., in Beglei tung eines Flügeladjutanten, von Darmstadt kommend, mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 1 Uhr mittelst Salonwagens auf dem hiesigen Bahnhofe ein. Nach einer überaus herzlichen Begrüßung durch die Kaiserin Friedrich fuhren die Herrschaften über Cronberg nach Schloß Friedrichshof, wo nach eingenommenem Essen das Schloß und der Park besichtigt wurden. Um 10 Uhr reiste König Albert nach Frankfurt zurück.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest, 7. Juli. Die Petersburger Polizei benachrichtigte die hiesige, hier halte sich ein russischer Nihilist, Namens Gronkowsky, auf. Bei den in Ruß land wegen Verschwörung gegen das Leben des Zaren verhafteten 200 Nihilisten wurden vielfach Briefe Gronkowskys vorgefunden. Gron kowsky sei bereits wegen revolutionärer Pro paganda aus Frankreich und der Schweiz aus gewiesen. Er wurde an die italienische Grenze

gebracht und dort freigelassen.

Triest. Der französische Konsul in Fiume erhielt einen Drohbrief, worauf er seine Stelle niederlegte.

Holland. Haag. Die auf Befehl des Generalgouverneurs van der Wyck nach der Insel entsandten Expeditionstruppen sind dort am 5. Juli eingetroffen und am 6. Juli in Ampenan ohne Widerstand, sogar mit theilweiser Unterstützung der Bevölkerung gelandet. Nach der Landung wurde die nieder ländische Fahne gehißt. Die Aufrührer haben sich in Mataran und Tjakranegara gesammelt und um Verlängerung der in dem Ultimatum gestellten Frist ersucht.

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Belgien. Brüssel. DieIndependance belge erhielt ein anonymes, aus ausgeschnitte nen Buchstaben zusammengesetztes Schreiben anarchistischen Inhalts mit Drohungen gegen alle Fürsten.

Frankreich. Marseille, 7. Juli. Gestern [wurden hier bei 40 Anarchisten Haussuchungen vorgenommen und elf Anarchisten, darunter 9 Italiener und 2 Franzosen verhaftet. Die bei den Verhafteten beschlagnahmten Papiere be weisen das Bestehen einer Verbindung zwischen französischen und ausländischen Anarchisten.

Großbritannien. London, 5. Juli. Im Unterhaus erklärte Grey, die britische Regierung habe an die Regierungen von China und Japan wegen Koreas Mittheilungen ge richtet im Interesse des Friedens, und alles Thunliche werde aufgeboten werden, um eine friedliche Lösung herbeizuführen.

Spanien. Barcelona, 7. Juli. Anarchisten, von denen einer Italiener ist, sind hier verhaftet und bei ihnen wichtige Papiere beschlagnahmt worden. Wie verlautet, wird der Italiener durch die Polizei eines anderen Staates gesucht, welche dessen Auslieferung verlangen werde.

Italien. Rom, 5. Juli. Die Finanz⸗ kommission des Senats lehnte mit 11 gegen 5 Stimmen die Zinsreduktion ab. Gleichwohl zweifelt man nicht, daß das Plenum dieselbe annimmt, wenn nur die Erklärungen des Ministers über das Amendement Antonelli be friedigend ausfallen.

5. Juli. Nach einer Depesche der Nazione aus Livorno scheint die Behörde den Mörder Bandis entdeckt zu haben. Ein gewisser Henri Lucchesi, ein anarchistischer, übelbeleumdeter Arbeiter, soll am Tage des Attentats verschwunden sein. Man hofft seiner habhaft zu werden.

6. Juli. Kammer. In Beantwortung mehrerer Anfragen erklärte der Minister des Auswärtigen Baron Blanc, der Tod des Sultans von Marokko habe Unruhen befürchten lassen, deßhalb hätte die italienische Regierung zum eventuellen Schutze der dort wohnenden Italiener ein Kriegsschiff entsandt. Glücklicher weise sei der neue Sultan friedlich anerkannt worden und jede Ursache zu einer Störung der Ruhe verschwunden. Die Mächte seien über die Aufrechthaltung des status quo voll kommen einig. 7. Juli. In der Kammer legte der Minister des Auswärtigen das Grün buch über die Verhandlungen wegen der Ein wanderung in den Vereinigten Staaten vor. Der Gesetzentwurf betreffend den Mißbrauch von Explosivstoffen wurde in dritter Lesung angenommen. Das von der Regierung nicht angenommene Amendement Barzilai's wurde in namentlicher Abstimmung mit 201 gegen 51 Stimmen abgelehnt. Der Gesetzentwurf, betreffend die Aufreizung zu Verbrechen und die Verherrlichung derselben durch die Presse, wurde angenommen. Crispi beantragt, den Gesetzentwurf, betreffend die Zwangsdomitzile, morgen zu berathen. Cavallotti spricht gegen den Antrag. Als zur namentlichen Abstim⸗ mung geschritten wird, verlassen mehrere Depu⸗ tirten der äußersten Linken und anderer Frac⸗ tionen der Opposition den Saal. Bei der

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Abstimmung ergibt sich Beschlußunfähigkeit, die Abstimmung wird deßhalb Montag wieder⸗ holt. Rußland. Petersburg, 6. Juli. Die kaiserliche Familie reiste heute nach den fin⸗ ländischen Schaeren ab. Amerika. Chicago, 6. Juli. Eine zahlreiche Volksmenge empfing gestern den Bürgermeister und den Polizeichef, welche bemüht waren, einen Eisenbahnzug abgehen zu lassen, mit Pfeifen. Die Eisenbahnbeamten, welche die Hindernisse von den Schienen beseitigten, wurden verhöhnt und ebenfalls mit Pfeifen empfangen. Die Behörden befahlen darauf den Truppen, auf Alle zu feuern, welche versuchen sollten, die Züge auseinander zu koppeln. Die Strikenden brachten nun einen Zug zum Stehen und nahmen die Polizeibeamten fest. Der Lokomotivführer gab Revolverschüsse ab, wurde aber von der Polizei entwaffnet. Später waren die Polizei- beamten genöthigt, auf die Streikenden Feuer zu geben, wobei mehrere der letzteren verwundet wurden. Die Lage verschlimmert sich, Anarchie und Gewaltthätigkeiten herrschen überall in der Stadt. Die Ausständischen plünderten De pots, verbrannten Züge, schnitten das electrische Licht ab und kuppelten von einem Zuge eine Maschine ab, welcher sie dann eine große Ge schwindigkeit gaben und sie mit Zügen zu sammenstoßen ließen. Letztere wurden zerstört. San⸗ Francisco, 7. Juli. Hier herrscht offener Aufruhr. Neun Zehntel der Bevöl⸗ kerung sympathisiren mit den Streikenden. Jeder⸗ mann trägt die Abzeichen der Ausständischen. Die Miliz in Sacramento weigert sich, die Letzteren anzugreifen. Es wurde eine Bekannt machung verlesen, dahin lautend, die und die Compagnie weigert sich zu marschiren. Die Ausständischen in Sacramento bewaffnen sich, exerciren und erhalten Patronen von den Milizen.

Aus Stadt nud Land.

e- Friedberg. Sonntag den 1. Juli fand dahier wiederum nach langer Pause eine Invalidenversammlung statt. Die Verzögerung entstand dadurch, daß der Vorsitzende von hier verzogen, Invalidenkongreß, welcher den 2. Pfingstfeiertag im Hotel Diehl in Franksurt abgehalten wurde, abwarten wollte. Nach Erledigung geschaftlicher Mittheilungen durch den Vorsitzenden trat man der Berathung der Verhandlungen des Invalidenkongresses zu shrantfurt a. M. näher. Hierbei wurde konstatirt, daß dorten wohl viel geredet, aber gerade von denen, welche in Folge des Civilversorgungsscheines am schwersten ge⸗ schadigt und als Gemeine die niedrigste Pension be⸗ ziehen, mithin in erster Linie einer Aufbesserung ihrer Pension dringend bedürftig sind, fast gar keine Rede war.

begreiflich, wo die Aufbesserung durch die Ueberschü des Invalidenfonds anfangen sollte. deutschen Invalidenverband auszutreten, schlossen, eine eigene Petition an das Kriegsministerium

höhung der Pensionen der Ganz⸗Invaliden, um Gleich; stellung des Civilversorgungsscheines auf 12 Mk. für alle, welche keine Anstellung erhalten, einerlei ob die selben auf den Schein verzichtet, oder nicht, sowie um Aufbesserung des Wittwengehaltes. Die einzureichende Petition wird bis zum Anfang September fertig ge⸗ stellt sein. Etwaige Wünsche um Auskunft wird er⸗ theilt von dem 1. Vorsitzenden A. Weisel in Darmstadk,

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Nimmt man hinzu, daß nach den jetzigen Bee stimmungen die Unteroffiziere bei Besetzung der Stellen den Vorzug haben, auch immer die finanziell besten Stellen erhalten, sowie bei Arbeitsunfahigkeit Anspruch auf Pension haben, wie auch nach deren Tode Frau als Kinder versorgt sind, was bei den gemeinen Invaliden ohne Anstellung alles hinweg fallt, so ist es doch 1 4 e

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nach Berlin einzusenden, worin gebeten wird um Er

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