Ausgabe 
6.3.1894
 
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Dienstag den 6. März.

W 27.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen.

Amtlicher Theil. a

Betreffend: Die Benutzung von Leichen zu wissenschaftlichen Zwecken auf der Landes-Universität.

Friedberg den 3. März 1894.

Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizeikommissariat Wickstadt. Sie wollen binnen 8 Tagen berichten, ob im Laufe des Jahres 1893 aus Ihren Gemeinden Leichen an die Anatomie zu Gießen

abgeliefert worden sind. a f sowie Zeit der Ablieferung an die Anatomie anzugeben.

Bejahendenfalls sind Name, Stand, Alter, Geschlecht, Wohnort, Zeit und Art des Todes, bezw. der Auffindung,

Zugleich empfehlen wir Ihnen die genaue Beobachtung der in dieser Beziehung bestehenden Vorschriften: Gesetz v. 16. April 1877

(Reg.⸗Bl. Nr. 15

verweisen Sie auf Küchlers Handbuch, Band II, Seite 591.

unser Amtsblatt Nr. 11. v. 3. Juli 1877 und unser Ausschreiben vom 23. Februar 1882 im Kreisblatt Nr. 24 und

Wir weisen noch besonders darauf hin, daß in allen Fällen, welche unter das genannte Gesetz fallen, uns sofort berichtliche Anzeige

zu machen ist.

r. Braden.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Groß- und Klein-Karben.

Das abgeänderte Projekt über den etwa 69 ha umfassenden Gemarkungstheil, welcher durch den Ort Groß-Karben, durch die Kreis straße nach Burg-⸗Gräfenrode, durch den Mühlweg(Weg Nr. 157) und durch das unterhalb gelegene Wiesengelände begrenzt wird, liegt nebst den zugehörigen Akten und dem allgemeinen Meliorationsplan in der Zeit vom 8. bis 21. d. Mts. auf dem Büreau der Großh. Bürger

meisterei Groß⸗Karben zur Einsicht der Betheiligten offen.

Termin zur Entgegennahme von Einwendungen, welche schriftlich einzureichen sind, findet Donnerstag den 22. d. Mts., Vormittags

von 1011 Uhr, auf dem Rathhause zu Groß-Karben statt. Friedberg den 5. März 1894. 1125

Nichterscheinende sind mit Einwendungen ausgeschlossen.

Der Vollzugs⸗Commissär: Süffert. Friedberg am 1. März 1894.

Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche Ortsgerichtsbezirke des Amtsgerichtsbezirks Friedberg,

Wir benachrichtigen Sie, daß in der Kürze mit der Revision der Hypotheken⸗Bücher vom Jahr 1893,94 begonnen werden wird, und weisen Sie an, alle seit der letzten Revision stattgehabten Ein träge und Lößchungen nebst dem Register und dem topographischen Pfandverzeichniß vor dem bestimmten Termin, der Ihnen noch näher bekannt gegeben wird, einer genauen Prüfung nach Maßgabe Ihrer Instruktion zu unterwerfen, und dabei vorgefunden werdende Mängel zu beseitigen, auch die Akten instruktionsmäßig zu ordnen.

Diese von Ihnen alljährlich vorzunehmende Vorrevision, worüber Sie ein Protokoll aufnehmen und wozu Sie das Ihnen noch mitge theilt werdende Formular zu verwenden haben, hat sich vorzugsweise auf mangelnde Beglaubigungen und Unterschriften, fehlende oder wesentlich mangelhafte Einträge von Hypotheken oder Löschungen im Register, unvollständige Abschrift der amtsgerichtlichen Verfügungen, sowie Auslassung von Worten, unnöthige Angabe des Datums der gerichtlichen Verfügungen und unterlassene Unterstreichung derselben bei neuerrichteten Hypotheken, sowie instruktionswidrig vollzogene Lösch ungen zu erstrecken. Dieses Protokoll über die ortsgerichtliche Vor

revision ist sauber zu schreiben, da wir es der höheren Behörde vor zulegen haben. i

Sollten sich bei Prüfung der Namensregister und Vergleichung mit den gelöschten Hypotheken Anstände ergeben, insbesondere diese Löschungen im Register bei den Namen der Schuldner, Mitverpfänder und Unterpfandserwerber nicht gewahrt sein, so haben Sie sofort das Erforderliche nachzuholen.(gen. Nr. 26 vom Jahr 1889).

Im Revisionstermin werden wir auch Ihre Registratur einer Prüfung beziehungsweise Visitation unterwerfen, um zu ermitteln, ob die ortsgerichtlich protokollirten Vorträge über unbewegliche Gegen stände ordnungsmäßig und rechtzeitig bei Gericht vorgelegt worden sind.(gen. Nr. 20 vom Jahr 1890).

Die schuldvoll unterlassene Berichtigung von Mängeln vorbe merkter Art unterliegt angemessener Ahndung Verweis und selbst Geldstrafe.

In Fällen schwerer Pflichtverletzung werden wir sogar diszipli narisch gegen etwaige Schuldige vorschreiten.

Sellheim. Feick.

Deutsches Reich.

»Darmstadt. Der Professor Geh. Hofrath Dr. Thiel in Darmstadt wurde auf Nachsuchen, unter An erkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt und demselben die Krone zum Ritterkreuz 1. Kl. des Philipps⸗

Sozialdemokratie stehen.

A in 5 ih ee mente die Ermächtigung einzuholen, den Oester Anführung einzelner Fälle über die Benachtheiligung reichisch- 10

solcher Soldaten, die im Verdacht der Zugehörigkeit zur reichisch⸗ russischen Handelsvertrag, Kriegsminister v. Bronsart; ib. 5 weist die Behauptung zurück, daß die hannover'sche gleichzeitig Reitschule ein Spielklub sei. Das sei eine ungerechte 20. März in Wirksamkeit treten zu lassen.

falls er während der Osterferien zu Stande komme, mit dem Deutsch-russischen am

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ordens verliehen, der Arbeitsinspektor Kunkel in Marien⸗ schloß ebenfalls auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.

Berlin, 2. März. Der Kaiser wohnte der heutigen Sitzung des Landesbkonomiekol legiums bei, das über die Einwirkungen des Zuckersteuergesetzes und über das Kleinbahn wesen verhandelte.

2. März. Reichstag. Die Kommission für den russischen Handelsvertrag besteht aus folgenden Mit⸗ gliedern: Manteuffel, Mirbach, Frege, Hammerstein, Salisch, Holtz, Stumm, Kardoff, Hammacher, Möller, Bennigsen, Schulze⸗Henne, Bachem, Buol, Lieber, Heere⸗ man, Klose, Weidenfeld, Aichbichler, Weber, Rickert,

Lenzmann, Anker, Lotze, Herbert, Schippel, Schulze;

dazu noch ein Pole. DieNationalliber. Korrespondenz berechnet 14 Anhänger, 11 Gegner des Vertrags und drei Zweifelhafte. Die Berathungen beginnen morgen. Es fand sodann die zweite Lesung des Militäretats statt. Bebel wendet sich gegen das Hazardspiel in der Armee und spricht über das Eindringen militärischer

Uebertreibung. Mit großer Schärfe wendet er sich gegen die Behauptung, daß zu großer Luxus, ein Gigerlthum in der Armee herrsche. Er bespricht die einzelnen von Bebel angeführten Fälle, speziell den Fall Oppenheimer in Straßburg, und resumirt dahin, daß man einen er- klärten Sozialdemokraten nicht zum Vorgesetzten machen könne. Roesicke befürwortet die Bewilligung des 10 jährigen Dienstes für Volksschullehrer. Minister Bron⸗ sart erklärt sich prinzipiell dieser Frage geneigt; Ver⸗ handlungen mit dem preußischen Kultusministerium seien eingeleitet. Auf eine Anfrage Rickert's erklärt der Minister, daß die Militärverwaltung aufrichtig und ernstlich bestrebt sei, eine einheitliche Strafprozeßordnung für das gesammte Heer zu schaffen. Die erforderlichen Verhandlungen darüber sind abgeschlossen, doch hat der fertiggestellte Entwurf noch verschiedene Stadien der ge⸗ schäftlichen Behandlung zu durchlaufeu, sodaß der Zeit⸗ punkt seiner Einbringung noch ungewiß ist.

Ausland. f Oesterreich-Ungarn. Wien. Wie ver⸗

lautet, beabsichtigt die Regierung vom Parla

Budapest. Offiziös werden die Mobilisir ungsgerüchte auf flavische Intriguen zur Unter stützung der serbischen Radikalen und auf that sächliche, jedoch politisch bedeutungslose Dislo kationen ungarischer Truppen zurückgeführt.

2. März. Ueber tausend Studenten demonstrirten vor dem Hause Aponyi's und

der Redaktion desPesti Naplo, woselbst sie

das Blatt verbrannten, zogen hierauf vor den liberalen Klub und aklamirten den Präsidenten Podmanitzky und den Justizminister Szilagyi. Letzterer sagte: Wir werden trotz aller An feindungen tapfer und ausdauernd für die kirchlichen Reformen kämpfen, und brachte dann ein Eljen auf den Sieg aus. Die Studenten zerstreuten sich hierauf unter fortwährenden Eljenrufen. 5

3. März. Abgeordnetenhaus. Voerös