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Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des die Loose einer zum Besten der Freilegung des Doms zu
niß ertheilt worden,
lotterie im Gebiet des Großherzogthums zu vertreiben. t w plan 400,000 Loose à 3 M. ausgegeben werden dürfen und 475,000 M. zum
Friedberg den 31. Mai 1894.
Bekanntmachung.
Bemerkt wird, daß nach dem von der
Großherzogs ist dem Domfreiheitsverein zu Regensburg die Erlaub⸗ Regensburg innerhalb Jahresfrist zu veranstaltenden Geld⸗
zuständigen Behörde genehmigten Verloosungs⸗
Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müssen.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ur. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Staatsanwalt Clement in Gießen wurde zum Direktor der Zellenstrafanstalt Butzbach, der Gerichtsschreiber Franz in Oppenheim zum Gerichts⸗ schreiber in Mainz, der Hilfsgerichtsschreiber Melior in Mainz zum Hilfsgerichtsschreiber beim Landgericht der Prov. Rheinhessen, der Finanzasp. Dexheimer aus Beerfelden zum Steuereinnehmer in Alzey ernannt.
Berlin, 30. Mai. Der heutigen Parade der Berliner Garnison auf dem Tempelhofer Felde wohnten, außer dem Kaiser und der Kaiserin, der König von Sachsen, Prinz und Prinzessin Johann Georg von Sachsen, Herzog Ernst Günther, Prinz und Prinzessin Albrecht Prinzessin Friedrich Leopold,
von Preußen, ö 9 8 der Kriegsminister und die Militärbevoll— mächtigten der fremden Staaten bei. Der
Kaiser soll sich sehr zufrieden über die Leistungen der Truppen geäußert haben. Auf dem Hinweg und Rückweg wurde er von einer großen Menschenmenge stürmisch begrüßt. N
— 30. Mai. Die Civilgesetzbuch-Kommis— sion beendete heute die Berathung des Familien— rechts und begann die des Erbrechts. Dies ist das letzte Buch des Entwurfs. Die Vol— lendung des ganzen Werks steht somit nahe bevor.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest, 31. Mai. Die Audienz Wekerle's wird morgen und über— morgen fortgesetzt. An höchster Stelle waltet das Bestreben vor, die Gegensätze nach Thun— lichkeit auszugleichen. Ein Wechsel der Regie—
rung wird nicht gewünscht, vielmehr die Durch- flügels des Justizpalais, welcher nach der Straße Divino Amore gelegen ist. mand verletzt.
setzung der Ehevorlage mit allen Mitteln an— gestrebt, was schließlich auch gelingen dürfte. „Egyetertes“ veröffentlicht auffallende Aeuße— rungen Crispi's über die Lage. Crispi gra— tulirte Ungarn zu seinem Cabinetschef, der Muße genug habe, einer„impertinenten höfischen Reak— tion“ zu trotzen. Der König sei streng kon—
stitutionell, der Hof jedoch durchaus reaktionär.
Wenn Wekerle stürze und Ungarn eine ortho— doxe Regierung erhalte, müsse Crispi erklären,
daß der Dreibund unhaltbar sei, weil Italien mehr zu einem radikalen Frankreich als zu Diese
einem reaktionären Oesterreich neige. Mittheilungen des sonst verläßlichen„Egyetertes“ erregen großes Aufsehen.
31. Mai. Abgeordnetenhaus. nyi beantragt
zu vertagen. Der Kultus-Minister erklärt Namens der Regierung, er habe keine Ein— wendung gegen den Antrag zu machen. Eötvös
wünscht die Berathungen des Hauses überhaupt zu vertagen, da die beunruhigenden Preßbe— richte aus Wien unleugbar den Charakter einer Der Justizminister Szilagyi erwiedert, die Regierung würde es dem Hause gewiß anzeigen, wenn sie ihre Vor— Er schließe sich dem Vertagungsantrage au, jedoch, wie er ausdrücklich bemerke, nicht aus den von Eötvös
politischen Krisis trügen.
lagen nicht mehr vertreten könne.
angeführten Motiven.
Frankreich. Paris. 29. Mai. Die nunmehr festgestellte neue Ministerliste lautet: Dupuy Präsidium, Inneres und Kultus,
Senator —
Marine, Delcassé
Poincaré Finanzen, Felix Faure
General Mercier Arbeiten,
Lourties Handel,
Barthou öffentliche
Hanoteaux Außeres. 31. Mai.
Dupuy die übliche
Lehérisse bringt N über die Turpinaffaire ein und bemerkt, Turpin
3 Jahren Polizeiaufsicht, Verlust des Deputirten—
gehalten. Appo⸗ wegen Abwesenheit des Finanz— ministers die Berathung des auf der Tages— ordnung stehenden Gesetzentwurfes, betreffend die Einziehung eines Theiles der Staatsnoten,
Gucrin Justiz, Kolonien, Leyques Unterricht, Viger Ackerbau, Senator Krieg, Deputirter
In der Kammer verliest ministerielle Erklärung.
hierauf seine Interpellation
sei ein Verräther, wenn er die Erfindung wirk— lich dem Auslande verkauft habe. Aber die Verantwortung treffe die Männer, die sich ge— weigert hätten, in Verhandlungen einzutreten mit dem Erfinder des Melinits. Die Verant⸗ wortung erstrecke sich auf eine hohe Persön— lichkeit, die vor der Kammer nicht redepflichtig sei, aber der Redner erwarte eine Antwort, besonders vom Kriegsminister, auf die Frage, aus welchen Motiven dieser die Besprechung mit Turpin abgelehnt habe, da die von den Zeitungen angegebenen Motive unmöglich ge— nügend seien.
Spanien. Madrid, 30. Mai. Dem Ver⸗ nehmen nach weigerte sich die Senatskommission trotz der bestimmten Aufforderung der Regie— rung, in dieser Session über die Handelsver— träge mit Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Italien Bericht zu erstatten.
Italien. Rom, 31. Mai. Fortis reichte folgende Tagesordnung ein:„Die Kammer an— erkennt die Notwendigkeit, die finanziellen Be— dürfnisse durch neue Steuern zu befriedigen und geht zur Spezialdebatte über.“ Zanardelli be— antragt folgende Tagesordnung:„Die Kammer genehmigt das Finanzprogramm der Regierung nicht, da sie der Ansicht ist, daß das Gleich— gewicht des Budgets durch geringere Steuern und größere Ersparnisse hergestellt werden müsse.“
— 30. Mai. Heute Abend 105¾ Uhr ex⸗ plodirte mit starkem Knall eine Bombe auf der Fensterbrüstung des Erdgeschosses des Seiten— Es wurde Nie—
Palermo, 30. Mai. Das Kriegsgericht verurtheilte Defelice zu 18 Jahren Zuchthaus,
mandats und der Ehrenrechte; Bosco, Dasbate, Verro zu 12, Montalto zu 10, Pico zu 5 Jahren Zuchthaus und Verlust der Ehrenrechte; Petrina zu 3, Denzi zu 2 Jahren Gefängniß. Cassisa, Ciralli und Guli wurden wegen mangelnder Beweise freigesprochen.
Bulgarien. Sofia. Die wahren Ursachen Demission Stambulow's werden geheim Sie sind in dem Demissionsgesuch niedergelegt, welches 28 Seiten umfaßt. Falls Stambulow's Gegner ihn herausfordern, wird er Enthüllungen machen. Der„Polit. Korr.“ wird gemeldet, daß mit dem Rücktritte Stam— bulow's seit Monaten gerechnet worden ist. Das immer energischer gewordene Hervortreten der Opposition, welche sich immer mehr an den Fürsten herandrängte, soll den Entschluß Stam—
der
bulow's zur Reife gebracht haben; jedenfalls
stehe fest, daß internationale Momente, nament— lich angebliche Versuche zur einer Aussöhnung Rußlands
Herbeiführung mit Bulgarien mit dem Rücktritt Stambulows in keinem Zu—
wundet. Die Oppositionellen ergriffen hierauf die Flucht.— 31. Mai. Die allgemeine Auf⸗ regung nimmt zu. Die Umgebung des Palais und des Wohnhauses Stambulows ist mit Truppen besetzt. Als die Demonstranten gestern Abend sich gegen das Palais bewegten, wur— den sie von Kavallerie zerstreut. Der Kriegs— minister Petrow erschien am Fenster und forderte Namens des Fürsten die Menge auf, Demon— strationen zu unterlassen. Die Bewegung auf den Straßen war sehr lebhaft und die reitende Gendarmerie ist wiederholt gezwungen gewesen, die Menge zu zerstreuen. Der Polizeipräfekt wurde ausgepfiffen. Unter den Demonstranten befanden sich vornehmlich Studenten und Sozia— listen. Es herrscht thatsächlich der Belage— rungszustand und in ganz Bulgarien sind die Truppen in Bereitschaft. Aus Tatar-Bazard⸗ schik wird ein politischer Mord gemeldet und in Warna hat ein Zusammenstoß beider Par⸗ teien mit blutigem Ausgang stattgefunden. Alle Schulen sind geschlossen.
Aus Stadt und Land.
Lauterbach, 29. Mai. Das heute über unsere Gegend gezogene Gewitter hat hier leider ein Menschen⸗ leben zum Opfer gefordert. Der Landwirth Fink von hier, der auf dem Feld arbeitete, wurde von einem Blitzstrahl erschlagen, während zwei Mädchen in seiner unmittelbaren Nähe mit einer vorübergehenden Be⸗ täubung davonkamen.
Mainz, 30. Mai. wachsen. Er stieg in der Stunde um 2 Ctm. Wasserstand betrug heute Abend 1,90 Cim.
Darmstadt. Die diesjährigen Herbstübungen im Bereiche der 29. Division finden in der Provinz Starkenburg statt, und werden sich auf den Rodgau, den vorderen und mittleren Odenwald erstrecken. Vom 11. bezw. 13. Sept. ab beginnt das Divisionsmandver in der Gegend zwischen Reinheim und Reichelsheim mit verschiedenen Biwaks und dauert bis 19. Sept., wo die Truppen wieder in ihre Garnisonen zurückkehren.
Allerlei.
Stuttgart, 31. Mai. Auf der Strecke zwischen Amstetten und Geislingen brach an dem Güterzug Nr. 811 die Kuppelung zwischen der Maschine und dem Tender, wodurch der Lokomotivführer und der Heizer von der Maschine geschleudert wurden. Infolgedessen ist die flüchtige, führerlos gewordene Maschine durch Geislingen nach Amstetten gefahren und auf einen dork stehenden Güterzug gerannt, wodurch ein Weichenwärter getötet und einem anderen der Fuß abgefahren wurde.
Gotha. Als der Ermordung des Forstwarts Birnstiel in Brennersgrün verdächtig ist der Schiefer⸗ arbeiter Franke aus Röttersdorf, der seit 4 Jahren in Lehesten wohnt und vom ersten Augenblick an als der Morder bezeichnet wurde, verhaftet worden.
Gelsenkirchen, 29. Mai. Auf offener Straße erstach gestern Abend ein polnischer Bergmann, ein blut. junges Bürschchen, den ruhig und ahnungslos seines Weges gehenden Schneidermeister Jahn, begab sich dann nach Hause, legte das Mordmesser unter seln Kopfkissen und sich in das Bett, aus dem ihn die Polizet jedoch bald holte. Den Jahn hatte der Stich ins Herz ge⸗ troffen und sofort getodtet.
Nordhausen, 30. Mai. Das Schwurgericht ver⸗ urtheilte den Knecht Grünewald aus Brücken, den Morder der dortigen unverehelichten Gronitz, zum Tode.
Berlin, 31. Mai. Vor der 9. Strafkammer des Landgerichts wurde heute die bekannte Anklage gegen v. Thüngen und den Redakteur des„Volk“, Oder
Der Rhein ist heute rapid ge⸗ Der
sammenhang stünden.— 30. Mai. Bei der Fortdauer der Krisis steht fest, daß Stambulow von seinen Entschlüssen jetzt nicht abgeht.
Stdilow begab sich zweimal nach dem Palais, man bezweifelt aber, daß er ein Kabinet bilden aus Gegen 6 Uhr versammelte sich die Regierungspartei auf dem Platze der Kathedrale, um ihr Vertrauen gegenüber Stam⸗ sich das ge⸗ begegneten sich und es entstand eine heftige Schlägerei, wobei die Oppositionellen auch einige Revolver⸗ ver-
Shiwkow wurde
berufen.
könne. telegraphisch
Dresden
begab vor schnell
bulow auszudrücken. Gleichzeitig eine starke Gruppe der Opposition Regierungspalais, dessen Thüren schlossen wurden. Beide Parteien
schüsse abgaben. Eine Person wurde
winder, wegen Caprivi⸗ Beleidigung verhandelt. Das Urthell lautete gegen Thüngen auf 600 M., gegen Ober⸗ winder auf 150 M. Strafe. Memminger wurde frei⸗ gesprochen.
Spandau, 30. Mai. Um jand auf dem Hamburger Bahnhof ein Zusammensto zwischen einem Personenzug und einem von kommenden Güterzug statt. Waggons wurden schwer beschadigt; Fahrpersonals und drei
Breslau, 29. Mal. Hier Arbeiterfrau an der Cholera, hygienische Institut konstatirte.
Paris, 29. Mai.
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drei Personen d
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der seit dem Verlassen des Gefängnisses vergeblich ver⸗
sucht habe, sich von der Regierung eine Enischädigung s Melinit zu verschaffen, seine neueste Erfindung
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Berlin Die Maschinen und mehrere
Passagiere sind schwer verletzt. 5 starb plötzlich eine Breslauer
8 In der Abendausgabe des Temps“ publizirt der Direktor der Gesellschaft Pan- clastite einen Artikel, in dem er behauptet, daß Turpin,
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