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betressend ähnliche Schwindeleien verübte,

ersonen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird. Heinrich Maus von Burggemünden(B. 689,93); Otto Schulz von Duneyke (N. 1105 1 2 geboren am 14. Okt. 1841 in Breitenborn(V. 689,93); Heinrich Born, geboren am 3. Okt. 1845 in Nieder⸗Mittelau(V. 689/98 Ausschreiben. Zu dem Ausschreiben vom 30. v. Mts. wird noch bemerkt, daß das fragliche Frauenzimmer auch in Friedberg, in Bockenheim und in der

sich theilweise als Ehefrau des Zugführers Müller von Groß-Gerau bezeichnete und vorgab, sie wolle ihren an dem

betreffenden Orte im Hospitale krank liegenden Bruder oder Sohn besuchen, in Friedberg endlich ein braunes Henkelkörbchen stehen ließ, das sie offenbar an anderem

Orte gestohlen hatte(N. 932,93). Erledigungen.

in Friedberg; Philipp Hünerwolf von Ober⸗Eisenheim,

Friedberg den 4. Oktober 1893.

Otto Margraf von Lengfeld; Johannes Karl Martin Grüneberg; Friedrich Wilhelm Krauch von Friedberg,

durch Gendarm Heimbrecht in Bad⸗Nauheim.

durch Gendarm Steinbach

Der Hoßh eie Amtsanwalt: Lebrecht. 8

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der außerordentl. Professor Dr. Gundermann zu Jena wurde zum ordentl. Professor in der philos. Fakultät in Gießen ernannt, dem Pfarr⸗ amtskandidaten Köhler von Ober⸗Seemen die Pfarrstelle zu Hillesheim, dem Pfarrer Walter zu Merlau die evang. Pfarrstelle zu Engelstadt übertragen.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest, 5. Okt. Abgeordnetenhaus. Bei der Debatte über die

Petitionen betreffend die Antworten des Kaisers auf die Ansprachen der Deputationen in Boros Sebes und Güns beantragte Bartha Namens der äußersten Linken, der Regierung die Miß billigung des Hauses auszusprechen. Apponyi legte den Entwurf einer Adresse an die Krone vor, worin die Loyalität und das unerschütter liche Vertrauen der ungarischen Nation zum Monarchen hervorgehoben und die Bitte aus gesprochen wird, der Kaiser möge der unga rischen Nation bedingungslos vertrauen und die durch jene Antworten hervorgerufenen Be sorgnisse zerstreuen. Nach Apponyi erklärte Wekerle, die Regierung übernehme für den Inhalt der ihr bekannt gewesenen Antworten des Königs die volle Verantwortung; gegen staatsfeindliche Agitationen treffe die Regie rung die erforderlichen Maßnahmen und werde, falls es nöthig erscheine, neue Gesetzesmittel beantragen. Er kündigt die demnächstige Vor lage eines Gesetzentwurfes betreffend das Ver sammlungsrecht an.

Belgien. Brüssel, 5. Okt. Die Aus⸗ standsbewegung in den Becken von Mons und Charleroi ist im Nachlassen. Die Zahl der

Ausständischen hat sich beträchtlich vermindert. Ueberall herrscht Ruhe. Der Ausstand in den Bassins des Centre gilt als beendet.

Frankreich. Paris. Alle Staaten der Lateinischen Münzunion erklärten ihre Zustim mung zum Zusammentreten der Münzkonferenz am 9. Oktbr. Gegenstand der Verhandlungen ist, gewisse Detailfragen über die Anwendung der Konvention zu ordnen. Die Fragen des Bimetallismus und der Aufhebung der Kon vention werden nicht erörtert.

Eine von General Dodds am 3. Okt. eingelaufene Depesche meldet, daß Oberdahomey in Folge starker Regengüsse überschwemmt sei. Die Expeditionskolonne warte das Sinken des Wassers ab, um sich sodann nach dem Norden zu begeben. Behanzin bat neuerdings um Unterhandlungen; Dodds antwortete, es wür den ihm sehr ehrenvolle Bedingungen bewilligt, falls er sich zuvor völlig unterwerfe.

Spanien. Madrid, 5. Oktbr. Die ge sammte über 3000 Mann zählende Garnison von Malaga wird nach Melilla abgeschickt. Sobald sie dort eingetroffen ist, werden die Operationen zur Bestrafung der Kabylen be ginnen. Die Vertreter mehrerer auswärtiger Mächte hatten gestern mit dem Minister des

Auswärtigen, Moret, betreffs der marokka

nischen Frage eine Konferenz.

Amerika. Buenos Aires. Eine Meldung des Bureau Reuter von heute bestätigt, daß das Bombardement auf Rio wieder eröffnet ist. Die Banken seien geschlossen, alle Geschäfte stocken.

Aus Stadt und Land.

i. Friedberg. Wie alle Jahre so auch in diesem hat der Ortsgewerbeverein dahier nichts unterlassen, jüngeren Gewerbetreibenden in seinen Unterrichtsan stalten Gelegenheit zu geben sich im Zeichnen und in technischen Fächern gründliche Kenntnisse anzueignen. Wie sehr man diese Bestrebung des Vereins anerkennt,

zeigt der zahlreiche Besuch der Sonntagszeichenschule, in welcher 160 Schüler in 5 Klassen unkerrichtet wer

den. Auch die erweiterte Handwerkerschule wird diesen Winter wieder ihre für den Gewerbestand so überaus segensreiche Thätigkeit eröffnen. In zwei Klassen er⸗ folgt an allen Werktagen nach einem sorgfältig ausge⸗ arbeiteten Lehrplan der Unterricht. Hier können sich die Schüler die Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, um später einmal tüchtige, brauchbare Gewerbetreibende zu werden, nicht nur zu ihrem eigenen Nutzen und Vortheil, sondern auch zum Segen und zur Ehre des gesammten Handwerkerstandes. Der Schule, an welcher tüchtige Kräfte unterrichten, wird aus allen Kreisen das regste Interesse entgegengebracht und an die Eltern und Mitglieder des Ortsgewerbevereins Ersuchen, ihre Söhne, die einen gewerblichen Beruf er⸗ griffen haben, anzuhalten, die erweiterte Handwerker⸗ schule zu besuchen. Sämmtliche Anstalten des Orts⸗ Gewerbevereins, zu denen noch eine Werktagsabend⸗ schule zählt, werden vom Staat, dem Mathildenstift und der Stadt unterstützt. Sie unterstehen unmittelbar der Großh. Centralstelle für die Gewerbe, die auch in höchst anzuerkennender, bereitwilligster Weise alles aufbietet und kein Opfer scheut, die Schule zu fördern und deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Gießen, 4. Okt. In der heutigen Sitzung des Schwurgerichts wurde die dreitägige Verhandlung gegen Peter Nies und Heinrich Gömmer 11. von Rinderbügen beendigt. Die Geschworenen hatten sämmtliche auf Meineid und fahrlässigen Falscheid gerichteten Schuld- fragen verneint, worauf der Gerichtshof die Angeklagten von Strafe und Kosten freisprach, die Staatskasse auch in die Vertheidigungskosten und die den Angeklagten durch Ladung der meisten Entlastungszeugen erwachsenen

ergeht das

kunft über den Zweck der Instrumente. Die Polizei glaubt Anhaltspunkte zur Annahme zu besitzen, daß Dr. de Jong mit Jack dem Aufschlitzer identisch ist, zumal erwiesen ist, daß Dr. de Jong während der Frauen⸗ morde in Whitechapel in London weilte. Die holländische Polizei übermittelte die Ergebnisse der Untersuchung den Londoner Behörden, welche mehrere Detektivs hierher entsandten. Die Geschichte ruft immer größere Sensation De Jong wurde in der Stadt Arnhem in Holland als Sohn eines Maurers geboren. Im Alter von 16 Jahren verließ er das Elternhaus und ging nach Amerika. In Boston studirte er Medizin, wenigstens hat er Zeugnisse und Doktordiplome von der dortigen Universität. Dieselben sind aber möglicherweise gefalscht und wurden deshalb an die niederländische Gesandt⸗ schaft in Washington zur weiteren Nachforschung geschickt. Vor einigen Jahren kehrte er nach Amsterdam zurück und begann die ärztliche Praxis auszuüben. Des Mordes seiner beiden Frauen ist er überführt, aber er soll noch eine Anzahl anderer Morde auf dem Gewissen haben.

New⸗Orleans, 4. Okt. Die Zahl der Menschen, die durch den Cyclon und die Springfluth in der Nacht von Sonntag zu Montag getödtet wurden, wird neuer⸗ dings auf zweitausend angegeben.

Unsere Obst⸗ und Weinfässer.

Es naht die Zeit heran, wo die Gebinde wieder gefüllt in den Keller eingelegt werden sollen, sei es mit Most oder Wein. Der heutige reiche Obstsegen veranlaßt Manchen,

Auslagen verurtheilte. Auch wurde der gegen die Angeklagten erlassene Haftbefehl aufgehoben. 4. Okt. Schwurgericht. Zur Verhandlung kommt die Strafsache gegen Lorenz Schmidt von Oppenrod, wegen Todtschlags⸗ versuchs und Bedrohung. Nachdem die Geschworenen die ihnen vorgelegten Fragen bezüglich des Todtschlags⸗ versuchs verneint, bezüglich der Bedrohung und der ge fährlichen Körperverletzung aber bejaht hatten, wurde der Angeklagte in eine Gesammtgefängnißstrafe von 11 Monaten abzüglich 2 Monaten Untersuchungshaft nebst Kosten verurtheilt.

Darmstadt. Nach einer in diesen Tagen erschie nenen Bekanntmachung der Großh. Staatsschulden-Kom⸗ mission werden von der Hauptstaatskasse dahier in der Zeit vom 16. bis 30. Oktober d. J. Anmeldungen auf das neue, zur Deckung von Nebenbahnbaukosten be stimmte Hessische 31 procentige Anlehen angenommen. Es werden Stücke von 200, 500, 1000, 2000 und 5000 Mark zum Parikurs ausgegeben und dem Be steller unmittelbar gegen Bezahlung des Kaufpreises verabfolgt. Stückzinsen werden erst vom dritten Tage nach Eintreffen der Anmeldung, Schlußnotenstempel nur zur Hälfte berechnet. Die Zinscoupons werden bei de Hauptstaatskasse und sämmtlichen an dieselbe abliefe⸗ rungspflichtigen Kassen, also u. a. bei jeder Distrikts⸗ einnehmerei, sowie bei den besonders beauftragten Bankr häusern halbjährlich am 1. April und 1. Oktober ein⸗ gelöst. Die hessische Finanzverwaltung, die sich bekanntlich in der ebenso seltenen, wie glücklichen Lage befindet, mit einem nur ganz geringfügigen Schuldenbetrag rechnen zu müssen und seit langer Zeit von ihrem Credit keinen Gebrauch gemacht hat, gibt durch die neue Anleihe die gewiß vielen erwünschte Gelegenheit zu einer unbedingt sicheren und zugleich vortheilhaften Kapital- anlage. Daß dabei zugleich, vielfach geltend gemachten Wünschen entsprechend, auch dem Publikum wiederum eine Gelegenheit geboten wird, innerhalb einer gewissen Frist Obligationen auch unmittelbar von der Haupt staatskasse zu beziehen und dadurch unnöthige Kosten zu ersparen, wird sicherlich Zustimmung sinden und viel fach gerne benutzt werden. Wenn daher die Sparkassen, Vormundschaften und größere Vermögensverwaltungen durch die neue Anleihe eine willkommene Gelegenheit zur Anlage größerer Baarbestände finden, so ist ebenso auch denjenigen, die nur kleine Beträge zur Verfügung haben, die Moglichkeit zu einer bequemen und günstigen Kapitalanlage geboten. Für die Berücksichtigung der Anmeldungen entscheidet, wie in der Bekanntmachung ausdrücklich betont wird, nur die Zeit des Eintreffens der Bestellung nicht deren Umfang, eine Bevorzugung nach irgend welcher Seite hin ist also unbedingt aus⸗ geschlossen. Eine möglichst umfangreiche Betheiligung an der Nebenbahnanlage aus allen Kreisen des Landes ist nicht nur im Interesse des Staates zu wünschen, sondern kann auch vom rein geschäftlichen Gesichtspunkt aus nur empfohlen werden.

Allerlei. Amsterd am, 2. Okt. DerNicnwe Rotterdam''sche Courant meldet, daß im Besitze des vor kurzem ver⸗ hafteten FrauenmördersDr. de Jong medizinische Instrumente gefunden worden seien, wie sich ihrer Jack der Aufschlitzer bei der Verstümmelung von Frauenleichen

sein Getränke nicht nur für das kommende Jahr, sondern auch für einen längeren Zeit⸗ abschnitt zu bereiten. Die erste Bedingung nun, um ein gutes, haltbares Getränk zu er⸗ halten, ist die, daß das Getränke in einem gut . Faß untergebracht werde. In dieser Abhandlung sollen weniger die bekannten Küferregeln besprochen, noch viel weniger kritisirt, sondern es soll nur an einige Punkte, die jetzt vor dem Herbst Beachtung verdienen, erinnert werden. Wer hätte in gegen⸗ wärtiger Zeit nicht Fässer aufzuweisen, die Jahre lang leer geblieben sind und wie sieht es nun in deren Innern aus? Auch wenn die ehemals ausgeführte Reinigung pünktlich vorgenommen wurde und wenn das Faß von Zeit zu Zeit geschwefelt worden, ist die Schim⸗ mel⸗ und Moderbildung an den innern Dauben seiten nicht ausgeschlossen. Die Gefahr ist dann sehr groß, daß das neue Getränke einen schlechten Geschmack annimmt oder sogar un genießbar werden kann. Es ist daher nöthig, die leeren Fässer vor dem Gebrauch genau zu untersuchen und dieselben ganz besonders reinigen zu lassen. Manche meinen, dieses Reinigen sei unnöthig, weil ja sofort neuer Wein oder Most in dieselben komme, welche dann durch die Gärung alle unreinen Bestandtheile als Bodensatz mit der Hefe zu Boden sitzen und dann mit letzterer entfernt werden könne. Allein im noch gärenden Getränke macht sich dieser Modergeschmack weniger spürbar, dagegen tritt er aber deutlich hervor, wenn das Getränke vollständig klar geworden ist. Die Gefahr des Schimmelns der Fässer ist im Frühjahr am größten, weil die Kellerluft feucht und dumpf ist. Bei der Reinigung gesammelter oder schimmelverdächtiger Fässer muß zuerst die innere Wand mit kaltem Wasser tüchtig ausgebürstet werden. Man vermeide dabei heißes Wasser, sonst entstehen riechende oder schmeckende Stoffe, welche in das Holz ein⸗ dringen und daraus nur schwer zu entfernen sind. Zur weiteren Reinigung kann heißes Wasser verwendet werden in dem Soda auf gelöst ward. Man nimmt hier auf 100 Liter Wasser ½ Pfund Soda und spült das Faß mit dieser Lösung tüchtig aus. Manche setzen dem Wasser gelöschten Kalk zu. Derselbe zer⸗ stört wohl das Pilzgewebe im Holz, greift letzteres aber selbst an, setzt sich in dessen Poren

bedient haben muß. De Jong verweigerte jede Aus

fest und gelangt somit später in das Getränke.

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