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Betreffend: Die Reolsion der Hypothekenbücher vom Jabre 1892/93.

Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg daß in der Kürze mit k der letzten Revision stattgehabten Einträge und Löschungen

Wir benachrichtigen Sie, und weisen wir Sie an, alle seit b Pfandverzeichniß vor dem bestimmten Termin,

Instruktion zu unterwerfen und dabei vorgefundene Mängel zu beseitigen, Ihnen vorzunehmende jährliche Vorrevision,

Diese von

der Revision der Hypothekenbücher der Ihnen noch näher bekannt gegeben wird,

worüber Sie ein

Friedberg den 2. März 1893.

an sämmtliche Ortsgerichtsbezirke des Amtsgerichtsbezirks Friedberg.

vom Jahre 1892/93 begonnen werden wird, nebst dem Register und dem topographischen einer genauen Prüfung nach Maßgabe Ihrer

auch die Akten instruktionsmäßig zu ordnen. Protokoll aufzunehmen und wozu Sie das Ihnen noch

mitgetheilt werdende gedruckte Formular zu verwenden haben, hat sich vorzugsweise auf mangelnde Beglaubigungen und Unterschriften,

fehlende oder wesentlich mangelhafte Einträge Verfügungen, sowie Auslassung von Worten, derselben bei neu errichteten Hypotheken, sowie

Dieses Protokoll über die ortsgerichtliche g Sollten sich bei der Prüfung der Namensregis diese Löschungen im Register bei den Namen der Schuldner,

das Erforderliche nachzuholen.(gen. Nr. 26 v.

unnöthige Angabe des D

von Hypotheken oder Löschungen im Register,

unvollständige Abschrift der amtsgerichtlichen

atums der gerichtlichen Verfügungen und unterlassene Unterstreichung

instruktionswidrig vollzogene Löschungen zu erstrecken.

Vorrevision ist sauber zu schreiben,

Jahr 1889.)

da wir es der höheren Behörde vorzulegen haben. ter und Vergleichung mit den gelöschten Hypotheken Anstände ergeben, insbesondere Mitverpfänder und Unterpfandserwerber nicht gelöscht sein, so haben Sie sofort

Im Revisionstermin werden wir auch Ihre Registratur einer Prüfung, beziehungsweise Visitation unterwerfen, um zu ermitteln, ob

die ortsgerichtlich protokollirten Verträge über unbewegliche

(gen. Nr. 20 v. Jahr 1890.)

Die schuldvoll unterlassene Berichtigung von

Geldstrafe.

In Fällen schwerer Pflichtverletzung werden wir

Gegenstände ordnungsmäßig und

Sellheim.

rechtzeitig bei Gericht vorgelegt worden sind.

Mängeln vorbemerkter Art unterliegt angemessener Ahndung Verweis und selbst

sogar disciplinarisch gegen etwaige Schuldige vorschreiten.

Feick.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Dem Gymnast llehrer Professor Dr, Stiegell zu Mainz wurde das Ritterkreuz J. Kl des Philsppsordens verliehen und derselbe auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand ver setzt, dem Privatdiener Fr. Fischer in Darmstadt das Allg. EhrenzeichenFür langjährige treue Dienste verliehen.

Postpersonal Nachrichten. Versetzt sind: Der Postkassierer Röthe von Darmstadt nach Trier als Postinspektor, der Ober Postdirekttonssekretär Hoffmann von Erfurt nach Darmstadt als Postkassierer, der Post sekretär Kohl von Remilly nach Mainz und der Post assistent Gärtner von Grünberg nach Malnz. Der Post anwärter Reinhard in Darmstadt wurde als Postassistent angestellt; der Postmeister Ensinger in Langen und der Postverwalter Rebscher in König l. O. sind gestorben

Berlin, 3. März. Reichstag Zweite Lesung des Etats der Reichspost und Telegrapbenverwaltung Die Kommission hat eine Resolutton gefaßt, den Reichskanzler zu ersuchen, die Aus dehnung des Systems der Dienst qlterszulagen für die Unterbeamten der Reichspost und der Telegraphenverwaltung ohne Schädigung ihrer Be zuͤge wiederholt in Erwägung zu ziehen. Bei dem Kapi tel 3, Gehalt des Staatssekretärs, bezeichnet Schmidt Elberfeld die Erhöhung des Maximalgewichts für in ländische Briefe für einfaches Porto für nothwendig Staalssekretär von Stephan bemerkt, Briefe, welche mehr wie 15 Gramm wiegen, kämen verschwindend wenig vor, dagegen würde der Ausfall für das Reich fünf Millionen betragen. Er werde die Frage aber im Auge behalten. Die Milttärkommission verhandelte heute über die vierten Bataillone. v. d. Schulenburg hat im Namen der Conservattven nichts dagegen einzuwenden. Henze(frets.) ist prinzipiell für dieseben, womit er sich aber nicht für die geforderte Heeresvermehrung verpflichtet. Eine Abstimmung hat nicht stattgefunden. 4. März Reichstag. Die zwelt, Lesung des Postetats wird fort gesetzt. Stoatssekretär v. Stephan steht sympathisch der Penstonirung der Postogenten au dem Lande gegen über, wozu aber eine große Summe erforderlich sei Man habe bereits wiederbolt versucht, ein neues System der Postgebübr zu finden, allein die Sache sei sehr schwierig Die Zabl der beförderten Zeitungen sei un geheuer Ende des Frübjahrs fände eine Konferenz statt, in welcher die Angelegenheit erörtert werde. Der nächst jährige Reichstag werde sich damit beschäftigen. v. Keu dell(R P) meint, es wäre besser gewesen, den Assi slentenverbond zu verbieten, weil es für den großen Organismus der Postverwaltung nur ein Schaden sein könne, wenn eine einzelne Gruppe sich absondere und eine besondere Stellung mit eigenem Preßorgan einnehme Baumbach(freis.) bespricht nochmals die Erböhung der Gewichtsgrenze der einfachen Briefe und bittet um Beseitigung des Strafportos. Er regt die Frage der Alterszulagen für Postbeamte an.

Ausland.

Luxemburg. Luxemburg. Erbgroßher zog Wilhelm hat sich offiziell mit der Herzogin von Braganza verlobt.

Oesterreich-Ungarn. Reichenberg. In einer Versammlung der Glasarbeiter wurde beschlossen, am 6. d. M. in den Ausstand ein utreten. Der Ausstand gilt allgemein als aus sichtslos

Dänemark. Kopenhagen, 2. März. Das Folkething genehmigte heute mit 69 gegen 17 Stimmen das gesammte Budget.

Belgien. Lüttich, 3. März. Ein in der Salle Populaire abgehaltenes Meeting der Ar beitslosen hat nach mehreren heftigen Reden

senden, um den Minister zu bitten, öffentliche Arbeiten in Angriff nehmen zu lassen.

Gent, 4. März. Es sind hier wiederum Unruhen zwischen den sozialistischen und anti⸗ sozialistischen Arbeitern wegen einer Beleidig ung des Scozialistenführers Ansele ausge brochen. Gestern Abend kam es zu blutigen Zusammenstößen, wobei die Polizei wiederholt die Ordnung wieder herstellen mußte. Frankreich. Paris. Es wird ein Zwist zwischen Ferry und Casimir Perier befürchtet, da beide Candidaten für das Präsidium der Republik sind. Man glaubt, daß beide bald ihre Agitation zur Gewinnung von Anhängern beginnen werden.

Aus London wird gemeldet, die eng lische Regierung komme bei der französischen darum ein, zum Zwecke der Regelung der Diffe⸗ renzen zwischen Frankreich und Siam den Spruch eines Schiedsrichters anzunehmen.

Großbritannien. London, 3. März. Ein englisches Geschwader erhielt Befehl, sich in einem Hafen in der Bai von Bengalen be reit zu halten, um über Suez nach Egypten sich zu begeben.

Grantham, 2. März. Die Kaiserin Fried⸗ rich und die Prinzessin Heinrich von Batten berg sind heute hier eingetroffen.

Italien. Rom. Aus guter Quelle ver⸗ lautet, der Herzog von Aosta sei auf seiner letzten Reise beauftragt worden, die Königin von England zum Besuch Italiens und des Königs Humbert einzuladen. Die Königin habe auf den Rath Gladstones die Einladung ange nommen. Der Besuch fände in Florenz statt. Diplomatische Kreise glauben, der Besuch der Königin erfolge incognito.

3. März. Heute fand in der sixtinischen Kapelle das Krönungsfest des Papstes mit außergewöhnlichem Gepränge statt. 36 Kardi näle und das ganze diplomatische Korps waren anwesend. Der Papst trug den Brillantring des Kaisers.

Serbien. Belgrad, 3. März. In Tyane im Unficzaer Kreise fanden blutige Ausschrei tungen statt. Die Volksmenge entwaffnete die Gendarmen, welche vertrieben wurden. Der Stuhlrichter wurde todt geprügelt.

4. März. Der Abgeordnete Joksimo vies wurde wegen Hochverraths verhaftet. In der Ortschaft Tyane stellte Militär die Ord nung wieder her und nahm 40 Verhaftungen vor.

Amerika. Buenos-Aires, 3. März. Einer Drahtmeldung zufolge nimmt die Revolution in Rio Grande zu. Die Insurgenten nahmen nach kurzem Widerstande Dompeditro und Capacuba. Der Verlust der Rebellen ist un erheblich, da die meisten der Regierungstruppen zu den Insurgenten übergingen. Santa Anna ist von 2000 Insurgenten umzingelt. Von Rio Janeiro wurden 3 Bataillone nach Rio

beschlossen, eine Abordnung nach Brüssel zu

Grande gesandt.

Washington. Nach der vom Kongreß ge nehmigten Bill Chandler wird das Verbot der Einwanderung nach den Vereinigten Staaten auf Personen von über. 16 Jahren ausgedehnt, welche verkrüppelt, erblindet oder des Lesens und Schreibens unkundig sind, auf Personen, die mit körperlichen Gebrechen behaftet dem Staate zur Last fallen könnten, sowie auf Mit⸗ glieder von Vereinigungen, welche verbrecherische Bestrebungen gegen das Leben und Eigenthum begünstigen.

Aus Stadt und Land.

. rr Friedberg. Am letzten Donnerstag Abend fand auf dem Windecker'schen Felsenkeller dahter, die Generalversammlung des htesigen Vorschuß und Credit; Vereins, e. G. m. u. H., uͤber das am 31. Dezember 1892 abgelaufene Geschäftsjahr, das 29. seit Bestehen des Verels, unter dem Vorsitz von Bürgermelster Stein häußer statt. Kaufmann M. Gauff hier wurde zum Protokollführer ernannt und ersucht, das Protokoll vom 29 Dezember 1892 zu verlesen. Nachdem dies geschehen und Niemand etwas hiergegen zu erinnern wußte, er ledigte das Vorstandsmitglied J. Dörr den 1. Punkt der Tagesordnung:Geschäftsbericht des Vorstandes. Aus dem Referat war zu entnebmen, daß der Gesammt umsatz des Vereins 25,666,448 M. getzen 25,916,171 M. in 1891 betrug und einen Reingewinn von 41,158 95 M. gegen 35,045 84 M. erzielt wurde. Die Mitgliederzahl ist auf 994 gestiegen und hat deren Stammkapital die Höhe von 377,888 32 M. erreicht. Ueber den 2. Punkt der Tagesordnung berichtete der Volsitzende, indem er eine Anzahl Revistons und Prüfungsprotokolle verlas, worauf die Versammlung den Vorstand für das abge laufene Geschäftsjahr entlastete. Der 3. Punkt:Ver⸗ theilung des Gewinn⸗Saldos fand folgende Genehmig⸗ ung: Die Mitglieder sollen eine Dioidende von 8 pCt. mit 28,585.36 M erhalten, der Hauptreserve werden 3691 M., der Spezlalreserve 459660 M., der Haus⸗ reserve 2000 M. überwtesen; auf Mobilten soll eine Ab- schretbung von 187.95 M. erfolgen und der Rest mit 302890 M. auf neue Rechnung vorgetragen werden. Mit diesen Zuweisungen betragen die Gesammtreserven 127,000 M und das Verhältniß des eigenen Vermögens zu dem fremden Betriebskapital stellt sich auf 37,48 pCt. Ueber die soastige Eatwickelung des Vereins, gibt der ausgegebene Geschäftsbericht näheren Aufschluß.

Friedberg. Dte bevorstehende Einführung der mitteleuropätschen Zeit in Deutschland, und zwar nicht bios in allen Zeitangaben der Verkehrs anstalten, sondern auch im Ganzen bürgerlichen Leben, hat bei den bethei⸗ ligten Behörden schon den Anlaß zu Erwägungen über die Maßregeln gegeben, durch welche die sormale Ein heitlichkeit der Zettangaben nunmehr auch konsequent und vollständig zu verwirklichen sein würde. Es liegt auf der Hand, daß nur durch eine energische und einheitliche Durchführung der gesetzlichen Bestimmunzz in den Uhren⸗ ingaben, nämlich durch die größtmögliche Sicherung der Uebereinstimmunz der Angaben aller öffentlichen Uhren im ganzem Lande, der Fortgang der Geltung der alten Zeitangaben und die daraus hervorgehende Unsicherhelt verhütet werden kann. Ins desondere ist es auch klar, daß die noch immer bestehenden, keineswegs unerheblichen Unterschtede der Uhrenangaben an einem und demselben Orte jetzt noch viel wensger als früher zu dulden sein werden, weil demnächst besonders- an den zahlreichen Octen, an denen die Unterschtede zwischen der neuen Elaheitszeit und den alten Ortszeiten nur wenige Minu- ten betragen, durch das Hinzukommen von Uhrenfehlern die Unsicherhelt darüber, mit welcher von den beiden Zeitarten man es im besonderen Falle zu thun hat, sehr delastend werden könnte. Es liegt durchaus im Interesse Aller,(auch im Sinne derjenigen, welche an die dauernde Beseitigung der Ortszeiten nicht glauben), daß die ganze

Neuerung, welche jedenfalls für die Verkehrsanstalten

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