Betreffend: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der III. Periode 1888/89.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir beauftragen Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende dieses Monats in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der im Monat Juni 1889 gerichtlich erkannten Forst⸗ und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen des Monats
Friedberg den 22. Juli 1889.
August 1889 und zwar mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an die betreffenden Districtseinnehmereien stattzufinden hat und daß nach fruchtosem Ablauf dieser Frist gegen die säumigen Schuldner das für sie mit Kosten verbundene Beitreibungsverfahren eingeleitet wird.
Betreffend: Dle im Jahr 1888 durch die Großherzoglichen Landgestütsbeschäler bedeckten Stuten und die davon
gefallenen Fohlen.
Dr. Braden. Friedberg den 25. Juli 1889.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Verfügung vom 4. Juli l. J., Kreisblatt Nr. 79, bringen wir andurch mit Frist von drei Tagen bei Meidung
von Strafe in Erinnerung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz unter der Bedingung,
Bekanntmachung.
Dr. Braden.
daß die Locomobilen mit Steinkohlen und Coaks geheizt werden und mit das Funkenwerfen wirksam verhindernden Funkenfängern versehen sind, es für zulässig erklärt hat, daß die Polizeibehörden die Genehmigung zur Aufstellung von Locomobilen der Dampfdreschmaschinen in einer Mindest⸗ entfernung von drei Metern von Gebäuden und feuerfangenden Gegenständen, Waldungen und öffentlichen Wegen ertheilen.
Nach§. 10 der Verordnung vom 4. August 1857,„die Anlage und den Gebrauch von Dampfkesseln betreffend“, von transportabeln Dampfmaschinen in jedem speziellen Falle die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen.
ist zur Aufstellung Die Großherzogliche Gendarmerie
und das Polizeipersonal ist angewiesen worden, sich bei gegebener Gelegenheit von der ordnungsmäßigen Beschaffenheit der Funkenfänger, sowie davon zu überzeugen, daß Stroh und sonstige leicht feuerfangende Gegenstände nicht in einer Entfernung von weniger als 3 Metern von der Locomobile gelagert werden, sowie daß beim Betrieb nur mit Brennöl und nicht mit Petroleum gespeiste Laternen angebracht werden.
Friedberg den 24. Juli 1889.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Meine unterm 18. Mat 1889 gegen Hafecke, Friedrich, aus Hanau, zuletzt auf der Dögelmühle bei Groß-Karben bedienstet, sowie unterm 18. Juni l. J. gegen Bosecke, Johanna, von Wismar in Mecklenburg, Schausplelerin, zuletzt bei Theaterunternehmer Peters beschäftigt, erlassenen Ausschreiben bringe ich hiermit in Erinnerung.
Friedberg den 23. Juli 1889.
Der Großherzogliche Amtsanwalt.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Großherzog wird in Folge einer Einladung des Fürsten von Büdingen die Landesgewerbeausstellung in Büdingen zwischen dem 22. und 25. Augqust besuchen.
Berlin, 24. Juli. Kaiser Wilhelm ist heute Nachmittag bei kurz vor der Einfahrt einge— tretenem leichten Regen wieder in Bergen in Norwegen eingetroffen. Der Kaiser, welchem die Reise vortrefflich bekommen ist, blieb an Bord. Bei der Abendtafel brachte der Kaiser das Wohl der Erbprinzessin von Sachsen Mei— ningen aus, deren Geburtstag heute ist. Von Bergen erfolgt die direkte Ueberfahrt ohne an— zuhalten nach Wilhelmshaven.
Bremen. Die Kaiserin trifft am Sonntag Abend mit dem Schnellzuge von Hannover auf dem hiesigen Bahnhofe ein, um nach kurzem Aufenthalte die Reise nach Wilhelmshaven fort— zusetzen.
Berlin, 25. Juli. Der gestern hier ein— getroffene siamesische Prinz Sai Sanitwougse machte heute dem Staatsminister Grafen Herbert Bismarck einen Besuch.
— Bei der bevorstehenden Kaiserzusammen— kunft wird der Reichskanzler in Berlin anwesend sein, sowie das gesammte preußische Staats— ministerium und die Chefs der Reichsämter.
Bergeborbeck, 25 Juli. Der Streik auf Zeche Dahlbusch scheint beendet; heute fruͤh sind 480 Mann angefahren.
Schweidnitz. Von 15 weiteren wegen der Excesse im Waldenburger Streikgebiet des Land— friedensbruchs angeklagten Bergleuten verur— tbeilte das Schwurgericht einen zu vierjähriger Zuchthausstrafe und 13 zu ½ bis zweijährigem Gefängniß; einer wurde freigesprochen.
Karlsruhe, 25. Juli. Der gestrige Tag verlief bei dem Erbgroßherzog mit Nachmittags
mäßig ansteigendem Fieber ohne andere störende Erscheinungen als Hustenanfälle; letztere gestat— teten auch in der zweiten Hälfte der Nacht keinen anhaltenden Schlaf. Heute ist das Fieber mäßig, die örtlichen Erscheinungen links sind zurückge— gangen, das Allgemeinbefinden ist befriedigend.
Ausland. Frankreich. Paris. Dreißig Beamte der Octroi- und Armenverwaltung wurden wegen Verbindung mit Boulangisten entlassen.
Aus Stadt und Land.
k. Friedberg. Die nächsten kritischen Tage nach Falb sind der 29. Jult, 1. August, 9 September und 24. Oktober. Der 29. Jult ist ein kritischer Tag zweiter Ordnung, die übrigen dagegen solche erster Ordnung.
Allerlei.
Rom, 25. Juli. Dem„Messagero“ zufolge sind in Prata, Provinz Avellino, bei Abbrennung eines Feuer— werks 3 Personen getödtet, 46 verwundet worden, da— runter 28 schwer.
Handel und Verkehr.
Gießen, 23. Juli. Der heute dahter abgehaltene Viehmarkt war ziemlich befahren. Aufgetrieben waren 1524 Stück Rindvieh und 351 Schweine. Am Tage vor dem Markt zeigte sich schon große Kauflust und wurden am selben Tage viele Käufe abgeschlossen. Eine merkliche Aenderung in den Preisen war jedoch nicht eingetreten. Nächster Markt Dienstag den 6. und Mittwoch den 7. August d. J., am letzteren Tage auch Krämermarkt.
Frankfurt, 25. Juli. Fruchtbericht. Hies. Welzen— mehl Nr. 0 M. 3 1.00— 32.00, Nr. 1 M. 29.00 30.00, Nr. 2 M. 24.50- 25.50, Nr. 3 M. 23.50— 24.50, Nr. 4 M. 19 bis 20.00, Nr. 5 M Brodmehl im Verband M. 54.00- 56.00, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 25.00- 25.50, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 25.50- 26.00, Nr. 0/1
M. 22.50— 24.50, Nr. 1 M. 22.50— 23, Nr. 2 M. 17.00 schaaren. Die Fahrräder, mit eisernen Naben versehen,
Krämer. Geld⸗Cours. Frankfurt am 25. Juli 1889.
Geber. Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20⸗Frankenstücke„ e do. n /, 1% Englische Sovereigns... 20. 39 20. 84 Russische Imperiales.. 16. 73 16. 69 Ducaten. 5 9. 63 9. 58 „ l maren, 9. 68 Dollars in Gold 4. 19 4. 16
Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 6. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer.
Gottesdienst in der Stadtkirche. a Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köst lin. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Schwabe.
Gottesdienst in der Burglirche⸗ Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Katechismuslehre.
Katholische Gemeinde. Samstag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 7 Uhr: Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
2 Uhr: Chrtistenlebre und Andacht.
— leber Säemaschinen wird uns berichtet:
Die neueste und vollkommenste Säemaschine ist un⸗ streitig die patentirte Berolina von der Actien-Bes. H. F. Eckert in Berlin O., Weidenweg. Man kann sit als eine bedeutend verbesserte Saxonia betrachten, denn sie hat deren sämmtliche Vorzüge und dabel noch zahl— reiche, sehr wichtige Verbesserungen und Neuerungen.—
Alle Früchte, Rüben, Raps, Mais, Bohnen, Erbsen ze.
16.00 17.00, Milchbrod- und werden mit einer und detselben Säewelle ohne Aenderung
gesät.— Nur ein einziges Rad ist bei verschledenen Saatmengen auszuwechseln.— Sie hat Kasten Entleerung, bedarf keiner Regulirung, hat bedeutend verbesserte Stahl
bis 19.00, Weizenkleie M. 8.00, Roggenkleie M. 9 bis können nicht lahm werden u. s. w.—
9.25, Speizspreu M. 2.40, Rüböl im Detail M 70 bis
Landwirtbe, welche eine Säemaschine anschaffen wollen,
72. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, mögen sich eine Berolina ansehen, oder sich eine solche
häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen.
auf Probe geben lassen.—
Der heutigen Nummer unseres Anzeigers liegt ein Prospekt über das bekannte Kochbuch von Henriette Davidis bei, auf den wir besonders unsere geehrten
Leserinnen hiermit aufmerksam machen.
Davidis Kochbuch kann als billiges und praktisches Hilfsmittel für die Küche allen Frauen und Köchin nen— 3
warm genug empfohlen werden, und wird namentlich für die jetzt beginnende Einmachezeit jeder Haushaltungenn entbehrlich sein.
Jagd Verpachtung.
Montag den 5. August d. J., Vormittags 10 Uhr, soll auf biesigem Rathhaus die Feldjagd der in eireg 2200 Morgen bestebenden Feldlage zur Ausübung auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden.
Schwalheim den 26. Jult 1889.
Großherzogliche Bürgermeisterei Schwalheim. 2801 Hensel.
Ein ordentliches Maͤdchen
kann ein Zimmer mit Bett erhalten.
F. J. Nees.
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