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nicht das finanzielle Interesse des Reiches dem entgegenstehe.
— Der„Köln. Ztg.“ schreibt man, daß die Bemühungen für den Loskauf der gefangenen Missionäre in Ostafrika eiustweilen resultatlos geblieben seien. Die Araber verlangten die Räumung von Dar⸗es⸗Salam seitens der ost⸗ afrikanischen Gesellschaft.— Nach in Sydney ein⸗ gegangenen Nachrichten ist der König Malieota an Bord der„Olga“ von Aden nach den Mar— schall⸗Inseln gebracht worden, wo er vorläufig bleiben wird.
— Vor etwa Monatsfrist ist in Holstein eine große Fabrik niedergebrannt, wobei leider eine Anzahl von Arbeitern in Folge der mangel— haften baulichen Einrichtungen ihren Tod fand. Dies hat dem Reichskanzler Anlaß gegeben, sich an die Einzelstaaten mit einem Rundschreiben zu wenden, worin auf eine größere Nachlebung der Bestimmungen der Gewerbeordnung hinge— wiesen wird, gleichzeitig aber die Regierungen ersucht werden, die Aufsichtsbehörden anzuweisen, für die Anlage neuer Fabrikgebäude solche Ein— richtungen vorzuschreiben, welche bei Ausbruch von Feuersgefahr die Rettung der in den Fabriken thätigen Arbeiter ermöglichen.
Kiel. Vice-Admiral v. Blanc hat die er— betene Entlassung erhalten.
Ausland.
Belgien. Brüssel, 22. Jan. Das Assisen⸗ gericht verurtheilte den Studenten Gille wegen öffentlicher Beleidigung der Königin zu sechs— monatlichem Gefängniß und 100 Fr. Geldbuße. Ein vor dem Gerichtsgebäude angesammelter großer Volkshaufen wollte dem Verurtheilten das Geleite geben, wurde aber von der Polizei zerstreut.
Großbritannien. London, 22. Jan. In der heutigen Sitzung der Parnell-Commission erklärte der Zeuge Farringez auf Befragen, er sei 1879 von Davitt überredet worden, den Pacht nicht zu zahlen, obgleich er dazu im Stande gewesen sei. Er sei darauf vom Pachtgute vertrieben und später als Bote im Bureau der Agrarliga in Dublin angestellt worden. Dort sei er oft vom Schatzmeister der Liga, Egan, beauftragt worden, Mulett, einem der Mörder im Phönixparke, Briefe, worin Checks enthalten waren, zu überbringen.
Italien. Rom. Einer Meldung der„Agencia Stefani“ zufolge ist Graf Antonelli am 14. Jan. in Schoa angekommen und von König Menelik herzlich empfangen worden.
Amerika. Washington, 23. Jan. Der Senat hat mit 30 gegen 40 Stimmen die Tarifoorlage angenommen.
— 24. Jan. Der Senats-Ausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten beantragte gewisse Zusätze zum diplomatischen Consularbudget, welche dazu bestimmt sind, die amerikanischen Interessen
in Samoa zu schützen. Zu diesem Zweck sollen 500,000 Dollars bestimmt sein. Weitere 100,000 Dollars wurden zur Verbesserung und zur An— lage einer Kohlenstation für den Hafen Pago— pogo bewilligt. Der Consul in Samoa, Sewell, erklärte im Senats-Ausschusse, der britische Con⸗ sul in Samoa handele seit drei Jahren im Ein⸗ vernehmen mit dem deutschen Consul; zwischen Deutschland und England bestehe ein Abkommen, wonach sich England in Samoa neutral verhal— ten solle, wogegen Deutschland von den Samoa— Inseln und England von den Tonga-Inseln und schließlich auch von den Hawaii-Inseln Besitz er— greifen sollten.
Aus Stadt und Land.
? Vilbel. Der erste Geburtstag, welchen Kaiser Wilhelm II. in seiner Elgenschaft als deutscher Katser begeht, wird hier von Seiten des Musikvereins„Con— cordia“ und einer größeren Anzahl ehemaliger Militärs auf dieselbe feierliche Weise durch Zapfenstreich und mit einer allgemeinen feierlichen Versammlung am Vorabend im Vereinslokal„Zum Schützenhof“ eingeleitet werden, wie dies seither schon fast immer an den kaiserlichen Geburtsfesten so gehalten wurde. Am Geburtstage selbst findet Vormittags in der evangelischen Kirche Festgottes— dienst statt, vor welchem der Kriegerverein mit offener Fahne unter Vorantritt der Spielleute, der Musik— verein„Concordta“, sowie die sich sonst noch bethet— ligenden ehemaligen Militärs, eine sogen. Kirchenparade abhalten
2. Vilbel. Dem Vernehmen nach wird sich bier, dem Beispiele anderer Städtchen folgend, neben dem be— reits bestehenden Kriegerverein noch ein„Kriegskameraden— Verein“ gründen, in welchem nur ehemalige Soldaten, welche Feldzüge mitgemacht haben, bezw. während einer Kriegszeit in Diensten standen, Mitglied werden können.
Allerlei.
n. Cassel. Die eingehenden Reklamationen wegen Erstattung von Fahrgeld für nicht vollständig ausgenutzte Fahrkarten lassen erkennen, daß die Erfordernisse für die Gewährung derartiger Erstattungen im Publikum nicht ge— nügend bekannt sind. Es empfiehlt sich im eigenen Interesse des Publikums, um die Thatsache der erfolgten Nichtbenutz⸗ ung einer Fahr- oder Rückfahrkarte zweifellos festzustellen, bei Beendigung der nur theilweise darauf zurückgelegten Fahrt, bezw. bei völliger Nichtbenutzung der Fahrkarte, alsbald nach Lösung derselben, bei Rückfahr-, Rundreise— und ähnliche Karten jedenfalls vor Ablauf der Gültig— keitsdauer, von dem betreffenden diensthabenden Stations— beamten die Nichtbenutzung auf der Fahrkarte bescheinigen zu lassen und die so bescheintgte Fahrkarte dem Erstattungs— Gesuche beizufügen.
Lahr, 23. Januar. Heute wurde der bekannte Dekan Förderer in seinem Arbeitszimmer von einem Handwerks— burschen namens Ada erstochen. Der Mörder, der sich nach dem Morde selbst der Poltzei gestellt hat, war nach der„Lahrer Zeitg.“ früher in einem hiesigen Geschäfte probeweise in Arbeit; derselbe wurde damals wegen Leicht— sinns und Unfähigkeit entlassen und scheint seitdem meistens arbeitslos umhergezogen zu sein. Heute Morgen war er aus dem Gefängniß entlassen worden, wo er wegen Land⸗ streicherei drei Tage in Haft gewesen war. Er hatte wieder vergeblich um Arbeit nachgesucht und dabei irre Reden geführt.
Friedrichsruhe. Fürst Bismarck hat, wie die „Post“ meldet, einen für ihn schmerzlichen Verlust er— litten. Der berühmte„Reichsbund Tyras“, seine schwarze Dogge, die mit rührender Treue und Liebe an ihrem Herrn hing, ist in Folge von Alters schwäche im Zimmer des Fürsten eingegangen. Unter den alten Bäumen des
treuen Gefährten ein Grab bereitet.
Schaden anrichteten. keine Nachrichten vor.
Handel und Verkehr.
Butzbach, 23. Januar. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.85—0.00., Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 1 Stück 7 Pf.
Homburg, 23. Januar. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 5.00— 5.50, per Gescheid 12 Pf. Gter per Stück 8—9 Pf. Butter per Pfund 1. Qualität M. 0.90, 2. Qualität M. 0.80.
Frankfurt, 23. Jan. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18-28 Pf., weiße Bohnen 16— 18 Pf., hiesige Kartoffeln ver Gescheid 10—12 Pf., krause Endivien 20— 25 Pf., Butter per Pfd. M. 0.90— 1.10, Eier das Stück 8 bis 9 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf., frische Suppenspargeln das Päckchen 30—50 Pf., frische Spargeln das Pfd. M. 2.50 bis 3.50, französischer Kopfsalat das Stück 14— 16 Pf., Sellerteköpfe 10— 20 Pf., französischer Sellerle 40 bis 50 Pf., französischer Romainsalat per Stück 50—60 Pf., Wirsing per Stück 10— 15 Pf., Zwiebeln per Pfund 7 bis 9 Pf., per Centner M. 6.00 8.00, Welßkraut per St. 10— 20 Pf. neuer Lattigsalat die Port. 50 70 Pf., Aepfel per Pfd. 15— 20 Pf., Birnen per Pfd. 5— 10 Pf., Nüsse per Pfund 20—28 Pf., Mauskartoffeln per Ge⸗ scheid 20 bis 25 Pf., Spinat 70 100 Pf., Rosenkohl 4060 Pf., Schwarzwurzel 4060 Pf., gelbe Rüben die Portion 15—20 Pf., weiße Rüben das Stück 2 Pf., rothe Rüben per Portion 20—30 Pf., Teltower Rübchen 30 Pf., neue französische Bohnen per Pfund 80—100 Pf., Grünkohl 30—50 Pf., Kastanien das Pfund 14— 18 Pf.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Ebangelische Gemeinde.
3. Sonntag nach Epiphanta. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. In allen Gottesdiensten Gedächtniß des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers.
Gottesdienst in der Burgkirche.
Vormittags 9½½, Uhr: Herr Pfarrer Velte. Nachmittags 1½, Uhr: Herr Candidat Sack.
Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Meyer.
Katholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 7 Uhr: Austheilung der hl. Communlon. 10 Uhr: Hochamt mlt Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht.
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Der Trost der Mütter beim euchhusten der Rinder. Wer kennt wohl nicht die gefürchtete, epldemische Krank⸗ heit, die mit katarrhalischen Affeettonen beginnt und pro— gressive in den heftigsten Krampfhusten ausartet, der Erbrechungen und Blutungen aus Nase und Mund her⸗ vorruft? Der Keuchhusten ist ein Schrecken für die Mütter, eine Marter für die Kinder. Die Wissenschaft hat kein Heilmittel, wohl aber die Natur ein Linderungsmittel, und zwar in den Sodener Mineral-Pastillen, die, in warmem Wasser aufgelöst und öfters verabreicht, das beruhigende, das lösende Mittel sind, das diese lang⸗ wierige Krankheit, die zuweilen Lungenentzündung, selbst Schwindsucht im Gefolge hat, in kürzester Zett lindert. Bedarf es der Weisung mehr für eine vorsorgende Mutter, als daß diese Pastillen, die auf Grund wissenschaftlicher Erprobungen als das diesbezüglich beste, gehaltreichste und heilkräftigste Medleament bezeichnet und empfohlen werden, pro 85 Pf. die Schachtel in allen Apotheken, Droguerten
und Mineral Wasserhandl. zu haben sind. 361
Versteigerung.
Nächsten Mittwoch den 30. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, will Emil Wolf Wittwe zu Wohn— bach wegen Aufgabe ihrer Oekonomie nachverzeichnete 9 gegen Baarzahlung öffentlich versteigern lassen: älteres und 1 dreijähriges Pferd, trächtige Kühe und(ü trächtiges Rind, 5/ Jahre alte Rinder, schwarze Schafe und 1 Lamm, zum Eln⸗ u. Zweispännigfahren eingerichtete Wagen mit Zubehör, Pflüge nebst Vorderpflug, Eggen, 1 Kartoffelpflug, 1 Krupper, Häckselmaschine, Fruchtfegemühle, Pfuhlfaß, Pferde⸗ und Kubgeschirre, eirea 80 Ctr. Weizen-, Gerste- und Haferstroh,
„ 12„ 2 Jahre altes Kornstroh(Seilstroh),
„ 30„ unberegnetes Heu,
„ 100„ Dickwurz, sowte sonstige Oekonomie⸗
geräthschaften. Wohnbach am 21. Januar 1889. A—
— 2 828 8
J. A.: Großherzogliches Ortsgericht Wohnbach 358 Fatum.
Friedrichsdorfer Zwieback
empfiehlt 9 Ph. Dan. ümmich.
Holzversteigerung.
Dienstag den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, sollen im Matbacher Gemeindewald, Distrikt Hasenberg, Saustallköppel und Mühlberg, folgendes Gehölz versteigert werden:
37 Eichen⸗Stämme,
140 Nadel-Derbstangen,
22 Raummeter Buchen Scheitholz,
90. Buchen Knüppel,
10 N Eichen 8
3200 schwere Buchen Durchforstungs-Wellen,
350 Eichen Wellen,
2660 Nadel Wellen,
50 Raummeter Buchen-Stockholz,
12 15 Eichen 5
Zusammenkunft in Maibach.
Maibach den 22. Januar 1889.
Großherzogliche Bürgermeisterei Maibach. 357 Saltenberger.
ine Si ine 2 Mat bel, von Se g, Eine Süemaschine, r ar een, v. 200, — 2— 88 M̃ t b it, Eine Süecmaschine, Seb ne, chr dre
halten, M. 250,
Eine Düngerstreu⸗Maschine
von Schnorr& Rabius, gut erhalten, M. 120, aus zweiter Hand abzugeben.
24 Horitz Weil jun., Frankfurt a. I.
Holz-Versteigerung.
Mittwoch den 30. Januar l. J., von Vormittags 10 Uhr an, werden in dem Freiherrlich von Ritter'schen Walde bei Hof Haselheck versteigert:
3 Raummeter Eichen ⸗Scheltholz, 14 7 Eichen⸗ und Birken ⸗Knüppel, 10 5 Nadelholz Knüppel, 2761 Wellen Birken-Reisig(worunter mehrere Hundert zu Besen geeignet), 19 Weichholz⸗Reisig, 2725„ Nadel Nelsig,
177 Gebund Ginstern.
Die Zusammenkunft ist an der Weinstraße nächst des Hofes Haselheck.
Friedberg den 22. Januar 1889.
In Auftrag der Freiherrl. v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdes helm:. Heldt. 388
0 und Nußbaum ⸗Bohlen in allen — Dicken, gute u. trockene Waare, auch etwas Eichen, Roth⸗ und Weiß buchen, sowie auch 100 zu⸗ geschnittene Bettstollen sind billigst abzugeben bel
241 J. G. Mürz in Dorn ⸗Assenheim.
Ein tüchtiger Knecht
9 zu Pferden zum sofortigen Eintritt gesucht.
Franz Jos. Nees, 373 Verm.⸗Büreau zu Frledberg.
Parks am Reichskanzler-Palast in Berlin wurde dem
Athen, 22. Januar. Heute Morgen wurden heftige Erdstöße und Erschütterungen bemerkt, die aber keinen Aus den Provinzen liegen noch ö
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