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Annoncen: die einspaltige 22717 15 Pf.,

Famstag den 26. Januar. M 2.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Pormerstag id Sang

die i 5 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Den Gehaltsbezug der Geistlichen. Friedberg den 23. Januar 1889.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die evangelischen Kirchenvorstände des Kreises.

Unter Bezugnahme auf das Ausschreiben Großherzoglichen Oberconsistoriums vom 4. l. Mts. im kirchlichen Verordnungsblatt Nr. 1 von 1889 fordern wir diejenigen von Ihnen, auf deren Pfarrstellen das Kirchengesetz vom 17. November v. Is. obigen Betreffs Anwendung findet, auf, bis längstens zum 15. k. Mts. uns entsprechenden Bericht wegen der Besoldungsverhältnisse, unter Vorlage beglaubigter Abschrift der neuesten Besoldungsnote, zu erstatten. Dr. Braden.

Betreffend: Maßregeln gegen die Tubereulose des Rindviehs. Friedberg den 24. Januar 1889.

Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.

Da wir die Wahrnehmung gemacht haben, daß den Bestimmungen unseres Ausschreibens vom 6. Februar 1888, Kreisblatt Nr. 17, nicht immer pünktlich nachgelebt worden ist, so bringen wir dasselbe bei Ihnen von Neuem mit dem Auftrage in Erinnerung, die Bestimmungen desselben den Fleischbeschauern Ihrer Gemeinden wiederholt einzuschärfen. Zuwiderhandlungen werden an den Schuldigen disciplinär bestraft werden. Dr. Braden.

ahnt mach ang die Wahl von Mitgliedern des Kreistags durch die Höchstbesteuerten betreffend.

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lösche,

Das Verzeichniß der nach Art. 16, 17 und 18 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung und Vertretung der Kreise und Provinzen betreffend, zur Wahl von drei Mitgliedern des Kreistags berechtigten 50 Höchstbesteuerten des Kreises wird nachstehend unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der darin mit dem niedrigsten Steuerbetrag Aufgenommene ein Communalsteuerkapital von 2732,85 Mark besitzt.

Anträge auf Berichtigung dieses Verzeichnisses sind binnen einer unerstrecklichen Frist von 4 Wochen, vom Erscheinen der Bekannt machung im Kreisblatt an gerechnet, bei Meidung des Ausschlusses bei dem Kreisausschusse des Kreises Friedberg anzubringen, gegen dessen Entscheidung die Berufung an den Provinzialausschuß innerhalb 10 Tagen offen steht.

ö Friedberg den 24. Januar 1889. Der Kreisausschuß des Kreises Friedberg.

Dr. Braden.

Verzeichniß der 50 Höchstbesteuerten des Kreises Friedberg.

1. Graf Solms⸗Rödelheim zu Assenheim. 14. Moritz Bender zu Griedel. 26. Wilhelm Buff zu Nieder⸗Wöllstadt. 39. Wilhelm Fink Wittwe zu Vilbel. 2. GrafLeiningen⸗Westerburg zu Ilbenstadt. 15. Carl Trapp zu Friedberg. 275 Chr. Jacob Melchior zu Butzbach. 40. Landgraf von Hessen zu Rumpenheim. 3. Großherzoglicher Fiseus. 16. Dr. August Trapp zu Wtes baden. 28. Justizrath Dr. Geyger zu Assenheim. 41. Carl Funk Wittwe zu Groß⸗Karben. J. Freiherr v. Franckenstein. 155 Graf Walderdorf zu Molsberg. 29. Graf Schönborn zu Heusenstamm. 42. Simon Bieber zu Nieder-Eschbach. 5. Graf Oriola zu Büdesheim. 18. Fürst Solms⸗Lich. 8 31 Heinrich Weith IV. zu Nieder 1 e e e e zu Friedberg 6. Fürst Solms⸗Braunfels. 19. Johannes May III. zu Staden. 31. Heinr. Schupt zur Görbelheimer-Mühle. 44. Wilhelm Wießler zu Butzbach. 7. Frelherr v. Leonhardt zu Groß⸗Karben. 20. Freiherr Wilhelm v. Lersner zu Nieder- 32. Philipp Windecker zu Friedberg. 45. Wilh. Schwenk III. zu Nieder Eschbach. 8. Aetlen Zuckerfabrik Wetterau. Erlenbach. 335. Heinrich Bausch J. zu Nleder Wöllstadt. 46. Heinrich Vogt zu Butzbach. 9. Graf e 1255 Feel e zu Friedberg. 185 dae e e 5 7275 1 N e 10. Graf Solms Laubach. 22. Freiherr v. Ritter. Konra eint ausch zu Nieder- 48. Freiherr v. Wetzel zu Prag. 11. Freiherr August v. Löw zu Bessungen. 23. Allgem. Almosenkasten zu Frankfurt a. M. Wöllstadt. 49. Friedr. Carl Weith zu Nieder⸗Wöllstadt. 12. Main Weser Behn. 9000 24. i Wittwe zu Nieder⸗ 85 W 1 0 5 710 1 Dortelweil. 50. Heinrich Schultheiß II. zu Steinfurth. 13. Freiherr Vietor v. Nordeck zur Rabenau öllstadt.. Wilhelm Keil zu Melbach.

10 Gießen. 25. L. v. Bouchenröder zu Butzbach. 38. Philipp Keller IV. zu Melbach.

Bekanntmachung.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Bauausschuß für das städtische Volkstheater und Festhaus in Worms, welcher beabsichtigt, zum Zweck der theilweisen Deckung der Baukosten eine weitere Verloosung von Gold-, Silber-, Schmuck', Kunst⸗ und Industrie⸗Gegenständen zu veranstalten, die Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 30,000 Loose à 2 Mark ausgegeben werden dürfen und mindestens 50% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinn⸗Gegenständen zu verwenden sind. Zugleich hat Großherzogliches Ministerium den Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet.

Friedberg den 24. Januar 1889.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Dr. Braden.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 23. Januar. Der Erbgroß⸗ herzog ist heute hierher zurückgekehrt.

Der Werkmeister Lautenschläger aus Brens⸗ bach, die Militär⸗Anwärter Fey aus Pfungstadt, Hanitsch aus Alsfeld, Hohl aus Gleimenhain, Junge aus Scharnberg und Wagner aus Kelster bach wurden zu Steuer-⸗Assessoren ernannt.

Militärdienstanchrichten. Schneider, Kortegarn, Port.⸗Fähnrs. vom 3. Gr. Inf.⸗Regt. Nr. 117, Pennrich,

Kellermann, Wagner, Port.⸗Fähnrs. vom 4. Gr. Inf. Regt. Nr. 118 wurden zu Sek.⸗Lts., Fölsche, Unteroff. vom

3. Gr. Inf. Regt. Nr. 117, zum Port. Fähnr. befördert; Otto, Major z. D. und Komm. des Landw.⸗Bezirks II. Darmstadt, ein Patent seiner Charge verliehen; v. Both⸗ mer I., Pr. Lt. à la s. des 1. Gr. Inf.⸗Regts. Nr. 115, in das 3. Garde⸗Regt. z. F. einrangirt; v. Schaumberg, Port.⸗Fähnr. vom Großh. Feld.⸗Art. Regt. Nr. 25 zum gußeretatsm Sek.⸗Lt. befördert; Frhr. v. Brackel, Oberst⸗ Lieut. des 4. Gr. Hess. Inf.⸗Regts. Nr. 118, dem Regt. agggr. und zum ordentl. Mitgliede der Gewehr-Prüf. Komm. ernannt; Merck, Vizewachtm. vom Landw. Bez. I. Darmstadt, zum Sek.⸗Lt. der Res. der Gr. Train⸗Komp. befördert.

Berlin, 23. Jan. Dem Reichstage ist die ostafrikanische Vorlage zugegangen. In der heu tigen Sitzung wurde über den Antrag Hitze Lieber, betreffend die Frauen- und Kinderarbeit, verhandelt. Abg. Baumbach begründet den An trag und fragt, weshalb der Bundesrath den vom Reichstage beschlossenen, hierauf bezüg lichen Gesetzentwurf abgelehnt habe. Staats minister v. Bötticher erwiedert darauf, die Ab lehnung sei erfolgt, weil der Bundes rath das Be dürfniß eines hierauf bezüglichen gesetzgeberischen Vorgehens nicht anerkannt habe, und außer dem den vorgeschlagenen Weg nicht für gang bar halte. Der Bundesrath wolle die Arbeiter in der Ausnützung ihrer Arbeitskraft nicht mehr beschränken, als die öffentliche Wohlfahrt er⸗ heische. Die Reichstags-Commission für die Altersversicherung hat das Alter für den Ren tenbezug ohne Nachweis der Erwerbsunfähigkeit auf 65 anstatt auf 70 Lebensjahre festgesetzt. Eine Jnuterpellation in der Geffcken-Ange

legenheit soll seitens der Deutschfreisinnigen im Reichstage eingebracht werden. 24. Jan. Der Reichstag setzte heute die zweite Berathung des Etats fort. Bei der Debatte über die Zölle und Verbrauchssteuern erklärte Staats sekretär v. Maltzahn, den vom Reichstage ge faßten Beschluß wegen des Petroleumfaßzolls habe der Bundesrath abgelehnt. Die Errich tung eines Reichstarifamts erscheine unzweck mäßig. Die Aufhebung des Identitätsnachweises habe der Bundesrath abgelehnt, weil die Folgen einer solchen Aufhebung nicht übersehbar seien. Zu der beantragten Resolution, die Regierungen um Prüfung der Frage zu ersuchen, inwieweit eine Erleichterung der Formen bei der Ver anlagung und Erhebung der Tabak-Steuer, sowie eine Abänderung der Tabaksteuer-Sätze sich empfehle, sagt Staatssekretär v. Maltzahn eingehende Prüfung zu. Er sei bereit, jede im Interesse der heimischen Tabakbauer wün⸗ schenswerthe Erleichterung zu fördern, soweit