Ausgabe 
22.6.1889
 
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sie insbesondere auch den Großh⸗ Bürgermeisterein die vorstehenden Be⸗

stimmungen zur sorgfältigen Beachtung in Erinnerung bringen und die⸗ selben zugleich anweisen, bei jeder sich ihnen darbietenden Gelegenheit

Betreffend: Gesuche um Beurlaubung von Soldaten zur Disposition des Truppentheils. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Im Anschlusse au vorstebende Ausschreiben weisen wir Sie hierdurch an, sich bei Einreichung von Gesuchen um Beurlaubung von Soldaten zur Disposition des Truppentheils künftighin des nachstehend abgedruckten Schemas zu bedienen. ö

Betreffend: Gesuch des von um Entlassung seines Sohnes

Anlagen: Rubrikat erschien heute vor uns und erklärte: Mein rubricirter Sohn, geboren am ten 18

18 in der des

dient seit dem ten Außer diesem besteht meine

Regiments Nr. in Familie aus folgenden Personen nämlich:

1) ich selbst bin geboren am ten 18 2) meine Ehefrau geboren am ten 18 und meine Kinder 3) geboren am ten 18

dermalen wohnhaft in ob verheirathet, Gewerbe?

4) geboren am ten 18 ꝛc.(wie zu 3.) 5) 1 17 ten 18 ) 1 ten 1 170 5 ten 18 80 ten 18 ꝛc

* 7 8

Die Anwesenheit meines rubricirten Sohnes ist zu Hause dringend nothwendig und bitte ich dahin wirken zu wollen, daß mein rubricirter Sohn am allgemeinen Entlassungstermin der Rerserve, im Herbst dieses Jahres, zur Disposition des Truppentheils in Gemäßheit des§ 14,2 der Rekruttrungs Ordnung entlassen werde und trage ich zur Begrün dung dieses Gesuches vor:

l Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben. Der Antragsteller:

Indem wir vorstehende Angaben als auf Wahrheit beruhend be stätigen und noch folgende Fragen gemäß Ministertal-Amtsblatt Nr. 19 vom 26. October 1869(siese Kreisamtsausschreiben vom 4. November 1869, Kreisblatt Nr. 131) bean worten, erlauben wir uns, dieses Gesuch der geneigten Berücksichtigung zu empfehlen.

1) Wie groß ist ungefähr das Vermögen des Antragstellers und worin besteht dasselbe?

Ausgeliehene Kapitalien M. Hofraithe im Werthe von 1 Hectar Acker 7 7 70 10 5

zur Disposition des Truppentheiles.

An Großherzogliches Kreisamt Bericht

der Großherzoglichen Bürgermeisterei

die Betheiligten wegen des bei Gesuchen der mehrerwähnten haltenden Geschaͤftsgangs geeignet zu belehren. 3 v. Bechtold. Lotheisen.

Friedberg den 19. Juni 1889.

4 4 f

Dr. Braden. J am ten 188. ö

9

Die

1 N 1 zuestäten! Weinberg im Werthe von M. Hectar nuognto Wiesen* 1 5 15 I Gibpri Wald 1 5 Setbi

an Vieh 1 tigen D. nämlich: Stück Pferde, Stück Rindvieh. I Tuchlegung

2) Hat Antragsteller Schulden und in welchem Beirage? Be,[ehe die glaubigte Abschrift der letzten Zinsquittung ist beizuschließen.) Ipnde auff 3) Welches Gewerbe betreibt der Antragsteller und in welchem sssands d Umfange? 5 bn Proll

4) Können die Eltern oder Angehörigen des Soldaten sich nicht Je Ruß!le ohne denselben ernähren oder sind solche zur Leitung ihres Gewerbes ze. Zlandard unfähig oder warum nicht?(Kreisärztliches Attest ist beizuschließen.) 10 90

5) Welche Geschwister des Soldaten können sich selbststaͤndig er 0 0 f nähren und seit wann haben dieselben das elterliche Haus verlassen? 10 1000 Haben sie eigenes Vermögen und worin besteht dasselbe? u.

Und dasjenige des Soldaten? 1 Ha eth 6) Könnten dieselben oder ein Knecht nicht ebensogut die persön⸗ 15 lichen Dierste, welche von dem Soldaten erwartet werden, leisten oder 4 50 warum nicht? cas Aus 7) Haben Brüder des Soldaten im Militär gedient, welche, oder danken.

warum die übrigen nicht? Sind sie zur Stütze der Eltern zurückge⸗ stellt worden? 8) Hat der Soldat vor seiner Einstellung immer bei seinen Eltern gewohnt oder wo und wie lange hat er sich aufgehalten? Welches Geschäft hat er gelernt? 9) Bezieht Jemand aus der Familie Armenunterstützung? Seit. ens wann und wieviel monatlich? 10 a 10) Warum wurde der Soldat nicht früher reclamirt zur Ueber stein weisung in die Ersatzreserve oder jetzt zur Disposition der Ersatzbehörde? Der Bürgermeister: a

0 Diese Berichte sind immer bis zum 15 Juli einzusenden. 1 NB.] Gesuche um zeitweise Beurlaubungen sind direct an das betreffende Regiments-Commando einzusenden. f esuc

Arbeits-Vergebung.

Die zur Reparatur von Durchlässen in der Kreisstraße Fauerbach Bruchenbrücken und Beschaffung eines Wegwelsers für die Straße Ilbenstadt Burg Gräfenrode

nöthige Maurerorbeit mit Matertallieferung im Betrage von 347 M. soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Kostenüberschläge liegen Dienstag den 24. d. Mts, Vormittags, auf dem Bureau des Bezirksbauaufsehers Zörb II. zu Friedberg zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten bis zum 29. d. M. abzugeben sind. 0

Friedberg den 19. Junt 1889.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. 1

Deutsches Reich.

25. und 26. dort verweilen.

Dem Ministerialratb Geb. R. Dr. Draudt durch Regen beeinträchtigt. wurde das Ritterkreuz J Kl. des Ludewigsordens, Kiel. Nach einem Telegramm derPost den Vorwurf, mit den elenden Lockspitzeln con⸗ dem Wachtmeister Jacob das Silberne Kreuz des erwartet man hier den Kalser mit kleinem Ge sspirirt zu haben. Woeste(Rechte) vertheidigte Philippsordens verliehen, der Gerichtsschreiber[folge am 29. Juni. Es heißt, der Kaiser werde die Regierung und hob die socialistischen An Roth in Höchst auf Nachsuchen, unter Aner sich sofort auf der katserlichen NachtHohen-sichten Janson's hervor. Janson erwiederte: So kennung seiner Dienste, in den Ruhestand ver zollern einschiffen und am 30. d. nach Hammer- bald die Liberalen ans Ruder gelangten, würde setzt und der Baumeister Noack von Darmstadtsfest und dem Nordkap abfahren.

zum Brandversicherungs-Inspector ernannt.

Berlin. DieNordd. Allgem. Ztg. meldet Fürst Hohenlobe ist heute wieder nach Straß⸗ das von der Linken Vorgebrachte für falsch, er offiziell: Die von Deuischland und Rußland am burg abgereist. Die Reise des Kaisers nach Straß-besitze Actenstücke, welche dies bewiesen. Nachdem 13. Juni in Bern getbaneneu Schritte wurden burg ist derK. Z. zufolge wieder aufgegeben. Janson den Minister aufgefordert, die Actenstücke

vom dortigen österreichisch ungarischen Gesandten amtlich unterstützt. Dresden, 19. Juni. Der Huldigungszug

übrigen Mitgliedern der königlichen Familie und

die Stadt gemacht. Nachmittags fand im Resi[Ruhe ein. Aus Linz wurde ein Bataillon J

Darmstadt, 19. Juni. Die Großherzog- denzschlosse Familientafel und Marschalltafel statt. fanterie requirirt. lichen Herrschaften unternahmen gestern mit Ge- Dem Abends von der Stadt auf der Brühl'schen folge auf dem DampfbootMignon eine Main Terrasse veranstalteten Feste wohnten der König,] Bei Eröffnung der Sitzung ersucht der Präsident fabrt bis Rüsselsbeim. Der Großherzog wird die Königin, die königliche Familie, die Fürstlich-] die Kammer, die paclamentarische Disciplin auf sich am 24. d. zur Theilnahme an den Jubiläums keiten, das diplomatische Corps, die Generalität, recht zu erhalten. Ministerpräsident Beernaert sestlichkeiten nach Stuttgart begeben und am die Minister und Officters-Deputationen bis zum fährt in der gestern unterbrochenen Rede fort Schluß bei. Das großartige Feuerwerk wurde und rechtfertigt die Handlungen der een 1

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest. Die Er] Die in der Nähe des Kammergebäudes ver⸗ anläßlich der Wettinfeier gestaltete sich äußerstsnennurg des Grafen Geza Telekt zum Ministerssammelte Menschenmenge ging ruhig auseinander. glaͤnzend. Der Koͤnig und die Königin nebst den[des Innern ist unnmehr erfolgt. a1 Steyr, 19. Juni. Gestern fanden hier Arbei-] Ministerrath hat endlich doch noch beschlossen, die fremden Fürstlichkeiten wohnten dem Zuge in terkrawalle statt, wobei die Gemeindezinshäuserf dem Panama-Kanal-Unternehmen zu Hilfe zu der Koͤnigsloge auf dem Neumarkt bei. Vorher und die offentlichen Gebäude mit Steinen be- kommen, und wird demnächst einen darauf b hatten der König und die Koͤnigin eine Fahrt durch worfen wurden. Erst gegen Mitternacht trat! züglichen Gesetzentwurf in der Kammer einbring

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Belgien. Brüssel, 19. Juni. Kammer.

Er vertheidigt dieselbe nochmals energisch geg

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1 N sich das Ministerium vor dem Cassationshofe zu 1795 Schillingsfürst, 19. Juni. Stattbalter] verantworten haben. Der Justizminister erklärte 2 ö 0 . duden d 275 N

vorzubringen, wird die Bebatte geschlossen. Eine Tagesordnung wurde von keiner Seite beantragt, 1

Frankreich. Paris.

Der französische 5

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