Ausgabe 
20.7.1889
 
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Faͤmstag den 20. Juli.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen vor auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Friedberg den 18. Juli 1889.

4. Anträge und Wünsche.

Friedberg.

Friedberg den 18. Juli 1889.

Amtlicher Theil. n md,

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß seitens der Mannschaft der Gendarmerie-Sektion Friedberg am Dienstag den 3. d. Mis. das Schießen nach der Scheibe am Schießstand(Seewiese) dahier mit scharfer Munition von 1012 Uhr Vormittags abgehalten wird. Die Großh. Bürgermeistereien der zunächst gelegenen Orte wollen dies in ihren resp. Gemeinden ortsüblich bekannt machen lassen.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Obstbau⸗Verein in der Wetterau.

1 General⸗Versammlung Sonntag den 21. Juli, Nachmittags 4 Uhr, im Gartensaal der Brauerei von Georg Steinhäußer. Fagesordnung: 1. Statutenvorlage; 2. Voranschlag über Einnahme und Ausgabe; 3. Wahl des Gesammtausschusses nach Sektionen;

Jedes Mitglied ist eingeladen an der Generalversammlung theilzunehmen; wünschenswerth ist es aber, daß aus jeder Obstbau treibenden Penelnde mindestens 1 Obmann erscheint, mit dem dann die Geschäftsleitung direkt in Verbindung treten kann.

Der Geschäftsführer: Dr. H. v. Peter.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises wollen Obiges in Ihren resp. Gemeinden besonders bekannt machen.

Der Präsident des Obstbauvereins: Dr. Braden.

Deutsches Reich. Darmstadt. Der ordentliche Professor

1 pr. Philippi wurde zum Rektor der Landes-Uni⸗

bersität für die Zeit vom 1. Oktober 1889 bis dahin 1890 und der Kreisbauaufseher Delp zu Theodorshalle zum Gradiermeister bei der dor gen Saline ernannt.

16. Juli. Prinz Heinrich von Preußen, ist

b vom Fürstenlager Seeheim nach Wilhelms

aven zurückgereist. Der Großherzog begleitete hn bis nach Frankfurt.

Berlin, 18. Juli. Nach der Abfahrt des Faisers aus Tromsoe gestern Vormittag elf Uhr hpurde der siebzigste Breitegrad Nachmittags füuf Uhr bei gehobener Stimmung passirt. Das Be⸗ faden des Kaisers ist vortrefflich. Die Ankunft it Hammerfest erfolgte gestern um neun Uhr bends; es wurde sofort weitergefahren nach

em Nordcap, das heute Vormittag bei klarem

Better und bewegter See erreicht wurde. Es purde in frühester Morgenstunde das Nordcap ünschifft und dann angesichts desselben die Heim hise angetreten. Der Kaiser verbrachte in bestem Vohlbefinden und heiterster Stimmung den ganzen Morgen an Deck. Die Temperatur war 5 Grad

eaumur.

Ems, 17. Juli. Prinz Georg von Preußen t heute zum Kurgebrauch hier eingetroffen. Karlsruhe, 18. Juli. Der Erbgroßherzog

hitte einen durch Husten unterbrochenen Schlaf.

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die Temparatur ist heute früh vermindert, gnährend sie gestern Nachmittag gestiegen war. Der Katarrh hat sich etwas verbreitet, die Lungen ind aber unbetheiligt. Das Allgemeinbefinden i befriedigend. 5

Kissingen. Die Kaiserin wird am 22. Juli

* ine Huldigungsfeier der Stadt Kissingen ent

gegennehmen, bestehend in einem Fackelzuge und diem großartigen Feuerwerk.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Nach den gunmehr getroffenen Dispositionen reist Kaiser Franz Josef am 10. August mit großem Gefolge luch Berlin ab, kommt in Dresden am 11. August Formittags an, besucht den König von Sachsen und reist um 2 Uhr nach Berlin weiter, wo er un 4 Uhr ankommt. Der Aufenthalt in Berlin

*

auf 4 Tage festgesetzt. Am 15. August reist ber Kaiser über Passau zurück nach Ischl. Brünn, 18. Juli. Der Streik der Textil⸗

arbeiter ist nahezu beendet. Alle Fabriken, aus genommen sechs, sind in vollem Betrieb; die letzteren sollen Montag wieder in Betrieb gesetzt werden.

Dänemark. Kopenhagen, 17. Juli. Die Prinzessin Augusta, Schwester der Königin, ist heute gestorben.

Belgien. Brüssel, 17. Juli. DieEtoile belge veröffentlicht nach dem Fr. J. einen ge heimen Bericht des belgischen Gesandten in Berlin, Baron Greindl, über Vorstellungen, welche der Staatssecretär Graf Bismarck im December 1888 wegen der fortwährenden Arbeiterunruhen in Belgien erhob. Graf Bismarck überreichte dem Gesandten eine Liste der französischen Lockspitzel, welche im Kohlenbecken von Mons weilten. Kaiser Wilhelm hatte von dieser Liste Einsicht genommen.

In der Deputirtenkammer brachte der Finanzminister einen Gesetzentwurf ein, wonach alle Detail-Verkaufsstellen geistiger Getränke, die seit Juli 1889 eröffnet wurden, einen Erlaub nißschein haben müssen.

Großbritannien. London, 18. Juli. Stanhope theilte im Unterhause mit, Greenfell habe der Regierung telegraphisch angezeigt: Auf die Proclamation mit der Aufforderung sich zu ergeben, antwortete Wandelnjumi: Eure Streit macht gilt mir nichts; ich bin gesandt, die Welt zu erobern und fordere Euch zur Ergebung auf, dann werde ich Euch schützen. Erinnert Euch an Hicks und Gordon!

Spanien. Madrid. Man kündigt von hier die baldige Ablösung des Ministeriums Sagasta durch ein Ministerium Canovas an. Möͤglicherweise soll ein gemäßigt-liberales Ueber gangsministerium vorausgehen.

Serbien. Belgrad. Drei russische Majore und drei Kapitäne trafen hierbehufs Militär studien ein. Weiterer Zuzug wird erwartet. Die Regierung ordnete die Abschaffung des unter Garaschanin's Regime eingeführten obli gatorischen Unterrichtes im Deutschen an den Militärschulen, dagegen die Einführung des Unter richts im Russischen an. Militär umzingelte

im Zaitschar⸗Pozarevatzer Kreise mehrere Räuber

banden. Es fand ein lebhaftes Feuergefecht statt. Die Haiduken wurden theils getödtet, theils ge fangen, wenige entkamen. Sie wollten auf einem Dampfschiffe nach Ungarn flüchten, wurden aber an Bord des Schiffes verhaftet.

Rußland. Petersburg, 18. Juli. Der Kaiser und die Kaiserin mit ihren Kindern, sowie die Königin von Griechenland und die Herzogin von Edinburg sind gestern Abend aus den fin nischen Scheeren zurückgekehrt. Wie aus guter Quelle gemeldet wird, verläßt das russische (Kaiserpaar Peterhof am 17. August und begibt sich nach Kopenhagen, wo ein Aufenthalt bis October in Aussicht genommen sei.

Riga. Aus den Ostseeprovinzen wird von zwei neuen Russificationsmaßregeln gemeldet: 1) das neue Gesetz über die Privatschulen ist bestätigt, durch welches von nun ab auch die mit so viel Kosten und Opfern ins Leben ge rufenen deutschen Privatschulen verpflichtet werden, allmählig die russische Sprache als Unterrichts sprache einzuführen; 2) der lutherischen Kirche der Ostseeprovinzen ist jede Betheiligung am Missionswesen, in und außerhalb der Provinzen, verboten.

Egypten. Kairo, 17. Juli. General Greenfell nahm, nachdem er zu Oberst Wood house gestoßen, eine sorgfältige Recognoscirung der Stellung der Derwische vor, deren Stärke auf 2500 Mann geschätzt wird, und sandte eine Proclamation an die Derwische, durch welche er dieselben unter Zusage der Schonung des Lebens sich zu ergeben aufforderte. Der Anführer der Der wische, Wad-el-Njumi, ließ die Ueberbringer der Proclamation züchtigen, las die letztere aber den zusammenberufenen Unterfeldherren vor. General Greenfell kehrt nach Assuan zurück, nachdem er Anordnungen getroffen für einen etwaigen Zu sammenstoß mit den Derwischen. Deserteure der letzteren berichten, Wad-el-Niumi erwarte Ver⸗ stärkungen, bevor er den Vormarsch fortsetze.

Amerika. Rio de Janeiro, 17. Juli. Gestern Abend wurde auf den Kaiser am Aus gang des Theaters ein Revolverschuß abgegeben. Der Kaiser ist unverletzt. Der Thäter ist an⸗ geblich ein Portugiese.

China. Shanghai. Der Kaiser von China erließ trotz der Opposition der Reactionären eine Verordnung für den Bau der Tungchow-Eisen⸗ bahn. Marquis Tseng wurde zum General direktor aller chinesischen Eisenbahnen ernannt.

Aus Stadt und Land. b. Heldenbergen. Das Fahnenweihfest des hie sigen Kriegervereins ist am letzten Sonntag recht gut und schön verlaufen, obgleich der Himmel dasselbe kurz nach

11 Uhr mit einem gehörigen Gewitterregen überraschte.

Mh.

Oberhessischer Anzeiger.

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