Betreffend: Die am 9. und 10. Juli d. J. zu Vilbel stattfindende Viehpreisvertheilung. Alle diejenigen Landwirthe Oberhessens,
Bekanntmachung.
welche bei der Vilbeler Viehpreisvertheilung Vieh ausstellen und demselben einen guten
Platz sichern wollen, werden ersucht, die deßfallsige Anmeldung längstens bis zum 29. l. Mts. an das Ausstellungscomité in
Vilbel gelangen zu lassen. Friedelhausen am 15. Juni 1889.
Die Arbeiten für die erstmalige gründliche Aufräumung der Horloff, und zwar zunächst für die untere Strecke, sollen abtheilungsweise in einzelnen Loosen
an Ort und Stelle öffentlich vergeben werden. Hierfür werden folgende Termine anberaumt:
a. Montag den 24. Juni für die erste Abtheilung von bis zur Bingenheimer Mühle. dung der Horloff in die Nidda.
b. Dienstag den 25. Juni für die zweite Abtheilung
Zusammenkunft Vorm. 9½, Uhr an der Mün⸗
Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen:
Adalbert Freih
Arbeits-Vergebung.
Echzeller Abschlag. Die Uebernahmslusti
bis zum Abschlag oberhalb Echzell.
err Nordeck zur Rabenau.
Zusammenkunft Vorm. 9½j Uhr am
gen werden eingeladen, an den vorgenannten Versamm⸗
lungsplätzen sich wegen Bekanntgabe der näheren Bedingungen zur festgesetzten Zeit
der Mündung der Horloff insgesammt einzufinden.
Der
von Bingenheimer Mühle
Gießen am 17. Juni 1889.
Großherzogliche Kulturingenieur für Oberbessen: Wißmann.
Deutsches Reich.
Dresden, 17. Juni. Das Armeefest vor der königlichen Familie nahm gestern Abend einen glänzenden Verlauf. Am heutigen Vormittag empfingen die Majestäten die Deputationen des Bundes raths und des Reichstags und andere inländische Deputationen. Am Nachmittag findet größere Hoftafel statt.
— 18. Juni. Der Kaiser ist heute im Laufe des Vormittags eingetroffen und wurde am Bahn— hofe vom König, dem Prinzen Georg, sämmt— lichen fremden Fürsten, dem preußischen Gesandten und den Spitzen der Behörden empfangen. Die Militärvereine Dresdens und der Umgegend bildeten Spalier, zahlreiches Publikum begrüßte die Majestäten mit begeisterten Hochrufen. Der Kaiser und der König fuhren vom Bahnhofe in vierspänniger Equipage direkt zur Parade, welche bei schönstem Wetter stattfand. König Albert nahm den Frontrapport unter den Klängen der Sachsenhymne entgegen, während die Truppen präsentirten, und empfing darauf den Kaiser, welcher, mit lebhaftem Enthusiasmus begrüßt, inmitten der anwesenden Fürstlichkeiten ritt. Der König führte dem Kaiser die gesammte Parade und später die Leibregimenter vor, während der Kaiser dem König sein Grenadierregiment, das 2. sächsische Nr. 101, vorführte. Nachmittags fand die Enthüllung des Denkmals des Königs Johann statt. König Albert und sämmtliche Füͤrstlichkeiten wohnte der Feier bei. Der Obec— bürgermeister hielt die Festrede, worauf der Präsident der ersten Ständekammer ein begeistert aufgenommenes Hoch auf den König ausbrachte. Der König dankte den Schöpfern des Denkmals auf das herzlichste. Der Kaiser sah der Feier von einem Fenster des Schlosses aus zu. Er wohnte sodann der Wiederholung des Armee— festes bei. Abends bei der Rückreise nach Berlin wurde der Kaiser vom König und den fremden Fürstlichkeiten zum Bahnhof geleitet.
Kiel, 17. Juni. Admiral Heusner ist mit den geretteten Manvpschaften der bei Samoa ge— strandeten Schiffe„Adler“ und„Eber“ heute hier eingetroffen und hat dieselben unter lebhaften Sympathiebezeugungen der Bevölkerung nach der Kaserne geleitet.
Danzig, 15. Juni. Die Torpedoboot⸗ flottille ist heute Morgen im hiesigen Hafen an—
gekommen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 17. Juni.
Kammer
Das Abgeordnetenhaus nahm die Delegattons—
den Vertretern des Königs begrüßt, traf, gestern hier ein und wurde an dem Bahnhofe von den Spitzen der Civil- und Militärbehörden, dem persischen Gesandten in Paris, dem persischen Generalconsul Hesse und anderen ausgezeichneten Persönlichkeiten empfangen. Der Schah begab sich in einem Hofwagen, von einer Abtheilung Reiterei geleitet, nach dem Amselhotel, wo er Absteigequartier nahm.
Belgien. Brüssel, 18. Juni. Deputirten⸗ kammer. Bei der Berathung der Interpellation Janson's betr. den Socialistenproceß in Mons führt derselbe aus, das Mimisterium müsse sich entweder der Majorität unterwerfen oder ab— danken. Das öffentliche Gewissen habe gesprochen, er glaube nicht an das Wort des Ministers Beer— naert. Janson gibt eine historische Darstellung der Complotangelegenheit und behauptet, das Ministertum habe die Umtriebe der Agents pro- vocateurs gekannt. Beernaert erklärt, Janson glaube, daß allein die Thatsachen seiner Wahl ihm das Recht gäben, die Eutlassung des Mini— steriums zu verlangen; dasselbe habe niemals diese Absicht gehabt und werde auch seine Entlassung nicht nehmen. Der Ministerpräsident erklärte weiter, der König allein habe das Recht, die aufzulösen. Janson sei vom Könige nicht damit betraut. Der Ministerpräses bestritt sehr entschieden, von der Thätigkeit der Agents provocateurs Kenntniß gehabt zu haben. Hierauf fand ein lebhafter Wortwechsel unter den Depu— tirten statt, mehrere wurden zur Ordnung gerufen. Schließlich hob der Präsident angesichts der herrschenden Erregung die Sitzung auf. Die Straßen am Kammergebäude sind polizeilich ge— sperrt, in den angrenzenden Straßen bewegte sich eine große Menschenmenge.
Italien. Rom, 18. Juni. Kammer. Bei der Fortsetzung der Berathung über das Kriegs— budget gegenüber der Tagesordnung Baccarini's, welche den Credit für Afrika auf 8 Millionen reduciren und weitere Besitzergreifung von der Ermächtigung des Parlaments abhängig machen will, vertheidigt Crispi das Vorgehen der Re— gierung in Afrika. Bei der Abstimmung wude, nachdem Crispi die Vertrauensfrage gestellt hatte, der Antrag Baccarini's verworfen, die Tages— ordnung Baccelli und das Vertrauensvotum für die Regierung mit großer Mehrheit angenommen.
Aus Stadt und Land. 7 Friedberg. Mittwoch den 26. Juni, Abends 8 Uhr, wird auf Ersuchen des Vorstandes des„Ebang, Vereins“, cand. theol. Hofmann, bekannt als Lutber—
wahlen vor. Sodann wurde in beiden Häusern Daxsteller gelegentlich der Auffübrung des Herrig'schen
des Reichstages ein Reseript des Königs verlesen, welches den Reichstag bis zum 12. October vertagt.
Lutherfestspieles zu Gießen, im früher Binzel'schen, jetzt
Kürschner'schen oberen Saale, das neulich zu Kreuznach
aufgefübrte Hutten Sickingen Festspiel von Bungert vor
Schweiz. Bern. Dem„Berner Intelligenz lesen. Da nun die Mitglieder des„Eo. Bundes“ gewiß
blatt“ zufolge erklärte der Bundes rath in der Antwortnote an die drei Kaisermächte auf die Vorstellung in Sachen der Fremdenpolizei, die Schweiz sei sich ihrer internationalen Pflichten wohl bewußt und stets bereit, dieselben streng zu erfüllen. Der Bundesrath beschäftige sich schon seit längerer Zeit mit der besseren Organi— sation der Fremdenpolizei und unterbreite soeben den eidgenössischen Rathen eine bezügliche Ge— setzvorlage.
Holland. Amsterdam, 17. Juni. Der
Schah von Persien, an der Landesgrenze von
ein gleich großes Interesse daran haben, dieses Stück kennen zu lernen und trefflich wiedergeben zu hören, so sind die beidersestigen Vorsitzenden übereingekommen, für diesen Fall eine gemeinsame Zusammenkunft zu veranstalten, und laden dahter die beiderseitigen Mitglieder zu recht zahlreichem Besuch ein. Auch unsere Frauen und Jung frauen sind dadei sebr willkommen
w. Nieder Wöllstadt. Wie schon mebrfach er⸗ wäbnt, findet am 30. Juni und 1. Juli dabier das 50 jäbrige Jubiläum des Gesangvereins„Concordia“, einer der ältesten Gesangvereine der Wetterau, statt. An diesem Tage wird zugleich das zehnte Fest des Wetterauer Sängerbundes mitgefeiert. Sänger sowie die ganze Be⸗ völkerung des wohlbabenden Ortes wetteifern schon jetzt mit einander, das Fest zu einem außerordentlichen zu ge⸗
stalten. Es steht bei günstigem Wetter zu hoffen, daß die Einwohner der dichtbevölkerten Wetterau zum Feste in großer Zahl erscheinen werden, wie denn auch berelts viele Vereine ihr Kommen fest zugesagt haben. In dankens⸗ werther Weise hat Graf Solms-Rödelbeim in Assenheim, der in hiesiger Gemarkung viele Besitzungen hat, dem Vereine„Concordia“ die zur Schmückung des Festpla zes und des Ortes nötbigen Fichten ꝛc. aus seinen Forsten zur Verfügung gestellt. Zum Gastwirtb ist Wirth Thuy aus Vilbel ausersehen worden und steht bei der bekannten Tüchtigkeit desselben zu erwarten, daß in„Küche und Keller“ Vortreffliches geletstet wird. Die ganze Kapelle des I. Hess.⸗Husaren Regiments Nr. 13 wird bei dem Feste coneertiren.
Gießen, 18. Juni. Unter dem Vorsitz des Land- gerichtsrath Ur. Schäfer haben gestern die Schwurge⸗ richtsverhandlungen des zweiten Quartals mit der Straf⸗ sache gegen Ludwig Becker und Heinrich Karber von Ruttershausen ihren Anfang genommen. Nach der An⸗ klage werden die beiden Angeklagten des Verbrechens wider das Leben, an dem Bahnwärter Heckeroth von Kirchberg, beschuldigt. Becker wird in eine Zuchthaus strafe von 4 Jahren, Aberkennung der bürgerlichen Ehren⸗ rechte für die Dauer von 5 Jahren, Karber in eine Ge— sammtzuchthausstrafe von 1 Jahr 2 Monaten und 2 Wochen und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von 3 Jahren verurtheilt.
Gießen. Die Zabl der Hörer an der hiesigen Uni⸗ versität beträgt 616, mit Einschluß der nicht eingeschrie— benen Hörer 654. Von den 616 Studirenden, unter denen 479 Hessen, 102 Preußen, 10 Bayern, 5 Braun⸗ schweiger, 4 Sachsen, 3 Badenser, je 2 Weimaraner, Oesterreicher, Nordamerikaner, je 1 Oldenburger, Elsaß— Lothringer, Sondershäuser, Rudolstädter, Hamburger, Engländer, Australier, widmen sich: der Theologte 104, der Rechts wissenschaft 88, der Medizin 119, der Tyler heilkunde 29, der Zahnheilkunde 9, der Kameralwissen⸗ schaft 46, der Forstwissenschaft 39, der Mathematik 20, der klassischen Philologie 52, der neueren 23, der Phtlo⸗ sophie und den Naturwissenschaften 23, der Geschlchte 4, der Pharmazie 16, der Chemie 44
Gräfenhausen Bei dem Gewitter am 13. d. W. fuhr ein Strahl mit furchtbarer Gewalt in den Thurm der hiesigen Kirche. Es war ein sogenannter kalter Schlag, der indessen verschtedene Verheerungen angerichtet hat,
Lorsch, 16. Juni. Bei dem gestrigen schweren Ge— witter hat der Blitz in unsere Kirche eingeschlagen, glück licherweise ohne zu zünden.
Kastel, 15. Junt. Im Erbenheimer Felde traf heute Nachmittag der Blitz eine beim Dickwurzsetzen thätige Frau. Die Flamme beschädigte auf der rechten Seite den Körper der Frau erheblich und verbrannte die Kleider der Unglücklichen. Die linke Seite ist seit dem Vorfall völlig gelähmt. Die Aermste liegt zu Hause in ärztlicher Behandlung bedenklich darnieder.
Oppenheim, 15. Juni. Ein furchtbares Unwetter, das sowohl durch den starken Regen als durch mehrfach einschlagenden Bliß großen Schaden verursachte, tobte beute über unserer Gegend. Der Blitz traf u. A die Stroh⸗ fabrik zu Rbeindürkteim bel Osthofen, zündete und legte das ausgedebnte Gebäude in Asche. Da mächtige Vorräthe von Stroh in demselben angehäuft waren, konnte dem Feuer kein Einhalt gethan werden. Auch heute entluden sich wieder mehrere sehr starke Gewitter mit wolkenbruch⸗ artigem Regen verbunden, der bedeutenden Schaden in der Landwirthschaft anrichtete.
Allerlei.
Bayreuth, 16. Juni. In Gefrees bei Bayreuth it
gestern Nachmittag ein Wolkenbruch niedergegangen; allt Bäche sind bedeutend gestiegen. In Berneck wurden Brücken und Straßen zerstört. Eine Dienstmagd und ein anderes Mädchen sind ertrunken. Altenburg, 15. Juni. Bel dem gestrigen schweren Gewilter traf ein Blitzstrahl das berzogliche Residenzschloß, verursachte im Dachstuhl einige Verheerungen und betäuble den Doppelwachtposten.
Jeraelitischer Gotteedienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 22. Junt 1889. Beginn: Freitag Abend 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Ubr. Sabbathausgang 9 Uhr 15 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 23. Juni an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr 30 Min.
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