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1889.
7 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt j J; . 1 18950 Freitag 6 ittwoch] Freisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
de Bespre 15 Iimnoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen vor ö 1 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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Amtlicher Theil.
betreffend: Die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen. Friedberg am 15. Juli 1889.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Seitens der Großherzoglichen Steuercommissariate ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die von den größeren Grundbesitzern in
eis ausverkaul.hemäßheit des Formulars 4 zu der Verordnung vom 11. Juli 1888(Regierungsblatt Seite 94) eingereichten schriftlichen Anträge in einzelnen
fällen nicht genügen, um die hiernach den Betriebsunternehmern in den Umlagekatastern 1. Abtheilung(Formular B zu der vorerwähnten Ver—
U Kassas urdnung Spalte 5, Regierungsblatt Seite 98) anzusetzenden Steuerkapitalien bestimmen zu können.
che, Sync Es ist dies regelmäßig dann der Fall, wenn größere Gütercomplexe, welche in Loosen verpachtet sind, nur je eine Grundbuchskennziffer 1 lan gaben, aber verschiedener Bonität sind, und dieses letztere Verhältniß lediglich durch Bruchtheile angegeben ist. en ni
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17 d wie die Steuerkapitalsansätze für diese Loose zu bilden sind.
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Steuerkapitalien ermitteln zu können.
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In Fällen dieser Art fehlt dem Steuercommissariat jeder Anhaltspunkt dafür, welcher Bonitätsklasse die verschiedenen Loose angehören
Es erscheint daher nothwendig, daß in solchen Fällen die schriftlichen Anträge der betreffenden Grundbesitzer auch Angaben über Pachterträgnisse der einzelnen Loose enthalten, um nach dem Verhältniß der ersteren unter sich die der Bonität entsprechenden
1 Wir beauftragen Sie, insoweit in ihrer Gemeinde derartige Verhältnisse vorkommen, die betreffenden Grundbesitzer, beziehungsweise Ver— valtungen auf das angegebene Erforderniß mit dem Anfügen hinzuweisen, daß sie den deßfallsigen Anforderungen aus freien Stücken, jeden⸗ falls aber auf Ersuchen der Steuercommissariate zu entsprechen haben.
2 Unlerhosg N Dieser Anforderung wird am Einfachsten dadurch genügt, daß in den schriftlichen Anträgen außer den in Spalte 4 anzugebenden Flächen—
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de Pachterträgnisse der Loose beigefügt werden.
ehalten der einzelnen Loose, in Spalte 8 unter Bemerken unmittelbar hinter Spalte 7 eine Geldspalte mit M. und Pf. gezogen wird, in welcher
Dr. Braden.
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Vormittags um 10
Loh holz öffentlich w Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1889 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hier— durch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Mei— dung des Ausschlusses von dieser Prüfung
spätestens bis zum 1. August 1889 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der An— beingung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt:
1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. sebensjahr erfolgen.
— 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. i ung 5. 1 0 es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange— 9 ben wird.
mühe unte ö 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— — N zugniß; b. Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes, mit der Strobel ürklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen wahrend einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten
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Bekanntmachung. , biesigen Gemen etreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst im Herbst 1889. 1 1
für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf.
5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will.
6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein—⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Wehrordnung vom 22. November 1888— Regierungsblatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß.
Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden.
Darmstadt den 6. Juli 1889.
Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller.
89. geln 4 f 3 . e Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
gn Ernannt und verpflichtet wurden Adolf Triebert und Peter Michael Weitz von Dorn-Assenheim als Nachtwächter. 0 N
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Veber und Heimbrecht in Büdingen erledigt zurück.
Steckbrief bringe ich hiermit in Erinnerung.
Orünberg, zuletzt Dienstknecht bet Landwirth Gatzert in Ostheim. Friedberg den 12. Juli 1889.
Erledigung. Meinen unterm 5. April l. J. gegen Georg Hamburger von Bellings erlassenen Steckbrief nehme ich als durch Wachtmeister Böcher und die Gendarmen Meinen unterm 16. Mai l. J. gegen Heinrich Wenzel, Sohn des Bernhard Wenzel und der Margarethe, geb. Arnold, von Maibach bei Groß Umstadt, erlassenen
4 Person, bezüglich deren Aufenthaltsort Auskunft begehrt wird: Heinz, Johannes, Dienstknecht, geboren zu Ebersgöns, verheirathet nach Atzenhain bei
Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
f Darmstadt, 15. Juli. Die Prinzessin 689., Fu dudwig von Battenberg, ist am 13. Juli von N lg ea, eier Tochter auf Schloß Heiligenberg entbunden
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erte gestern Christianssund und traf Abends zwei Salutschüsse löste.. im 19 75 5 um 10 Uhr in Trondhjem ein.— 15. Juli. Wohlsein auf Deck, dankte für das Hurrah' zeitung stehe.
Um 9½ Uhr heute Vormittag hielt der Kaiser rufen. Heute Morgen de 8 N eine Munz der Schiffsmannschaft ab und spiegelglatter See und unvergleichlich schönem dition unter der Leitung des Geheimrathes Hensen
ur 10 Uhr persönlich den Gottesdienst. Abends Wetter(14¼“ R.) der Polarkreis passirt. Die! verließ heute an Bord des Dampfers„National“
Deutsches Reich. um 7 Uhr begab sich der Kaiser ans Land; der-] Ankunft in Brodoe erfolgte um 3 Uhr Nach⸗ 0 7 selbe wurde 99 8 Bevölkerung sympathisch be- mittags und nach einstündigem Aufenthalte die grüßt. Der Kaiser besichtigte eingehend den Dom Weiterfahrt nach Tromsoe. und nahm sodann den Thee beim Consul Jensens g korden. Die Kaiserin Friedrich war gestern mit ein. Heute erfolgte nach Abfertigung eines Cou⸗ zufolge erklärt haben, er lege Werth auf das om Prinzessinnen und dem Kronprinzen von riers die Weiterfahrt nach Brodoe. 16. Juli. Bekanntwerden der Thatsache, daß er die Be⸗ Criechenland von Homburg nach dem Fürsten⸗[Gestern Mittag erfolgte die Abfahrt Kaiser rathschlagung mit dem Kaiser über Krieg oder (cger zum Besuch gekommen und kehrte im Laufe Wilhelms von Trondhjem. Nachts um 11 ¼ Uhr Frieden als ausschließliche Aufgabe des Fürsten dis Nachmittags nach Homburg zurück. fand bei Tageshelle eine Begegnung mit einem Bismarck betrachte und daß er in keinerlei Ver⸗ Berlin, 14. Juli. Kaiser Wilhelm pas- vom Nordcap kommenden Dampfer statt, der bindung mit der Kriegstreiberei der„Kreuzzei⸗
— Graf Waldersee soll dem„Hamb. Corr.“
Der Kaiser, im besten tung“, überhaupt in keiner Beziehung zur„Kreuz—
10 Uhr wurde bei Kiel, 15. Juli. Die deutsche Tiefsee-Expe⸗


