ad: Die Heegzeit des Dachses.
Bekanntmachung.
Da die Klagen über den durch Daͤchse verursachten Schaden sich sehr gemehrt haben, seh die Monate Juli, August und September aufzuheben.
Friedberg am 13. Juli 1889.
Bei den Unteroffizierschulen Potsdam, Marienwe
und werden von dem unterzeichneten Bezirkskom webeln in Friedberg und Büdingen einzusehen.
Steckbrief. Aufenthalt herumtreiben, sind auf Grund Haftbefehls des
bewegliche Sachen, nämlich zwei dem Grafen Solms Rödelheim in Assenheim gehörige silberne Löffel, weggenommen zu haben— Vergehen gegen§. 242 des St. G.⸗B.— zu verhaften und, falls im Großherzogthum Hessen betroffen, f
hren.— 1) Signalement des Münch: Größe mittlere, Statur schlank, Gesichtsfarbe blaß, Kleidung, trug zur „Gesichtsfarbe blaß, Kleidung, trug zur Zeit hellgrauen ö
Friedberg, andernfalls dem nächsten Amtsgerichte vorzufü Zeit eine braune, wollene Jacke und alte gflickte Hosen; 2)
Die beiden unten Beschriebenen, 1) Münch, Heinrich,
mando Anmeldungen entgegengenommen.
Major z. D., Kommandeur des Landwehrbezirks Friedberg. g 2
Großherzoglichen Amtsgerichts Friedberg vom 5.
Signalement des Müller: Größe mittlere, Statur schlank
Rock und eine roth und weiß gewürfelte Blouse unter dem Rock.
Friedberg am 10. Juli 1889.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftun
Rechner, Herr Vogt, die Pfleggelder aus dem e auszahlen wird. Friedberg den 15. Juli 1889.
rsten Halbjahr 1889 gegen die vorschriftsmäßige
rder und Biebrich können im October d. J. noch Freiwillige zur Einstellung gelangen ö Bedingungen zur Aufnahme sind bei den Bezirksfeld⸗“ Bezirkskommando Friedberg.
aus dem Schloß in Assenheim in der Absicht rechtswidriger Zueignung
Für den Vorstand der Mathildenstiftung.
en wir uns veranlaßt, die Heegzeit des Dachses
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 5 Dr. Braden.
Winter,
von Schönau und 2) Müller, Adolf, von Kassel, welche sich vagabondirend und ohne festen
J. wegen der Anschuldigung, im Januar l. J. fremde 1 1
1 715 dune Kirk Herdelgeri
dem Großherzoglichen Amtsgerichte
Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
f N 1 f
g anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unsen Quittung nächsten Freitag den 19. Juli
Meyer.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Oberlandesgerichtsrath Wiener wurde zum Landgerichtsdirektor beim Landgericht der Provinz Oberhessen, der erste Staatsanwalt beim Landgericht der Provinz Rheinhessen Hallwachs zum Oberlandesgerichts— rath beim Oberlandesgericht und der Land⸗ gerichtsrath beim Landgericht der Provinz Rhein— hessen Steinem zum ersten Staatsanwalt bei diesem Gerichte ernannt, der Dammwärter Kämmerer zu Klein⸗Auheim wurde in den Ruhe- stand versetzt und der Wachtmeister Seppelt zum Kreisdiener in Büdingen, der Hilfsdiener bei der Staatsanwaltschaft in Mainz Kayser zum Kreisdiener in Alzey ernannt und der Ministerial— kanzlist Korn auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.
Berlin. Auf den Marschallinseln, die gleich den Samoainseln keiner einzelnen Macht zuge— sprochen sind, scheint sich ein ähnlicher Conflikt wie auf Samoa zu entspinnen. Nach einem der „Voss. Zig.“ zugehenden amerikanischen Draht⸗ bericht veröffentlicht die Newyorker„Tribbne“ eine Meldung, wonach auf den Marschallinseln die Deutschen sich Uebergriffe erlaubt haben sollen und namentlich der deutsche Consul in Jaluit durch sein Benehmen gegen die amerikanischen Seeleute zu lebhaften Klagen Veranlassung gebe. Die Beziehungen zwischen Deutschen und Ameri⸗ kanern seien daher sehr schlecht.
— 13. Juli. Kaiser Wilhelm besuchte gestern die Flarlandsfjorde, setzte dann die Reise fort und traf heute Mittag in Molde ein.
— Die„Post“ erläutert eine Nachricht, daß den preußischen Officieren durch Kabinetsordre das Betreten französischen Bodens untersagt worden sei, dahin, daß die erwähnte Ordre noch von Kaiser Wilhelm J. herrühre.
Nürnberg, 13. Juli. Gestern Abend fanden auf dem Plaerrer-Platze Zusammenrot⸗ tungen streikender Maurer statt. Die Tumul⸗ tuanten wurden durch die Polizei und Cheveaup— legers-Abtheilungen zerstreut. 27 Personen wurden verhaftet.
Ausland.
Schweiz. Bern. Die Note des Bundes— raths vom 10. d. an die deutsche Regierung coustatirt zunächst, daß Wohlgemuth von den schweizer Behörden nicht in eine Falle gelockt, sondern verhaftet und ausgewiesen worden sei, weil er Unruhen stiftete. Ein freundlicher Mei— nungsaustausch würde darüber Klarheit verbreitet haben. Daun heißt es weiter: Der Bundes- rath sei entschlossen, jeder künstlichen oder wirk⸗
lichen Agitation in der Schweiz ein Ende zu wollte
bereiten, und bedauere die unerwartete deutsche Auslegung des Artikels 2 des Niederlassungs Vertrages.
mit ihren Heimathbehörden nicht in Frieden ge—
1 Die deutsche Regierung habe die commissär darauf Deroulsde am Arme ergriff, Schweiz hindern wollen, solchen Deutschen, welche stürzte sich die umstehende Menge auf den Poli— zeicommissär und entriß ihm seinen Gefangenen,
wiederspreche dem Geist des Vertrags, der Nieder⸗ lassungen erleichtern wolle. Der Bundesrath weist endlich den Vorwurf der Vertragsverletzung zurück und spricht der deutschen Reichsregierung das Recht ab, den Vertrag, als von der Schweiz unerfüllt, für hinfällig zu erklären. Schweden. Christiania, 12. Juli. Das conservative Ministerium hat sich heute consti⸗ tuirt, das Präsidium übernimmt Stang. Belgien. Brüssel, 13. Juli. In allen belgischen Städten findet morgen die Centenar— feier des Bastillensturms statt. Das Vorbeiziehen des socialistischen Straßenzuges vor dem Königs⸗ palast wurde behördlich verboten, aus Furcht vor republikanischen Kundgebungen. Frankreich. Paris, 12. Juli. In der Kammer wurde der die Panamagesellschaft be— treffende Gesetzentwurf mit den Abänderungen des Senats ohne Debatte genehmigt. Laguerre wurde, als er die Couloirs des Palais Bourbon durchschritt, um zu dem Ausgang zu gelangen, von den boulangistischen Deputirten und Jour— nalisten freudig begrüßt, von anderen ausgezischt. Laguerre bestieg mit Susini und Le Herissé einen Wagen. Einige Leute riefen: Es lebe Laguerre! Doch wurden diese Rufe durch Pfeifen und die Rufe: Ins Wasser! übertönt. Zwei Personen, welche sich weigerten, weiter zu gehen, wurden verhaftet. Die fortgesetzte Amnestieberathung wurde in der Kammer durch lebhaften Wort— wechsel, welchem großer Lärm in den Wandel⸗ gängen folgte, gestört. Die Versammlung der Rechten beschloß zu beantragen, daß Minister Constans in Auklagezustand versetzt werde wegen Erpressungshandlungen, welche gegen den früheren Generalgouverneur von Indo China in der De— pesche vom 23. Mai 1888 und in dem Bericht des Generalgouverneurs Richaud vom 10. Juni 1888 an die Regierung aufgeführt seien. Die Kammer lehnte jedoch mit 343 gegen 179 Stimmen den Antrag ab. — 13 Juli. Kammer. Vor Aufhebung der heutigen Sitzung wurde die Censur mit zeit— weiliger Ausschließung über Le Herisse verhängt. — 14. Juli. Heute Vormittag fand vor der Statue der Stadt Straßburg auf dem Ein— trachtsplatze eine von den Boulangisten veran— staltete Kundgebung statt. Den Theilnehmern war von dem anwesenden Polizeicommissär jede Rede und Aeußerung ausdrücklich untersagt worden; gleichwohl wurde von Deroulede, der von den Boulangistischen Deputirten und einer größeren Menschenmenge umgeben war, laut ausgerufen: „Es lebe der General!“ Der Polizeicommissär in Folge dessen Deroulede verhaften. Letzterer leistete aber Widerstand und erklärte, seine Verhaftung sei ungesetzlich. Als der Polizei—
den Redactionsbüreaux der boulangistischen Zei⸗ tungen begab. Der Polizeicommissär wurde durch herbeigeeiltes Polizeipersonal aus den Haͤnden der Menge befreit.
Marseille, 14. Juli. Heute fand zwischen dem Sectetär des opportunistischen Journals „Le Petit Provengal“ Pierotti und dem Secretar des boulangistischen Comités Belz ein Duell statt, bei welchem Pierotti getödtet wurde. Italien. Venedig, 14. Juli. Die Koͤnigin und der Kronprinz von Italien sind hier einge. troffen und von der Bevölkerung enthustastisch begrüßt worden.
— Rom, 14. Juli. Der Papst empfing heute den preußischen Gesandten v. Schlözer, welcher demnächst seinen Sommerurlaub antritt, in längerer Audienz. Turkei. Konstantinopel. Nach einer Mel. dung des Reuter'schen Bureaus aus Kanea i der türkische Commissär Djellaleddin Pascha von der Pforte plotzlich von Kreta zurückbe rufen,
1
worden. Die Angelegenheiten der Jusel siud noch ungeregelt. f Rußland. Warschau. Die russische Regie.
rung hat im Gouvernement Lublin ein Areal von 1600 Joch zur Anlage eines befestigten Lagers angekauft.
— Petersburg. Der„K. Z.“ wird„aul ganz unbedingt zuverlässiger Quelle“ gemeldet, daß vor etwa 10 Tagen dem Kriegsministen Wannowski in Vichy, woselbst er sich zur Kur aufhält, von Peterhof aus ein Schriftstück de Zaren zugegangen ist, dessen Inhalt so 17 1 wichtig, daß dasselbe nicht durch die Post oden einen Feldjäger befördert wurde. Es wurde dahen ein Verwandter Wannowski's, ein Officler den russischen Garde, besonders beauftragt, das Schriftstück von Peterhof nach Vichy zu befördern.
Egypten. Kairo. Zwei weitere Batall⸗ lone Infanterie, welche in Malta stehen, erhielten Befehl nach Egypten zu gehen.
Amerika. Newyork, 11. Juli. Der al gebliche Mörder des Dr. Cronin, Burke, ift gestern von der Canadischen Regierung an d amerikanische ausgeliefert worden.
Aus Stadt und Land. Friedberg. Beim Ausheben des Grundes am neum Postgebäude stieß man auf einem großen unterirdischm Gang, der in der Richtung nach dem Bahnhofe lä mit einer Abzweigung nach rechts in der Richtung die Stadtkirche. Leider kann man ihn nicht weit ven folgen, da er nach beiden Seiten hin eingestürzt ist, ode! absichtlich zugeworfen wurde. Man wird unwillkürlie wieder an die Sage erinnert, daß die Stadtkirche 11. dem ehemaligen Kathrinenkloster durch einen unterlidischtn Gang verbunden gewesen sein soll, in dem man in Krie zeiten die Kirchenschätze barg. 2 Friedberg, Ia at Während uns der Falb'se⸗ „kritische Tag erster Ordnung und die um ihn liegender Tage“ bis jetzt hier außer einigen unerheblichen Gewitter keine abnorme Störung brachte, lesen wir von Wilen,
—
lebt, Aufnahme zu gewähren. Eine solche Absicht
der sofort einen Wagen bestieg und sich nach
12. Juli: Heute herrschte hier eine beispiellose Hitze. N. Inneren der Stadt zeigte das Thermometer 40 d 24 Grad in der Sonne, 30 bis 34 Grad im Schatten
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