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Beilage.
Dbbethessischer Anzeiger.
110.
Aus Stadt und Land.
Pth. Friedberg. Am 10., 11. und 12. September fand dahler unter großer Bethetligung die VIII. Ver⸗ sammlung des Forstvereins für das Großherzogthum Hessen statt. Der Abend des 10. Sept. war der gegen⸗
seitigen Begrüßung und einer geselligen Vereinigung in 9 8 9
den geschmackvoll decorirten Räumen des Casino's ge⸗ widmet. Rechtsanwalt Jöckel begrüßte in seiner Eigen— schaft als Beigeordneter den Verein im Namen der Stadt Friedberg, welchen Gruß Forstmeister Muhl, als Präsi— dent des Vereins, mit einem Salamander auf die Stadt Friedberg erwiederte. Toaste wechselten dann mit Lie⸗ dern und erst lange nach Mitternacht wurde zum Auf— bruch gerüstet. Am 11, Vormittags 712 Uhr, standen die Wagen zur Exeursion am Stadtkirchenplatz bereit, und begünstigt vom herrlichsten Wetter ging die Fahrt durch Ober Rosbach am Forstyaus Bainhards vorbei bis zum Rodheimer Gemeindewald. Hier wurden die Wagen verlassen, und nun fünrte die Exeursion durch den Rod; heimer Vorderwald and sodann durch den Oberwald bis zum Rodheimer Jagbhaus, woselbst für eine Erfrischung bestens Sorge getragen war. Nach eingenommenem Früh— stück wurden dle Wagen wieder bestiegen und ging die Fahrt den Wehrhelmer Gemeindewald entlang über den Erlenbach im Köpperner Thal, an der Lochmühle und dem Oeconomiehof Kloster Thron vorbei nach der Saal— burg. Dieselbe wurde besichtigt, ebenso die daselbst von Baumetster Jacobt zu Homburg veranstaltete Ausstellung von bei den Ausgrabungen gefundenen ea. 200 jährigen Hölzern, sowie von altrömischen Holzbearbeitungswerk zeugen. Zuletzt wurde noch das Gräberhaus in Augen⸗ schein genommen, worauf die Wirthsräume der Saalburg aufgesuch: wurden. Gegen 5 Uhr Abends erfolgte die Rückfahrt von der Saalburg über Friedrichsdorf, Ober— Rosbach nach Friedberg, woselbst sich an die schöne Ex⸗ curston eine gesellige Vereinigung auf Steinhäußers Felsen⸗ keller anschloß. Am 12. Sept., Vormittags 8 Uhr, be⸗ gannen die Verhandlungen im Saale des Casinos. Nach Erledigung der Vereins angelegenheiten hielt Oberförster Schwarz einen höchst interessanten Vortrag über die Be⸗ triebsformen der Taunuswaldungen in den verschtedenen Höhelagen mit Rücksicht auf die klimatischen Verhältnisse und den Wildstand, wofür derselbe reichen Beifall erntete. Der Diseussion dieses Themas folgten Mittheilungen über verschiedene forstliche Fragen, worauf die Versamm⸗ lung durch den Vorsitzenden des Vereins, Forstmelster Muhl, mit dem Wunsche des Wiedersehens im Jahre 1892 zu Offenbach, geschlossen wurde. Mittags betheiligten sich die Vereinsmitglieder an dem Festmahl zur Geburts tagfeier des Allerhöchsten Vereinsprotektors im Hötel Trapp. Sämmtliche Thellnehmer konnten mit dem Be⸗ wußtsein scheiden, einer in allen Theilen gelungenen und schöͤnen Forstversammlung beigewohnt zu haben, welche
14 sich den früheren ebenbürtig zur Seite stellt.
Friedberg. Durch einen Zufall erfahren wir erst heute, daß Oeconom Joh. Horn und seine Ehefrau, eine geb. Müller, beide hier gebürtig, bereits am 25. August ihre goldene Hochzeit feierten. Indem wir dies seltene Ereigniß hier nachträglich registriren, wünschen wir dem Jubelpaar noch recht viele frohe Tage.
st. Frledberg. Sehr lehrreich ist für die Freunde der nur für direkte Steuer Schwärmenden, dle Anzahl der Niederschläge— d. i. der uneinbringlichen Steuer— zu erfahren Wir geben hier nur die Namen der hier wohnenden Steuerzahler, da die unbekannten Namen kein Interesse bieten. Die Veröffentlichung geschieht in Folge eines Beschlusses des Gemeinderaths; Wilh. Baumann, Herm. Capellen, Heinr. Damm, Wilh. Erle, G. H. W.
4 Freundlieb, Johs. Hanstein IV., Heinr Hermann, Joh.
Hörr, Phil. Hühnerwolf, Karl Hülshof, Klöß, Konr. Löhr, 5 Motz
8. Moßbach, Christ. Muth, Georg Petri, Joh!(ich. 117 19 67 1 0 III., Wilh. Schmidt 617. Fr. Aug. Schneider, Dom Schultheis, Georg Volp, Johs. Volp, Heinr. Werner IV. Insgesammt sind es 121 Per⸗
Hölzer, Heinr.
sonen mit 661 Mark.
Bei der hier stattgefundenen Gemeinde—
rathswahl wurden von 72 Abstimmen den, gewählt: Ph
Chr. Eicher mit 66 Stimmen, W. Raab mit 48 Stimmen, Vä l. mit 41 Stimmen.
5 e Bei der am 13. Sept. dahler
stattgehabten Wahl eines tsraelitischen Vorstehers wurde
der seitherige erste Vorsteher H. Heinemann mit großer
s. Södel.
Majorität wiedergewählt.
Allerlei. Frankfurt. Die Friedberger deren Alter bis 1476 zurückgeht, d Fr. J einer gründlichen Renovation unterzogen. Das Gebaͤlk muß zum größten Theil erneuert werden. Es noch angekohlte Balken von dem Brande aus dem Jabre 1634 vor, der von Kroaten in der Nacht des 6. October angelegt worden war 8 Erfurt. Ueber eine geheimnißvolle Sendung an die deutsche Kaiserin wird der„Hall. Ztg.“ von hier berichtet: Von hier aus ist am 30. Aug. miktelst Post eine 3 Kilo schwere Kiste unter der Adresse der Kaiserin und Königin Das hiesige Postamt macht nun bekannt, daß die Annabme der Kiste verweigert wurde, daß aber 305 die angebliche Absenderin, ein Frl. Anna Marie v. Kraatz⸗ Koschlau in Erfurt, polizeilicherseits nicht zu ermitteln gewesen ist.“
oder Vilbeler Warte, wird eben nach dem
Berlin, 13. Sept. Der berühmte Erfinder Edison ist gestern von der Ausstellung in Paris kommend, hier eingetroffen und am Bahnhofe von seinem eigenen hiesigen Vertreter, von Mitgliederu der amerikanischen Gesand schaft und von einem Vertreter von W. Siemens empfangen worden.
Kairo. Der Nil hat, wie erwartet, wieder ange— fangen zu steigen, und zwar ist er in den letzten zwei Tagen in Wady Halfa um über 5 Zoll gewachsen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Wasserstand ein vor— trefflicher werden.
Newyork, 14. Sept. von Newjersey dauert fort. hat jedoch nachgelassen.
Washington. Im ganzen Geyser⸗Gebiete des Vellowstone-Parks sind heftige Ausbrüche erfolgt. Ver— schledene Geyser, welche seit langer Zeit geruht haben, sind in wilder Thätigkeit. Die 1871 in Wyoming im Quellgebtete des Pellowstone entdeckte merkwürdige Geyser— landschaft umfaßt 9200 Qkm. und liegt in einer Mulde, welche von 3000—4000 Meter hohen Bergen umgeben ist. Das ganze, mit hunderten von Geysern, zahllosen Thermen-, Schwefel- und Schlammquellen bedeckte Geblet wurde vom Congreß zur Staatsdomäne erklärt.
Ueber Bienenwohnungen. Von einem Praktiker.
Die Bienen wohnten anfänglich in den Wäldern in hohlen Bäumen. Den Honig da zu etnehmen, war sicherlich keine geringe Aufgabe. Um das Geschäft sich zu erleichtern und die Bienen in der Nähe zu haben, wurden solche hohle Bäume oben und unterhalb der Stelle, wo die Bienen sich einlogirt hatten, abgesägt und von den Imkern in der Nähe ihrer Be— hausung aufgestellt. Solche ähnliche Klötze oder Stöcke wurden durch Aushöhlen für die Bienen zugerichtet und auf diese Weise vermehrt. Diese Klötze oder Stöcke waren die erste Wohnung der Bienen, sind also die älteste Form der Bienenwohnung. Von diesen Stöcken stammt die Benennung, die durch alle Jahrhunderte bis auf unsere Zeit sich erhalten hat. Unter allen Formen von Bienenwohnungen ist der über 500 Jahre alte Strohstülper oder Strohkorb zumeist sich gleich geblieben, während andere Bienenwohnungen mehr oder weniger Abände— rungen erlitten, theilweise vielen Angriffen aus— gesetzt waren. Beliebt ist er noch heutigen Tags und konnte sogar durch den Dzierzon-Kasten bis jetzt nicht verdrängt werden, obwohl er be— züglich der Rentabilität in Gewinnung des Honigs bescheiden zurücktreten muß. Die Bienen über— wintern gut in ihm, besonders wenn er vom Brett weg auf Hafer gestellt wird, ebenso auch der Strohmagazinstock, der 1675 erfunden, in neuerer Zeit Verbesserungen erfuhr. Die Honig— gewinnung beim Strohmagazinstock ist ungemein leicht und einfach. Mit einem dünnen Draht, der um den Korb herum angelegt wird und mit 2 Handhaben an den Enden versehen ist, werden Deckel und Ringe abgetrennt. Wenn man ihn auf eine Dezimalwage stellt und weiß wie schwer Brett und Korb sind, so kann man leicht erkennen, ob man, nachdem der Deckel abgetrennt worden, oder 2 Strohringe mit Honig abschneiden kann. Es gibt keine Stiche dabei. Was die Bienenzucht vordem nicht war, ist sie durch die Erfindung des Pfarrers Dzierzon geworden, ein wirklicher Erwerbszweig. Aber auch seine Erfindung ist nicht ohne Angriffe geblieben; und hat sowohl er selbst als auch andere Bienen— meister Verschiedenheiten in dieselbe gebracht.
Das Unwetter an der Küste Die Heftigkeit des Orkans
Es gibt so viele Benennungen für die Bienen— wohnungen als Namen der Erfinder. Welches ist nun die beste Bienenwohnung? Antwort: „Die meinige.“ Jeder hält die für die beste, die er benützt. Eine allgemein zufriedenstellende Antwort auf diese Frage zu geben, ist nicht mög— lich. Der Erfinder hält verzeihlicherweise seine Erfindung für die beste. Eine absolut gute und allen Ansichten und Wünschen entsprechende Bienenwohnung gibt es bis jetzt nicht. Aber für die eine oder andere Gegend kann eine Stock— form die bessere sein. So gewährt z. B. der Gravenhorst'sche Bogenstülper besonders große Vortheile jenen Gegenden, in welchen man mit
den Bienen auf bessere Weide zu wandern pflegt.
Der Name„Bogenstülper“ wird wahrscheinlich mit dem letzteren Wort auf die Wohnung und mit dem ersteren auf den gebogenen Wabenträger sich beziehen. Empfehlendes für diesefForm hat der Umstand, daß ihr Erfinder, Gravenhorst, wegen körperlicher Leiden aus dem Schulfache auszutreten genöthigt, in dieser seiner Erfindung eine vorzügliche Erwerbsquelle gefunden hat. Andere empfehlen das mit Gravenhorst'schem Bogenstülper viele Aehnlichkeit besitzende Elsässer— System mit seiner sehr leichten Aushebung der Waben.(Schluß folgt.)
Handel und Verkehr.
Gießen, 14. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund M. 1.10—1.15, Eier 1 St. 6, 2 St. 00-00 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50—0.60, Hühner per St. M. 0.90 1.90, Hahnen per St. M. 0.55— 1.20. Enten per St. M. 1.50— 1.90, Ochsenfleisch per Pfd. 60— 72 Pf., Kuh- und Rindfleisch 50—60 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Hammelfleisch 50- 66 Pf., Kalbfleisch 56— 58 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 4.00—5.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6.
Frankfurt, 13. Sept. Engros-Markt. Heu pro 100 Kilo M. 4.80 5.00, Stroh pro 100 Kilo M. 5.20—5.60. Butter 50 Kilo M. 105— 110, Weißkraut das St. 10— 20 Pf. Wirsing 10—12 Pf. Rothkraut 15—25 Pf. Erbsen pro 100 Kilo M. 16 22, do. geschälte M. 25-30, Linsen M. 24— 52, Kartoffeln per Malter M. 4— 5, Rüböl(raff.) 50 Kilo M. 32.
Frankfurt, 14. Sept. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18-28 Pf., weiße Bohnen 16-18 Pf., gelbe Kartoffeln per Gescheid 1416 Pf., rothe Kartoffeln per Gescheid 12 bis 14 Pf., neue Mäuschenkartoffeln per Gescheid 30 Pf., Butter per Pfd. M. 1.25— 1.35, Eter das Stück 5 bis 6 Pf., Blumenkohl 20—40 Pf., Kopfsalat 3—6 Pf., Sellerteköpfe 5— 15 Pf., Romainsalat per Stück 10 bits 20 Pf., Zwiebeln 25 Pf., per Centner M. 8.—9., Carotten das Päckchen 12— 15 Pf., Kohlraben das Stück 4—6 Pf., gelbe Rüben die Portion 6—8 Pf., rothe Rüben 5—6 Pf., Rettig das Stück 4—8 Pf., Welßkraut das Stück 10— 20 Pf., Rothkraut 20—30 Pf., Wirsing 10, bis 15 Pf., Endiviensalat 5— 10 Pf., Einmachgurken 100 Stück M. 1— 1.20, Salatgurken das Stück 2— 3 Pf., Einmachzwiebel das Gescheld 40 Pf., Perlzwiebel das Pfund 50— 60 Pf., Schwarzwurzel 70— 80 Pf.— Lenne. lang 40 40 ff
Literarisches.
Daheim Nr. 50 enhält: Die weiße Dame von Blumeck. Forts.— Der Nordstern. Forts.— Aus den Werkstätten der Goldschmiedekunst Pforzheims. IV.— Die Hellarmee. Etwas Neues aus dem Soldatenleben.— Das Reichspostmuseum in Berlin. Mit acht Illustr.— Zu unsren Bildern: Falkenjagd, und Alte Liebesbriefe.— Der Turnvater als Diplomat.— Moderne Reliquien⸗ verehrung.— 4 Beilagen.
Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 17. Sept.: Mignon. Große Preise. Mittwoch den 18. Sept.: Die Reise um die Erde. Außer Abonn. Große Preise. Donnerstag den 19. Sept.: Götterdämmerung. Gr. Pr. Freitag den 20. Sept.: Mikado. Außer Abonn. Gr. Pr. Samstag den 21. Sept: Tannhäuser. Große Preise. Sonntag den 22. Sept.: Hamlet. Große Preise. Montag den 23. Sept.: Festvorstellung zu Ehren des deutschen Schriftstellertages. Silvana. Außer Abonn. Große Preise. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Dienstag den 17. Sept.: Zum ersten Male wiederholt: Gespenster. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 18. Sept.: Die schöne Helena. Gew. Pr. Donnerstag den 19. Sept: Abonnements Vorstellung für einen ausgefallenen Sonntag. Gespenster. Gew. Pr. Freitag den 20. Sept.: Die Räuber. Gew. Preise. Samstag den 21. Sept.: Zum ersten Male: Der zündende
Funke. Lustsp. 1 Akt. von Ed. Pailleron. Neu ein⸗ studirt: Die Zähmung der Widerspenstigen. Gew. Pr. Sonntag den 22. Sept.: Festvorstellung zu Ehren des deutschen Schriftstellertages. Prolog von Friedrich
Stoltze. Durchs Ohr. Der zerbrochene Krug. Anfang 7 Uhr. Gewöhnliche Preise. Montag den 23. Sept.: Gespenster. Gewöhnl. Preise. Dienstag den 24 Sept.: Pfarrer von Kirchfeld. Gew. Pr.
9 5— 5 Arbeits-Vergebung.
Samstag den 21. d. Mts. sollen die bei der Feld⸗ bereinigung in der Gemarkung Kloppenheim vor⸗ kommenden Erdarbeiten(Verschleifen zweier Hohlwege), veranschlagt zu 5687 Mark, unter den bei der Verstelge⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Die Zusammenkunft ist Nachmittags 1 Uhr an der Wirthschaft von P Stahl. Pläne und Kosten⸗ anschlag können bei Großh. Bürgermeisterei Kloppenheim eingesehen werden.
Fried berg am 16. 3373
September 1889. Müller, Geometer I. Kl.
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