Ausgabe 
7.11.1889
 
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o um der Pflicht willen zu bezwingen.

und sie gäbe gern ihr eigenes Leben als bühne hin. Endlos ist das Elend, das sie

egen die eigenen Fehler und nimmt es nicht jenau mit dem, was man andern schuldet. Das

Inder Erkenntniß und träge und unsicher in der

leopfert hat, um andere glücklich zu sehen; wem

4. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Ge⸗

ich 115 die Nebel vor der Sonne weichen. gas er als recht und gut erkannt hat, das ist Richtschnur seines Lebens. Gerechtigkeit ist i Losungswort. Freilich ist es nicht immer cht, das Rechte zu erkennen. Es liegen oft seinbar zwei Pflichten mit einander im Streit, d da ist es oft sehr schwer zu entscheiden. helstens liegt das Rezept da, wo es am schwersten überwinden gilt. Wer es ernst meint und erlich kämpft, der wird auch ritterlich siegen. ir der kann sich selber achten, der gelernt hat, N Ach, de einzige Pflichtverletzung, wie oft bleibt sie ewiger Stachel im Menschenherzen! sie durch nichts zu perwischen, durch nichts wieder ut zu machen. Ein unbewachter Augenblick ge igt, um dem Pflichtbrüchigen ein langes Leben l Reue und Pein oder gar Verzweiflung ein tragen. Ebenso ist es mit der Pflichtversäum⸗ ß Wie oft haͤuft sich Schuld auf Schuld, bis keine Rettung mehr gibt! Die Mutter, selche sich als Kindesmörderin anklagt, weil sie ir todtkrankes Kind verließ, um ihrem Ver ügen nachzugehen, und die es als Leiche wieder

sich fortschleppt, nichts vermag ihr den rstörten Frieden wiederzugeben! Nicht anders geht es dem Elenden, der sich anklagt, durch bersäumniß seiner Pflicht Tausende um Hab ud Gut, um das Leben gebracht zu haben! die Strafe des Gewissens, sie ist noch bitterer, ls das Urtheil des Richters, ja bitterer als ser Tod. Und doch gibt es so viele Pflichtver umnisse, die im gewöhnlichen Leben kaum als Man geht so gleichgültig

uch Pflichten hat; man versäumt zu helfen, zu ützen, zu warnen, zu strafen; man ist zu schwach les verrückt den Punkt des Rechts, macht schwach

lusübung der Pflicht. Wer sein eigenes Ich

der trägt als Lohn in sich das Bewußtsein treu erfüllter Pflicht. Ihm winkt nach der Arbeit ein Abend süßer Ruhe.

bringt ihm köstliche Labung. in dieser Zeit des Hastens und Drängens uns nicht so oft selber verlören! daß wir uns immer klar bewußt wären, was wir sollten und wollten! Neue Pflichten verdrängen so bald und so leicht die alten, wir gerathen in Konflikte und genügen Keinem. Halbheit ist das Gepräge unserer Leist ungen. Ja, Tausende übernehmen Pflichten, denen

Die Rückerinnerung O, daß wir doch

sie nicht gewachsen sind. Wie aber steht es mit ihrem Bewußsein? Können sie sich jemals be friedigt fühlen? Nein, getreu sein im Kleinen wie im Großen, das allein schließt das Glück und den Frieden in sich.

Hast mit der Kraft, der ganzen vollen, Du treu geschafft zum Heil der Welt, War gut und rein dein Streben, Wollen, Hat Edles dir die Brust geschwellt:

Dann darfst gehobnen Hauptes wallen Du freudig deinem Ziele zu, Dann ist der Größte unter allen Nicht größ'rer Ehre werth als du!

Handel und Berkehr. Friedberg, 6. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.90 1.10 Eier 1 St, 9 Pf., 2 St. 17 Pf. Friedverg, 5. Nov. Fruchtyr. Watzen We. 19.25 bis 19.50, Korn M. 16.50 00.00, Gerste M. 18.50 bis 18.75, Hafer M. 14.00 14.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund.. Grünberg, 2. Nov. Fruchtpr. Weizen M. 19.10, Korn M. 16.30, Gerste M. 15.00, Hafer M. 14.10, Erbsen M. 17.20, Samen M. 00 00, Wicken M. 00.00, Kartoffeln M. 0 00, Linsen M. 26.00.

Gießen, 5. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund M. 1.10 0.00, Eier 1 St. 6 bis 7 Pf., Käse per St. 58 Pf., Tauben per Paar M. 0.400,55, Hühner per St. M. 0.85 1.00, Hahnen per St. M. 0.50 0.60, Enten per St. M. 1.40 1.80,

M. 25.20, Nr. 0/ M. 23.70, Nr. 1 M. 22.20, frei Ufer Frankfurt a. M., Mainz, Mannheim ca. M. 1.25 theurer lexquisite Marken ca. M. 0.75 höher). Weizen, ab unserer Umgegend M. 19.25 19.40, frei hier M. 19.50 bis 19.75, fremder nach Qualität M. 19 21.50, Roggen biesiger M. 16.50 16.75, russischer M. 16.80- 17.00, Gerste, Franken(Ochsenfurter Gau) Ried und Wetter- auer M. 18.50 20.50, Hafer prima M. 16.00 16.25, mittel M. 14.75 15.75, Mais(miged) M. 12.25 00.60 Roggenkleie M. 8.809., Weizenklese M. 7.758., Spelz⸗ spreu M. 2.40, Malzkeime M. 90.00, Cbllisalpeter ver Februar⸗März 1890 M. 18.90, Parität Frankfurt a. M. Raps per October M. 33.50 34.50, Rüböl im Detall M. 76-00, Torfstreu M. 1.20. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stattonen.

Frankfurt, 4. November. Viehmarkt. Der heutlge Markt war mit 363 Ochsen, 23 Bullen, 406 Kühen, Stieren u. Rindern, 193 Kälbern, 682 Hämmeln, 394 Schwei⸗ nen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 6870., 2. Qual. M. 62-65, Bullen 1. Oual. M. 50 52, 2. Qual. M. 46 48, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 6062, 2. Qual. M. 4550, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 7075 Pf., 2. Qualität 6065 Pf., Hämmel 1. Qual. 56-58 Pf., 2. Qual. 4045 Pf., Schweine 1. Qual. 6870 Pf., 2. Qual. 66-67 Pf.

Frankfurt, 5. Nov. Engros-Markt. Heu pro 100 Kilo M. 5.006 80, Stroh pro 100 Kilo M. 4.80 6.20, Butter 50 Kilo Pe. 9700, Weißkraut 100 St. M. 2 2.50, Wirsing 8 10 Pf. Rothkraut 15 25 Pf. Erbsen pro 100 Kilo M. 1622, do. geschälte M. 25 30, Linsen M. 2452, Kartoffeln per Malter M. 2 2.50, Zwiebel per Ctr. M. 89, Endivien 100 Stück M. 68, Rüböl (raff.) 50 Kilo M. 32.

Gänse per Pfd. M. 0.500.58, Ochsenfleisch per Pfd. 6672 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 5660 Pf., Schweine⸗ Nase 60 70 Pf., Hammelfleisch 50 66 Pf., Kalb⸗ eisch 56 60 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 3.30 bis 3.70, Zwiebeln per Ctr. M. 6.00 7.00 Welßkraut per. St. 4 20 Pf.

Frankfurt, 4. November. Fruchtbericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 33.50 34.00, Nr. 1 M. 30.00. bis 31.00, Nr. 2 M. 25.50 26.50, Nr. 3 M. 24.50 bis 25.50, Nr. 4 M. 21.0022., Nr. 5 M. 17.0018. Milchbrod und Brodmehl im Verband M.54.5057. Nord-

s Bedürfniß, Pflicht war, für andere zu leben ud zu sorgen, ihnen zu dienen und zu nützen,

Bekanntmachung.

Durch Beschluß der Generalversammlung des Dor⸗ eimer Darlehenskassenvereins e. G. zu Dorheim vom 8. September 1889 wurde beschlossen:

1. Die Firma der Gesellschaft lautet von Spar⸗ und Darlehenskasse, eingetragene schaft mit unbeschränkter Haftpflicht. nossenschaft hat ihren Sitz zu Dorheim. 2. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb

eines Spar- und Darlehenskassen⸗Geschäfts zum

Zwecke:

1. der Gewährung von Darlehen an die Ge⸗ nossen für ihren Geschäfts- und Wirthschafts⸗ betrieb,

2. der Erleichterung derung des Sparsinns.

3. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen

Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Ge

nossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstands mitgliedern;

vie von dem Aufsichtsrath ausgehend, unter Be⸗ nennung desselben, von dem Präsidenten unter zeichnet.

Die Bekanntmachungen sind in der in Darm⸗

stadt erscheinendenDeutschen landwirthschaftlichen

Genossenschaftspresse aufzunehmen.

jetzt ab Genossen Die Ge⸗

der Geldanlage und För

nossenschaft muß, wenn sie Dritten gegenüber Rechts⸗ verbindlichkeit haben soll, durch zwei Vorstands⸗ mitglieder erfolgen. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma ihre

Namensunterschrift beifügen. Eintrag zum Genossenschaftsregister ist erfolgt.

Bad⸗Nauheim den 1. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim. Bau

er. Schü tz.

Die Haferlieferung

für den städtischen Faselstall soll auf dem Submissions⸗ weg vergeben werden für das laufende Jahr. Offerten wolle man bis zum 7. November einreichen.

Friedberg am 5. November 1889.

deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 26.00 bis 27.00. Berliner Roggenmehl Nr. 0 ab Magdeburg

Am 2. d. Mts. wurde in hiesiger Gemarkung ein Schaf aufgefunden. Der sich legitimkrende Eigenthümer kann dasselbe gegen Erstattung der bis zur Empfang⸗ nahme entstehenden Kosten bet unterzeichneter Behörde in Empfang nehmen. Dortelweil am 4. November 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil.

4004 Hensel.

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besorgt und legt 4003 G. M. Reuss.

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Kuffecke's, Rademann's, Nestle's und Weibezahn's Kindermehl, Hartenstein's leguminose, Liebig's Malcho-Leguminose, condensirte Milch, reines Malzextract und solches mit Eisen, Fleischextracte verschiedener Harken, Koch's u Kemme- rich's Pleischpepton, Chocoladen, Cacaos

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Geld ⸗Cours. Frankfurt am 5. November 1889.

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Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg.

Sabbathfeier vom 9. November. Beginn: 5 Freitag Abend 4 Uhr 5 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 10. November an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr 15 Min.

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mit neuen Ansichten von Friedberg und Bad⸗Nauheim

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