1889.
Zonnerstag den 7. März.
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N 209.
O berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag,
8 Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht
Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von
Amtlicher Theil.
Friedberg den 5. März 1889.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
In dem Großherzoglichen Staatsverlag
1. die Bekanntmachung, betr. die Aus §. 2 des Gesetzes vom 11. Juli 1884 übe
ist eine amtliche Ausgabe zur Ausführung der Maß- und Gewichts- chen Reichs, enthaltend insbesondere: führung der Bestimmungen r die un Gewichts Ordnung vom 17. August 1868, vom 30. October 1884, 2. die Aichordnung vom 27. Dezember 18 3. die Aichgeböhrentaxe vom 28. Dezember 1884,
4. die Bekanntmachung, betr. die Zulassungsfristen für ältere Maße, Mßwerkzeuge, Gewichte und Waagen, vom 30. Dezember 1884 und
84,
5. die Bekanntma lichen Verkehr noch zu
Bekanntmachungen ꝛc. von Wichtigkeit sind,
Abänderung der Maß— Sammlung aufmerksam 1
reffend: Die Revlston der Hypothekenbücher vom Jahre 1888/89.
Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an sämmtliche Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezirks.
Wir benachrichtigen Sie, sen Sie an, alle seit der le e dem bestimmten Termin, fen, die dabei gefundenen
chung, betr. die äußersten Grenzen der im öffent— duldenden Abweichungen der Maße und Meß—
werkzeuge, Gewichte und Waagen von der absoluten Richtigkeit, vom 27. Juli 1885, zum Preise von 1 M. 20 Pf. erschienen.
Da diese für die Polizeibehörden und Gewerbtreibenden so machen wir Sie auf das Erscheinen dieser und empfehlen Ihnen, namentlich in den größeren
Gemeinden, deren Anschaffung auf Kosten der Gemeindekasse.
Dr. Braden.
Friedberg am 2. März 1889.
daß in der Kürze mit der Revision der Hypothekenbücher vom Jahre 1888/89 begonnen werden wird und tzten Revision stattgehabten Einträge und Löschungen nebst dem Register und topographischem Pfandverzeichnisse der Ihnen noch näher bekannt gegeben wird, einer genauen Prüfung nach Maßgabe Ihrer Instruction zu unter⸗ Mängel zu beseitigen, auch die etwa nicht genügend geordneten Acten instructionsmäßig zu ordnen.
man N Diese von Ihnen vor dem Revisionstermine vorzunehmende jährliche Prüfung, worüber Sie ein Protokoll aufzunehmen haben, aus 8 dachem ersichtlich ist, daß, wann und in Gegenwart welcher Ortsgerichtsmitglieder sie geschehen
. 5 50 den, hat sich vorzugsweise auf mangelnde Beglaubigungen und Unterschriften,
ꝛise de Löschungen im Register, unvollstaͤndige Abschrift der amtsgerichtlichen Verf
düsums der gerichtlichen Verfügungen und unterlassene Unterstreichung desselben,
ö Dieses von Ihnen aufzunehmende Revisionsprotokoll haben Sie in
Die schuldvoll unterlassene Berichtigung vorbemerkter Mängel unterliegt angemessener Ahndung(Verweis und selbst Geldstrafe). 0
1 Friedberg am 3. März 1889.
fehlende oder
Sellheim.
Steckbrief. Mayenschein II., Christian, geboren am 30. Juni 1856 zu Wächtersbach, ist auf Grund Haftbef Februar wegen der Anschuldigung:„im April v. Is., oder um diese ds Kiel zu Assenheim gehörigen Spitzhund dem Eigenthümer in der Absicht rechtswidriger Zueignung weggenommen zu haben“, bogthum Hessen betroffen, Großherzoglichem Amtsgerichte Friedberg, andernfalls dem nächsten Amtsgerichte vorzuführen. Um s
und welche Einträge Ihrer Revision unterzogen wesentlich mangelhafte Einträge von Hypotheken
ügungen, wie Auslassung von Worten, unrichtige Angabe des sowie nicht instructionsmäßig vollzogene Löschungen zu erstrecken. dem von uns abgehalten werdenden Revisionstermine vorzulegen.
Weber.
ehls Großherzoglichen Amtsgerichts Friedberg vom
Zeit zu Assenheim gemeinschaftlich mit Joseph Weisenseel von Waldfenster einen dem Werkführer
festzunehmen, und wenn im Großher— ofortige Nachricht vor Zuführung wird ersucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.
Deutsches Reich. dt. Der Amtsgerichtsdiener Rühl
ssertraße 0. Porms wurde unter Anerkennung seiner Dienste
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en Ruhestand versetzt.
!— Fürst Alexander von Battenberg ist gegen⸗
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attig mit seiner Gemahlin in Mailand und be— schtigt, daselbst dauernden Aufenthalt zu nehmen. Die Trauung der Prinzessin hie mit dem Kronprinzen von Griechenland ud nach dem„Fr. J.“ vor der Abreise nach en in Vertretung vollzogen werden. Die lle des Kronprinzen wird Prinz Heinrich ein— men, der auch mit der Kaiserin Friedrich seine chwester nach Athen bringen wird.
In der heutigen Sitzung des undesraths wurden die Gesetz Entwürfe, betr. Nachtrags⸗Etat für 1889/90, die Aufnahme er Anleihe für Zwecke der Verwaltung des sechsheeres und betreffend die Besteuerung des ucers, den zuständigen Ausschüssen zur Vor—
al Baukk. snathun überwiesen.
e— 5. März. Am Sonntag soll in Baga— F yo ein ernstes Gefecht stattgefunden haben. Leal Schahal ser Häuptling der Aufständischen, Bushiri, soll 4b Kane“ sbei verwundet worden sein.— Aus Samoa Scherrer sumt die Meldung von der Einstellung der
mädchen siudseligkeiten.
Der deutsche Consul hat mit sataafa einen Waffenstillstand abgeschlossen, der
nach der Beendigung der Berliner Conferenz ern soll. Mataafa soll sich verpflichtet haben, gen Einfluß und sein Ansehen geltend zu
ichen, um inzwischen die Verheerung deutscher gantagen durch seine Anhänger zu verhindern. Ueber die Flucht des Amerikaners Klein der
Aufstand in Samoa bekanntlich anzettelte
und leitete, werden jetzt einige nähere Einzel— heiten bekannt. Klein wurde vom amerikani— schen Viceconsul Vlacklock, der sich am 21. Jan. um Mitternacht persönlich nach der Wohnung des Abenteurers begab, benachrichtigt, daß ein deutscher Offizier und vier Mann von der Be— satzung des„Adler“ den ganzen Tag über auf dem von den Deutschen beschlagnahmten briti— schen Dampfer„Richmond“ auf Klein's Ankunft gelauert hätten, um ihn zu fassen und nach 5 „Adler“ zu bringen. Dem Rathe des Consuls zufolge begab sich Klein mit ihm nach dem ameri- kanischen Consulat, wo er bis zum 1. Februar seine Wohnung aufschlug. An diesem Tage kam das amerikanische Kriegsschiff„Nipsic“ in In— tuila an, um Klein auf die„Mariposa“ über— zuführen.
München. Der„Allgem. Zeitg.“ zufolge ergibt der bayerische Staatshaushalt für 1888 einen Ueberschuß von 12 Million Mark.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Pest, 4. März. Nur in drei Orten des Landes fanden gestern Volks⸗Versammlungen wegen des§. 25 des Wehrgesetzes statt. Die Bewegung in der Pro⸗ vinz ist in entschiedener Abnahme begriffen. Das Abgeordnetenhaus setzte die Erörterung des Wehr—
es fort. 3 5 März. Bei der Fortsetzung der Wehr⸗ gesetzdebatte im Abgeordnetenhaus wies der Justiz— Minister in längerer Rede unter Auführung und Erläuterung früherer Gesetze nach, daß die Be— stimmung der Armeesprache zu den Kronrechten gehöre.
Schweiz. Bern, 3. März. Bei den gestrigen Wahlen des großen Raths im Canton Tessin erhielten die Conservativen 75, die Liberalen 37 Sitze. Letztere gewannen hiermit 10 neue und verloren 2 alte Sitze. Im Canton Waadt erlangten die Radicaldemokraten eine große Mehr— heit. Ruhestörungen sind nicht vorgekommen.
Frankreich. Paris. Als sicher verlautet, daß aus den in den Bureaux der Patriotenliga beschlagnahmten Listen und Correspondenzen her— vorgehe, daß die Liga in der letzten Zeit eifrige Propaganda für Boulanger in der Armee ge— macht und mehrere Offiziere und Unteroffiziere der activen Armee und der Reserve zum Eintritt in die Liga verführt habe. Dies gebe dem Staats— anwalt Veranlassung, auf Grund des Artikels 208 des„code militaire“ Anklage gegen den Vorstand der Patriotenliga wegen Verführung von Militär— personen zu erheben. Bestimmt auftretenden Ge— rüchten zufolge soll in der Polizei-Präfectur an Stelle von Lapine der Journalist Paul Strauß treten.
— Der Minister des Innern wies die Poli— zeipräfecten an, nicht mehr zu dulden, daß die Abordnungen verschiedenster Art, welche Bou— langer täglich empfängt, den Charakter von öffentlichen Kundgebungen annehmen.
Großbritannien. London. Unter Pigott's hinterlassenen Habseligkeiten befand sich auch ein an Labouchere gerichteter Brief, worin er das ur— sprüngliche Geständniß dahin einschränkt, daß die erste Reihe von den Briefen Parnell's und Egan's echt, die zweite Reihe aber gefälscht sei.
— Die hiesige Missionsgesellschaft erhielt ein Telegramm ihres Agenten in Sansibar, wo—


