Ausgabe 
5.11.1889
 
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stadenstruth ꝛc. stattfand. var 10 Uhr vormittags auf der Straße Romrod⸗

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br. Lucius zu Darmstadt wurde zum definitiven Mehrer, der prov. Realgymnastallehrer Müller zu

Darmstadt zum definitiven Lehrer, der prov. Real⸗ Uymnasiallehrer Dr. Eger zu Gießen zum definiti⸗ en Lehrer und der von dem Fürsten zu Isenburg

er Amtmann Weber zu Alzey mit Versehung ler Stelle eines Amtmanns bei Großh. Kreis⸗

umtsrichters Langsdorff in Gießen zum Beigeord

nitteln ergänzt.

Telegramm:Heute 6 Uhr Nachmittags Darda⸗

1 egrüßt. lamm entgegen.

Dienstag den 5. November.

M 131.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 0

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag. Donnerstag und Samstag.

sunoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von

uf Weiteres Gemarkungssperre an.

Friedberg den 4. November 1889.

ehender Korbmacher, geboren zu Asthelm bei Groß Gera Erledigung.

Schutzmann Huff daselbst erledigt zurück.

Friedberg den 31. October 1889.

Mein unterm 8. October l. J. gegen August Stierle aus

Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

etreffend: Den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Rodheim v. d. H.

Da die Maul: und Klauenseuche in der Gemeinde Rodheim v. d. H. eine größere Verbreitung gewonnen hat, ordnen wir bis J 8 Hiernach ist das Durchtreiben von Wiederkäuern und Schweinen durch Rodheim und die Rodheimer Hemarkung untersagt und die Ausführung von Thieren dieser Arten aus der Rodheimer Gemarkung nur mit spezieller kreisamtlicher Erlaubniß estattet. Zuwiderhandlungen werden gemäß§§. 66 und 67 des Reichsgesetzes vom 23. Juni 1880 bestraft.

U.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Alexander Mathltas, zuletzt bei Schreiner Jordis in Friedberg, und Jakob Seemann, umher Alzey erlassenes Ausschreiben nehme ich als durch die Gendarmerie Station Alzey und

Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer.

5 Deutsches Reich.

Romrod, 1. Nov. Der Großberzog hielt ute die erste Jagd ab, welche bei gutem Wetter der Oberförsterei Romrod, Distrikt Bennhecke, Die Zusammenkunft

tiederbreidenbach vor letzterem Ort, der Schluß im 4 Uhr auf der Straße Romrod-Alsfeld im Distrikt Romröderberg. Auf der Strecke lagen 0 Rehböcke, 12 Rehe, 31 Hasen, 7 Füchse und Dachs.

Darmstadt. Der prov. Realgymnasiallehrer

Girstein präsentirte prov. Realgymnasiallehrer Ha Mann zu Offenbach zum definitiven Lehrer ernannt, er Oberwachtmeister Muller in den Ruhestand ersetzt und demselben der Charakter als Sekonde eutenant verliehen, der Kammerherr Feeih. Bellersheim bei dem Hofmarschallamt angestellt,

mt Mainz beauftragt, und der Wahl des Ober⸗

seten der Stadt Gießen die Bestätigung ertheilt. Den Ständen ist eine Regierungsvor⸗ lade betr. die Gehalte der Volksschullehrer zuge bangen. Hiernach steigen die Gehalte von 1 Mark bis 1600 in fünfjährigen Zeiträumen und werden erforderlichen Falls aus Staats

Berlin. Der Kaiser richtete am 1. Nov. vährend der Fahrt an den Reichskanzler folgendes

zellen bei schönem Wetter passiert. Beste Grüße! Ein weiteres Telegramm erhielt der Kanzler von Konstantinopel am 2. Nov.:Konstautinopel bei shönem Wetter Morgens 11 Uhr erreicht, un leschreiblich schöner Anblick. Wilhelm.

Spandau, 1. Nov. Heute fand die Ent lüllung des Kurfürst Joachim-Denkmals statt. Reichstagspräsident v. Levetzow würdigte in seiner Festrede die geschichtliche Bedeutung Joachim's II.

und die Einführung der Reformation durch Lenselben. N 0 ee 2. Nov. Kalnoky ist leute Mittag hier eingetroffen und wurde von

Legationsrath Brauer, dem Waggon entsteigend, Bismarck kam ihm auf dem Bahn⸗ Die Herren begrüßten sich und sccüttelten sich wiederholt aufs herzlichste die

dauern. Auch Crispi soll noch im Laufe dieses Herbstes nach Berlin bezw. Friedrichsruh kommen, um mit dem Reichskanzler zu conferiren. Kiel. S. M. KreuzercorvetteAlexandrine, Commandant Corvetten-Kapitän von Prittwitz und Gaffron, ist am 1. November in Sydney eingetroffen. S. M. KreuzerSperber Com mandant Corvetteu-Kapitän Foß, ist am 1. Nov. in Sansibar wieder eingetroffen. Dresden, 3. Nov. Königin Carola ist, von Sigmaringen kommend, heute in der Villa Strehlen wieder eingetroffen. Baden-Baden, 3. Nov. Das erbgroß

Winteraufenthalte abgereist.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 1. Nov. Prinz Ferdinand von Coburg reiste gestern nach Sofia zurück.

Pest. Der Handelsminister ordnete die Ein stellung der Schifffahrt auf dem Donauarme von Grüben bis Sviencza, und zwar von Morgens bis Mittags, auf unbestimmte Zeit an, wegen des rascheren Fortganges der Regulierungsar beiten des Eisernen Thores und wegen der Sicherheit der Ingenieure.

Schweiz. Bern. Durch Beschluß der An klagekammer des Bundesgerichts sind Nicolet als Urheber des bekannten Anarchisten-Manifestes, sowie Darbeley und Hänzi als Gehilfen Nicolet's vor das eidgenössische Geschworenengericht ver wiesen.

Belgien. Antwerpen, 2. Nov. Die So⸗ cialisten forderten die Dockarbeiter zu einer großen Kundgebung für heute Abend auf; man befürchtet Unruhen.

Großbritannien. London, 1. Nov. Die Gesandten des Sultans von Sansibar empfingen heute den Secretär der britisch-ostafrikanischen Gesellschaft zu einer längeren Unterredung. Der⸗ selbe überreichte namens der Gesellschaft kostbare Geschenke für den Sultan. Nachmittags begaben sich die Gesandten in das Auswärtige Amt, wo sie eine Unterredung mit Lord Salisbury hatten, und besuchten sodann den deutschen Botschafter Graf Hatzfeld.

Spanien. Madrid. Ein vönigliches Dekret ermächtigt den Finanzminister, der Kammer einen Gesetzeutwurf betreffend die Erhöhung des Ein⸗ gangszolles auf Getreide und Mehl vorzulegen.

Hände. Als sie zum Bahnhofsperron zurück

Türkei. Konstantinopel, 2. Nov. Der

gingen, begrüßte sie das Publikum mit dreimaligem Hoch. Die Staatsmänner fuhren nach dem Schloß. Vormittags hierein und wurden von den türkischen Der Besuch Kalnoky's soll bis zum Montag Kriegsschiffen mit Kanonensalut begrüßt, welcher

deutsche Kaiser und die Kaiserin trafen 11 Uhr

von den deutschen Schiffen beantwortet wurde. An der Landungsstelle Dolma-Bagdsche empfing der Sultan die hohen Gäste. Die Begrüßung gestaltete sich ordentlich herzlich. Graf Herbert Bismarck wurde vom Sultan besonders ausge zeichnet. Die Majestäten fuhren sodann nach dem Vildizpalast. In dem ersten der reichge schirrten Wagen saß die Kaiserin mit dem Sultan und dem früheren Großvezier Said Pascha, in

herzogliche Paar ist heute nach Freiburg zum

dem zweiten Kaiser Wilhelm mit dem Prinzen Heinrich und dem Großvezier Kiamil Pascha; hierauf folgten zwei Wagen mit den Damen der Kaiserin und mit Edhem-Pascha; im fünften Wagen saßen Staatssekretär Graf Bismarck mit dem Botschafter von Radowitz und der General Adjutant Ali Nizami Pascha. Vier General- Adjutanten und eine Cavallerieabtheilung eröff neten den Zug. Der Wagen des Sultans und des Kaisers Wilhelm wurde von deutschen Paschas geleitet; die Truppen bildeten Spalier; dahinter wohnten Tausende von Zuschauern aller Natio nalitäten unter begeisterten Zurufen dem glänzen den Schauspiele bei. Zahlreiche Militärmusik banden spielten die preußische Hymne und den Hohenfriedberger Marsch. Die Truppen zeigten eine sehr gute Haltung und boten in ihren bunten Uniformen einen schönen Anblick dar. Dieselben erregten anscheinend das lebhafte Interesse des Kaisers, welcher fortwährend grüßte. Im Nildiz Palast, der von Einheimischen und Fremden erfüllt war, zog sich der Kaiser auf kurze Zeit zurück und stattete alsdann dem Sultan, welcher in zwischen nach dem nahen Dolma-Bagdsche zurück⸗ gekehrt war, daselbst einen Besuch ab. Bald darauf fand der Vorbeimarsch der Truppen statt, welchem die Herrscher von einem besonders hierzu errichteten Kiosk aus beiwohnten. Der Vorbeimarsch dauerte Stunden. Kaiser Wilhelm sprach wiederholt seine Befriedigung über die vortreffliche Haltung der Truppen, besonders der Artillerie, aus. Alle Militär Attachéss waren bei dem Vorbeimarsch zugegen. Nach demselben wurde das Frühstücks eingenommen, an welchem das kaiserliche Gefolge und der Bot schafter v. Radowitz mit Gemahlin theilnahmen. Am Nachmittag besuchte Staatssecretär Graf Bismarck, in Begleitung des ersten Dolmetsch der Boischaft, Testa, Stambul. Der Kaiser arbeitete mit den Cabinetschefs; der Curier hatte zahlreiche Depeschen überbracht. Zu dem Diner am Abend waren die Botschafter mit ihren (Gemahlinnen geladen.

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