Ausgabe 
5.3.1889
 
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wohnheit mit f ders Hals un die Haut wil und Feuchtigk.

die Kinder fte belkeiten, Dutt

Heschenke und Spielsachen müssen mit Maß eereicht werden, wenn zu viel davon, wird leicht bas Kind übersättigt. nehr daraus, zerschlägt sie muthwillig und wirft e in die Ecke, denn alles zuviel hat keinen Werth. er Kinderstube treten und nie wahre Freude um den einfachen Gaben der Natur finden, die

Darum, o Mütter, laßt es Euch zur Pflicht

echte Liebe und die Pflege einer würdigen Hand t mild und streng zugleich.

on unschätzbarem Werthe. ber Kinderstube schon angehalten wurde, dem

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Kinder müssen nicht an Allem theilnehmen, as zur Lust der Erwachsenen bereitet ist. leine Freuden verlieren dadurch an Werth.

Es macht sich nichts Diese Kinder werden übersättigt aus

sennoch den wahren Reiz dem Leben gewähren.

erden, Eure Kinder nicht zu verwöhnen. Die

Eine geordnete Thätigkeit ist für die Jugend Ein Kind, das in

Schwesterchendies, dem Brüderchendas n thun, gewöhnt sich daran:Für Andere zu shaffen. Dies ist besonders die Aufgabe des Beibes. Ein Kind, das früh gelernt hat, eine lestimmte Aufgabe still hinter einander zu voll cingen und sich nicht Nebendingen hinzugeben, en solches Kind wird, dereinst groß und selbst sändig geworden, seine Pflicht gern erfüllen id auch von seinen Dienern stets das richtige Naß verlangen; seine Thätigkeit wird eine

hr daran schul erwerk, scwen die Kinder web. essen,(was ihn ) da sie gesätth m Uebermaß g. sunde Kinder gh Kost in richtige stattfindet. Da

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genbringende sein.

So sollte bei Mädchen das Spiel mit Puppen viel wie möglich gefördert und von der Mutter legünstigt werden. Ein Kind, das seine Puppe ürtlich liebt, sie kleidet, wäscht, herumträgt, ird bestimmt dereinst ein echtes Herz für ihre leinen haben und sie nicht den Händen gemie peter Waͤrterinnen überlassen.

Die Mutter kann zugleich diesen Trieb be nitzen, das Kind zur Ordnung zu führen, wenn se darauf hält, daß ihr Töchterchen die Kleider ter Puppe schön ordentlich fortlegt, die abge üssenen Bänder annäht und nicht duldet, daß de Puppe unsauber ist. Bald wird ihr dies zur Gewohnheit werden auch für das spätere sraktische Leben.

Zu den großen Schatten-Bildern in dem Frauenleben gehörtdie Eitelkeit, die Lust, ich zu putzen. Und gehen wir zurück, wo hurde dieses böse Samenkorn gelegt?In der fünderstube! Hier wird von der thörichten

(rzieherin die kleine Modepuppe erweckt.Hier

noch ein Schleifchen, dort eine Puffe ganz nach der neuen Mode muß das kleine Aeffchen sein, das kaum laufen kann. Dann wird das Kind vor den Spiegel gestellt und Tante und Mutter und Großmutter rufen:Ach wie reizend ist sie. Nun wollen wir spazieren gehen, die Leute werden sich wundern!

Die Leute!! Welch Verderben für die armen Kleinen, die vielleicht im Hause mit abgetragenen Kleidchen gehen, das der Wäsche längst bedurft hätte. Aber hier wird gespart, um vor den Augen der Leute zu glänzen. Bald merken sich das die Kleinen und machen es nach. Wie traurig für das künftige Leben; werden daraus ordentliche Hausfrauen erwachsen?

Wie mancher traurige Verlauf einer anfangs so glücklich scheinenden Ehe wurzelt in der Kin derstube. Die junge Frau tritt jubelnd in das Haus ihres Gatten; nun ist sie Herrin, nun kann sie alles regeln nach ihren Wünschen und Gutdünken, denn ihr Gatteach, der sagt nichts, der hat sie ja aus Liebe gewählt. Ist die Frau nun an Putz und nicht an Ord nung gewöhat, die Verhältnisse des Mannes aber nicht glänzend, sondern, wie meistens in unseren Zeitverhältnissen, gerade genügend zu einem friedlichen Auskommen, dann drängen sich allerhand Unannehmlichkeiten in den Weg, und aller Uebelstände größter ist, wenn das Geld nicht reicht, wenn von Monat zu Monat die kleinen Schulden der Putzmacherin, Schneider, Metzger und Bäcker nicht bezahlt werden können, da das Gehalt des Mannes ein knapp zugemes senes ist. Jetzt kommen die Mahnbriefe immer strenger und fordernder, der Mann erfährts Thränen und Klagen über ein verfehltes Loos sind die Antwort auf die Vorwürfe des Mannes.

Das ist eine aus Liebe geschlossene Ehe! Wie anders, wenn die Tochter schon in der Kinderstube gelernt hätte, ihren Sonntagsgroschen zu sparen, damit sie dem Vater oder Anderen zum Namensfest eine Freude machen konnte, statt sich gleich vielleicht eine bunte Haarschleife zu kaufen.

Mutterhand, du schönstes der Worte! Wohl dem, der ihr weiches Walten, ihr ernstes Drohen, ihr freundliches Ordnen hat kennen gelernt! Was sind alle Schätze der Welt gegen sie, gegen ihr treues Schaffen.

Wohl dem Kinde, das unter dem Mutterauge aufwächst. O, wer denkt nicht mit Wonne an die Tage der Kindheit zurück, wo abends zur

Winterzeit die Mutter die Lampe näher rückte, ihr Nähzeug zur Hand nahm und sagte:Nun still, jetzt setzt sich jedes auf sein Stühlchen, und keines muckst, und wenn ihr artig seid, erzähle ich eine Geschichte.

Bei solchem Erzaͤhlen zieht höheres Ahnen ein in das Herz, die Liebe breitet ihren Sonnen schein in das Weben des irdischen Lebens und verschönt alles das Harte, was die Zukunft jedem bringt hienieden. AllesGute und Schöne hat seine Weihe und dient höherem Zwecke; und wohl dem, den dies die Kinderstube lehrte.

Verloosungen.

Freiburger 10 Fr.⸗Loose vom Jahre 1879. Serten⸗Ziehung vom 15. Februar 1889. S. 1101 1471 1705 1846 1922 2017 2083 2543 2653 2687 3600 3842 3877 3921 3941 4026 4099 4413 5210 57016497 6647 7643 8909 10328 10656. Die Gewinn⸗Ztehung findet am 15. März 1889 statt.

Braunschweig, 1. März. Ziehung der Braun- schweiger 20 Thaler-Loose. Serien: 91 105 251 307 321 685 1342 1635 1932 2005 2226 2952 3491 3594 4056 4625 4631 4775 4917 5212 5676 5680 5807 6152 6381 6586 6592 6715 7525 8712 8878 9148 9272 9390 9889.

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Zur gefl. Beachtung.

Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlet Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen.

Die Expedition des Oberhess. Anzeigers.

Arbeits-Vergebung.

Donnerstag den 7. März, Nachmittags um 2 Uhr, sollen

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Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnabme während des Krankseins, sowie bei der Beerdigung unserer unver⸗

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Margaretha Roth, geb. Schuhmann, sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Friedberg den 4. März 1889.

881 Die tieftrauernden Kinder.