Ausgabe 
25.4.1885
 
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Sek. Lt. der Res. des 2. Inf.⸗Rgts. Nr. 116, Gutjahr, Vieefeldw. vom 1. Bat. J. Landw. Rgts. Nr. 117, zum Sek.⸗Lt. der Res. des 1. Inf.-Rgts. Nr. 115 befördert; Frhr. v. Lepel, Oberst und Komm. des Schles. Ulanen Rgts. Nr. 6, Lotheißen, Major vom 5. Westfäl. Inf. Rat. Rr. 53, Endell, Rittm. vom 2. Leib-Hus.⸗Rgt. Nr. 2, Grau, Sek.⸗Lt. von der Landw. Feld ⸗Art. des 1. Bat. 4. Landw.⸗Rgts. Nr. 118 der Abschied bewilligt. Berlin, 22. April. Der König von Schweden machte heute dem Reichskanzler Fuͤrsten Bismarck einen längeren Besuch und ist gestern Abend von Berlin wieder abgereist. Der Kronprinz gab ihm bis zum Stettiner Bahnhof das Geleite. 23. April. Der Bundesrath hat die Einführung der Berufung mit geringer Mehrheit abgelehnt und überwies einen Antrag Bayerns, betreffend den Entwurf eines Gesetzes über die Unzulässigkeit gerichtlicher Beschlagnahme von Eisenbahn- und Fahrmaterial, an die Ausschüsse. 22. April. Reichstag. Fortsetzung der Berath⸗ ung der Zollnovelle. Penziz beantragt, die bisherigen Zollsätze für Baumwollgarne Nrn. 45 bis 60 auch für die Nrn. über 60 eintreten zu lassen, und den für diese höheren Nrn. bisher bestehenden Zollsatz zu streichen. In der Abstimmung werden sämmtliche Abänderungsan⸗ träge des bestehenden Tarifs abgelehnt. 23. April. Zolltarif. Die Petition Schöndorff, betr. die Talg⸗ verzollung wird zusammen mit der bezüglichen Tarif⸗

position an dite Commission verwiesen. Bet der Position

DBaumwollengarne beantragt die Retzierung eine Zoll erhöhung der mehrfachen Zwirne von 70 auf 120 M., welche Erböhung die Commission auf baumwollene Näh fäden beschränken will. In der Abstimmung werden zunächst die Nummern 4 und 5 in der Trimborn'schen Fassung angenommen, wonach drei- und mehrdräbtiges einmal gezwirntes Baumwollengarn und mehrfach ge zwirntes Geschirrgarn mit 48 Mark, ferner zwei- und mehrdräytiges wiederholt gezwirntes Baumwollengarn, mit Ausschluß des Geschirrgans, mit 70 M. zu verzollen sind. Die Positionaccommodirten Nähfaden wird in der mit der Regierungsvorlage übereinstimmenden Fassung der Commission, aceommodirten Nähfaden mit elnem Zoll von 120 M. zu belegen, mit 110 gegen 106 Stimmen angenommen. Die Anmerkung der Regierungsvorlage, wonach gescheerte und geschlichtete Ketten(Warps) dem Eingangszoll für Garn, woraus sie bestehen, unterliegen, jedoch mit dem Zuschlage von 20 pCt. dem Antrage der Commission gemäß gestrichen.

22. April. Die Zolltarif-Commission hat heute beschlossen, alle Oelfrüchte, Raps, Mohn de. per 100 Kilo mit 2 M., Oele in Fässern mit 9 M., denaturirtes Olivenöl mit 2 M., mineralische Schmieröle mit 10 M., Leinöl in Fässern mit 4 M. zu belegen. Der Antrag auf Rückver⸗ gütung des Zolls für Oelfrüchte bei Ausfuhr

von Oel wurde trotz des Widerspruchs der Re-

gierung angenommen. 23. April. Die Zoll⸗ tarifcommision hat beschlossen, den Zoll für Reis zur Stärkefabrikation auf 3 M. zu er⸗ höhen. Der Antrag Franckenstein auf Rück vergütung des Cacao- und Zuckerzolls bei der Ausfuhr von Chocolade wurde abgelehnt, da gegen eine Resolution ähnlichen Inhalts an genommen.

Kiel, 21. April. Zu den diesjährigen Flottenübungen werden 6 große Schlachtschiffe und Küstenvertheidigungsfahrzeuge herangezogen, außerdem 3 Panzerfahrzeuge in Reserve gestellt.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 22. April. Der Reichsrath wurde heute mit einer Thron rede geschlossen.

Pest, 22. April. Das Unterhaus nahm mit 219 gegen 133 Stimmen die Vorlage, betr. die Reform des Oberhauses in der vom Ober hause angenommenen Fassung an.

Frankreich. Paris, 22. April. Die Lös ung derBosphore-Frage ist noch nicht erfolgt. Die Frage bietet zweierlei Gesichtspunkte, ein mal die Verletzung des von Franzosen innege habten Domicils und die den Vertretern der französischen Behörde zugefügte Beleidigung; hierfür meint derTemps, könne Frankreich Genugthuung verlangen; sodann die Frage der Unterdrückung des JournalsBosphore egyptien. Wahrscheinlich werde Frankreich anläßlich dieses Gegenstandes gegenwärtig nicht reclamiren, die Angelegenheit werde aber den Ausgangspunkt bilden für Verhandlungen zwischen Frankreich und dem Khedive über die Behandlung der frem den Presse in Egypten.

war, sondern durch eine Dynamitbombe, welche

wurde.

Großbritannien. London. Die De⸗ pesche Lumsdens aus Tirpul vom 17. April beantwortet die Darstellung Komaroff's über die Ereignisse an der afghanischen Grenze der Reihen folge nach, und erklärt, die Afghanen waren weit entfernt, an die friedlichen Absichten Ko maroffs zu glauben. Bei den fortgesetzen auf reizenden Versuchen, sie zu Feindseligkeiten zu verleiten, waren sie vielmehr überzeugt, daß dies allein der Zweck der Russen sei. Als die Russen am 30. März vorgegangen, seien die Afghanen genöthigt gewesen, sich zu vertheidigen. Daß englische Offiziere den Afghanen gerathen, sich nicht zurückzuziehen, als Komaroff dieselben dazu aufgefordert habe, stellt Lumsden in Abrede. Daily News meinen, Lumsdens Depesche mache die Krisis ernster als je; England er warte aus Petersburg bessere Aufklärungen als die bisherigen.

23. April.Daily News melden: Die englisch-russischen Verhandlungen der letzten Tage förderten die Aussicht auf eine gütliche Aus einandersetzung nicht. Das russische Cabinet scheine seine bisherige Stellung beizubehalten; die Nachgiebigkeit Englands sei nahezu erschöpft.

23 April. Heute Morgen fand in einem Zimmer des Admiralitätsgebäudes eine Explosion statt. Alle Fensterscheiben wurden zertrümmert. Die Untersuchung ergab, daß die Explosion nicht etwa durch ausgeströmtes Gas verursacht worden

von der Seite des St. James Parks durch das Fenster in das Zimmer des Secretärs geworfen Die Mauer des Zimmers blieb un versehrt, das Innere aber wurde zerstört und mit Trümmern bedeckt. Der Verdacht der Thäterschaft richtet sich gegen einen auscheinenden Arbeiter, der sich längere Zeit beim Admiralitäts gebäude herumtrieb und dann vom Saint James Parke aus eilig davonlief.

Griechenland. Athen, 23. April. Der König ist von Korfu eingetroffen und conferirte mit Trikupis. Derselbe wird, wie verlautet, Delyannis berufen. Ob Delyannis vor dem Zusammentritt der Kammer den Auftrag zu einer Cabinetsbildung übernimmt, gilt als zweifelhaft.

Amerika. Ottawa, 23. April. Der Commandant des Forts Pitt ist mit den Mann schaften der Grenzpolizei, welche die Garnison des Forts bildet, in Battleford eingetroffen. Derselbe berichtet, daß bei dem letzten Kampfe nur ein Mann getödtet worden sei. Die Colo nisten haben sich in das Lager der Indianer begeben.

Aus Stadt und Land.

H.-V. Friedberg. Das Stillleben des Vereins für Handels- und gemeinnützige Zwecke reiht sich würdig demjenigen anderer hiesigen Vereine an, welchen der Athem, d. h. das persönliche Erscheinen der Mitglieder in den Versammlungen fehlt. So war es auch nicht zu verwundern, daß die letzte Vorstandswahl, gleich der früheren, unter Umständen verlief, die eine nahezu voll ständige Harmonie der Erschienenen bekundeten. Die Wiederwahl des alten Vorstandes mlt einziger Aus⸗ nahme des neu hinzutretenden Kaufmanns Baumeister (für den Posten des Rechners) brachte Niemanden eine Enttäuschung. Unserem Publikum set bei diesem An lasse in Erinnerung gebracht, daß unter dengemein⸗ nützigen Errungenschaften des in Rede stehenden Ver eins die Anlage des Vier⸗Elchenplatzes, des Spielplatzes nächst der Turnhalle, die Aufstellung von 21 Ruhebänken zu nennen sind. Die auf dem Programm stehende Erwei terung der Anlage am Vier⸗Eichenplatz erfordert Hunderte von Mark. In der nächsten Umgebung der Stadt fehlen Plätze, bepflanzt mit schattengebenden Zterbäumen, bei⸗ nahe gänzlich. Derartige und andere gemeinnützige Auf- gaben sind ohne regelmäßige, möglichst vielsettige Zu⸗ wendung von Mitteln, großen und kleinen Beiträgen, nicht zu verwirklichen. Vercinsdiener Rausch wird in nächster Zeit die Beiträge für 1885 erheben; Jeder, der für die Förderung der Vereinszwecke mehr als einen frommen Wunsch übrig hat, möge dies durch eine Gabe oder Einzeichnung in die Mitgliederliste bethätigen.

C. Bad⸗Nauheim, 24. April. Am nächsten Frei⸗ tag wird die Satson offiziell eröffnet. Zahlreiche Kur⸗ gäste haben sich bereits angemeldet; auch fürstlicher Be such steht bevor, indem die Erbgroßherzogin von Olden burg, eine geborene preußische Prinzessin, die oberen Etagen der Villa Höpfner gemiethet hat. Der hohe Gast wird schon den 9. Mai eintreffen.

a. Bad⸗Nauheim. Wie verlautet, ist im Laufe

legalisürt worden. Zukunft bei Veräußerungen, Verpfänpungen, Vertheil⸗

buchsauszug beim Ortsgerichte Bad-Nauheim zu erwirken.

von Ober-Mörlen, der durch Einschleichen zwei Laden⸗ besitzern dahier die Ladenkasse erleichterte, wurde von der Strafkammer in Gießen zu 4 Monat und 1 Woche Ge⸗ fängniß verurtheilt.

Darmstadt. Nach den in der letzten Sitzung des Wohnungs⸗Ausschusses für die deutsche Lehrerversammlung erstatteten Berichten sind in den zur Ausgabe gekommenen Wohnungsbriefen in Darmstadt und Bessungen im Ganzen für 832 Gäste Fresquartiere gezeichneten worden, an Baarbeiträgen sind 1381 Mark eingegangen. Obwohl noch einzelne Listen ausstehen, so stellt doch schon jetzt das glänzende Resultat die rühmenswerthe Betheiligung, welche die für unsere Stadt so wichtige Angelegenheit in den Bürgerkreisen gefunden hat, in das schönste Licht.

Allerlei.

Szegedin, 22. April. Das neuerbaute Theater ein Prachtbau, brannte heute total nieder. Die Berg⸗ ung der Garderobe und der Bibliothek des Theaters war unmöglich, da die bezüglichen Versuche wegen der einstürzenden Mauern als lebensgefährlich vom Stadt hauptmann untersagt wurden.

Peters burg, 23. April. Newa hat hier begonnen.

Zur Pferdezucht.

In der Prämtirung guter Mutterpferde und Fohlen erblickt der Pferdezuchtverein ein vorzüg⸗ liches Mittel zur Hebung der Pferdezucht und unterstüßt deßhalb nicht nur die Prämiirungen bet Gelegenheit der Pferdemärkte und Pferdeschauen, sondern hat auch ein besonderes Prämttrungssystem für die Zucht aus vorzüglichen Stuten eingeführt.

Das System besteht darin, daß der Verein sich ver⸗

pflichtet, den dem Vereine angehörigen Besitzern solcher edleren Stuten, welche als sog.Vereinsstuten anerkannt worden sind, bei fortgesetzter Zucht aus den Letzteren stets steigende Prämien im Gesammtbetrage von zwethundert Mark auszuzahlen. Durch solche Prämien wird allein schon der Kapital⸗ werth(annähernd) verzinst, ohne dabet den Werth des Fohlens in Anschlag zu bringen. Es solen diese Prämien daher den Züchtern einen Antrieb geben wirklich gute Stuten zur Zucht sich zu verschaffen.

Um nun die Pferdezüchter zu veranlassen in ihrem Besitze befindliche Zuchtstuten zu längerer Zucht zu behalten und nicht allzubald abzuschaffen, gewährt der Verein, wie schon oben bemerkt, fortlaufende Prä mien an die Besitzer solcher Stuten, welche als zur edlen Nachzucht vorzugsweise geeignet, von der betreffenden Vereins-Commission alsVereins- stuten anerkannt worden sind, und zwar 40 M. für das erste, nach Anerkennung der Stute als Vereinsstute, von derselben gefallene und mit ihr vorgeführte Saußfohlen;

45 M. für das zweite Fohlen aus dieser Stute; 55 M. für das dritte Fohlen aus dieser Stute; 60 M. für das vierte Fohlen aus dieser Stute. Der Verein behält sich vor, bei Züchtung noch wei⸗ terer Fohlen aus derselben Stute entsprechende Prämien zu gewähren.

Der Eisgang auf der

Geld Cours. Frankfurt, am 23. April 1885.

Geber. Nehmer.

M. Pf. M. Pf.

20⸗Frankenstücke 16 18 c 13 do. M/ i Englische Sovereinggs.. 20. 41 20. 37 Russische Imperiales. 16. 75 16. 70 Dücgte n a Dollars in Gold.

Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. Ebangelische Gemeinde. Jubilate.

Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Köstlin.

Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags Uhr: Herr Gandidat H. Biegler. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Pr. Weiffenbach. Am Sonntage Cantate Abendmahl in der Burgklrche.

statholische Gemeinde.

Samstag 5 Uhr: Beicht.

Sonntag 6 Uhr: Beicht.

3/7 Uhr: Austheilung der heil. Communton. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt.

prakt. u. Speeialarzt für Haut., Frauen- u. Unterleibskrankhesten ete. Frank-

2 Uhr: Christenlehre und Andacht. furt a. M., Stiftstr. 22. fr. Assist. Pro- fessor Ricord's. Auswärts brieflich.

Dr. Gensch,

1469 Halbverdeck⸗ Wagen, leicht, solid, elegant, preiswürdig. Abbildung gratis. J. G. Rumpf,

der Woche das Grundbuch der Gemeinde Bad⸗Nauhelm

Eis. Hand 18, Frankfurt a. M.(7922.)

Die Grundbesitzer haben also in

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ungen de. sich keinen Flur buchsauszug beim Steuer⸗ commissartat Friedberg, sondern einen Grun d⸗

r. Bad Nauheim. Der jugendliche H. Scheibel

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