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unter Annahme eines anderen Namens und Angabe anderer Umstaͤnde anzubetteln.
Andere beschaͤftigen sich mit Empfehlungs— briefen an Priester und Kirchenvorsteher und fahren ganz gut dabei. Bei einem jungen Mann, der diesen Bettelzweig betrieb, fand man Briefe an Katholiken, Baptisten, Methodisten, Pres— byterianer, ja selbst an die Vorsteher der freien Kirchengemeinden. Sie kennen alle Gebräuche und machen diese mit. Kirchen und Priester sind hier zahlreicher als irgendwo und das Feld für diesen Schwindel daher ein sehr
großes. Es stellte sich heraus, daß alle Pro— fessionsbettler, welche sich bis jetzt ertappen ließen, ein recht behagliches, man möchte fast
sagen, beneidenswerth schönes Leben führen.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 21. Juli. Fruchtbericht. Walzen M. 18.
Korn M. 16.50— 16.75, Gerste M. 15.— 16.00, Hafer
M. 14.50— 15.50. Alle Prelse verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Friedberg, 22. Juli. Buttermarkt.
Butter kostete
per Pfd. M. 0.90— 1.00, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Buß bach, 18. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.85, Käse per Pfund 45—46 Pf.,
Eier 1 Stück 5 Pf. Grünberg, 18. Juli. Fruchtpreise. Waizen M. 17.80,
kirchlichen
Butter per Pfd. M. 0.85— 1.00, Eier per St. 5—6 Pf.,
Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 90.65, Hühner ver Stück M. 0 85— 1.10, Hahnen ver Stück M. 0.45 0.80, Enten ver Stück M. 1.20— 1.70, E chsenfleisch per Pfund 68 Pf., Kuh- und Rind— ffleisch 56 60 Pf., Schweinefleisch 50— 60 Pf., Hammel „ fleisch 64—70 f., Kalbsteisch 48.50 f., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00—6.00 Zwiebeln per Ctr. M. 9— 11.
Kirschen per Pfd. 7-12 Pf.
ö Frankfurt, 20. Juli. Fruchtmarkt. Hiesiges Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 33.—34., Nr. 1 M. 27.50— 28.50, Nr. 2 M. 26.— 27, Nr. 3 M. 24.— 25., Nr. 4 M. 17.50— 18.50,
Nr. 5 M. 16. 50— 17.50, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 52.50— 54.50, norddeutsches und westfälisches Weizenmehl 00 M. 24.50— 25.00, Roggenmehl Nr. 0(Verl. Markte) M. 24.75— 25.75, do. 0/1 do. M. 22.50— 23.50, do. 1 do. M. 21.00— 21.50, do. 2 do. M. 17.25- 18.00 Weizen ab unserer Umgegend M. 18.— 25, do, frei ab Bahnhof hier M. 18.25—50, do. fremder je nach Qual. M. 17.75— 18.50. Roggen biesiger M. 15.75— 16.00, do. Königsberger 15.2550, Nieolajeff M. 15.— 15. 25 Bulgarischer M. 14.25— 14.50, Gerste, Vrauerwaare M. 17.—18., do. zu Mahlzwecken M. 12.50, Hafer je nach Qual. M. 15.— 16., do. Russischer M. 14.— 14.25, Raps M. 23. bezahlt, Mals, bunter(mixed) M. 12.25, Roggenkleie M. 5.— 5.25, Weizenkleie M. 4.25— 4.40, Rüböl im Detail M. 55. Stimmung flau. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 100 Kilo.
Frankfurt, 20. Juli. Der heutige Viehmarkt war mit 391 Ochsen, 9 Bullen, 339 Kühen, Stieren und Rindern, 5 Kälbern, 40 Hämmeln und 69 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual.
2. Qual. M. 50.—55., Kälber 1. Qual. Schlachtgewicht 60— 65 Pf., 2. Qual. Hämmel 1. Qual. 56 58 Pf., 2. Qual. Schweine, inländische 56—58 Pf.
Wasserwärme der Usa. 21. Juli Abends 16 Grad Reaumur.
22. Juli Mittags 18 Grad Reaumur, Walter.
pro 1 Pfund 50— 55 Pf., 40— 50 Pf.,
Geld- Cours.
Frankfurt, am 21. Juli 1885
Geber. Nehmer.
M. Pf. M. Pf.
20-Frankenstücke 16. 20 16. 16 do..„16. 19 Englische Sovereings 20. 33 20. 28 Russische Imperiales. 16. 73 16. 68 „%% V , * Dolls ind 4.
a. 5 Jsraclitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 25. Juli 1885. Sabbath-Nachmu. Beginn: Freitag Abends 7 Uhr— Min. Samstag Morgens 7 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 4 Ubr. Sabbathausgang 8 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 26. Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 290 Min.
Juli an
Korn M. 16.00, Gerste M. 15.60, Hafer M. 14.70. pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 64.—66., 2. Qual. a Erbsen M. 16.60, Samen M. 20.60, Kartoffeln M. 4.80, M. 54.—56., Bullen 1. Qual. M. 42.— 44. 2. Qual. 2003 Halbberdeck⸗Wagen, leicht, sol., eleg., preisw. Abb. Gießen, 21. Juli. Auf dem beutigen Markt kostete] M. 38.—40., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 58.—60.,[ grat. J. 6. Rumpf, Eis. Hand 18, Erankfurt a. M.(9243. Mit Heutigem übernahm ich eine Niederlage der
Bekanntmachung.
Die Lieferung von 200 Centner Steinkohlen(Knabbel kohlen), 15 Centner gebeiltem Tannenholz und 3000 Stück Braunkohlen(Preßklötze) für das hiesige Amtsgericht soll auf dem Wege der Submission vergeben werden und es sind die deßfallsigen Offerten spätestens am 1. k. M. dahier einzureichen.
Friedberg qam 20. Juli 1885. Gerichtsschreiberet Großherzoglichen Amtsgerichts Friedberg. We x.
Bekanntmachung.
Die Stelle eines Holzmessers ist vacant geworden. Bewerber wollen sich bei der unterzeichneten Stelle an melden.
Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stein häußer.
2165
Obligations-Verloosung.
Bei der hier erfolgten Verloosung der Parttalobli gationen sind die Nummern 61 und 7 342 M. 86 Pf. rückzahlbar geworden, was den Inhabern derselben mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bis zum 1. November 1885 bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage nicht mehr stattfindet.
Ober⸗Erlen bach am 20. Juli 1885.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Erlenbach,
2576 Veith.
Die Gemeindebäckerei in Gettenan
ist anderweitig zu vergeben. Lusttragende wollen sich binnen 14 Tagen auf Großherzoglicher Bürgermeisterei Gettenau melden. Gettenau den 21. Jult 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Gettenau. Muth.
Schwindel, würde man sagen, 1422 wenn heute eine Zahntinktur empfohlen würde, die neue Zähne in alten Lücken hervorbringt, und doch wäre dieses gleichbedeutend; mit dem Versprechen neuer Haare auf kahlen Stellen! Deßhalb kann man bei den sich massenhaft mehrenden Mitteln für Haarleidende nicht genug auf das seit Jahren bewährte, von allen Autorttäten empfohlene, wegen seiner wirklichen Güte und Billigkeit sich auszeich nende Carl Retter'sche Haarwasser, München, aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht, nämlich Corservlrung und Kräftigung des Haares, Reinigung aller Kopfhautübel, als Schuppen ze., Herstellung eines weichen glänzenden Haares und festen“ Scheitels. Zu haben um 40 Pf. und M. 1.10 bei J. Baumeisler ir in 8
Neue Grünkerne““
zu haben bel se. Stern.
Im Rohrsitzflechten
auf Stühle aller Arten empfiehlt sich und bittet, da ihm lünes Blindhelt wegen kein anderer Verdiensl möglich, um Zuwendung von Arbeit
Friedberg. Jacob Brack, Stuhlflechter, 126 Haagkstraße.
Jeine Hemdeinsätze her genden,
den, Hemden, Kragen und Manschetten empfiehlt
2581
K. Friedrich.
rübmlichst bekannten candirt und untandirt gebrannten Kaffee's aus der Dampf⸗Kaffee- Brennerei und Hand⸗ lung en gros
Robert Koux aus Frankfurt a. M.
und empfehle solche in Original-Packungen zur gefl. Abnahme. Hachachtend —— Kaufmann Stern, 2542
berg. Usagasse.
Im Reinigen von Bettfedern
empfiehlt sich Frau Möbs, 88 wohnhaft in der Burg im v. Löw'schen Thorbaust.
5—6 Arbeiter
können gegen hohen Lohn dauernde Beschäftigung finden auf der Gräflichen Ziegelei Ossenheim.
Erklärung.
Die von mir der Lorenz Ferdi nand Schmitt Elisabetha, von Ober-Erlenbach zugefügte Verleumdung nehme ich hiermit als unbegründet und unwahr zurück.
Ober⸗Erlenbach am 20. Jult 1885.
2577 Johann Kreutzer.
5 0 5 Anweisung zur Rettung von I ee
Fried
2575
Trunksucht ohne Wissen. Wil. Falkenberg in 3 2383
Sichere Nettung
aller Hals-, Brust-& Lungenkranken.
Mich und Tausende geheilt.
Glänzende Er⸗
folge auch in den hartnäckigsten Fällen. Zur Rückantwort bitte Briefmarke beizulegen. N „ D A. Freyt: 8 Rittergutsbesitzer, Ritter pp. in Bromberg, Provinz Posen. 2580
eee eee eee Kleesamen,
Prima Incarnat, „ nzern 2557
bei Wilhelm Fertsch.
Ein älteres Dienstmädchen,
welches alle häuslichen Arbeiten verrichten kann und gute Zeugnisse besitzt, wird gesucht. g Näheres bei der Exped. d. Ein Logis hat zu vermiethen G. Gröninger, 2574 Usagasse.
Fruchtreffe, Sensen u. Sicheln 4 heim. Carl 8
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Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und per 1. August zu beziehen. P. Theis,
vormals G. Haustädt.
Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden die schmerzliche
Mittbeilung, daß es Gott dem Allmächtigen ge— fallen hat, meine liebe Mutter
Ernestine Bindernagel.
geb. v. heute Nachmittag 5 Uhr nach langem, schwerem Leiden im 74. Lebensjahre zu sich zu nehmen.
Friedberg, 21. Juli 1885.
Helmolt,
Im Namen sämmtlicher Hinterbliebenen:
Carl Bindernagel
Die Beerdigung findet Donnerstag den 23. Juli, Nachmittags 5 Uhr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht.
Todesangseige.
Freunden und Bekannten machen wir hierdurch die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser innigstgeliebtes
Söhnchen Karl heute Nachmitliagz zu sich abzurufen. Wir bitten um stille Theilnahme. Friedberg, 21. Juli 1885.
Die trauernden Eltern:
Karl König und Frau.
2594


