Ausgabe 
23.7.1885
 
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1885.

Donnerstag den 23. Zuli.

. 86.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗-⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei insendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns

Annoncen von auswärtigen E

größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14

haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Pf.,

Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der IV.

Das Großherzogliche Kreisamt

Nachstehend theilen wir Ihnen das

Antheile an Holzwerth und Schadenersatz unter dem Auftrage mit,

M. Pf M. Pf Bad Nauheim 39 Griedel 42 Bönstadt 21 Groß Karben 4 62 des heim 21 Hausen 23 Burg⸗Gräfenrode 70 Heldenbergen 9 Butzbach 2 94

Betreffend: Das Ober⸗Ersatzgeschäft pro 1885.

Das Großherzogliche Kreisamt

Die Ihnen

Ihnen zu vermerken.

Verzeichniß der Ihren Gemeinden

unter Couvert zugehenden Ausmusterungs Auf den Ersatzreserve- Scheinen I. Classe und den Ersatzreserve-Pässen

Amtlicher Theil. Periode 1884/85. Friedberg an die Großherzoglichen

Einnahmedecretur zu ertheilen! Dr. Braden.

M. Pf. M. Pf Holzhausen 6 47 Nieder Florstadt 5 98 Klein-Karben 3 40 Nieder-Weisel 75 Massenbeim 82 Ober⸗Eschbach 67 Nieder Eschbach 2 12 Ober-Mörlen 45

an die Großherzoglichen

ꝛc. Scheine wollen Sie den b

Friedberg

von der IV. Periode 1884/85 zukommenden

Friedberg den 18. Juli 1885. Bürgermeistereien des Kreises. Forststrafen resp.

ind für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen.

M. Pf. M. Pf. Ober⸗Ros bach 84 Södel 126 Petterweil 19 Stammheim 3 90 Pohl- Göns 90 Vilbel ER Rodheim 13 5 Wölfersheim 3 41

Friedberg den 21. Juli 1885.

Bürgermeistereien des Kreises. etreffenden Militärpflichtigen sofort zustellen.

ist der Tag der Aushändigung an den Betreffenden von

Dr. Braden.

Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Heinrich Bernhard von Heubach wird ersucht. Friedberg den 20. Juli 1885 Der Großherzogliche Amtsanwalt. c Wagner. Die Lehterstelle zu Deckenbach, Gehalt 900 M. Die Kreisen Frankreichs aber wird der Fortgang

Deutsches Reich. Darmstadt, 19. Juli. der Erbgroßherzog, Alix, der Herzog von Edinburg mit Sohn, Prinz Alexander nebst Gemahlin, der Fürst von Bulgarien, die Prinzen Heinrich und Franz Joseph von Battenberg, der Graf und die Gräfin zu Erbach⸗Schönberg sind heute mit Extrazug über Mainz nach Vlissingen abgereist. In Vlissingen liegen die Königlichen Pachten Victoria und Albert undEnchantreß zur sofortigen Ueberfahrt nach Osborne bereit, wo selbst die Herrschaften morgen Nachmittag ein treffen, um der am 23. d. M. stattfindenden Hochzeit der Prinzessin Beatrice mit dem Prinzen Heinrich von Battenberg, beizuwohnen. Die Herrschaften werden etwa drei Wochen in Eng land bleiben.

Der Revisionskonttoleur Bender in Mainz wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt, der Revisor 1. Kl. bei den Oberhessischen Eisenbahnen Kreuder zum Hauptkassier, der Steuer-Kontroleur Peters zu Gießen zum Steuer-Kommissär in Schotten und der Hauptsteueramts-Ass. 2. Kl. Spiegel in Offenbach zum Hauptsteueramts-Ass. 1. Kl.

ernannt.

Schluß des Regierungsblatts, Beilage.

X. Dienstnachrichten. Es wurde: Dem Schullehrer Böckner zu Ruppertenrod die Lehrerstelle zu Allen dorf a. d. Lahn, dem Schulamtsasp. Brandstätter aus Wattenheim die Lehrer⸗Stelle zu Gadern übertragen; K. Wurstius in Alsfeld zum Gehilfen bei dem Krelsamt Alsfeld, G. Weitz in Offenbach zum Gehilfen bei dem Kreisamt Offenbach ernannt; der auf dle 1. Lehrerstelle zu Rockenberg präs. Schullehrer Fries daselbst bestätigt; dem Schullehrer Hell zu Bodenheim eine Lehrerstelle zu Kastel, dem Schullehrer Bayer zu Lorsch eine Lehrerstelle zu Bensheim, dem Schullehrer Schäfer zu Mainz eine Lehrerstelle zu Bens heim, dem Schulamtsasp. Manz aus Düdelsheim die Lehrerstelle zu Albach übertragen; der auf die Lehrerstelle zu Hitzkirchen präs. Schulamtsasp. Lott aus Mittel⸗Gründau bestätigt; dem Schulamtsasp. Lehr aus Arnsheim die Lehrerstelle zu Rülfenrod über- tragen; der Landgestütsbeiknecht Lore aus Wendelsheim

e, Wess Lehrerstelle zu Erlenbach, Gehalt 900 M. 112Der Großherzog, von Erbach⸗Erbach steht das Präsentationsrecht zu. Eine die Prinzessinnen Irene und] Leßrerstelle zu Lützel-Wiebels bach, Fürsten von Löwenstem Wertheim-Rosenberg und dem Grafen von Erbach⸗Schönberg steht das Präsentations⸗ recht zu.

Dem Grafen

Gehalt 900 M. Dem

Gehalt 900 M. Verordnung,

Eine Lehrerstelle zu Hahn, Das Regierungsblatt Nr. 22 enthält:

die Organisatton des zur Ausübung der Feldmeßkunst

bestellten Personals betreffend. Berlin, 20. Juli. Der Kaiser ist heute von der Mainau über Lindau und München

nach Gastein abgereist. Er übernachtet in Rosenheim.

Wie berichtet wird, hat Fürst Bismarck seine Zustimmung dazu ertheilt, daß dem Reichs tage wieder eine Postsparkassenvorlage zugeht. Mit der Umarbeitung des früheren Entwurfs hat man bereits angefangen.

Die Zustimmung Oesterreichs zur egyp tischen Neun-Million-Anleihe ist unter Vorbehalt der Genehmigung durch das Parlament erfolgt; auch Deutschland dürfte einen solchen Vorbehalt gemacht haben.

20. Juli. Fürst Chlodwig Hohenlohe Schillingsfürst, der nicht nach Paris, sondern hierher und von hier nach Varzin weitergexeist ist, ist zwar noch nicht foͤrmlich zum kaiserlichen Statthalter von Elsaß Lothringen ernannt, jedoch bestätigt dieStraßb. Post, daß die kaisecliche Ernennung demnächst erfolgen wird, da er diese ihm angebotene Stellung jetzt endgiltig ange nommen hat. Die Wahl, welche die Reiche regierung in ihm getroffen hat, ist unter den

getroffen werden konnte. Fürst Hohenlohe hat in seinem reichbewegten Leben, vor Allem als bayerischer Minister nach 1866 und als deutscher Botschafter in Paris seit 1874, auf den schwierig sten, verantwortungsreichsten Posten stets be wiesen, daß er der richtige Mann an richtiger Stelle und ganz und tadelsfrei seiner Aufgabe gewachsen war. So wird denn auch jetzt all seitig die Erwartung und das Vertrauen gehegt,

zum Landgestütsdiener ernannt; der auf die Lehrerstelle zu Vurgbracht präs. Schullehrer Schnierle zu Köddingen bestätigt; dem G. Blaß aus Siefersheim das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kreis Worms ertheilt.

XI. Konkurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Eine Lehrerstelle zu Zotzenbach, Gehat 900 M. Dem Grafen zu Erbach⸗ Schönberg

steht das Präsentattons recht zu,

Reichslande eine neue glückliche Aera bedeuten werde. Der Fürst ist erst 66 Jahre alt, voll

auf rüstig; zu seinem guten Willen bringt er die beste Arbeitskraft mit. In den maßgebenden

gegenwärtigen Verhältnissen die glücklichste, die

daß seine Berufung als Statthalter für die

dieses allezeit als maßvoll, patriotisch, entgegen kommend und tactvoll bewährten ausgezeichneten Diplomaten als ein schwerer Verlust empfunden werden. Während indessen allseitig Fürst Hohen⸗ lohe als künftiger Statthalter der Reichslande genannt wird, bringt dasDeutsche Tageblatt, welches öfters regierungsseitig zu officiösen Kund gebungen benutzt wird, einen Artikel, welcher eine jüngere, besonders energische Persönlichkeit für diesen Posten fordert und der Beseitigung des Dualismus das Wort redet, um eine Se⸗ cundogenitur für Preußen oder eine Apanage für den jeweiligen Kronprinzen Deutschlands vorzubereiten. Die Expedition der Neu-Guinea-Com pagnie, welche das Land erforschen und Stationen errichten soll, besteht aus dem Oberförster-Can didaten, Lieut. der Res. Menzel aus Berka als Leiter, dem Forschungsreisenden Grabowsky aus Königsberg, Secondelieut. a. D. v. Oppen aus Alt⸗Friedland und dem Kunstgärtner Schollen bruch aus Straßburg. Die Expedition wird zunächst in Java einen Aufenthalt nehmen, um eine Anzahl malayischer Arbeiter anzuwerben, welche als Träger für später auszusendende wissenschaftliche Forschungsexpeditionen und zur Verrichtung körperlicher Arbeiten auf den Sta tionen verwendet werden sollen; außerdem, um über die in Java übliche Behandlung des Ur waldes behufs Anlegung von Plantagen sich zu informiren, sowie endlich, um Nutzpflanzen und Nutzvieh, welche zur Einführung in Kaiser-Wil⸗ helmsland sich besonders eignen, dorthin mitzu nehmen. Die Expedition wird Batavia voraus sichtlich am 5. August erreichen.

Kiel, 19. Juli. Der Chef der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi ist hier heute ein getroffen. Seine Hierherkunft wird mit der bevorstehenden Geschwaderbildung in Verbindung gebracht. Mit dem für den Gouverneur von Camerun erbauten DampferNachtigal hat man unliebsame Erfahrungen gemacht. Das Schiff ist nicht seefaͤhig. Auf der hiesigen Germania⸗Werft nach den Plaͤnen der Ad miralität erbaut, hat es sich bei den Probe fahrten des Fahrzeuges herausgestellt, daß das