Ausgabe 
22.1.1885
 
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erhielt, der Hut vom Kopf geschlagen. Der Unbekannte drang sodann auf den Herrn ein, warf ihn zu Boden und brachte ihm einen Messerstich am Hinterkopf bei. Es liegt nahe, bei dieser Notiz an ein Attentat zu denken.

Newyork, 19. Jan. Das Krankenhaus der Irren⸗ anstalt in Kankakee(Illinois) ist niedergebrannt. Sieben⸗ zehn Kranke sind in den Flammen umgekommen.

Gerichtssaal.

Butzbach. In der am 9. Januar dahier statt gehabten Schöͤffengerichtssitzung kamen folgende Straf sachen zur Aburtheilung: 1) Anton Fett von Langen⸗ bain, angeklagt wegen Betrugs versuchs, erhielt eine Geldstrafe von 10 M. event. 3 Tage Gefängniß und die Kosten; 2) Konrad Möckel VII. von Langenhain, angeklagt wegen Diebstahls, erhielt eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen und die Kosten; 3) Lorenz Wenderoth und Adolf Clawunder, beide von Butzbach, angeklagt wegen Beleidigung, erhielten jeder eine Haftstrafe von 7 Tagen und die Kosten des Verfahrens; 4) Konrad Engel von Holzheim, angeklagt wegen fahrlässigen Fahrens mit Kühen, erhielt eine Geldstrafe von 1 M. event. 1 Tag Haft und die Kosten des Verfahrens; 5) Christian Tröller von Weickartshain, angeklagt wegen Bettelns und Landstreicherel, erhielt wegen ersterer Uebertretung eine Haftstrafe von 14 Tagen und wegen letzterer eine solche von 1 Woche, zugleich wird die Ueberweisung an die Landespolizeibehörde ousgesprochen; 6) die Straf sache gegen Moritz Heß von Schmitten, wegen Ueber tretung, wurde vertagt, da der Angeklagte in dem Termin unentschuldigt ausblieb. Dessen gefängliche Vor führung wurde angeordnet; 7) die Strafsache gegen Christoph Klein von Butzbach fand dadurch ihre Er

per Pfd. M. 0.85 0.90, Käse per Pfd. 4546 Pf. Eier

Käse per Stück 47 Pf., Tauben per Paar M. 0.80, Hühner per Stück M.

ledigung, daß Angeklagter seinen Einspruch gegen den amtsrichterlichen Strafbefehl vor der Hauptverhandlung zurückzog.

Butzbach. In der nächsten Freitag den 23. Jan.,

Vormittags 9 Uhr, dahier stattfindenden Schöffengerichts⸗ 5 Cd.

sitzung gelangen folgende Klagesachen zur Verhandlung: 1) die Privatklagesache des Hirsch Bär von Butzbach gegen Isaae Stiefel von Gambach, wegen Bedeidigung; 2) die Privatklagesache des Heinr. Metzger I. von Gam⸗ bach gegen Isaae Stiefel daselst, wegen Beleidigung; 3) die Strafsache gegen Joh. Georg Haumann von Rockenberg, wegen Uebertretung; 4) die Strafsache gegen Heinr. Becker II. von Hoch⸗Weisel, wegen Hausfriedens bruchs; 5) die Strafsache gegen Augustin Landvogt III. von Rockenberg, wegen Uebertretung; 6) die Strafsache gegen Joh. Georg Schneider von Langenhain, wegen Beleidigung; 7) die Strafsache gegen Moritz Heß von Schmitten, wegen Uebertretung.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 20. Jan. Fruchtber. Waizen M. 16.75, Korn M. 16.25, Gerste M. 1516, Hafer M. 13.00, Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.

Friedberg, 21. Jan. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.70 0.80, Eier 1 Stück 67 Pf.

Butzbach, 17. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete

Viehmarkt

Kälber 1. Qual. M. 60, Schlachtgewicht.

Woche waren im Ganzen

1 Stuck 8 Pf. Gießen, 20. Jan. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80 0.85, Eier 1 Stück 78 Pf.,

1.00 1.40, Habnen per Stück M. 1.30 2.00, Enten per Stück M. 2.00 2.30, Gänse per Pfd. 5060 Pf., Welsche M. 0.00 00.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6668 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 54 60 Pf., Schweinefleisch 50 60 Pf., Hammel fleisch 6068 Pf., Kalbfleisch 5054 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00 4.00, Zwiebeln per Str. M. 4, Weißkraut per Stück 4 7 Pf.

Grünberg, 17. Jan. Fruchtpreise. Welzen M. 16.80, Korn M. 16.00, Gerste M. 14.80, Hafer M. 14.00, Erbse M. 17.00, Linsen M. 16.

Frankfurt, 19. Januar. Frucht markt. Nr. 0 M. 32½33½½%, Nr. 1 M. 2627, Nr. 2 M. 25 26, Nr. 3 M. 23 24, Nr. 4 M. 17, Nr. 5 M. 14½15, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Ver⸗ band M. 4852, norddeutsches und westfälisches Weizen mehl 00 M. 23½24½, Suppengries je nach Qual.

Mehl

M.., Roggenmehl Nr. 0(Berliner Marke) M. 25- 26½, do. 0% do. M. 2324½, do. 1 do. M. 2122, do. 2 do. M. 18, Weizen ab unserer Umgegend

M. 16¾17, do. frei ab Bahnhof hier M. 17 ½, do. fremder je nach Qual. M. 17 18½. Roggen hies. M. 153/- 16½, do. franz. M. 16½, do. Königsberger M. 16, Nicolajeff M. 15½, Odessa M. 15. Gerste, Brauerwaare M. 16 19, do. zu Mahlzwecken M. 12¼2 13. Hafer je nach Qual. M. 13½- 14½. Raps M. 26½ bis. Mats, buntes(mixed) per April⸗Mai M. 13. Roggenkleie M. 5 /. Weizenkleie M. /. Rüböl im Detail M. 69. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht 100 Kilo.

Frankfurt, 19. Jan. Viehmarkt. Der heutige war stark befahren. Angetrieben waren: 397 Ochsen, ca. 12 Bullen, ca. 382 Kühe und Rinder, 232 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68, 2. Qual. M. 6264, ühe und Rinder 1. Qual. M. 5558, 2. Qual. M. 45 50, 2. Qual. M. 50 per 100 Pfd.

2.

Viehmarkt. In der abgelaufenen 1004 Stück Vieh und zwar 6 Farren, 157 Ochsen, 285 Kühe, 234 Kälber und 322

Mainz, 18. Jan.

Schweine anfgetrieben. Bezahlt wurden für Farren M. 4446, für Ochsen 1. Qual. M. 72. 75., 2. Qual. WM. 66- 70, für Kühe 1. Qual. M. 65 68, 2. Qual. M. 5462. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber

kamen auf 6065 Pf., Schweine(inländische) auf

5255 Pf. per ½ Kilo Schlachtgewicht.

Aufruf zum Besten der Opfer der Erdbeben in Spanien.

Eine erschütternde Reihe von Unglücksfällen hat seit dem Weihnachtsfest zwei Provinzen Spaniens betroffen. In Folge von Erdbeben, die bis in die letzten Tage gedauert und immer neuen Schaden dem alten hinzu

gefügt haben, sind eine größere Anzahl Städte und Dörfer ganz oder theilweise in Trümmer gelegt worden. Tausende von Menschen wurden getödtet oder verwunbet, die Besorgniß einer weiteren Katastrophe hat die Ein⸗ wohnerschaft vieler Ortschaften veranlaßt, aus ihren Wobnstätten zu fliehen. Die Stockung jeder geschäftlichen Thätigkeit, Krankheit und Noth sind zu den elementaren Ereignissen hinzugetreten und haben das Elend auf einen hohen Grad gesteigert. Ein so großes und über weite Gebiete verbreitetes Unglück fordert überall Theilnahme und werkthätige Hülfe heraus. Unter den Nationen, welche sich beelfern, jenen Gegenden beizustehen, wird auch die Deutsche nicht zurückbleiben wollen, die, wenn sie nlemals fremdem Unglück sich verschloß, sich in diesem besonderen Falle noch erinnern wird, mit welch edler Sympathie und Gastfreundschaft die von der Katastrophe heimgesuchten Gegenden den Erben des Deutschen Kaiser⸗ thrones noch jüngst empfangen haben. Wir wenden uns daher vertrauensvoll an die Deutsche Nation mit der Bitte um Spenden für die so schwer heimgesuchten Gegenden. Die eingehenden Beiträge, über welche öffent⸗ liche Quittung erfolgt, werden durch Vermittelung der hiesigen Königl. Spanischen Gesandtschaft ungesäumt zur zweckentsprechenden Verwendung nach Madrid gesandt werden Berlin, den 15. Januar 1885. Folgen die Unterschriften, voran die des Reichstagspräsidenten von Wedell-Piesdorf. Zur Annahme von Gaben und zur richtigen Weiterbeförderung derselben erklärt sich gern bereit die Expedition des Oberh Anzeigers.

Eingesandt.

Wer erbarmt sich über das Treppchen vom Viereichen⸗ platz auf die Ockstädter Chaussee und reinigt dasselbe und bestreut es mit Asche? Gestern Abend glitt ein Spaziergänger auf demselben aus und verletzte sich nicht unbedeutend. Es gehen aber auch ältere Herren daselbst spazieren, denen ein solcher Fall bitterbͤs bekommen kann. Friedberg, 21. Januar.

Geld Cours.

Frankfurt, am 20. Januar 1885.

Geber. Nehmer.

M. Pf. M. Pf.

20⸗Frankenstückeie e do. in ½. 18. 0 Englische Sovereings 20. 40 20. 35 Russische Imperiales. 16. 73 16. 69 Ducaten* 9. 63 9. 58 4 al marco. 9. 62 9. 57 Dollars in Gold. 4

Gedenket der Vöglein im Schnee! Der Frost und Hunger thun weh.

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Verwahret Feuer und Licht, Damit kein Schaden geschicht!

7 5 5 Holzversteigerung im Fürstlichen Herrngarten und Dietrichsberg bei Villingen. Montag den 26. d. Mts., Morgens 10 Ubr, kommen 15,32 Festmeter Eichen- u. Stangenholz(Wagnerholz), 14 Naummeter Buchen Scheitholz,

245 Prügelpolz, 43 5 Stockholz, 518 5 Wesser

zum öffentlichen Verkauf.

Nach Schluß dieser Versteigerung sollen im Fürstlichen Schloßgarten zu Hungen elrea 64 Raummeter trockenes Buchenscheitholz 1. Classe zum Ausgebot gelangen.

Hungen den 26. Januar 18885.

Fürstliches Rentamt. Demme.

Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich.

Dienstag den 27. Januar sollen imBrunnenwald, unmittelbar an der Staats straße von hier nach Gießen, versteigert werden: Von Morgens halb 10 Uhr an: 244 Raummeter Buchen Scheitholz 1. Klasse, 216 Buchen⸗ und Eichen Prügelholz, 203 N Buchen- und Eichen ⸗Stockholz, 3870 Wellen Buchen und Eschen Reisholz.

Sodann bon Nachmittags halb 2 Uhr an:

49 Eichenstämme= 38,48 fm Inhalt, sämmtlich von guter Beschaffenheit, darunter mehrere schwere Klötze von 4560 em Durchmesser,

3 Buchenstämme= 3,32 f Inhalt,

1 Kirschbaum== 0,86 tm Inhalt,

2 Birkenstämme= 0,58 sm Inhalt,

1 Maß holderstamm= 0,32 im Inhalt und

25 Fichten Relsstangen= 0,40 fin Inhalt.

* am 17. Januar 1885.

30 5 Wimmenauer, Forstrath. Winterhandschuhe empfiehlt zu den billigsten Preisen R. Friedrich.

Versteigerungs-Anzeige.

160

269 Nachverzeichnete zur Coneursmasse des Alfred Schimmelbusch auf dem Schwalheimer Brunnen gehörige Grundstücke, nämlich:

Gemarkung Schwalheim:

Flur. Nr. AI. 65 Acker im Eierkuchen; Gemarkung Dorbeim: Flur. Nr. 2. XVI. 204 Wiese in den Erlen, 3. XVI. 205 Wiese daselbst, 4. XVI. 207 Wieese daselbst, 5. XVI. 252 Wiese daselbst, 6. XVI. 253 Wiese daselbst, 7. XVI. 256 Wiese daselbst, 8. XVI. 196 Wiese daselbst, 9. XVI. 206 Wieese daselbst, 10. XVI. 209 Wiese daselbst, 11. XVI. 263 Wiese daselbst,

setze ich Mittwoch den 28. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, auf dem Bureau Großh, Ortsgerichtsvorstehers Zerb zu Dorheim unter den im Termin bekannt ge geben werdenden Bedingungen einer öffentlichen Ver steigerung aus. Friedberg den 15. Januar 1885. Der Concursverwalter: L. Seyd, Rechtsanwalt.

Jagd Verpachtung.

Die der Gemeinde Heldenbergen eigenthümlich zu stehende Feld- und Waldjagd in der Gemarkung Helden bergen, auf einem Flächen raum von elrea 950 Hectaren (3800 Morgen), soll Dienstag den 10. Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Gemeindehaus auf weltere 6 Jahre verpachtet werden, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden.

Heldenbergen den 12. Januar 1885.

Großherzogliche Bürgermeisteret Heldenbergen.

225 Löhner.

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Von wem? sagt die

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69

260 P. F. Schmittner.