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1885. Dienstag den 21. April. 4 47.
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Oberhessischer Anzeiger.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,
Wi 1 1 8 f tag, i* 2 2 2 2 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch KAreisblatt für den Kreis Friedberg. eee e
und Freitag Abend ausgegeben.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ä——-—„—-————— 5. 3.....
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Amtlicher Theil. Betreffend: Den Gewerbebetrieb im Umherziehen, hier die Gewerbspatente. Friedberg den 16. April 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehendes Ausschreiben theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und Beachtung mit. Dr. Braden. Betreffend: Den Gewerbebetrieb im Umherziehen, hier die Gewerbspatente. Darmstadt den 2. März 1885. Das Großherzogliche Ministerium des Junern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Das im Abdruck nachstehende Ausschreiben des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen(Abtheilung für Steuerwesen) theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme, Bemessung und sachgemäßen Bedeutung der Großherzoglichen Bürgermeistereien und des Aufsichtspersonals mit. ö Finger. Rauten busch. Betreffend: Den Gewerbebetrieb im Umherziehen, hier die Gewerbspatente. Darmstadt den 23. Februar 1885. Das Großherzogliche Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen, an die Großherzoglichen Steuercommissariate. Nachdem in Folge der Bestimmungen des Gesetzes vom 1. Juli 1883, betreffend Abaͤnderung der Gewerbeordnung, die Inländer, nach dem Gewerbsteuergesetz als solche zu behandelnden Personen, welche ihr Gewerbe im Umherziehen betreiben, mit ihren Gehülfen
bezw. die
bei Ausübung des Gewerbes, neben dem zu steuerlichen Zwecken ausgefertigten Gewerbspatent bezw. der Patentabschrift, auch einen Wander—
gewerbschein, welcher von dem betreffenden Kreisamt ausgestellt wird, mit sich zu führen haben, ferner in Bezug auf die vom Ankauf oder Feilbieten im Umherziehen ausgeschlossenen Gegenstände Aenderungen eingetreten sind, haben wir es für nothwendig erachtet, für die betreffenden
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Gewerbspatente ein neues Formular drucken zu lassen, wovon wir Sie zur Beachtung in Kenntniß setzen.
Müller.
Betreffend: Die Ausführung der Bestimmungen der Gewerbe-Anlagen über die Arbeitsbücher, Arbeitskarten und Beschäftigung von Arbeiterinnen, sowle jugendlichen Arbeitern in den Fabriken.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.
Bezugnehmend auf unser Ausschreiben vom 20. Februar 1880, Kreisblatt Nr. 24 von 1880, beauftragen wir Sie, uns bis zum 15. k. Mts. die Summe der in der Zeit vom 1. April 1884 bis Ende 1885 für Ausfertigung von Arbeitsbüchern, Duplikaten vereinnahmten Gebühren anzugeben oder zu berichten, daß derartige Duplikat-Ausfertigungen nicht stattgefunden haben.
Dr. Braden.
Hiemenz.
Friedberg den 16. April 1885.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jakob Dilges von Münster wurde als Feldschütze dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet. Peter Offenbacher von Hausen wurde als
Polizeidiener dieser Gemeinde ernannt und verpflichtet.
ernannt und verpflichtet.
Ausschreiben.
Anton Stein II. von Beienheim wurde
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als Wiesenvorstandsmitglied dieser Gemeinde
Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Josef Rauschenberg, Arbeiter aus Malches, Kreis Hünfeld, wird ersucht.
Friedberg am 15. April 1885.
Der Großherzogliche Amtsanwalt Wagner.
Deutsches Reich.
Mainz. Die Mittheilung, der wegen Candesverraths verhaftete Journalist Röttger sei seiner Haft bereits wieder entlassen, beruht auf einen Irrthum; nach hierher gelangten Briefen Röttgers, welche sämmtlich das amtliche Gerichts— siegel tragen, befindet sich derselbe immer noch in Berlin im Gefängniß.
Berlin, 17. April. Reichstag. Heute wurde die Berathung des Zolltarifs fortgeset. Bei der Pofition „Branntwein“ befürwortet Bundescommissär Pochhammer ine Zollerhöhung. Der Regterungsvorlage gemäß wird ber Zoll auf 80 Mark pro Doppel Centner normirt. Ohne Debatte beschließt das Haus den Zoll von 48 M.
tuf Weine(außer Schaumweine) der Vorlage gemäß.
Die freie Vereinigung beantragt einen Zoll von 20 M. auf Butter, von 30 M. auf künstliche Butter. Vissering
beantragt, in die Vorlage unter Schmalz das mit 10 M. berzollte Oleomargarin unter die Rubrik der künstllchen Butter zu stellen und mit 30 M. zu verzollen. Erklärungen Gissering seinen Antrag zurück. Der Fischzoll wird ohne
Nach des Regierungscommissärs zieht jedoch Debatte nach der Vorlage genehmigt. Der Antrag, Geflügel mit 30 M. pro 100 Ktlo zu besteuern, wird
mit 102 gegen 99 Stimmen angenommen. Der Zoll
0 euf Honig wird nach der Regterungsvorlage auf M. 3.20 4 begeht,— 18. April.
Die zweite Berathung der
arifnovelle wird fortgesetzt. Der Antrag Nacké auf
Hherabsetzung des Kaffeezolles wird ohne Debatte ab—
19 Es folgt die Posttion Kakao und gebrannte akao⸗Bohnen, welche von 35 M. auf 45 M., und ge— mahlener Kakad und Chocolade, welche von 60 M. auf uf 80 M. erhöht werden sollen. Die Positlon wird n eine Commission verwlesen. Der Zollsatz von Caviar wird ohne Debatte auf 150 M. für den Doppeleentner
bemessen. Bei der Position Muscheln, Schalthiere(24 M.), Austern, Hummern und Schildkröten(100 M.) beantragt Kalle für Austern ze. 50 M. Der erste Satz mit 24 M., der zweite Satz mit 50 M. wird angenommen. Die Positlon Steine und Steinwaaren in der Fassung der Reglerungsvorlage wird mit dem Antrage Trimborn an genommen, wonach die Steinmetzarbeiten aus belgischem Granit statt mit 3 Mark nur mit 1 Mark zu belegen sind. Lieber ist für den Satz von 1½ Mark für Schiefer, welcher bei namentlicher Abstimmung mit 108 gegen 95 Stimmen angenommen wird. Seewärts eingehender Schlefer wird mit 50 Pfennig Zoll normirt. Die Po— sitlonen Edelsteinen, Perlen ze. und andere Wagren aus Steinen werden mit Ausnahme von Statuen nach der Regierungsvorlage erledigt.
— Dem Reichstag sind Petitionen auf den Erlaß eines Sperrgesetzes für Holz zugegangen. Die Gewerbeordnungs-Commission nahm den Antrag Ackermann auf Verschärfung des Paragraphen 100 e an, wonach die Regierung verpflichtet ist, einer Innung auf deren Antrag das ausschließliche Recht auf Halten von Lehr lingen zu ertheilen, sobald dieser Innung die Hälfte der am Orte domieilirenden Gewerbe treibenden dieser Branche angehören.
— 17. April. Im Abgeordnetenhause fand heute die dritte Lesung des Lehrerpensionsgesetzes statt. In der Specialdebatte werden die ersten 25 Paragraphen unverändert genehmigt. Zu Paragraph 26, welcher den Staatsbeitrag zu den Pensionen auf 750 M. festsetzt und aus spricht, daß das Stelleneinkommen zur Auf— bringung von Pensionen nicht herangezogen
werden darf; beantragt Rauchhaupt, das Stellen— einkommen nur insoweit heranzuziehen, als es nicht unter das durch die Schulaufsichtsbehörde festgestellte Mindestgehalt sinkt. Der Antrag Rauchhaupt wird mit 131 gegen 129 Stimmen abgelehnt und der Paragraph in der Fassung der zweiten Lesung angenommen, ebenso der Rest des Gesetzes.
— Nach einer Berliner Depesche des„Stan— dard“, welche auf Glaubwürdigkeit wohl wenig Anspruch machen kann, wäre bereits Ort und Zeit für eine neue Dreikaiser-Zusammenkunft bestimmt. Dieselbe solle im September auf dem Schlosse eines galizischen Edelmannes unweit der russischen Grenze stattfinden.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 18. April. Der Konig von Schweden traf heute in Wien ein und wurde von dem Kaiser und dem Kronprinzen am Bahnhofe offieiell empfangen. Bis zur Landesgrenze wurde dem König ein Separathofzug entgegengesendet. Sonntag findet dem König zu Ehren eine Soirée bei dem schwe— dischen Gesandten statt. Der König reist Mon— tag-Morgen ab.
— Die„Neue Zeit“ schreibt: Oesterreich und Deutschland erklärten der Pforte, sie wür— den den Berliner Vertrag für null und nichtig ansehen, wenn die Pforte eine englische oder


