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Dienstag den 20. Octoher.
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ser Anzeiger.
Wird hier und in Bad-Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Notar Sommer zu Bechtheim wurde zum Notar zu Sprendlingrn, der Gerichtsassessor Dr. Wallenstein in Mainz zum Notar zu Bechtheim, der pen. Bauaufseher Engel aus Nieder-Mörlen zum Hauptsteueramts— diener in Mainz ernannt.
Berlin. Augenblicklich wird im Bundes— rathe die Frage erörtert, wie den Schwierig— keiten zu begegnen ist, welche daraus entstehen, daß die Rechte und Pflichten aus den Versicherungs— verträgen, welche vom Unternehmer gegen die Folgen der im Unfallversicherungsgesetze bezeich— neten Unfälle mit den Privatgesellschaften auf Gegenseitigkeit abgeschlossen sind, auf die Be— rufsgenossenschaften übergehen. Bei den Gegen— seitigkeits-Gesellschaften haben die Mitglieder bekanntlich bei ihrem Ausscheiden noch zwei Jahre lang Nachzahlungen zu leisten.
— 17. Oct. Die Ausschüsse des Bundes— raths sind für 1885 gebildet worden und wer— den heute vom„Reichsanzeiger“ veröffentlicht.
— Das Befinden des Chefs der Admirali— tät, Generallieutenants v. Caprivi, ist seit einigen Tagen fieberfrei und gibt zu keinerlei Besorg— nissen mehr Anlaß. Die Venen Entzündungen an den Beinen, deren Heilung bekanntlich lang— wierig ist, sind jedoch noch immer vorhanden. Seitens der Aerzte ist Caprivi nach seiner Ge— nesung eine Reise nach dem Süden zur völligen Wiedergenesung und Kräftigung empfohlen.
— Der griechische Gesandte R. Rhangabe, welcher bekanntlich erst vor Kurzem, wie alle griechischen Gesandten(außer denen in Wien und Konstantinopel), aus Sparsamkeitsrücksichten
abberufen worden, wird bereits diese Woche wie— der in Berlin erwartet, um seine Stellung wieder
zu übernehmen.
— Fur diejenigen Provinzen, deren Land— tage die Bildung von Gewerbekammern abge— lehnt haben, wird, wie verlautet, falls es nicht gelingen sollte, dieselben noch zur Zustimmung
zu bewegen, die losere Einrichtung gewerblicher
Conferenzen am Sitze der höheren Verwaltungs— behörde geschaffen werden.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Im Ab— geordnetenhause sagt Graf Taafe, die Inter— pellation Grocholski beantwortend, in Betreff der Ausweisungen aus Preußen: Die Regierung erhielt auf eine Anfrage über die Grundlage und Ausdehnung der Maßregel folgende Aus— kunft: Preußen betrachte die Ausweisung als interne Maßregel, hervorgerufen durch die Ver— schiebung der sprachlichen und confessionellen Ver— hältnisse. Die österreichische Regierung ist daher nicht in der Lage, weitere Schritte in dieser Sache zu unternehmen, hat indessen in berück⸗ sichtigungswerthen Fällen mit Erfolg eine Ver— wendung eintreten lassen.
— Wie die„Presse“ meldet, berief das Ministerium des Aeußern die österreichisch-unga— rische Zollconferenz zum 22. October ein, um die Instructionen fur die Handelsvertragsver— Türkei festzustellen.
Dänemark. Kopenhagen, 17. Oct. Die Prinzessin von Wales mit Kindern reist morgen mit der Königin auf dem„Danebrog“ nach Lübeck. Prinz Waldemar ist gestern nach Paris ab— gereist; der Kronprinz und die Kronprinzessin
werden morgen dahin folgen. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland gedenken ebenfalls morgen von hier nach Petersburg abzureisen.
Großbritannien. London, 7. Okt. Ju
der Capstadt haben der deutsche Consul und der Commandant der Corvette„Gneisenau“ sich geweigert, die Gefangennehmung eines deutschen Matrosen zuzugeben, der angeklagt wurde, bei einem in der Capstadt begangenen Morde mit— gewirkt zu haben. Die Angelegenheit ist an die deutsche Regierung berichtet worden und inzwischen jede weitere Thätigkeit der Civilbehörden in der Sache eingestellt worden. Ueber einen neuen englisch-spanischen Conflict wird aus Madrid gemeldet: Vor einiger Zeit wurde eine englische Firma in Havanna zur Zahlung einer schweren Geldbuße verur— theilt, die vorbehaltlich einer Berufung gegen das Urtheil zu hinterlegen gewesen wäre; der britische Generalconsul willigte jedoch ein, Bürge für die Zahlung der Geldbuße zu sein, wenn dieselbe von der Madrider Regierung nicht er— lassen werden sollte. Die Zollbehörde nahm bedingungsweise diese Bürgschaft an. Da die englische Firma ihre Zahlungen einstellte, ehe der Appell zur Verhandlung gelangte, belegten die Madrider und cubanischen Behörden das eng— lische Generalconsulat thatsächlich mit Beschlag und versiegelten sogar die Archive und Privat— effecten des Consuls. Er protestirte, konnte jedoch nach einer langen Correspondenz nur die Freigebung der Archive und der Consulats— Bureaux erlangen. Die britische Regierung instruirte jüngst den Geschäftsträger Bunsen in Madrid, der spanischen Regierung eine Note zu übermitteln, welche Genugthuung für diese bei— spiellose Handlung der spanischen Beamten fordert. Am 15. ds. wurde diese Note dem Minister für auswärtige Angelegenheiten überreicht.
— Ein Blaubuch über Zululand und die St. Lucia-Bay ist erschienen. Dasselbe enthält die Verhandlungen mit Einwald und umfaßt die Zeit vom 8. Dezember 1884 bis 14. Juli 1885.
Türkei. Constantinopel, 16. Okt. Das Memorandum der Botschafter, welches hier und in Sofia überreicht wurde, entspricht seinem ganzen Inhalte nach der Uebereinstimmung in der Auffassung, welche die Mächte von Anfang an gegenüber der bulgarischen Frage gehabt haben. Demgemäß anerkennt das Memorandum auch das Recht des Sultans, dem Berliner Vertrage Genugthuung zu verschaffen, und gibt der bulgarischen Regierung den ernsten und nach— drücklichen Rath, dem Berliner Vertrage nach— zuleben und sich der Souveränetät des Sultans zu fügen. In der Declaration heißt es dann weiter: In Folge des Antrages der russischen Regierung seien die Botschafter zur Vereinbarung einer Declaration zur Wahrung des Friedens und zur Vermeidung von Blutvergießen zusammen— getreten, bis die Mächte entsprechende Beschlüsse gefaßt hätten. Die Declaration lobt die Halt— ung des Sultans, welcher den Souveränen ihre Rechte zu wahren bemüht sei. Die Botschafter
hoffen, der Sultan werde in dieser versöhnlichen Haltung verharren, sie tadeln entschieden die Ereignisse in Rumelien und machen die Fuͤhrer der Bewegung fur jede Agitation verantwortlich. Die Bulgaren werden aufgefordert, keine Truppen an der Grenze zu concentriren, ihre Nüstungen
einzustellen und zur Ordnung zurückzukehren, sie
dürften auf keinen Beistand der Mächte rechnen. Diese Declaration wurde gleichzeitig in Con— stantinopel und Sofia überreicht. Die Ver— treter der Mächte in Sofia bemerkten bei der Ueberreichung an Karaweloff, die Bulgaren sollten jede Unklugheit vermeiden und die Rüst— ungen einstellen. Auf die Pforte machte die Declaration einen günstigen Eindruck. Auf Be— fehl des Sultans ist ein außerordentlich er Ministerrath behufs Beantwortung der Decla— ration einberufen worden.
— Wie der„Times“ unter'm 16. aus Wien gemeldet wird, sind Oesterreich und Rußland dahin übereingekommen, der Pforte zu empfehlen, die europäischen Mächte zu einer Conferenz ein— zuladen, deren Basis der Berliner Vertrag bilden solle. Der Beitritt Deutschlands sei gesichert; die Pforte habe ihre Einwilligung gegeben; die Zustimmung Englands, Frankreichs und Italiens sei jedoch noch nicht erlangt. Ein Delegirter der Conferenz soll alsdann zu Fürst Alexander gesendet werden, und diesen kategorisch auffor— dern, seine Truppen aus Ostrumelien zurückzu— ziehen. Falls er sich weigert, wird der Pforte die militärische Action freigestellt, will sie diese nicht, so wird ihre Zustimmung zur bulgarischen Union vorgeschlagen.
— Der Sultan verlangte von der Otto— manbank 20 Million für Rüstungszwecke, er— hielt aber den Bescheid, daß die Negociirung nur unter der Garantie, daß der Berliner Ver— trag aufrechterhalten werde, erfolgen könne.
Bulgarien. Sofia, 17. Oct. Bulgarien
hat Serbien eine Grenzberichtigung durch Ab— tretung des Grenzgebietes einschließlich Widdin vorgeschlagen. Es ist wahrscheinlich, daß Serbien den Vorschlag annimmt. 18. Oct. Wiener Mittheilungen zu— folge hätten die bulgarischen Truppen in Ost— rumelien Befehl erhalten, nach Bulgarien zurück— zugehen.
Serbien. Belgrad, 16. Okt. Von Wien aus wurde heute folgende Nachricht verbreitet: „Ein Theil der nächst Nisch concentrirten serbi— schen Armee hat gestern Nachmittag die Grenze überschritten. Serbien protestirte gegen die Beschlüsse der Botschafter. Die in Berana befindlichen türkischen Bataillone wurden in Eil— märschen nach Pristina dirigirt. Das Kriegs— manifest des Königs Milan wird heute Nacht gedruckt.“ Diese Nachricht bestätigt sich zwar nicht, allein die Gefahr kriegerischer Verwickel— ungen ist noch unvermindert, wie auch aus der Rückkehr des Fürsten Alexander nach Sofia
hervorgeht. Heute, am 17. d., soll die strategische Vertheilung der serbischen Truppen vollendet werden, worauf König Milan den Oberbefehl über die drei Armeecorps übernimmt. In Alt—
serbien rüsten sich die Mohamedaner, um einem Einfall der Serben zu begegnen. Die Frei— willigen, 5000 Mann stark, durch 15,000 Regu— läre gestützt, organisirten sich in bewaffneten Banden. In Kossowo stehen 11,000, in Uesküb 7000 Mann. 9000 Mann sind zerstreut dis— locirt. Die Türkei verfügt angeblich in Europa über 140,000 Mann, weitere 20,000 Mann sind von Asien her auf dem Marsch.
— Serbiens Vertreter bei den Großmächten präcisirten den Standdunkt dahin, daß Serbien den Berliner Vertrag respectire, daß aber durch eine Vergroͤßerung Bulgariens ohne Compen—


