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Bekanntmachung.
Betreffend: Das Budget des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen pro 1885/86.
Nachdem Greßh. Mlusstertum des Innern und der Justlz das vom Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen pro 1885/86 festgestellte Budget genehmigt hat,
wird dasselbe hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. A. Einnahme.
1. Ueberschüsse aus vorigem Jahre, elnschlleßlich Aus Nude d inen„ 2. Zuschuß aus Großh. Hauptstaatskasse im Ordinarlum 3. Zuschuß aus Großh. Hauptstaatskasse für Viehprels r, x J. Zuschuß aus Großh. Hauptstaatskasse für Wander lehrerthätigkeite,. 5. Muthmaßlicher Beitrag der Aachen Münchener Feuer verstcherungsgesellschaft N 6. Beltrag des Landespferdezuchtvereins zur Provinztal Fohlenweide. VVV 7. Beitraͤge der Vereinsmitglleder. Zusammen
A. Zur Einnahme: pos, 5. Der hler eingesetzte
maßlicher bezelchnet werden, indem zur Zeit eine Mittheilung der Direction der Aachen⸗Münchener Feuerversicherungs Gesellschaft über die Höhe des pro 1885/86
zu verwilligenden Beitrags nicht eingetroffen war. B. Zur Ausgabe: pos. 6.
200 M. als Unterstützung erhalten
pos. 7. preise zur Verwendung kommen.
Betrag zu Prelsen verwendet wird.
Aus den hier vorgesehenen 2400 M. sollen die Ackerbauschulen zu Alsfeld und Friedberg je 1100 M. und diejenige zu Büdingen
Aus der hier vorgesehenen Summe müssen 1000 M. als Staats Der ganze Betrag wird dem landw. Bezirksverein Gießen für Abbaltung einer Viehpretsverthetlung im Jahre 1885 unter der Beding— ung zur Verfügung gestellt, daß auch aus der Bezirksvereinskasse ein entsprechender
Staatsfonds. Verelnsfonds.
B. Ausgabe.
M. M. M. M 1. Bureau, Kasse- und Rechnungswesen— 1270 1822,„ c 2. Unterstützung der landw. Bezirksvereine.— 2062 6000 J. Kosten der landw. Zettschrift e. 48— 3000 4. Gehalt des Wlesenbaumelst ers 2500— 1000 5. Für die Ackerbauschulen zu Alsfeld, Büdingen und Fee f 2400— 1000— 6. Beitrag zu den Kosten des Deutschen Landwirth— schaftsrathes.. e e, cee 100 200 750 7. Zur Hebung der Rindplehzucht durch Prelsverthellung 2000— 8. Zur Unterstützung der Vereine für die Züchtung 400 Wan Podeste es,,— 1000 6188 9. Zur Unterstützung der Provinzlalfohlenwelde,— 800 8000 8660,40 10. Zur Bestreltung der Kosten von Wandervorträgen, 1000— 1 11. Betriebsfonds. i, e e— 328,40 Zusammen 8000 8660,40
Bemerkungen.
Betrag mußte als muth— 508. 8. 0 1
pos. 10.
schläge zu machen haben.
men werden.
Der hler vorgesehene Betrag soll den in der Provinz bestehenden ober zu gründenden Vereinen für Zucht und Veredelung des reinen Vogelsberger Vlehes zu gleichen Theilen auf Anfordern überwiesen werden
Ueber die Art der Verwendung dieses Betrags sollen zunächst die Direetlonen der landw. Bezirksvereine unter Vorsitz des Verelnsprästdiums Vor⸗
bos. 11. Aus dem Betriebsfonds sollen 202 M. 32 Pf. zu Entschädigungen für zu Grunde gegangene junge durch den Verein gelteferte Obstbäumchen entnom—
Gleßen den 30. April 1885 Der Prästdent des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen.
J. V.: Der Vieepräsident Nover.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der prov. Real-Lehrer Dr. Gunther in Groß ⸗Umstadt wurde zum desinitiven Lehrer daselbst ernannt.
Berlin, 15. Mai. Die Session des Reichstags wurde, nachdem der Reichstag das Mandat des Unterstaatssecretärs Grafen Bismarck für nicht erloschen erklärt und den spanischen Zusatzvertrag mit 225 gegen 50 Stimmen an- genommen hatte, durch eine von dem Staats— secretaͤr v Boͤtticher verlesene allerhoͤchste Schluß ordre nach einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser geschlossen.
— 16. Mat. In der heutigen Sitzung des Bundes rathes wurde der Boͤrsensteuer-Gesetzent— wurf den Ausschüssen überwiesen und der Gesetz entwurf betreffend Ausdehnung der Kranken- und Unfallversicherung genehmigt.
— 16. Mal. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Seit einigen Tagen wird der Reichs kanzler wieder von neuralgischen Gesichtsschmerzen heimzesucht. Die Schmerzen sind theilweise so vehement, daß dem Fuͤrsten das Sprechen un möglich ist. Dieserhalb betheiligte sich der Kanzler an den letzten Verhandlungen des Reichs tags nicht. Auch die Fürstin Bismarck ist neuer dings wieder leidend und infolge eines starken Bronchtalkatarrhs genöthigt, das Bett zu hüten; dieselbe wird voraussichtlich langere Zeit abso— luter Schonung bedürfen.
Braunschweig, 15. Mai. Da die Com- mission des Landtags die Ablehnung der Vor— lage wegen Restaurtrung der Burg Dankwarde— rode(der Heinrichsburg, der Stammburg der Welfen, in der Stadt Braunschweig gelegen) beantragt, erklaͤrte der Staatsminister v. Goͤrtz Wrisberg in der heutigen Sitzung des Landtags, daß die Regierung die Vorlage zurückziehe, da nach der Art und Weise, wie die Berathung in der Commission stattgefunden habe, eine Ab lehnung der Vorlage im Plenum wahrscheinlich sei.
Kömnigstein. Wie der„Rhein. Cour.“ meldet, trifft die herzogliche Familie am 18. d. Mis. bier ein. Anläßlich der Verlobung der Prin— zessin Hilda werden die Einwohner unseres Städtchens die Ankunft der hohen Herrschaften festlich begehen.
Stuttgart, 15. Mai. Die Königin von Wuͤrttemberg kommt heute Abend via Paris zurück.
Ausland.
Schweiz. Bern, 15. Mal. Der als Schreiber eines Briefes, worin die Sprengung des Bundespalastes angedroht wurde, entdeckte Coiffeur Wilhelm Huft in Heiden, aus dem Großherzogthum Baden gebürtig, hat sich eine Stunde nach seinem letzten Verhoͤr erhängt.
Frankreich. Paris. Eine Oepesche des Generals Briödre de l' Isle aus Hanoi vom 13. d. M. meldet, er habe die officielle Mit— theilung von der Räumung Langsons am 5. d. M. erhalten. Die Chinesen hatten Angesichts der materiellen Schwierigkeiten einige Tage Auf schub verlangt, die Posittionen am Rothen Fluß zu räumen. Bridre habe Patenötre davon ver— staͤndigt, daß er bereit sei, den Chinesen elnen neuen Aufschub von 140 Tagen zu bewilligen unter der Bedingung, daß Tuanquan am 23. d. M. den Franzosen übergeben werde. Die Banden von Piraten, welche sich seit Beginn der Räumung in der Richtung auf Tammoi und Daugson auf dem Schwarzen Flusse, dem Claire, Flusse und dem Songeau gezeigt hatten, werden lebhaft versolgt.
— 16. Mai. Kammer. Hugues brachte den Amnestieantrag ein. Minister Allain Targe bekämpfte denselben, erklaͤrte aber gleichzeitig, die Regierung sei geneigt, von dem Gnadenrechte Gebrauch zu machen. Der Amnestieantrag wurde mit 270 gegen 122 Stimmen abgelehnt.
Großbritannien. London, 15. Mai. Unterhaus. Gladstone erklärt auf eine Anfrage Northeote's, die Unterhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, die Antwort Rußlands auf die Mittheilung, betreffend die Regulirung der Grenze, werde noch erwartet und dürfte erst in einigen Tagen eintreffen. Der Schriftwechsel, welcher morgen vertheilt werden wird, breche mit der Pendjeh- Affaire ab, weil die Ver— handlungen noch nicht beendet sind. Ihm sei Nichts bekannt, daß Rußland angedeutet, es wolle einen Gesandten in Kabul haben. Er beabsichtige in der gegenwärtigen Session noch folgende Vorlagen einzubringen: betr. die Auf— besserung der Lage der Kleinbauern in Schott— land, den mittleren Unterricht in Wales und die Erneuerung von Theilen der irischen Ver— brechenverhütungsgete.— Das Oberhaus nahm in erster Lesung die Bill betreffs Errichtung eines Ministeriums für Schottland und in zweiter Lesung die Wahlbezirksbill an.
Spanten. Madrid, 16. Mai. Der Minister des Auswärtigen brachte in der Kammer heute einen Gesetzentwurf ein, ihn zu ermächtigen, die Abänderung des spanisch-deutschen Handelsver— trags bezüglich des Roggenzolls zu ratificiren.
Italien. Rom. Dem„Amtsblatt“ zu— folge ist nach einem Notenwechsel zwischen der oͤsterreichischen Regierung und der italienischen Botschaft die Convention betreffs Gewährleistung des literarischen und artistischen Eigenthums bis zum 31. Dezember 1885 verlängert worden.
Serblen. Belgrad, 15. Mai. Das Cabinet ist in folgender Weise zusammengesetzt:
Garaschanin Praͤsidium und Aeußeres, Marin— kowies Inneres, Vukarin Wetrowies Finanzen, Oberst Petrovies Krieg, Pavlowics Justiz, Popowics Cultus und Unterricht, Rafjowics Volkswirthschaft, Oberst Proties Bauten.
Rußland. Petersburg. Die„Neue Zeit“ meldet aus Kronstadt, daß auf Anordnung des Marineministers der Mittelhafen am 15. Mai alten Styls, dem muthmaßlichen Eroͤffnungs— tage des Petersburger See-Canals, für Kauf— fahrteischiffe geschlossen werde. Das Einlaufen tiefgehender Handelsschiffe in Kronstadt wird mithin unmöglich werden. Nach einer Mit— theilung der„Nowosti“ von daselbst dürften, da nur solche Kriegsschiffe auf die Rhede hinaus— gehen, welche in das Navigationsprogramm aufgenommen sind, die übrigen Kriegsschiffe wieder abgerüstet und in Reserve gestellt werden.
— Der Kaiser verlieh Komaroff einen goldenen Ehrensaͤbel mit Brillanten; auch Zakrschewsky erhielt einen goldenen Ehrensäbel—
— 16. Mai. Gelegentlich einer Haussuch— ung in Charkow in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag leistete ein Mann, dessen Verhaftung angeordnet war, den betreffenden Polizeibeamten durch mehrere Schuͤsse Widerstand. Der Polizei— revier-Aufseher Fesfenko wurde getödet, der Gen— darmerie-Unter-Offizier Bullpakoff verwundet. Fesfenko wurde heute unter dem Geleite seiner Vorgesetzten und Collegen, sowie zahlreicher Theilnahme des Publikums beerdigt.
Amerika. Ottawa, 16. Mai. Die cana⸗ dische Regierung empfing eine Depesche Middle— ton's, worin derselbe meldet: Das Gefecht vom 11. Mai endete mit einem glänzenden Siege der canadischen Truppen. Riel wurde gestern Abend als Gefangener in General Middleton's Zelt gebracht.
Aus Stadt und Land.
H.-V. Friedberg. Die beabsichtlgte Verlegung der Post, worüber sich berelts eln in Nr. 53 des Anzelgers erschlenener AUrtikel abfällig ausgesprochen hat, wurde in der letzten Vorstandssitzung des Vereins für Handels- und gemeinnütztge Zwecke erörtert. Einstimmig war man der Ansicht, daß— käme allein die Lage in Betracht
unser Publikum nur den Wunsch haben wird, die Post möge da bleiben, wo sie bst, d. 1. im Mittel- punkt der Stadt. Gewiß ist die vorhandene Unzuläng⸗ lichkeit und Unbequemlichkelt der jetzigen Posträume nicht zu bestreiten, doch wäre deren Abhilfe durch bauliche Uenderungen wohl zu erreichen. Das Projeet, auf dem Platz um die Klosterkaserne ein Postgebäude zu errichten, begegnete allsettigem Wlderstande; von einer Berücksichtigung der hier in Betracht kommenden Interessen kann bel diesem Plane keine Rede sein. Es wurde beschlossen, eine Eingabe an die Kalserl. Ober-Postdireetlon in Darmstadt zu richten, zunächst um ein Aufgeben des gedachten Planes(Klosterkaserne) zu erzlelen und, für den Fall eines in dem jetzigen Postgebaude nicht zu exreichenden Erweiterungs- und Umbaues, als Platz für ein neu zu errichtendes, den jetzigen und künftigen
Staatsfonds. Vereinsfonds.
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