Zum Ankauf von Remonten im Alter vo
ausnahmsweise 4 Jahren sind im Bereich des Großherzogthums Hessen— Darmstadt für dieses Jahr nachstehende Märkte anberaumt worden
und zwar Morgens 8 Uhr:
N ee e e 5 5 2 8 Juli 1 N ausgeschlossen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften
N 27. 5 Butzbach, Pferde eine neue starke, rindlederne Trense mit starkem Gebiß und
f 28. 5 5 Nieder⸗Wöllstadt einen Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter
29 n 5 G n 6 langen, starken haufenen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. . 7 5 4 0 ̃ f Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können,
5 0 ugust„ 0 00 17 55 ist es erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden, auch
5 ee werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu cou—
V piren oder übermäßig zu verkürzen.
„ 27.„„ Groß-Ger Die von der Remonte-Ankaufs-Commission e
zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer
Bekanntmachung, den Remonte-Ankauf pro 1885 betreffend.
Großherzogthum Hessen-Darmstadt. n vorzugsweise 3 und J Kaufpreises und der
au.
kauften Pferde werden rlauften Pf 0 Königlich
den Landesgesetzen den
gegen Erstattung des(gez.) Frhr. v.
Unkosten zurückzunehmen, ebenso Krippensetzer
(Kopper), welche sich innerhalb der ersten 28 Tage nach dem Eintreffen im Depot mit diesem Fehler behaftet zeigen. käufern nicht eigenthümlich gehören, oder durch einen nicht legitimirten Bevollmächtigten der Commission vorgestellt werden,
Pferde, welche den Ver⸗
sind vom Kauf
Berlin den 26. Februar 1885.
Preußisches Kriegs-Ministerium,
Abtheilung für das Remonte-Wesen.
Troschke. Graf v. Klinkowstroem.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Die zweite Kammer tritt am 21. April wieder zusammen.— Der Finanz⸗ ausschuß zweiter Kammer beantragt Bewilligung der für Errichtung eines chemischen Laboratoriums für die Landesuniversität Gießen angeforderten 200,000 Mark, dagegen Ablehnung der An— forderung von 34,200 Mark für den Bau einer Dienstwohnung des Directors des chemischen Laboratoriums, während der zu 90,000 Mark veranschlagte Neubau eines Kreisamtsgebäudes in Friedberg keine Beanstandung erfahren hat.
— Dem Fabrikarbeiter Joh. Spahn VIII. aus Mühlheim wurde das allgemeine Ehren— zeichen mit der Inschrift:„Für Verdienste“
verliehen und der Kanzlist bei der Hauptstaats-] Gerüchte übertrieben worden war, an dem Aus⸗ kasse Meyer zum Kanzlei-Inspektor bei diesersfluge keinen Theil.
gekommen, daß als Stiftungszweck die Ge— währung von Universitätsstipendien sich empfehle, speciell für Studirende und Candidaten des höheren Lehrfachs.
Dresden. Zum Nachfolger des kürzlich verstorbenen Gesandten am Berliner Hofe, von Nostiz- Wallwitz, soll nunmehr definitiv Wilhelm Graf von Hohenthal und Bergen, dessen Vater bis zum Jahre 1866 denselben Posten bekleidete, bestimmt sein.
Karlsruhe, 15. April. Die Großher⸗ zogin und der Erbgroßherzog statteten heute der Kaiserin von Oesterreich in Heidelberg einen Besuch ab. Der Großherzog nahm wegen eines leichten Unwohlseins, welches durch umlaufende
Kasse ernannt. 5
Berlin, 15. April. die Berathung der Gesetzentwürfe Munckel und Reichen⸗ sperger, betreffend die Abänderung des Gerichtsverfassungs— gesetzes und der Strafproeeßordnung, ein. Staatsseeretär v. Schelling theilt mit, der Bundesrath sei gegenwärtig mit Entwürfen beschäftigt, die eine Erleichterung des Geschworenenamtes und bessere Garantien für eine richtige Entscheidung der Thatfrage bezweckten. In Folge dessen beantragt Reichensperger den Uebergang zur Tagesordnung. Das Haus stimmt zu. Es folgt die zweite Berathung des Antrages Porsch auf Abänderung der Strafproeeß— ordnung. Der Antragsteller zieht seinen Antrag zurück. Goldfuß berichtet über eine Petition auf Rückerstattung des Zollbetrages für Talg und beantragt, die Petitton dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen. Das Haus beschließt demgemäß. Hterauf folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des von Lenzmann eingebrachten und dann zurückgezogenen, von Kayser aber wieder auf— genommenen Gesetzentwurfs, betreffend die Entschädigung unschuldig Verurtheilter. Das Haus beschließt, den Antrag einer Commission von 21 Mitgliedern zu über⸗ weisen. Die Berathung über den Bericht der Petitions— commission, betreffend die Petition auf Vermehrung der Zahl der Reichstagsabgeordneten, wird auf Antrag Viereck's vertagt, ebnso die Berathung des Antrags Liebknecht, betreffend die Verhaftung v. Vollmar's und Frohme's im Jahre 1883 in Kiel, da die Antragsteller durch Unwohlsein am Erscheinen verhindert sind. 16. April. Der Reichstag setzte die dritte Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Ergänzung des Reichs- beamtengesetzes von 1873 fort. Nach kurzer Spezial⸗ debatte wird der Entwurf gegen die Stimmen der Nationalliberalen und Conservativen abgelehnt. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung der Zolltarif novelle. Bei Erden, Erze, edle Metalle und Asbeste wird die Regierungsvorlage angenommen. Dem Antrag Biehl zufolge, ist die Position Cement mit 30 Pf. für 100 kg 8eingestellt. Delbrück beantragt die Aufnahme einer neuen Position„Schlemmkreide“ mit dem Zoll von ein Mark. Graf Stolberg Wernigerode beantragt einen Zollsatz von 30 Pf. Delbrück zieht seinen Antrag zurück, worauf der Antrag Stolberg abgelehnt wird. Der An— trag auf Einführung eines Cichortenzolles von ein Mark wurde mit 110 gegen 109 Stimmen angenommen. Die Positionen: Häute, Felle, literarische und Kunstgegen— stände wurden nach der Vorlage erledigt. 5
— 16. April. In der heutigen Sitzung des Bundesraths wurde der zu Petersburg am 26. März unterzeichnete Auslieferungsvertrag zwischen Deutschland und Rußland an einen Ausschuß verwiesen.
— An der Westküste von Afrika sind bis jetzt 66 deutsche Factoreien errichtet.
Der Reichstag trat heute in
Ausland.
Daänemark. Kopenhagen. Im ganzen Lande macht sich eine Volksbewegung geltend, die auf eine Steuerverweigerung abzielt. Zahl— reiche Versammlungen finden statt. Bewaffnete Schützenvereine bilden sich überall im Lande und aller Orten beginnt es bedenklich zu gähren. Am Geburtstage des Königs wurden vor dem Standbilde des verstorbenen Königs Frederik VII. in Kopenhagen zahlreiche Kränze niedergelegt, während das Präsidium des Folkethings es unter— ließ, den König feierlich zu beglückwünschen. Die Regierung trifft in Folge der mannigfachen gegen sie gerichteten Kundgebungen die um— fassendsten Sicherheitsmaßregeln.
Frankreich. Paris. Der Finanzminister tritt zurück, wahrscheinlich aus Gesundheitsrück— sichten und wird durch Sadi-Carnot ersetzt. Das Unterstaats-Secretariat der Marine ist Menart-Dorian angeboten worden; Cavaignac ist zum Unterstaatssecretär des Krieges ernannt.
— 16. April. Eine Depesche Brisres aus Hanoi von gestern besagt, er habe Boten ab— gesandt, um die Chinesen von dem Aufhören der Feindseligkeiten zu benachrichtigen. Die Chinesen hätten aber am 14. d. M., bevor die Boten den Mandarinen Chinas, die noch keine Nachricht aus Peking erhielten, eine Anzeige machen konnten, Kep mit etwa 2000 Mann an— gegriffen. Der Angriff wurde zurückgeschlagen.
Großbritannien. London, 15. April. „Daily News“ zufolge wäre eine gestern aus Petersburg eingegangene Depesche eine Fort— setzung der durch die Pendjeh-Affaire unter⸗ brochenen Grenzverhandlungen; dieselbe deute in versöhnlichstem Tone die Lösung der Grenz— frage auf breiterer Grundlage an.
— 16. April.„Daily News“ erfährt, die englische Regierung habe die am Dienstag ein— gegangenen modificirten russischen Vorschläge be⸗ züglich der Grenzfrage eingehend erwogen und gestern Abend die Antwort nach Petersburg ab— gesandt.—„Standard“ meldet: Die hiesigen Botschafter der Großmächte verständigten ihre
„Times“ sagt: In amtlichen Kreisen herrscht der, allerdings täglich schwächer werdende Glaube, der Krieg dürfte vermieden werden. Die Finanz⸗ und Handelskreise haben die entgegengesetzte Ansicht und glauben, die russischen Staatsmänner wollten Streit herbeiführen und träfen ent⸗ sprechende Maßregeln.— Die dritte Ausgabe des„Daily Telegraph“ enthält eine Depesche aus Wien von heute, welche besagt, daß die russische Antwort an die englische Regierung folgende Stelle enthalte: Ich bin von dem Zaren beauftragt, der Regierung der Königin mitzutheilen, daß nach der Meinung des Zaren der Krieg für beide Länder beklagenswerth sein werde. Seine Majestät hat die feste Hoff⸗ nung, daß ein Vergleich sich wohl rasch und leicht bewerkstelligen läßt. Der russische Ge⸗ sandte telegraphirte hierauf die folgende Ant⸗ wort: Das englische Cabinet hat die Mittheilung Ihrer Excellenz gut aufgenommen. Die Depesche schließt, daß Grund vorhanden sei, eine friedliche Lösung der Streitfrage zu erwarten. a
Serbien. Nisch, 15. April. Die auf heute einberufene Skupschtina wählte den Veri⸗ ficationsausschuß. Die Ankunft des Königs er⸗ folgt morgen.
Rußland. Petersburg. General Komaroff meldet aus Taschkri vom 6. April: Die Reste des afghanischen Detachements flüchteten nach Herat. Um einer Anarchie vorzubeugen, wurde in Pendjeh eine temporäre Verwaltung organi⸗ sirt. Das russische Detachement bleibt in Taschkri, zur Vorwärtsbewegung liegt einstweilen keine Nothwendigkeit vor.
Tiflis, 15. April. Der General-Gouver⸗ neur, Fürst Dondukoff-Korsakoff, ist abgereist, um an Ort und Stelle Schutz-Maßregeln für die Kreise Dshewat und Lenkoran gegen räuberische Einfälle zu treffen, die in Daghestan stehenden Truppen zu inspiciren und den Hafen Petrowsk mit Rücksicht auf den beabsichtigten Eisenbahnbau der Strecke Wladikawkas⸗Petrowsk zu besichtigen. 5
Egypten. Kairo, 16. April. Einer Reutermeldung aus Dongola zufolge wird ein von Eingeborenen herstammendes Gerücht ge⸗ meldet, wonach Osman Digma's ganze Streit macht sich zerstreut habe, weil die Orte, worauf derselbe wegen Verproviantirung und Wasser⸗ zufuhr rechnete, von den Engländern besetzt seien. Heute wurde Otao widerstandslos von den englischen Truppen besetzt. Der Bau der Eisenbahn wird morgen vollendet. Die Bahn soll dann sofort bis Otao weitergeführt werden. Zur Verwendung bei den Bahnarbeiten werden 1200 Mann indische Kulies erwartet.
Amerika. New⸗Nork, 14. April. Ein Telegramm aus La Libertad meldet, die Grund⸗ lagen des Friedensvertrages wurden heute von San Salvador und Guatemala acceptirt; die Feindseligkeiten haben aufgehört, auch wurde eine allgemeine Amnestie verkündet. Die Bevoll⸗
— Die„N. Allg. Ztg.“ hört, bezüglich der Regierungen dahin, daß ihres Erachtens ein] mächtigten der Republiken werden demnächst
aus der Bismarcks ⸗Spende zu
errichtenden
Bruch zwischen Rußland und England voraus- zum Abschluß des definitiven Friedensvertrags
Stiftung sei der Reichskanzler zu der Ansicht sichtlich vermieden werden würde.— Die in Acajutla zusammentreten.
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