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Donnerstag den 17. September.
berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Rreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei
. eile w i Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffer Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der
satz mit 14 Pf., bei Reclamen mit Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Amtlicher Theil.
Winterlursus an der Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg pro 188586.
Der diesmalige Winterkursus hiesiger Ackerbauschule beginnt Montag den 2. November und schließt mit der Charwoche. erstreckt sich auf allgemeine Schulfächer, die verschiedenen Zweige der Landwirthschaftslehrern, einem seminaristisch gebildeten Hauptlehrer sowie Exkursionen nach nahe ge Aufnahmsfähig sind alle unbescholteuen jungen Leute,
welche vorher die untere Klasse besuchten, anderen Schüler zugetheilt werden.
gewähren die reichen Lehrmittel der Anstalt, belehrenden Einrichtungen.
die obere Klasse werden nur solche Schüler aufgenommen, welche das Lehrziel der unteren Klasse bilden, der alle
Aumeldungen nimmt der Anstaltsdirigent, ft ertheilt. Die Neuangemeldeten haben ein Wohlverhaltungszeugniß der Bürger—
die Kenntnisse angeeignet haben,
beträgt für die untere Klasse 45, für die obere 35 Mark. Dr. Tobisch, entgegen, welcher auch anderweitige Auskun
meisterei und ein Schulabgangszeugniß beizubringen.
—
Friedberg den 7. September 1885.
Dr. Braden, Kreisrath.
Dr. Freih. v. Gemmingen, Amtmann.
Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Schmidt, Kreisschulinspector.
Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1885/86.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen
g Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung die Ackerbauschule durch recht viele junge, der Landwirthschaft sich widmende Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird.
daß für wenig Bemittelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir es nicht zu beanstanden finden, indem wir recht gerne derartigen Beschlüssen Genehmigung ertheilen.
hierbei,
aus welchen junge Leute die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden,
Betreffend: Entwässerung der Fluren IV, V und VI
Auf Culturpläne, 2) drei Kostenvoranschläge, vier Wochen lang und zwar von Mittwoch den
herzoglichen Bürgermeisterei Butzbach offen gelegt. Stimmberechtigt sind Diejenigen, Etwaige Berichtigungen Alle Diejenigen, welche glauben, daß ihnen zu dem zur Ausführung der Entwässerungsanst aufgeführt zu sein, sich noch anzuschließen wünschen, sowie überhaupt alle Diejenigen, welche vierwöchentlichen Frist durch schriftlichen
10½ Uhr, statt. tragen sind, eventuell deren Erben. bewirkt werden. stücke ganz, oder
Erklärungen während der angegebenen spätestens, jenigen, welche in dem Termine weder in der Ausführung des
säumniß der Frist ist ausgeschlossen. Es haben
Antrag des Gemeinderaths wird ein auf Grund des Gesetzes vom 2 Beschreibung, 4) alphabetischer Grundbuchsauszu
3) summarische November 1
bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung, Selbstperson noch durch gehörig legitimirte Unternehmens einverstanden sind und keine
Dr. Braden.
Bekanntmachung. der Gemarkung Butzbach. 2.
14. October bis Dienstag den 10.
Die Abstimmung selbst findet Mittwoch den welche im Grundbuche, bezw.
Vortrag bei in dem oben gedachten Termin
Ansprüche zu bilden haben. jedoch nur Diejenigen in dem Termin
sonst etwas zur Sache vorbringen wollen und dies nicht schon vorher schriftlich gethan haben.
Kosten wird später nach offen gelegt werden.
Maßgabe des den zugezogenen Flächen erwachsenden
Friedberg den 15. September 1885.
Naturkunde und landwirthschaftliche Gegenstände. und mehreren geeigneten Hülfslehrern ertheilt. legenen Gutswirthschaften, gewerblichen Anlagen und sonstigen welche die Volksschule mit
mündlich oder schriftlich vorzutragen.
Bevollmächtigte abstimmen, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Ver—
zu erscheinen, welche gegen das Projekt stimmen oder
Vortheils bestimmt werden
Der Unterricht Er wird von zwei Die nöthige Auschauung
gutem Erfolg absolvirt haben. In oder nachweisen, daß sie sich anderweitig Das Schulgeld Großherzoglicher Landwirthschaftslehrer
Dr. Tobisch, Landwirthschaftslehrer. Friedberg den 9. September 1885.
Bürgermeistereien des Kreises.
des Curatoriums der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, daß
Wir bemerken zugleich wenn auch von Gemeinden,
Januar 1858 ausgearbeitetes Projekt und zwar: 1) zwei
g, 5) Berechnung des Röhrenbedarfs, 885 einschließlich auf dem Bureau der Groß— 11. November 1885, Vormittags von 8½ bis
in dem offen gelegten Verzeichnisse der Betheiligten, einge— des Grundbuchs und der Stimmberechtigten-Liste müssen daher noch vor dem Termin durch die Ausführung ein Schaden entstehe oder welche es vorziehen,
alt erforderlichen Theile abzutreten, 5 4 N 2 i zur Sache etwas vorzubringen haben, können ihre
ihre Grund— oder welche ohne im Plane oder der Liste
Desfallsige Erklärungen sind Von allen Den⸗ wird angenommen, daß sie mit
uns einreichen.
Der Antheil des Einzelnen an den erwachsenden und hierüber s. Z. noch Hebregister Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Major à la s. der Art. Prinz Ludwig von Battenberg wurde zum Oberst⸗ lieutenant à la s. der Art. befördert.
— Das Regierungsblatt Nr. 25 enthält: Gesetz, die Herstellung von Nebenbahnen betr. Hiernach wird die Regierung ermächtigt, den Bau und den Betrieb einer Nebenbahn von Weinheim über Viernheim nach Mann⸗ heim, soweit dieselbe durch das Geblet des Großherzog— thums führt, und elner Nebenbahn von Worms nach Offstein— Landesgrenze an Eisenbahn- Unternehmer zu übertragen und denselben zu den Kosten einmalige Bei— träge aus Staatsmitteln zu gewähren.
— Dem Steuerrath Hechler in Butzbach wurde das Ritterkreuz 1. Kl. des Philippsordens und dem Director des Landes zuchthauses Marien— schloß, Major Kattrein, das Ritterkreuz 1. Kl. des Philippsordens mit Schwertern und Krone verliehen.
13. Sept. Für die bekanntlich vom Staate zu erbauende Nebenbahn Nidda⸗Schotten sind die Pläne nunmehr vollständig ausgearbeitet und dieser Tage von dem großherzoglichen Finanzministerium genehmigt worden. Die Trace ist im Felde abgesteckt und die gemarkungsweise Kartirung nebst Berechnung der abzutretenden
Geländeflächen für Wegverlegungen de. ist fertiggestellt. Auf dieser Unterlagen wird jetzt, wie der„D
Ztg.“ geschrieben wird, alsbald unter Leitung der beiden Kreisämter die vorgeschriebene Verhandlung mit den Gemeinden
und Betheiligten über die Bahnaulage stattfin— Zweifelu.
den, bei welcher Wünsche derselben wegen Aender— ungen des Projects bezüglich der Wege, Zu— fahrten, Wasserläufe ꝛc. entgegengenommen und erörtert werden. Alsdann kann sofort zu der Geländeabtretung an der Hand der vollständig fertigen Parzellenpläne geschritten werden, da die von dem Gesetze geforderte Bereiterklärung der Gemeinden zur unentgeltlichen Geländebe— schaffung und zur Zahlung des Baarzuschusses von 25,000 M. bekanntlich bereits früher bei⸗ gebracht worden ist.
Berlin, 14. Sept. Die Note der spa⸗ nischen Regierung ist hier eingetroffen und durch den spanischen Gesandten, Graf Benomar, im Auswärtigen Amte heute überreicht worden. Der Gesandte hat jedoch uur den Theil der
lesen, welcher die Genugthuung behandelt,
verordnungsmäßigssung der
Bahnkörper, Zufuhrstraßen, Theil, welcher Spaniens Ansprüche auf die Karo— Grund linen darzulegen sucht, Darmst.] digung der Genugthuungsfrage behandelt werden.
soll erst nach der Erle—
— Der Gedanke, behufs endgültiger Regel⸗ egyptischen Angelegenheiten eine euro— paische Conferenz zu berufen, begegnet hier vielen Nach den gemachten Erfahrungen
gehen die Verhandlungen, wenn sie von Cabinet zu Cabinet geführt werden, weit glatter von statten. Karlsruhe, 14. Sept. Gestern Abend wurde die Oper„Noah“ von Halevy Bizet vor nur geladenem Publikum gegeben. Der Kaiser erschien kurz vor 8 Uhr mit den großherzoglich badischen, den preußischen und schwedischen Fürst— lichkeiten, saß waͤhrend des ersten Actes in der großen Hofloge und hielt dann im Foyer Cercle ab. Waͤhrend des zweiten Actes saß der Kaiser mit der großherzoglichen Familie in deren an
Note ver— der
der Bühne gelegenen Loge. Das Corpsmanöver bei Palmbach verlief heute auf's glänzendste bei prächtigem Wetter. Der Kaiser verfolgte die Vor gange mit regstem Interesse von seinem Wagen aus. Die Stadt Durlach bereitete dem Kaiser bei der Durchfahrt einen festlichen Empfang.


