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13. Januar. Die Budgetcommission
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Bekanntmachung.
Betreffend: Die Erbauung einer Kreisstraße von Beienheim nach Weckes heim.
Das Anfahren von 1000 Kubikmeter Chaussirsteinen auf rubr. Straßenstrecke soll abtheilungsweise(à 50 Kubikmeter) Samstag den
17. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, zu Weckesheim in der Wirthschaft des Herrn Schleuning öffentlich vergeben werden.
Friedberg den 6. Januar 1885.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. v. Gemmingen.
Das Großh. Amtsgericht Friedberg
Wir geben Ihnen auf, in den von Ihnen gefü
bis zum 1. Februar 1885 anher einzusenden,
durch Vorlage der betreffenden Einlagebücher bei uns auszuweisen.
Ende März 1885 bei uns eingereicht werden. mit Ordnungsstrafen vorgegangen werden.
an sämmtliche Vormünder und Curatoren im Amtsgerichtsbezirk.
hrten Vormundschaften und Curateln die Rechenschaftsberichte vom Jahr 1884 längstens auch bis dahin die Beischreibung der Zinsen bei der Mathildenstiftskasse. zu bewürken und sich Die Verwaltungsrechnungen, insoweit solche jetzt zu stellen sind, müssen bis
Gegen säumige Vormünder und Curatoren wird nach Ablauf der bemerkten Fristen ohne weiteres
Sellheim.
Weber.
Deuisches Meich.
Darmstadt, 11. Jan. Gestern ist Prinz Heinrich von Battenberg aus Osborne dahier eingetroffen; derselbe wird sich nach kurzem Aufenthalt von hier nach Berlin begeben..
— An die Stände ist ein Gesetzentwurf, die Kosten des Unterhalts der Sträͤflinge im Landeszuchthause und den Gefängnissen betr., gelangt.
Berlin, 12. Jan. Reichstag. Etat des Kriegs⸗ ministeriums. Die ersten 3 Titel werden genehmigt. Bei Titel 4, betr. den Generalstabsarzt ꝛc., wobei die Budget— Commission 1500 M. abzusetzen beantragt hat, bittet der Kriegsminister um Wiederherstellung der Reglerungsvor⸗ lage. Der Titel wird nach dem Commissionsantrage angenommen. Die übrigen Titel des Kapitels, sowie das Kapitel über die Wilitärgeistlichkeit und höheren Truppenbefehlshaber, werden nach unerheblichen Debatten durchweg nach den Commissionsanträgen unter Ablehnung weiter gehender, von Richter beantragter Abstriche ge⸗ nehmigt. Bei dem Kapitel über die Gouverneure, Com⸗ mandanten und Platzmajore erklärt auf Anfragen v. Vollmar's der Kriegsminister: daß den Mannschaften der Armee das Betreten einzelner politisch oder mora— lisch verdächtiger Locale verboten werde, sei im Interesse der Disciplin unumgänglich. Ebenso weist der Minister den Vorwurf zurück, daß auf den Controlversammlungen Wahlagtitation getrieben werde. Die Mahnung, dem Kalser den Eid der Treue zu halten, könne man nicht eine Agitation nennen, sondern nur billigen.— 13. Jan. Die allgemeine Rechnung über den Etat 1881/82 gebt an die Rechnungscommission. Der Nachtragsetat für Kamerun wird in dritter Berathung ohne Debatte definitiv genebmigt. Hierauf wird die zweite Berathung des Militäretats fortgesetzt. Zu Capitel 22(Generalstab) beantragt die Budgescommission, die Mehrforderung für 2 Generalstabsofficiere in Königsberg und Thorn mit 11,400 M. zu streichen. Auf Antrag Saldern⸗Ahlimbs, dem auch Richter mit Rücksicht auf die besonderen Ver— hältnisse beitritt, stellt das Haus gegen die Stimmen des Centrums die Regierungs vorlage wieder her. Zu Capitel 21(Adjutantur) batte Richter beantragt, statt 450,00 M., für 94 Officiere in besonderen Dienst⸗ stellungen, nur 350,000 M. für 74 Offietere zu be willigen. Die Cömmission beantragt, die Regierungs vorlage aufrechtzuerhalten; das Plenum beschlleßt dem⸗ gemäß. Bei Capitel 23(sächsischer Militäretat, In⸗ genieurcorps) wird ein Antrag der Budgetcommission angenommen, statt eines Stabofficiers mit 7800 M. Gehalt und zweier Stabsofficiere mit je 5700 M. Ge halt, drei Stabsofficiere mit je 5700 M. zu bewilligen. Bei Capitel 24(Geldverpflegung der Truppen) erhebt sich eine kurze Debatte, wobei der Kriegs minister die Landräthe dagegen in Schutz nimmt, daß sie bei den Regulirungen der Flurschäden durch Manöver das fis kalische Interesse vor Allem im Auge hätten. Bei Titel „Assistenzärzte“ will die Budgeteommission 20 Assistenz⸗ ärzte bei der Infanterie streichen und statt 369 nur 349 bewilligen. Massow beantragt, statt der im Etat speelalisirten 673 Assistenzarztstellen 661 zu bewilligen. Bundescommissär Major Haberling empsiehlt An⸗ nabme des Antrages Massow. Richter und Kalle befürworten den Commissionsantrag. Der Antrag Massow wird mit 148 gegen 114 Stimmen angenommen.
— 12. Jan. Die Budgetcommission, die Berathung des Marineetats fortsetzend, beschloß mit Rücksicht auf die billigeren Lebensmittelpreise 150,000 M. vom Naturalverpflegungs Etat ab— zusetzen. Dieselbe genehmigte die übrigen Posi—
onen, sowie die für mehrere Ersatzschiffe ge— forderten Bauraten unverändert.— Die Dampfer—
bventions-Commission berieth heute über die australische Linie, deren Nothwendigkeit Kraul mit Hinweis auf den geringen Antheil Deutsch— lands an dem australischen Export, hervorge— rufen durch die Langsamkeit der Slomanlinie, begründet und auf die, wie Stephan aus— führt, die Regierung das Hauptgewicht lege.— beendete die Berathung des Marineetats und genehmigte alle Positionen unverändert. Dieselbe votirte
teilen Junerafrikas gegen die eine Stimme Hueue's.
— Der Gesetzentwurf, betreffend die Er— höhung der Getreidezoͤlle, wurde beim Bundes— rath eingebracht.
— 12. Jan. Prinz August von Württem— berg ist heute in Zehdenick, woselbst er gestern auf der Jagd erkrankte, gestorben.
— Die letzte Verhandlung im deutschen Reichstage und die eminent bedeutsamen Erklär— ungen des Fürsten Bismarck werden in den großen Wiener publicistischen Organen mit größ— ter Aufmerksamkeit behandelt. Das„Fremden— blatt“ und die„N. Fr. Presse“ bringen heute bereits Leitartikel, in welchen sie sich für die deutsche Colonialpolitik sehr sympathisch äußern. Mit großer Genugthuung bespricht das letztere Blatt deshalb die Bismarck'sche Rede vom Sonn— abend, die es als„eine der stärksten Bürgschaften für die Festigkeit und Dauer des europäischen Friedens, die überhaupt in dem bis an die Zähne bewaffneten Europa sich erdenken lassen,“ be— zeichnet.„Sie gipfelt in dem Satze: Deutsch— land ist von Freunden umgeben.“ Ein compe— tenteres und zugleich entschiedeneres Urtheil über die eminent friedliche Lage des heutigen Europa könne es nicht geben.
— Der deutsche Reisende und Agent Ein— wald setzte heute den englischen Beamten des Colonialamts die Gründe für die Berechtigung der deutschen Schutzherrschaft über den Zulu— könig Dinizulu, Cetewayos Sohn, auseinander und erhielt eine allgemein gehaltene Zustimm— ung, doch blieb der Streitpunkt in Aubetracht der Abwesenheit Lord Derby's unentschieden.
Kiel. S. M. S.„Prinz Adalbert“, 12 Ge⸗ schütze, Comm. Cap z. S. Mensing I., ist am II. Jauuar d. J. in Lima eingetroffen. S. M. Brigg„Rover“, 6 Geschütze, Comm. Corvetten-Cap. Cochius, ist am 10. Jan. d. J. in Madeira eingetroffen und am folgenden Tage nach St. Vincent(Cap Verde) in See gegangen.
Königstein, 12. Jan. Heute Mittag traf, von Soden kommend, der Großherzog von Baden auf dem herzoglichen Schlosse ein. Der Herzog von Nassau fuhr in einer vierspännigen Hof— Equipage seinem hohen Gaste bis Soden eut— gegen. Der Aufenthalt des Großherzogs wird, wie wir erfahren, nur von kurzer Dauer sein, dagegen wird der Erbgroßherzog noch eine zeit— lang in Königstein verweilen.
Strußburg, 13. Jan. Der Landesaus— schuß für Elsaß-Lothringen wurde heute in Ver— tretung des Statthalters durch den Staats— secretär von Hofmann mit einer geschäftlichen Ansprache eröffnet.
Ausland.
Oesterreich. Wien. Die Meldungen, daß Deutschland und Rußland(auch Oesterreich) der französischen Regierung erklärt hätten, au einer internationalen Garantie der egyptischen Anleihe nicht theilnehmen zu wollen, finden in hiesigen unterrichtetea Kreisen Glauben.
Frankreich. Paris. Eine dem Marine— ministerium zugegangene Depesche meldet, daß in Kambodscha eine gewisse Erregung herrsche und der Gouverneur die erforderlichen Maß— regeln ergreife. Der„Temps“ meint, die Er—
regung in Kambodscha sei ziemlich ernsthaft. Der
ferner die an die Budgetcommission zurückver-JBruder des Königs habe wahrscheinlich, durch wiesene Position von 150,000 M. zur Er- den letzteren aufgereizt, die Waffen ergriffen und
die französischen Posten angegriffen; nach Saigun wurden sofort Truppenverstärkungen gesandt.— 13. Nach einer dem Marineministerium zuge— gangenen Depesche aus Saigun von heute sind die seit dem 11. d. Mts. eingetroffenen Nach⸗ richten aus Kambodscha durchaus günstig. In Phumpanh und Umgegend herrscht Ruhe, im Junern Kambodscha's haben sich keine weiteren Banden gezeigt. Die Zeichen der Erregung sind fast überall geschwunden.
— 13. Jan. Der Senat wählte heute ein provisorisches Bureau mit Leroyer als Präsi— denten und vertagte sich bis zum 21. Januar. — Die Kammer wählte sämmtliche Mitglieder des früheren Büreaus wieder und vertagte sich bis morgen.
Großbritannien. London. Alle Zeit⸗ ungen sprechen sich zustimmend zu den Erklär— ungen des Fürsten Bismarck in der Sitzung des Reichstags vom Sonnabend aus. Die„Times“ sagt, sie beeile sich, das richtige Gefühl und den guten Sinn der Erklarung hervorzuheben. Daß einzelne delicate Fragen zwischen England und Deutschland entstehen könnten, sei wohl möglich, doch liege kein Anlaß zu ernstlichen Mißver— ständnissen vor.
Spanien. Madrid, 13. Jan. Der Senat beschloß mit 136 gegen 48 Stimmen ein Ver— trauensvotum für die Regierung in der Stu— dentenangelegenheit.
Italien. Rom, 12. Jan. Der Senat nahm den Gesetzentwurf betreffs gesundheitlicher Maßnahmen für Neapel mit 96 gegen 21 Stim— men an.
— 12. Jan. Im Senate wies Abgeordne— ter Caracciola auf die Gerüchte bezüglich der Absichten der Regierung in colonialpolitischer Hinsicht hin. Die Truppensendung nach Assab rief Besorgnisse wach und erheischt einige Auf— klärungen. Er bitte um solche, wenn die Re— gierung es für opportun erachte, solche zu geben. Ministerpräsident Depretis behält sich diesbezüglich eine Verständigung mit dem Minister des Aeußeren vor, welchen die Angelegenheit haupt— sächlich angehe.
— Die„Rassegna“ schreibt, die kleine Ex⸗ pedition nach Assab bezweckt lediglich, die Er— forschung und Bestrafung der Mörder Bianchi's und seiner Gefährten zu erleichtern und die Oertlichkeiten für den Fall einer etwa nothwen— digen Expedition in das Innere zu studiren.
Neapel, 12. Jan. Die Einschiffung des Materials für die nach Assab abgehende Gar— nison wurde heute beendigt. Morgen geht die Fregatte„Principe Amadeo“ mit Artillerie und einem Genie-Detachement, übermorgen das Packet⸗ boot, Gottard“ mit Chasseurs zu Fuß nach Assab ab.
Türkei. Constantinopel. Wie verlautet, wird Fehmi Pascha auf der Rückreise von Lon— don mehrere Tage in Paris verweilen und sodann auch nach Berlin und Wien gehen.
Griechenland. Athen, 13. Jan. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine Verfügung, welche den Zwangscours aufhebt.
Rußland. Petersburg, 13. Jan. Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern hierher über— gesiedelt. Heute fand eine große Gratulations—
cour im Winterpalais statt.— Anutschin ist seiner Stellung als Generalgouverneur von Ost— sibirien enthoben und zum Senator ernannt worden.
— Das Reichsbudget von 1885 balancirt
in den Einnahmen und Ausgaben mit 866,294,997
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