Ausgabe 
11.4.1885
 
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Bekanntmachung. Die Frühjahrs⸗Controlversammlungen im Kreise Friedberg 1. und 3. Compagnie des 2. Bataillons(Friedberg) 1. Großherzoglich

Hessischen Landwehr-Regiments Nr. A. Zu Nutzbach auf dem Viehmacht. Am 17. April, Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen sämmtliche Reservisten und Landwehrleute, sowie die zur Disposition der Truppentheile und Ersatzbehörden beur laubten Mannschaften aller Waffen, exel. derjenigen Wehrleute, welche im Herbst dieses Jahres zum Landsturm übergefuͤhrt werden(das sind diejenigen Mänuschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. April und 30. September 1873 in den Militärdienst eingetreten sind und bei der diesjährigen Herbst-Controlversammlung zu erscheinen haben), aus den Ortschaften Nieder-Weisel, Oppershofen, Ostheim, Rockenberg, Maibach, Münster, Münzenberg, Trais-Münzenberg, Pohl-Göns.

Am 17. April, Vormittags 10½ Uhr. Hierbei baben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gam⸗ bach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-⸗Weisel, Kirch-Göns, Langenhain mit Ziegenberg, Wohnbach.

B. In Itiedberg, im Hofe der Klosterkaserne. Am 17. April, Nachmittags 2 Uhr. i Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Bauernheim, Beienheim, Dorn-Assenheim, Melbach, Nieder⸗Mörlen, Ober-Mörlen, Ossenheim, Reichelsheim, Södel, Stein⸗ furth, Weckesheim, Wölfersheim.

Am 17. April, Nachmittags 3 ½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Bad⸗Nauheim, Dorheim, Friedberg, Fauerbach b Fr.,

Ockstadt, Rödgen, Schwalheim, Wisselsheim.

C. In Mieder-Wöllstadt, am Eisenbahn-Viaduct über der Kredberger Chaussee. Am 18. April, Vormittags 8 Uhr.

115, werden in nachstehender Weise abgehalten:

Wöllstadt, Ober-Wöllstadt, Ober-Rosbach, Okarben, Petterweil, Rodheim v. d. H. Am 18. April, Vormittags 9½½ Uhr. N Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗Gräfen⸗ rode, Ilbenstadt, Kaichen, Nieder-Florstadt, Ober-Florstadt, Staden, Stammheim, Wickstadt.

D. 3u pilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südlichts Ende von Vilbel. Am 18. April, Nachmittags 2 Uhr.

Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Büdesheim, Groß-Karben, Heldenbergen, Klein⸗ Karben, Ober-Erlenbach, Ober-Eschbach, Rendel.

Am 18. April, Nachmittags 3 ½ ͤ Uhr.

Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Ortschaften Dortelweil, Harheim, Massenheim, Nieder⸗Erlen⸗

bach, Nieder-Eschbach, Vilbel. f

Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitze befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältnisse Dispensgesuche von den Control-Versammlungen vorbringen wollen, so sind diese, von der Ortsbehörde beglaubigt, mindestens 8 Tage vor der Control-Versammlung dem betreffenden Bezirksfeldwebel vorzubringen. Nur für außerordentliche Fälle ist eine kürzere Frist statthaft. Wer Dispensation von der Control-Versammlung erhält, hat sich spätestens 14 Tage nach der Control-Versammlung bei dem Be⸗ zirksfeldwebel zur Nachcontrole zu melden.

Außerdem werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien ersucht, jeden Controlpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter darauf aufmerksam zu machen, daß keine besonderen Ordres zur Ge⸗ stellung ausgegeben werden.

Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenaunter Kategorieen aus den Ortschaften Holzhausen, Kloppenheim, Nieder-Rosbach, Nieder

Das Großherzogliche Bezirks-Commando Friedberg.

Roemheld.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Militärdienstnachrichten. v. Windheim, Prem.⸗Lieut. vom 1. Gr. Drag.⸗Rgt.(Garde⸗Drag.⸗Rgt.) Nr. 23, unter Stellung à la suite dieses Rgts., als Adjutant zur 31. Kav. Brig. kommandirt; Wilhelmy, Sek.⸗Lieut. von dems. Rgt., zum Prem. ⸗Lieut., v. Klitzing,

Major und Chef des Generalstabes des XI. Armeecorps, zum Oberst⸗Lieut. befördert; Erbprinz Leopold zu

Isenburg⸗Birstein, in der Armee, und zwar als Sek. Leut. à la suite des Westfäl. Kür.⸗Rgts. Nr. 4, mit Vorbehalt der Patentirung angestellt; Dr. Schmidt, Assistenz⸗ Arzt 2. Kl. der Reserve vom 1. Bat.(Mainz) 4. Gr. Landw.⸗Rgts. Nr. 118, zum Assistenz⸗Arzt 1. Kl. der Reserve befördert; v. Schmeeling, Generalmajor und Kommandant von Mainz, zu den Offieteren von der Armee versetzt.

Am 1. April wurde Finanzaspirant Roth ermel zu Darmstadt zum Oekonomen am Gefäng nisse und Provinzial⸗Arresthause daselbst ernannt.

Berlin. Die Verhandlungen wegen des von Lüderitz erworbenen Colonial-Besitzes in Südwest⸗Afrika sind nun soweit gefördert, daß bereits am 4. d. M. der Vertrag mit Lüderitz abgeschlossen werden konnte, wonach derselbe alle seine Rechte an die Delegirten eines deutschen Consortiums abtritt.

Ein Schreiben des Fürsten Bismarck, datirt Schönhausen, vom 7. April lautet: Nach dem ich den Besitz des vollen ehemaligen Erbes meiner Väter hier in Schönhausen habe an treten können, drängt es mich, allen Denen, welche dazu mitgewirkt, daß dieser seit vielen Jahren gehegte Wunsch erfüllt wurde, nochmals von Herzen zu danken.

Die commissarischen Verhandlungen wegen Einleitung des Zollanschlusses von Altoua haben jetzt begonnen. In unterrichteten Kreisen glaubt man nicht, daß noch in dieser Session eine Vorlage an den Reichstag gelangen wird.

Zu den Schriftstücken, welche dem Reichs⸗ tage nach den Ferien zugehen sollen, gehört in erster Linie ein umfangreicher Bericht über die Impffrage. Es handelt sich um die Beschlüsse der Impf⸗Commission und um die Verhandlung, welche den Beschlüssen voraufgegangen sind.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Mi⸗ nister-Conferenz beschloß, die Zollnovelle bis zum Herbst zu vertagen. Belgien. Antwerpen. Die hiesige deutsche

Colonie bemüht sich ebenfalls, daß die projectirte

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Dampferlinuie Antwerpen auf der Ein- und Aus⸗ reise berühren möge, und hat sich zu dem Zwecke ein Comité constituirt, welches eine Petition für den Fuͤrsten Reichskanzler ausgearbeitet hat, behufs deren Ueberreichung einige Delegirte nach Berlin entsandt worden sind.

Frankreich. Paris, 7. April. Die in der Kammer vom Konseilpräsidenten Brisson verlesene Erklärung bezeichnet als Aufgabe des Cabinets die Herstellung der Versöhnung und Eintracht in der Konzentrierung aller freien natürlichen republikanischen Kräfte. Von China werde man Achtung der Rechte Frankreichs sowohl der vertragsmäßigen wie der aus der Konvention vom 11. Mai 1884 hervorgehenden verlangen und es wenn möglich durch Ver handlungen nöthigen, andernfalls auch durch Waffengewalt. Die äußeren Fragen werden das Cabinet nicht gleichgültig lassen, doch soll stets die Erwägung maßgebend sein, ob ein direktes überwiegendes Interesse Frankreichs in Frage steht.

8. April. In der Finanzcommission er⸗ wiederte Freycinet auf eine Anfrage, es hätten allerdings Friedenspräliminarien stattgefunden, aber bevor er den Unterhandlungen weitere Folge geben könne, wollte er die Meinung der chinesischen Regierung erfahren; er habe daher heute nach Peking telegraphirt und werde er den Frieden als abgeschlossen erst nach Eintreffen der Antwort der chinesischen Regierung bezeichnen können.

Eine Depesche desStandard, welche den Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Russen und Afghanen meldet, erregt große Sensation Andererseits wird versichert, daß eine Inter vention des deutschen Kaisers eintreten werde.

9. April. Eine Depesche General Briere's meldet: Die reguläre chinesische Avantgarde griff die vorgeschobenen französischen Truppen in der Richtung von Honghoa an. Die Chinesen wurden zurückgeworfen. Nach glücklich über⸗ standener Ministerkrise und nachdem sie noch die frohe Kunde von dem Zustandekommen des Präliminarfriedens mit China vernommen, haben sich die französischen Kammern bis 4. Mai vertagt. Die Annahme der Friedenspräliminarien wird durch ein Telegramm aus Peking bestätigt.

Großbritannien. London, 8. April. Das Kriegsministerium erhielt eine Depesche

aus Handub, wonach Handub heute morgen von den englischen Detachements widerstandslos besetzt worden sei.

8. April. DerStandard veröffent⸗ licht eine Depesche, wonach am Murghabflusse ein Zusammenstoß zwischen russischen und afghani⸗ schen Vortruppen stattgefunden habe und auf beiden Seiten 500 Mann gefallen seien. Aus dem Telegramm sei uicht ersichtlich, ob die Russen oder die Afghanen gesiegt hätten, doch sei aus dem Ursprung des Telegramms zu muthmaßen, daß die Russen im Nachtheil ge blieben seien.

9 April. Eine der Regierung gestern zugegangene Depesche Sir Lumsden's meldet den Angriff einer größeren russischen Streitmacht auf Pendjeh.

Italien. Rom. Dem Quästor von Rom ist es gelegentlich einer Haussuchung gelungen, einer weitverzweigten republikanischen Verschwör⸗ ung auf die Spur zu kommen.

Rußland. Petersburg, 9. April. Wie derRegierungsbote meldet, berichtet General Komaroff, daß er in Folge provocirender feind⸗ licher Actionen der Afghanen genöthigt gewesen sei, am 18. März die befestigten Positionen derselben an den beiden Ufern des Kuschfflusses anzugreifen. Das Afghanen-Detachement von 4000 Mann und 8 Geschützen wurde geschlagen und zerstreut. Dasselbe verlor gegen 500 Todte, die gesammte Artillerie, zwei Fahnen und das ganze Lager mit Fahrpark und Vorräthen. Russischerseits ist ein Offizier todt und 3 ver⸗ wundet, außerdem wurden noch 10 Mann ge tödtet und 27 verwundet. Nach dem Kampf ging Komaroff über den Kuschk-Fluß in seine früheren Positionen zurück. Englische Offiziere wohnten dem Kampfe als Augenzeugen bei; die⸗ selben erbaten bei der Flucht der Afghanen russischen Schutz, wurden jedoch auf der Flucht der Afghanen mit fortgerissen.

Egypten. Kairo. Die russischen Transport⸗ dampferOstroma undPetersburg, welche in den Canal eingelaufen waren, erhielten Befehl, nach Odessa zurückzukehren.

Amerika. Chicago. Das hiesige Haupt⸗ quartier der irischen Fenier entfaltet eine fieber⸗ hafte, wenn auch geheimnißvolle Thätigkeit, die

unzweifelhaft mit dem Aufruhr in Manitoba

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