Ausgabe 
10.3.1885
 
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1885.

Dienstag den 0. März.

V 30.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag,

Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

2

*

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Verwendung der Polizeistrafdritttheile zur Remunerirung des Aufsichtspersonals.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Sn.. N 0 92 1 70 1 Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung rubricirten Betreffs vom 28. Januar el.

85 6 8 5 3* Nummer noch im Rückstande sind, werden hieran erinnert mit Frist von 24 Stunden.

Betreffend: Nemunerirung des Feldschutzpersenals.

Friedberg am 7. März 1885. J. Amtsblatt ohne

Dr. Braden.

Friedberg am 7. März 1885.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung rubricirten Betreffs vom

5 l 5 5* 2 Nummer noch im Rückstande sind, werden hieran erinnert mit Frist von 24 Stunden.

Betreffend: Die Abschätzung von Brandschäden, hier

die Räumung der Brandstätten.

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J. Amtsblatt Dr. Braden.

28.

Januar l. ohne

Friedberg am 5. März 1885.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Es ist uns die Mittheilung gemacht worden, daß den Bestimmungen des§ 29 der Brand-Assecurationserdnung Indem wir Sie auf die diesbezüglichen Bestimmungen aufmerksam machen, empfehlen wir Ihnen insbesondere beim Vor

nachgekommen wird.

vom Jahre 1816 nicht

kommen von Bränden für die Folze nicht allein für gründliche Abräumung der Brandstätten, sondern weiter auch dafür Sorge zu tragen, daß die geretteten Baumaterialien in Sicherheit gebracht und der Art in leicht übersichtlicher Weise aufbewahrt werden, daß eine Trennung der noch

brauchbaren von den unbrauchbaren stattfindet und eine richtige Veranschlagung der ersteren ohne Schwierigkeit stattfinden kann.

Dr. Braden.

Betreffend: Die Bildung der Schulvorstände, ins besondere Verpflichtung der neugewählten Mitglieder.

Die Großh. Kreisschulcommission Friedberg an die Herren Vorsitzenden in den Schulvorständen des Kreises. )* 7 ö

Wir bringen hiermit zu Ihrer Kenntniß, daß die in Folge der im vorigen Jahre stattgefundenen Ortsvorstan J. im Oberhessischen Anzeiger Nr. 29 und 111 von 1884) von dem

Ausschreiben in betreffender Sache vom.

0 März und 16. September v. Gemeinderathe Ihrer Gemeinde vorgenommenen Ersatzwahlen von uns nicht beanstandet worden sind sein sollte, die Verpflichtung der neuen Schulvorstandsmitglieder durch Sie in unserem Auftrage zu erfolgen hat.

Friedberg am 6. März 1885.

Nan

dswahlen(bezw. unserer

und daß also, won es noch nicht geschehen Sie wollen darum nicht blos

die aus der Mitte des Gemeinderaths und für verstorbene, oder sonstwie ausgetretene Mitglieder neugewählten Schulvorsteher, sondern auch die bei der letzten Wahl als Bürgermeister in den Schulvorstand eingetretenen Mitglieder in Verpflichtung nehmen und das Protokoll hierüber

berichtlich einsenden.

Die Verpflichtung hat auf Grund der s. Z. allgemein bekannt gegebenen Verpflichtungsformel zu geschehen, zu welcher sich

auch der Vorsitzende, wenn er als Bürgermeister in den Schulvorstand eingetreten sein sollte, durch ein besonderes Protokoll zu bekennen hat. Binnen 10 Tagen erwarten wir Ihre deßfallsigen Berichte.

Ausschreiben.

Dr. Braden.

8 Nau, Konrad, Sohn der Anna Elise Nau, geboren am 11. Januar 1861 zu Haarhausen, zuletzt wohnhaft in Groß-Eichen, ledig, ist auf Grund richterlichen Haftbefehls wegen Betrugs festzunehmen und Großherzoglichem Amtsgericht Butzbach vorzuführen.

Friedberg am 6. März 1885.

Der Großherzogliche Amtsanwalt. Wagner

Deutsches Reich.

Darmstadt. Wie die Darmst. Zeitung hört, werden die Königin Victoria und die Prin zessin Beatrice von England am 1. April zum Besuch des Großherzoglichen Hauses dahier eintreffen.

Darmstadt, 6. März. In der zweiten Kammer erklärte die Regierung, daß die unter ihrer Mitwirkung in Eisenach stattgehabte Conferenz über die Verhältnisse der Hessischen Ludwigsbahn die Basis für eine hoffentlich befriedigende Lösung des Confliets geschaffen habe; deß fallsige Verhandlungen seien noch im Gange, weßhalb die preußische Staatsbahn von weiteren für den 1. Aprtl in Aussicht genommenen Maßregeln vorerst Abstand ge nommen habe. Sodann fuhr die Kammer in der Budget berathung bei dem Einnahmebudget fort, bei welchem hin sichtlich der Badeanstalt Vad-Nauheim von Weith, Tecklenburg, Voibt, Osann und Wolfskehl betont wurde, daß das erfreuliche Aufblühen des Bades die Aufwendung größerer Mittel und eine freiere Bewegung der Bapedirection erheische, Erwägungen, welche dazu führten, daß man den Dispositionsfonds von 6000 auf 8000 M. erhöhte. Ferner stand die Weinsteuerangeletzen heilt auf der Tages ordnung und legte Ministertalrath Müller in sehr eingehender Rede den von der Regier ung vertretenen Standpunkt dar. Hiernach ist die Steuer absolut beizubehalten. In der Nachmittagssitzung be antwortete Ministeralpräsident Finger zunächst die Inter pellation des Abgeordneten Tecklenburg in Betreff der Beitreibung der Ausstände der Spar- und Leihkassen und führte aus, daß die Idee der Interpellanten, die frag liche Beitreibung auf dem Verwaltungsweg zu verfügen, unzulässig sel, was Tecklenburg sehr bedauerte. 7. März. Heute wurde, dem Antrag der Mehrheit des Ausschusses entsprechend, als Ertrag der Weinsteuer die Summe von 280,000 Mk. in's Budget eingestellt, damit! also die Forterhebung der Steuer mit allen gegen Stimmen genehmigt, welter wurde der Antrag der Mehrbelt des Ausschusses, die Frage der Besteuerung

der Welneinlagen von Privaten in Erwägung zu ziehen

*

und im Falle flch eine solche ohne Wiedereinführung einer allgemeinen Bezettelung durchführen läßt, ent sprechende Vorlage zu machen, mit 26 gegen 13 Stimmen angenommen. Hierauf trat man in die Berathung des außerordentlichen Budgets, genehmigte zunächst nach kurzer Debatte den mit Preußen und Hessen abgeschlossenen Staatsvertrag wegen Regultrung der Rheinstrecke zwischen Mainz und Bingen, bewilligte den dafür angeforderten Credit von 467,262 M., nahm sodann den von Wolfs kehl gestellten Antrag an, wonach die Regierung ermächtigt wird, die nothwendig werdenden Anlehen auch zu einem geringeren Zinsfuß wie 4 pCt. zu plaeiren. wurden, außer einigen Verwilligungen, 14,500 M. für Erweiterung des oberhessischen Bahnhofs in Gießen ver willigt. Hiermit war vorläufig das ganze Budget er ledigt und vertagte sich die Kammer auf 8 Tage. Berlin, 6. März. Reichstag. Dritte Berathung des Etats des Reichsschatzamts, wozu der bimetallistische Antrag Schorlemer-Kardorff vorliegt. Der Reichstag lehnte den Antrag auf Einführung der Doppelwährung ab. Der Rest des Etats des Reichsschatzamts, ebenso wie die Etats des Reichselsenbahnamts, der Reichsschuld, des Rechnungshofes, des allgemeinen Pensionsfonds und des Reichsinvalldenfonds werden ohne Debatte ange nommen. Damit ist die dritte Berathung des Ordina riums erledigt. 7. März. Die Novelle zum Reichs militärgesetz wird in dritter Berathung definitiv ange nommen, die Novelle betrifft die Zusammensetzung der

mit den ständigen Geschäften der Heeresergänzung ben

trauten Behörden. In der Fortsetzung der dritten Budget berathung wird der ganze Rest aller Extrabedinaxten angenommen. Die Berathung der Einnahme beginnt mit dem Titel 1 des Etats der Zölle, Verbrauchssteuern und Aversen, und zwar bei den Zöllen. Diese, sowie der Rest des Etats wird angenommen. Durch die Aenderungen in dritter Lesung haben sich dle Ausgaben um 109,500 M., die Einnahmen um 300 M. vermehrt. Die Matrieularbelträge werden also in der Höhe von M. 122,061,712 erhoben werden. Das Etatsgesetz wird in der so e Form gegen die Stimmen der

Ferner

Socialdemokraten definitiv ebenso das Anleihegesetz.

DieNordd. Allg. Ztg. sagt, gegenüber der Meldung mehrerer Blätter, die Reise des Grafen Bismarck habe den Zweck einen Aus gleich zwischen England und Rußland in der afghanischen Frage anzubahnen, wir können versichern, daß die afghanische Frage mit der Reise des Grafen Bismarck in gar keinem Zu sammenhange steht; die zwischen Rußland und England schwebenden Differenzen sind keineswegs so zugespitzt, daß für eine dritte Macht eine Veranlassung vorliegen könnte, ihre guten Dienste anzubieten.

angenommen,

Kiel, 7. März Eine Cabinetsordre be siehlt die Judienststellung von 21 Panzer- und Schulschiffen und 15 Torpedobooten behufs

Uebungen. Ein großes Geschwader tritt Anfangs August zusammen. Caprivistrifft morgen hier ein. Leipzig, 7. März. In dem Landesver rathsprozeß gegen Jaussens und Knipper wurde Ersterer wegen Landesverraths und Verleitung von deutschen Unteroffizieren zur Verletzung des Dienstgeheimnisses zu achtjährigem Zuchthaus verurtheilt. Kuipper wurde freigesprochen.

Ausland.

Schweiz. Bern, 5. Marz. Der Eintritt in das Bundespalais ist nach 6 Uhr Abends nur mit einer Ausweiskarte gestattet.

Frankreich. Paris, 6. März. Ein Tele gramm derAgence Havas aus Shanghai von heute bestaͤtigt den Angriff auf Chinhae, welcher