Gesetz, wie es aus der zweiten Lesung hervor— gegangen sei, annehmen.
— 5. Mai. In der heutigen Sitzung des Bundesrathes wurden bei der zweiten Berathung des Entwurfs des Gesetzes wegen Abänderung und Ergänzung des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Strafproceßordnung, sowie des Antrages des sechsten Ausschusses, betreffend den Entwurf des Gesetzes wegen Abänderung der Bestimmungen des Gerichtsverfassungsgesetzes und der Straf— proceßordnung, die Anträge des Ausschusses an— genommen.
— 5. Mai. Der Commandant der„Möwe“ meldet, daß Generalconsul Dr. Nachtigal ge— storben ist. Derselbe wurde am Cap Palmas begraben.
Ausland.
Dänemark. Kopenhagen, 5. Mai. Ein heute erlassenes provisorisches Gesetz verbietet die Einfuhr, die Anschaffung von Waffen und die Einübung in denselben, da, wie es in dem Gesetze heißt, die unbeschränkte Erlaubniß zur An— schaffung von Waffen mißbraucht werden könnte.
Frankreich. Paris, 4. Mai. Deputirten— kammer. Präsident Floquet eröffnet die Sitzung mit einer Ansprache, welche Unparteilichkeit in der Leitung der Geschäfte, Freiheit der Discus— sion, sowie Respectirung der nationalen Sou— veränetät verheißt.
— 5. Mai. Die Deputirtenkammer wählte Delaforge(äußerste Linke) mit 146 Stimmen zum Vicepräsidenten; Develle(Opportunist) er— hielt 129 Stimmen. Das Reglement für das Gesetz, betr. ruckfällige Verbrecher, setzt Guyana als Verbannungsort fest.
— Aus Hanoi wird gemeldet: Der voll— ständige Abmarsch der Chinesen in der Richtung von Langson bestätigt sich. Am rothen Flusse ist seit 5 Tagen die Rückzugsbewegung der Schwarz— flaggen stark bemerkbar.
Großbritannien. London, 4. Mai. Ober— haus. Granville erklärt, die englische und rus— sische Regierung seien übereingekommen, die Pendjeh-Affaire einem befreundeten Souverän zu unterbreiten. Die Unterhandlungen über Absteckung der afghanischen Grenze werden in London sofort wieder aufgenommen. Die Prin— zipien der Grenzfrage werden in London, die Details an Ort und Stelle geregelt.— 5. Mai. Unterhaus. Berathung des Ausschußberichts über den Elf-Million-Credit. Gladstone wies den Vorwurf, die Regierung habe ihre Politik geändert, zurück. Die Regierung sei bemüht, eine Feststellung der Grenze zu erlangen, deren Verletzung aller Welt als eine Vertragsverletzung erscheinen würde. Wenn die geführte Corre— spondenz ergebe, daß der Emir eine weiter vorgeschobene Grenze gar nicht wünsche, wolle man da etwa behaupten, die Regierung solle, wenn nöthig, mit Gewalt Das verlangen, was der Emir selbst nicht wünsche? Der Credit wurde schließlich mit 120 gegen 20 Stimmen bewilligt.
— Die Frage eines Schiedsgerichts zur Beilegung der Affaire bei Pendjeh beherrscht die Lage. Sobald erst nur ein Schiedsrichter erwählt ist, dann kann man ziemlich sicher sein, daß der Conflict friedlich endet. Als Schieds— richter kommt in erster Reihe Kaiser Wilhelm in Betracht. Nur wenn er ablehnt, wird das Schiedsrichteramt dem König von Dänemark, event. dem König von Belgien angeboten.
— 4. Mai. Reuter's Bureau meldet: Laut Befehl der Admiralität wurde der Bau neuer Kriegsschiffe kleinen Modells eingestellt.
—„Pall⸗Mall Gazette“ meldet, daß Eng⸗ land Port Hamilton nicht besetzt habe und auch nicht besetzen werde, da der Friede jetzt gesichert sei.
Spanien. Madrid, 5. Mai. Ungeachtet der Coalition der republikanischen Fractionen mit der Partei Sagasta's und der dynastischen Linken wurden bei den Municipalwahlen in Madrid eine größere Anzahl von Candidaten der Regierungspartei, als irgend einer anderen Partei gewählt. Auch in den Provinzen fielen die Wahlen der ministeriellen Candidaten be—
deutend zahlreicher, als die der Candidaten der übrigen Parteien aus.
Italien. Rom, 4. Mai. Der Senat lehnte den Antrag Rossi's auf Erhöhung des Einfuhr— zolls für Getreide und Reis ab und nahm die Tagesordnung Poßgli's an, wonach der Senat von der freihändlerischen Erklärung der Regier— ung Act nimmt.
Serbien. Nisch, 5. Mai. Die Skupschtina wurde heute geschlossen.
Rußland. Petersburg, 4. Mai. Oberst Zakrjewski vom Stabe des Generals Komaroff trifft morgen mit Berichten über den Zwischen— fall am Kuschkfluß hier ein.
Egypten. Dongola, 3. Mai. Hier ein⸗ gegangene Meldungen bestätigen die Niederlage der Truppen des Mahdi bei Mesalamia, un— weit Sennaar. Es wird hinzugefügt, daß sie große Verluste erlitten. Der Aufstand in Kordofan greift um sich, und infolge der Knappheit an Lebensmitteln herrscht dort großer Nothstand.
Asien. Tiflis, 4. Mai. In Etschiadzin wurde gestern der Erzbischof Muradian zum Katholikos der armenischen Kirche gewählt.
Amerika. Panama, 4. Mai. Der Be⸗ fehlshaber der Truppen von Columbia ließ Aiz— pura und die anderen Anführer der Aufständischen verhaften, weil dieselben nicht die Bedingungen bezüglich der Ablieferung der Waffen erfüllten.
Aus Stadt und Land.
Laubach. Am 30. April trafen hier Ministertal— präsident Weber, Ministerialrath Horst und Kreisbau— meister Pfarrer ein, um von hier aus theils zu Wagen, theils zu Fuß die von Laubach nach Hungen projectirte Bahnlinie zu bereisen.— Wie der„G. A.“ vernimmt, besichtigten genannte Herren am 1. Mai die Linien Nidda— Schotten und Gedern-Stockheim. Eine definitive Fest— stellung der Linie Laubach-Hungen ist nun in Kürze zu erwarten.
Allerlei.
Bremen, 4. Mai. Die Rettungsstatlon Binz der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger tele— graphirt: Am 3. Mai wurden von der deutschen Scha— luppe„Marie“, Capitän Ramm, welche bei Binz(Rügen) strandete, 2 Personen durch das Rettungsboot„Dr. Schu— macher“, Station Binz, gerettet.
Paris, 4. Mai. Alle großen Kleidermagazine am Boulevard sind geschlossen, da die Arbeitgeber den Ge— sellen wegen ihrer übermäßigen Forderungen gekündigt haben.
Die Wichtigkeit des Wassers als diätetisches Mittel.
Wenige Personen vermögen die Thatsache gehörig zu würdigen, daß, nach den besten Schätzungen Wasser im normalen menschlichen Körper beiläufig 70 Prozent des ganzen Ge— wichtes desselben bildet. Dieses Wasser wird aber demselben hauptsächlich von außen zugeführt. Es wird nicht allein den verschiedenen Getränken entnommen, sondern bildet auch einen reichlichen Bestandtheil der verschiedenen Nahrungsmittel. Wasser ist ausnahmslos in allen Geweben und Flüssigkeiten des Körpers zugegen. Es ist reichlich im Blut und allen anderen Absonder— ungen vorhanden, wo es unentbehrlich ist, um ihnen die zur Vollziehung ihrer Funktionen nothwendige Flüssigkeit zu geben. Wasser bildet auch einen Antheil der festen Bestandtheile, der Muskeln, Sehnen, Knorbel, Knochen, Zähne, der Drüsen, der Haut ꝛc. Deßhalb, wenn das Wasser der Haut, der Muskeln ꝛc. verflüchtigt ist, so werden sie gelb, schrumpfen ein und werden untauglich zur Vollziehung ihrer Funktionen. Wasser nimmt an allen Lebensthätigkeiten des Körpers, hauptsächlich durch seine physikalischen Eigenschaften, Antheil. Es ist das allgemeine Lösungsmittel für alle Bestandtheile der thieri— schen Flüssigkeiten, indem es sie entweder durch seine direkte auflösende Kraft, oder mit Hilfe anderer Bestandtheile, welche ebenfalls löslich sind, in Lösung erhält. Auf diese Weise setzt es die nährenden Stoffe der Nahrungsmittel in den Stand, ihren Weg in den Kreislauf zu finden und die Substanz der festen Organe zu durchdringen. Es vermittelt ferner auch die Erscheinungen der Aufsaugung und Ausscheidung, sowie alle jene Funktionen, welche mit der Er—
sind. Der Hauptbestandtheil des eingenommenen Wassers geht nicht einfach durch den Darmkanal, sondern wird von den Schleimhäuten auf— genommen und tritt
außerdem dem Organismus schädlich werden könnten. Bei Erwägung dieser Thatsachen läßt sich leicht begreifen, daß die ungenügende Dar— reichung von Wasser allerlei, wenn auch anfangs oft unmerkliche Funktionsstörungen im Körper hervorrufen kann, wie Stuhlstopfung, rothen Urin, trockene und gelbe Haut, kalte Füße ꝛc. Wo das nothwendige Maß von Flüssigkeit fehlt, gehen alle Verrichtungen des Körpers langsamer und schwieriger von statten. Manche Beschwerden von Unverdaulichkeit sind dem Mangel an Wasser zuzuschreiben. Manche Fälle von Verstopfung könnten geheilt werden, wenn man Morgens nüchtern und zwischen den Mahlzeiten ein Glas Wasser nehmen wollte. Manche Fälle von Reizung der Harnwege könnten erleichtert werden, wenn man den Urin flüssiger und dadurch zu— gleich milder machte. Manche Fälle von Kopf— weh könnten durch Vermehrung der Flüssigkeit des Blutes gebessert, mancher Fall von Herz— klopfen gemildert werden. Manche Fälle von Rückenmarksreizung und Nervenschwäche sind einem Mangel der Qualität und Quantität des Blutes zuzuschreiben, das circa 80 Proc. Wasser enthält. Magere, trockene Personen sollten ganz besonders auf diese Verhältnisse Rücksicht nehmen. Ich verordne gewöhnlich ½ bis ½ M Liter frisches Wasser, das viermal des Tags zu nehmen ist, nämlich: 1) früh nüchtern; 2) um 10 Uhr; 3) um 4 Uhr nachmittags und 4) vor dem Niederlegen. Wenn die Engeweide zur Ver— stopfung neigen, so lasse ich dem ersten Glase früh eine Prise Kochsalz zusetzen, bis die anderen Veränderungen in der Diät das Salz über— flüssig machen. Ich verbiete kaltes Wasser während der Mahlzeiten zu nehmen aus dem einfachen Grunde, weil zu dieser Zeit der Magen in seiner größten Thätigkeit ist, und Kälte die Temperatur desselben herabsetzt, die Verdauung verlangsamt und zur Erzeugung von Gasen Veranlassung gibt. Warme Fluͤssigkeiten er⸗ leichtern die Auflösung der Speisen und be— schleunigen deren Assimilation. Bei veralteter Vedauungsschwäche, wo die Speisen stundenlang im Magen liegen bleiben, habe ich gefunden, daß ein Glas gut warmes Wasser, eine Stunde nach dem Essen getrunken, den Magen wieder stimulirt, und ihn in den Stand setzt, seine Arbeiten zu vollenden. Es führt auch die Speisen tiefer hinunter in den Darmkanal und erleichtert so den Magen, indem es einen Theil seiner Thätigkeit auf den Darm abwälzt.
Verloosungen.
Bayer. 100 Thlr.⸗Loose vom Jahre 1866. Ziehung am 1. Mat. Auszahlung am 1. Juni 1885. Hauptpreise: Nr. 14556 300,000 M. Nr. 26383 36,000 M. Nr. 121188 18,000 M. Nr. 60622 4800 M. Nr. 25363 42125 91979 129592 à 2400 M. Nr. 25358 48555 60644 68734 85129 102303 136506 189180 à 1200 M. Nr. 4010 4014 4357 6376 6382 6505 6533 6541 14570 16265 17032 17050 18649 26362 26389 26390 42118 45144 45147 48558 48584 49263 49277 49770 49779 52398 53136 57306 62931 68702 70526 70545 74855 84511 85108 91271 91276 91956 96853 96897 102305 102329 102330 106077 106079 110913 110934 111776 111792 111793 115321 115411 115551 115584 116013 119235 121182 127735 129587 133235 139164 139173 150864 150871 à 600 M.
Oesterr. 500 fl.⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 1. Mai. Auszahlung am 1. August 1885. Außer den bereits mitgetheilten Hauptpreisen wurden noch folgende Nummern mit je 5000 fl. gezogen: S. 920 Nr. 15, S. 2094 Nr. 4, S. 4719 Nr, 17, S. 5398 Nr. 15, S. 5503 Nr. 2, S. 7548 Nr. 4, S. 7726 Nr. 15, S. 8408 Nr. 11, S. 10134 Nr. 8, S. 12494 Nr. 1, S. 12728 Nr. 14, S. 15829 Nr. 5, S. 18005 Nr. 15, S. 19488 Nr. 14, S. 19668 Nr. 12. Bukarester 20 Fr.⸗Loose vom Jahre 1869. Ziehung am 1. Mai. Auszahlung am 5. Sept. 1885. Gezogene Serien: Nr. 1 68 278 309 469 548 628 666 688 777 821 931 1062 1122 1132 1266 1392 1478
nährung des thierischen Organismus verknüpft
1609 1616 1690 1837 2024 2026 2037 2064 2192 2254 2282 2353 2419 2613 2787 2850 2983 2986
in den Kreislauf über. Wenn es dann zuletzt im Harn und Stuhl, in“ den Ausdünstungen der Haut und der Lunge abgesondert wird, so fuhrt es allerlei Ausscheid⸗ ungen und verbrauchte Stoffe mit sich, welche
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