in demselben erschienen waren.
Der Vorstand des Taunuseclubs macht sich gerne diese Idee zu eigen und wird in Kürze mit der Samm— lung freiwilliger Beiträge zum Besten des Thurmbaues beginnen. Er hat die feste Zuversicht, daß die Be⸗ wohner Friedbergs und Nauheims nicht zurückstehen werden hinter denen anderer Städte, welche in ihrer Umgebung die Zeichen edlen Sinnes und guten Ge— schmacks opferwillig mehren und damit die Sympathie und Anerkennung aller Derer gewinnen, welche ihre Gegend besuchen.
Im Anschluß hieran machen wir einstweilen auf die in den ersten Tagen stattfindende Generalversammlung des Taunuselubs aufmerksam. Das Nähere wird im Inseratentheil demnächst bekannt gemacht werden.
Theater. (Eingesandt.)
Friedberg. Daß die Direetion unserer„Hanauer Künstler“ uns gleich bei der Eröffnungsvorstellung eine der interessantesten Novitäten bringt, verdient entschieden große Anerkennung, denn nach Allem, was man von „Reif⸗Reiflingen“ gehört, hat das Stück überall dieselben glänzenden Erfolge erztelt wie„Krieg im Frieden“. So lesen wir in den„Hamb. Nachr.“: „Es ist bewundernswerth, wie der Autor die kleine Hand— lung durch 5 Akten amüsant auszuspinnen wußte, ohne das Publikum zu ermüden; die komtschen Situationen, der muntere Dialog und was besonders hervorzuheben ist, der heitere, liebenswürdige Ton, der in dem Ganzen waltet, verbreiten in dem Auditorium die behaglichste Stimmung und sind wir dem Autor dankbar für die heiteren Stunden, die er uns in harmloser, liebenswür— diger Unterhaltung bereitet. Der große Erfolg, den „Krieg im Frieden“ errungen, hat Moser ermuntert, eine Fortsetzung zu liefern. Die überaus wirksame Figur des schneidigen Lieutenants„Reif v. Reiflingen“ war sehr geeignet zu einer weiteren Ausarbeitung, um so mehr, da dessen Liebesbewerbungen in dem ersten Stücke keinen Abschluß gefunden. Bekanntlich führte sein Freund „Kurt v. Folgen“ das von„Reif v. Reiflingen“ geliebte Mädchen als Frau heim und der Letztere tröstete sich damit:„Unter Kameraden ist das ganz egal!“ Dem Autor war es nur darum zu thun, den liebens— würdigen Lieutenant und großen Damenverehrer in den heiligen Stand der Ehe zu bringen und dies gelingt ihm auch in dem zweiten Stück nach verschiedenen Hinder— nissen vollkommen.“ Die Hanauer Gesellschaft führt sich mit diesem Stücke auf's Vortheilhafteste ein. Da es begreiflicherweise wünschenswerth ist, daß dem Unter— nehmen absolute Stcherheit möglichst garantirt ist, so möchten wir unser kunstliebendes Publikum nochmals zu recht zahlreicher Betheiligung beim Abonnement auf— fordern. Wie in den vorhergehenden Jahren werden auch diesmal neben Passe-partout-Karten,(lautend auf eine bestimmte Nummer im Sperrsitz und gültig für zwölf Abonnementsvorstellungen), Dutzendkarten für den ersten wie für den zweiten Platz ausgegeben, die wegen ihrer praktischen Verwendbarkeit— sie können bei jeder Vor— stellung in beliebiger Anzahl benützt werden— und wegen ihres billigen Preises sparsamen Familtenvätern besonders zu empfehlen sind.
Literarisches.
Daheim Nr. 24 und 25 enthalten: Zum 22. März 1883. Gedicht von E. Ebel.— Margaretha.(Schluß) — Der Kaiser im Gottes hause, Illustr.— Im Hirsch— grund.(Schluß.)— Aus der Kanzlei der deutschen Katser. Von Dr. F. Leist.— Uto mit dem Tüchlein Von B. Rogge.— Vor dem Kaiser! Von H. Vogt. Mit Illustr. Praktische Wohlthätigkeit in London. III. und IV. Deutsche Wohlthätigkeits-Anstalten in Lon— don. Das deutsche Hospital. Die Wasch-Anstalt zu Nine⸗Elms. Von L. v. Ompteda.— Ostergesang. Ge— dicht von R. Kögel.— Zwei Vettern.(Forts.)— Im Ostergottesdienst. Bild von O. A. Wergeland.— Das Osterspiel in Italien. Ein Rest vom geistlichen Drama des Mittelalters. Von Th. Trede.— Ein altchristliches Osterbild. Mit Illustr.— Die Grabeskirche des Herrn in Rußland. Reiseskizze von H. Dalton.— Die Veronika— legende und die Christusbilder. Von V. Schultze.— Ein Osterspaziergang. Bild von Th. Pöckh.— Am Familien— tische: Die Tischgabel in Europa.— Eine italienische Wahlkandidatengeschichte.— Ein deutsches Staatshand— buch für Jedermann.— Rechtsrath. Haus wirthschaftl. Fortschritte. Mit Illustr.— Mit fünf illustr. Beilagen
In dem reich illustrirten Werke:„Unser deutsches Land und Volk. Vaterländische Bilder aus Natur Geschichte ze. zꝛc. des deutschen Reichs von Klöden und Oberländer, Leipzig bei Otto Spamer, 1882“ steht im 5. Bande eine Beurtheilung der in Wetterauer Mund— art verfaßten Gedichte des„Friedrich von Trais“ welche wir den Lesern unseres Blattes nicht glauben vorenthalten zu sollen, da diese Gedichte ihrer Zeit alle
n einem Aufsatze: „Die Wasserschelde zwischen A Meer e wir nämlich Seite 298 des genannten Bandes jenes Werkes:„Auch hat das Sprachidiom, ähnlich wie das norddeutsche Platt in Fritz Reuter, so in Prof. Weigand und Friedrich von Trais seine gemüthstiefen und humo⸗ ristischen Volksdichter gefunden. Die frischen Wetterauer Mädchen mit all dem Zauber natürlicher Anmuth und ländlicher Romantik, sei es in Dorfldyllen oder ächtem Volkslied, lachen uns in zahlreichen Dichtungen entgegen.“ S. 299 heißt es dann weiter:„Von neueren Dichtungen zeichnen sich besonders die Friedrich's von Trais aus meistens im„Unterhaltungsblatt des Oberhessischen An⸗
zeigers“ abgedruckt, durch ihre frische Natürlichkeit und ihren volksthümlichen Humor. Wir können es uns nicht versagen, wenigstens eine kleine Probe zu geben.(Folgt Auszug aus dem Gedichte„Ziehnärwet“.) Voll ächten Volkshumors ist auch„Der Gang auf den Markt“;„Das Erstemal auf der Eisenbahn“;„Wie's im Winter her⸗ geht“;„Der Gang zur Kirmes“ u. s. w. Welch innige Herzenstöne der Dichter in diesem gemüthvollen Dialekte anzuschlagen versteht, davon giebt:„Es hat nicht sollen sein“ glänzendes Zeugniß.
Brodpreise vom 1. bis 16 April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach
unverändert.
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim und Butzbach unverändert. In Bad⸗Nauheim kostet das ½ Kilo Kalbfleisch 56 Pf.
Oeffentliche Aufforderung.
Am 20. l. Mts. wurde in der Nähe von Dortel— weil die Leiche eines unbekannten, offenbar dem Arbeiter- stande angehört habenden Mannes gefunden. Der Ver— storbene mag im Alter von 50— 60 Jahren gestanden haben und war bekleidet mit altem, blauem Kittel, schwarz— grauer Tuchhose und desgl. Weste, einem Paar ledernen Schuhen, wollenem Unterkamisol und alten, braunen Strümpfen. Er hatte braunes, grauuntermischtes Haupt— haar, blaugraue Augen, ziemlich gut erhaltene Zähne, kleinen Backenbart und sonst glattrasirtes Gesicht.
In der Nähe der Leiche, welche eine Länge von 1½¼ Meter hatte, lag ein Säckchen mit folgenden Gegen— ständen:
a. einem alten, blauen Kittel,
b. einer alten, baumwollenen, gewürfelten Hose,
c. einem braungestreiften, baumwollenen Hemde,
d. einem deseeten katholischen Gesangbauche.
In der Westentasche des Verstorbenen fanden sich 25 einzelne Pfennige.
Alle Dlejenigen, welche über die Persönlichkeit des Verstorbenen Auskunft zu geben vermögen, werden er— sucht, sich bei Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel, der Großherzoglichen Bürgermeisterei Dortelweil, oder der unterzeichneten Behörde zu melden.
Gießen den 29. März 18838. 12⁴4 Großherzogliche Staatsanwaltschaft.
Bekanntmachung.
Montag den 2. April, Vormittags 10½ Uhr, soll das Ausfüllen des seitherigen langen Weihers und Planiren des ehemalig Meyer'schen Besoldungsstückes neben demselben in Abtheilungen an die Wenigstnehmen— den auf Ort und Stelle in Accord gegeben werden.
Die Zusammenkunft ist nächst der Seemühle.
Der Kostenüberschlag der ganzen Arbeiten beträgt 1047 M. 78 Pf. und kann bei unterzeichneter Stelle eingesehen werden.
Friedberg den 29. März 1883.
Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J.
1251 Steinh auß er, Beigeordneter.
2 Holz⸗Versteigerung. 1232 Freitag den 6. April er., Vormittags 10 uhr sollen im Butzbacher Stadtwald, Distriet Jungwald, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden:
7 Eichen⸗Stämme 2 Cubikmeter Inhalt Nadel!!!“ 1,31 1 202„ V Derbstangeu 8,61 1 5 1975„ Reisstangen 10,30 5 (worunter sehr viel Bohnenstangen) 13 Raummeter buchen, eichen und nadel Knüppel 385 Stück 5 15 1„ Wellen 7 Raummeter„ Stöcke sodann von Nachmittags 2 Uhr ab im Distriet Sommerberg: 93 Raummeter buchen, eichen und nadel Scheiter,
*
1
*. 77
11„„ 5* 5 Knüppel,
800„„ 1 0„ Wellen, 10 10„ Erbsenreiser,
227 5„ eichen und nadel Stöcke, 13 Eichen⸗-Stämme, 2,85 obm. Inhalt, 9 Nadel⸗ 5 1 15 2 Birken 8 9 5
und 1 Eichen-, 1 Nadel-Derbstange 0,17„ 5
Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz
im Distrlet Jungwald zuerst zum Ausgebot kommt, da—
gegen im Distriet Sommerberg abgewechselt wird. Zu—
sammenkunft Vormittags auf der Grube„Johanna.“
Nachmittags in der Hauptschneise am Pflanzgarten. Butzbach, 28. März 1883.
Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel.
Für Bienenzüchter empfehle retnen geschleuderten Honig sowie Kunstwaben. 1055 J. Baumeister.
bin feels, Zimmer hat zu vermlethen
möblirtes Ernst Hanstein, 1217 Haagkstraße.
ee
Holzversteigerung in den Gräflich Solms⸗Nödelheim⸗
schen Waldungen.
Im Revier Wickstadt, Distrikt Hasenzahl, sollen ver⸗ steigert werden: Montag den 2. April, Morgens 9 Uhr:
Durchmesser und 4— 12 Meter Länge mit 32 Fest⸗ meter Inhalt,
19 Stück Lärchen⸗Stangen von 10— 12 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge mit 1,71 Fest⸗ meter Inhalt,
76 Raummeter Buchen-Scheitholz,
8 5 Eichen⸗Scheitholz,
36 1 Buchen⸗Prügelholz,
54 5 Eichen ⸗Prügelholz, dabei 6 Raum⸗ meter 2½ Meter lang, zu Garten⸗ pfählen geeignet,
60 17 Buchen-Stockbolz,
70 5 Eichen⸗Stockholz,
300 5 Buchen- und Eichen-Reisholz.
Zusammenkunft im Distrikt Hasenzahl, am Eingang
des Waldes, zunächst Wickstadt. Wickstadt den 27. März 1883. Der Gräfliche Revierförster 1193 Hab ich.
Kapital Aufnahme.
Die Gemeinde Ockstadt beabsichtigt, eirea 50,000 M. zu 4¼0/% Zinsen zur Erbauung eines neuen Schulhauses und Anlegung von neuen Ortsstraßen anzuleihen.
Die hierauf reflektirenden Kapitalisten werden ersucht, uns ihre deßfallsigen Offerten bis längstens den 10. April k. Mts. zukommen lassen zu wollen.
Ockstadt am 27. März 1883.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt. Dienst.
Holzversteigerung
1234 Mittwoch den 4. April d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Langenbainer Gemeindewald, District Filzhard folgende Holzsortimente öffentlich ver— steigert werden: 730 Gebund Birken-Reisig, Besenreiser, 50 Nadelstämme und 46 Stück Nadel⸗Derbstangen, 42 Raummeter Nadel-Scheiter und 89 Raummeter Nadel⸗Knüppel holz, f 56 Raummeter Nadel⸗Stöͤcke, 4300 Nadel⸗Wellen, 3770 Weichholz-Wellen. Bemerkt wird, daß der Anfang in dem Schlag, in welchem die Weichholzwellen und Besenreiser sind, gemacht wird. Ziegenberg den 29 März 1883. Großherzogliche Bürgermeisterei Langenhain. Rumpf.
Hol zversteigerung.
Mittwoch den 4. April d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen im Köpperner Gemeindewald, Schlag Nr. 8 und 9, Distriet Sandgrube und Mosengeilsschlag, folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung:
2 Stämme Eichen Bau- und Nutzholz, 6 1 Buchen⸗Nutzholz, 2 Raummeter Eichen Scheitholz,
158 5 Buchen⸗Scheit- und Prügelholz,
159„„ Stockholz,
50 Stück Eichen-Wellen,
1
1750„ Buchen Wellen,
1125„ Birken⸗Wellen,
4500„ gemischte Laubholz-⸗Wellen, Je 5 Nadelholz⸗Wellen.
Die Zusammenkunft ist am Schiffweg, Schlag Nr. 8. Köppern den 29. März 1883. Der Bürgermeister
8 T.. Holz-Versteigerung. 1211 Die auf den 12. d. Mts. anberaumt gewesene
Holzversteigerung im Hauser Gemeindewald soll Montag den 2. April, Vormittags von 10 Uhr an, abgehalten werden. Es kommen zum Ausgebot: 46 Raummeter Buchen- und Eichen Scheiter, 20 5 desgl. Knüppel, 2130 desgl. Reisholz- Wellen, 88 Raummeter desgl. Stockholz, 32 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Stämme von 20 bis 58 Centimeter Durchmesser und 14,30 Kubik⸗ meter Inhalt. Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr loco Hausen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das ver steigerte Holz bis Martini 1883 creditirt. Haufen am 28. März 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Häuser.
Alle Sorten a Schuhe und Stiefel
zu den billigsten Preisen bei
71 Jos. Butzbach.
76 Stück Elchen⸗Stämme von 15— 55 Centimeter
1
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22 202
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