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1883.
Dienstag den 30. Yctaher.
M27.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedherg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
ein Beleg kostet 9 Pf.
Die Aufenthaltsorte des Taglöhners Walter Blaum angeblich aus Bärstadt,
Amtlicher Theil.
der Anna Marie Hoeser angeblich aus Grüningen bei Gießen
und des Christian Meinhard aus Gießen sind unbekannt und zu ermitteln.
Ausschreiben.
Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Heinrich Weller, Schweizer aus Flikon, Canton Zürich, zuletzt in Diensten bei Friedrich Koch auf
Hof Hasselheck, wird ersucht.
Um Auskunft über den jetzigen Aufenthaltsort des Peter Ronndorf aus Ober— Rad, Kreis Frankfurt a. M., zuletzt Kesselschmied in Bad⸗Nauheim, wird ersucht.
Friedberg den 19. Oetober 1883.
Ausschreiben.
Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des August Haase, Schuh— machergeselle aus Holzerode, zuletzt in Bad-Nauheim, wird ersucht.
Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Johannes Hock von
Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: Dieffenbach.
Michelnau, zuletzt in Ober-Wöllstadt, wird ersucht. Friedberg den 26. October 1883.
Der Großherzogliche Amtsanwalt. J. V.: Dieffenbach.
Deutsches Reich.
Berlin, 27. Oct. Graf Herbert Bismarck ist gestern von Friedrichsruhe nach London ab— gereist, wo er heute Abend eintreffen wird.
— 27. Oct. Der Kaiser ist heute Abend wohlbehalten aus Wernigerode hier eingetroffen und wurde in Halberstadt und Magdeburg durch die Generalität, das Officiercorps und die Spitzen der Behörden begrüßt.
— Die Nachricht bezüglich der Verlobung der Tochter unseres Kronprinzenpaares mit dem Prinzen von Anhalt entbehrt, wie wir aus sicherer Quelle erfahren, jeglicher Begründung.
— 27. Oct. Prinz Heinrich von Preußen ist an Bord der„Olga“ glücklich in Trinidad eingetroffen.
— 27. Oct. Botschafter Fürst Hohenlohe begab sich gestern zum Besuche des Füͤrsten Bismarck nach Friedrichsruhe.
Kiel S. M. S.„Stein“, 16 Geschütze, Comm. Cap. z. S. v. Nostitz, ist am 24. Oct. in Singapore eingetroffen und beabsichtigte am 26. nach Hongkong zu gehen.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 26. Oct. Dem Ausschuß für die ungarische Delegation erklärte Kalnoky, nach erfolgter Ratifikation der Eisenbahnconvention stehe die Frage des Aus—
baues im Vordergrund. In Constantinopel wurde
bereits eine Offerte gemacht und ist eine solche auch in Bulgarien zu gewärtigen. Eine mate— nelle Garantie dafür, daß der Vertrag erfüllt werde, existirt nicht, allein der Vertrag bietet Mittel zur Realisirung desselben. Der Minister ist auch der Ansicht, Bulgarien thäte besser, einen Theil der Heeresauslagen anstatt für Schleisung der Fest— ungen, für Eisenbahnen zu verwenden. Er habe in diesem Sinne an maßgebender Stelle darauf auf— merksam gemacht. Betreffs des eisernen Thores erklärt der Minister, daß die technische Ausführ— ung nebst den Kosten von Ungarn übernommen wird, welches auch den Zoll einheben wird nach den Bestimmungen des Londoner Vertrages. Serbien unterstütze die Arbeiten und gleiches Vorgehen sei auch von Rumänien zu erwarten. Der Minister gibt ferner Aufschlüsse über die Reform der österreichisch-ungarischen Consulate.
Referent Falk verweist auf die seinerzeitige Blätter—
nachricht und die Enthüllungen über das deutsch— oͤterreichische Bündniß und fragt, ob eine Krisis bestanden und welches die Ursachen derselben ge— wesen seien. Kalnoky erklärt entschiedenst, daß das Cabinet jenem wüsten Lärm sowohl betreffs seines Ursprungs als seines Wesens vollkommen fern gestanden. Seitdem er die auswärtigen Angelegenheiten leite, sei das zwischen der Mo narchie und Deutschland bestandene intime freund scaftliche Verhältniß noch keinen Augenblick lang
getrübt worden. Die nussische Presse allein sei Ursache der Beunruhigung. Die Auffassung, daß Rußland einen Angriffskrieg projectire, halte er für unrichtig, weil es bekannt sei, daß Oesterreich— Ungarn solchem Augriff gegenüber nicht allein stehen werde. Seine persönliche Ueberzeugung sei, daß weder der Kaiser von Rußland, noch seine Regierung an einen Krieg denken. Er (der Minister) hoffe, daß die jetzige Friedens— Aera noch von längerer Dauer sein werde. Karman interpellirt über die Reise des Königs von Rumänien und Bratiano's, worauf Kalnoky erklärt, daß die Donaufrage und andere Episoden das Verhältniß zu Rumänien einigermaßen ge— trübt hätten. Der König von Rumänien habe, dem Kaiser und der Regierung gegenüber, dem lebhaften Wunsche nach besseren Beziehungen Ausdruck gegeben. Nach einem zwischen Kalnoky und Bratiano stattgehabten Ideenaustausch seien beide Theile zu der Ueberzeugung gelangt, daß ein Interessenconfliet nicht vorliege. Beiderseits sei der feste Entschluß ausgedrückt worden, zu den früheren freundschaftlichen Verhältnissen zurückzukehren. Ueber den Zweck der Reise Mukhtar Pascha's befragt, erklärt Kalnoky, daß der Sultan, welcher mit Deutschland bereits seit lange in guten Beziehungen stehe, Mukhtar zu den dortigen Waffenübungen gesandt habe. Es sei selbstverständlich, daß bei den Besprechungen mit Mukhtar auch politische Fragen berührt worden seien; dies sei aber auch in Wien, wo Mukhtar sich aufhielt, der Fall gewesen, wie dies dem bestehenden freundschaftlichen und in— timen Verhältnisse zwischen Oesterreich und der Pforte entspreche.
— 27. Oct. Im Heerausschuß der ungarischen Delegation erklärt der Kriegsminister, die Er— richtung eines 14. Artillerieregiments stebe mit der Organisation des 15. Armeccorps in keinem Zusammenhange. Die Entwickelung und Ver— besserung der Artillerie sei wünschenswerth, stehe aber in naher Zukunft kaum in Aussicht.
Olmütz, 26. Oct. Im Socialistenprozesse wurden heute sämmtliche Angeklagte in Folge des verneinenden Verdicts der Geschworenen freigesprochen.
Schweiz. Bern. Der Canton Tessin hat von der Errichtung eines selbstständigen Bis— thums abgesehen und- wird sich damit begnügen, daß der frühere Bischof Lachat als provisorischer Administrator fungire. Als Bischof von Basel soll, wie es heißt, der Dompropst Fiala in Aus sicht genommen sein.
Dänemark. Kopenhagen, 27. Oct. Im Folkething brachte der Finanzminister eine Vor— sage über die Altersversicherung für Arbeiter ein. Die Beiträge des Staates sind vorläufig auf 2 Million bemessen.
Schweden. Stockholm. Gutem Vernehmen nach werden die Leichen des Königs Gustav IV. und Adols's, Prinzen von Wasa, Sohnes des Letzteren, im nächsten Frühjahre hierher uͤberführt und in der Ritterholmskirche beigesetzt werden. Wie es heißt, hätten auch Verwandte mehrerer deutschen Fürstenfamilien diesen Wunsch geäußert.
Belgien. Bnrüssel. Der„Independence“ zufolge beabsichtigt die Regierung in der nächsten Kammersession einen Gesetzentwurf, betreffend die Bildung einer Nationalreserve, vorzulegen. Die erforderlichen Ernennungen sind bereits in Vorbereitung.
Frankreich. Paris, 26. Oct. Die äußerste Linke beschloß die Interpellation über Tonkin Montag einzubringen.— Das Gerücht, daß zwischen Ferry und Leon Say eine Besprechung stattgefunden und es sich dabei um Wiederuͤber— nahme des Finanzministeriums durch Say han— delte, wird von der Agence Havas fuͤr unrichtig bezeichnet.
Großbritannien. London, 31. Oct. Daily News zufolge hat der gestrige Cabinets— rath das Anerbieten Frankreichs, dem Missionär Shaw unter dem Ausdruck des Bedauerns über den Zwischenfall in Tamatave den Betrag von 1000 Pfund als Schadensersatz zu zahlen, an— genommen. 5
— 28. Oct. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist gestern nach Hannover abgereist, während seiner Abwesenheit wird Graf Herbert Bismarck als Geschäftsträger fungiren.
Italien. Rom. Die Riforma bezeichnet die Nachricht, der Beisetzung der Leiche desKönigs Victor Emanuel im Centrum des Pantheons würden vom Vatican Hindernisse bereitet, als unrichtig. Das Journal de Rome dementirt, daß im Falle der Beisetzung sich zwei Cardinäle für die Ent— weihung des Pantheons ausgesprochen hätten.
Rumänien. Bukarest, 27. Oet. Die Kammern nahmen heute die Sitzungen wieder auf. Das während der Ferien ausgearbeitete Verfassungs-Revisionsproject wird am Montag vorgelegt werden.
Serbien. Belgrad. Der Finanzminister Spasic ist durch den großen Eifer, den er bei der Aufdeckung des Deficits entwickelte, mit seinen übrigen Ministercollegen in Conflict ge— rathen und hat in Folge dessen seine Demission gegeben, die jedoch diesmal nicht angenommen wurde.
Bulgarien. Sofia, 27. Oct. Einer Meldung der Agence Havas zufolge berieth der Minister— rath die Frage der Abberufung der Adjutanten des Fürsten und beschloß, den Oberst Rödiger in Arrest zu schicken und die russischen Offiziere in der bulgarischen Armee zu entlassen. Die bulgarischen Offiziere in der russischen Armee


